Querbeet
Gemüse des Monats
Weißkohl
Weißkohl gilt als "urdeutsch" und konkurrenzlos günstig.
Er wird das ganze Jahr über angebaut. Zu den führenden Anbauländern
zählt auch Deutschland. Weißkohl ist kalorienarm (25 Kilokalorien/105
Kilojoule) und reich an Eiweiß, schwefelhaltigem Öl, Calcium,
Kalium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Jod, Eisen, Provitamin A, Vitamin
B1 und B2. Außerdem stellt er gerade in den Wintermonaten eine gute
Vitamin-C-Quelle dar. Eine Besonderheit der Kopfkohlarten ist der Gehalt
an Ascorbigen (Vorstufe des Vitamin C), das erst durch Kochen in Vitamin
C umgewandelt wird. Aber auch der rohe Weißkohl enthält viel
Vitamin C.
Kohlrouladen, Kohlsuppe, Kohlaufläufe, Krautstrudel, Rohkostsalat,
Krautsalat: Weißkohl kann gekocht, geschmort, gedünstet, blanchiert
oder roh gegessen werden. Ein echter Klassiker ist Sauerkraut. Milchsauer
vergorenes Sauerkraut ist außerdem eine sehr gute Vitamin B12-Quelle.
Krautsalat mit Schafskäse und Oliven
Für 4 Personen
300 g Weißkohl
1/2 TL Salz
2 EL Zitronensaft oder Essig
2 TL scharfer Senf
1 kleine Knoblauchzehe, gepreßt
3 EL Joghurt . 2 EL Olivenöl
etwas Pfeffer
1 großer Apfel, in Scheiben
je 4 Stengel Petersilie, Dill, Zitronenmelisse, fein gehackt
100 g Schafskäse, gewürfelt
12 schwarze Oliven
Weißkohl sehr fein hobeln, mit Salz überstreuen und in einer
Schüssel etwas zerstampfen, um die Zellstruktur aufzuschließen.
Zitronensaft oder Essig mit Senf, Knoblauchzehe, Joghurt, Olivenöl
und Pfeffer verrühren. Weißkohl kräftig mit der Soße
vermischen, Apfelspalten, Kräuter, Schafskäse und Oliven sofort
unter den Salat mengen. Den Salat durchziehen lassen.
(aus Gemüse zu allen Jahreszeiten, siehe Buchtip)
Buchtip: Gemüse zu allen Jahreszeiten
Ein kleiner Küchengeist führt durch das Kochbuch und lädt zum Nachkochen von 150 Gemüse- sowie einigen Getreide-, Hülsenfrüchte- und Fleischrezepten ein. Im Vordergrund steht heimisches Gemüse, das zu den verschiedenen Jahreszeiten zur Verfügung steht. Auch alte Gemüsesorten wie Schwarzwurzeln, Pastinaken, Topinambur und Teltower Rübchen werden berücksichtigt. Die Rezepte sind nach den Gesichtspunkten der Vollwert-Ernährung zusammengestellt und mit Hinweisen wie "einfach", "schnell" und "braucht Zeit" versehen.
Anna K. Teggemann, Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft (Hrsg.): Der kleine Küchengeist empfiehlt. Gemüse zu allen Jahreszeiten. 1997, 218 Seiten, Ringheftung, ohne Fotos, DM 20,-. ISBN 3-00-001788-7. Das Buch kann auch direkt bei Anna K. Teggemann, Wolkenhauerstr. 9, 28279 Bremen, Tel.: 0421/831195 für DM 20,- (plus DM 3,- für Verpackung und Porto) bestellt werden.
BSE-News
Unglaublich: Das Freiburger Verwaltungsgericht hat das Importverbot für Rinder aus Großbritannien und der Schweiz zum Schutz vor BSE für nichtig erklärt. Grund: Die rechtliche Grundlage für das Importverbot - die Ermächtigung des Tierschutzgesetzes zur Seuchenbekämpfung - würde bei BSE nicht greifen. Das Gericht ist der Meinung, daß BSE nicht als Tierseuche anzusehen sei, da BSE durch das nicht artgerechte Füttern der Tiere mit infiziertem Tierkörpermehl übertragen werde. Somit müsse BSE nicht als Seuche, sondern als eine durch den Menschen hervorgerufene Vergiftung angesehen werden. Zudem werde BSE nicht von Tier zu Tier übertragen, so das Gericht weiter in seiner Urteilsbegründung.
Nur ein europäisches Problem?: Die USA haben ihr Importverbot für Schafe und Rinder aus Europa auf nahezu alle europäischen Staaten ausgeweitet. Begründung: Es bestehe die Möglichkeit, daß BSE durch verseuchtes Tiermehl auch in anderen europäischen Ländern auftreten könne.
Fragwürdig: Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker macht Werbung für "deutsches Qualitätsfleisch". "Für mich ist Rindfleisch eine Bereicherung unserer Küche", erklärt er in der Informationskampagne der Centralen Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA).
Fortschritt: Züricher Wissenschaftler haben einen Antikörper zum direkten Nachweis von kranken Prionen (Hinweis auf Rinderwahnsinn und Creutzfeldt-Jakob-Krankheit) entwickelt, meldete das britische Wissenschaftsmagazin Nature. Der Antikörper soll Tests am lebenden Organismus ermöglichen.
Kurz & knapp
Aktion EinkaufsNetz:
"Gelbe Karten" mit der Botschaft "wir kaufen keine Gentechnik-Produkte", eine Adreßliste von Händlern, die nur Ware ohne Gen-Behandlung anbieten und Infos zur Gentechnik gibt's bei Greenpeace EinkaufsNetz, 22745 Hamburg, Tel.: 040/306 18 222, Fax: 040/30 63 111, Internet: http://www.greenpeace.de
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