Hallo, liebe Leserinnen und Leser!

Liebe Leserinnen und Leser,

sicher sind Sie gut informiert über George und Charly, die beiden amerikanischen Gentech-Kälber. Erst recht über ihre britische Vorgängerin, das Clon-Schaf Dolly. Und Sie verfolgen nun mit Gruseln, was die Weltpresse über die Pläne von diesem Mr. Seed berichtet, der ähnliches mit Menschen vorhat. Was spektakulär ist, hält die Medienmacher in Atem, und ihr Publikum auch. Das ist ganz gut so, denn dadurch bleiben wir wach und wachsam.
Aber spektakuläre Ereignisse haben auch einen Nachteil. Sie lenken ab von Dingen, die unbedeutender, ungefährlicher erscheinen, nur deshalb, weil sie häufiger vorkommen und damit eben unspektakulär sind. - Oder wer kräht heute noch danach, wenn irgendwo genetisch manipulierter Raps gezogen wird?

Dabei macht just der Raps derzeit ernsthafte Probleme, sogar der Gentech-Branche. Denn es zeigt sich, daß die Pollen eine ungeahnte Kreuzungsfreudigkeit entwickeln, daß sie die konventionellen Züchtungen, ja sogar Unkrautformen infizieren mit ihrer neuen Erbinformation. Und die lautet ausgerechnet auf Herbizidresistenz.

Es scheint, der Gentech-Lobby kommt die Aufregung über die vereinzelten Clon-Experimente gut zu paß. Denn die Öffentlichkeit bemerkt kaum noch dererlei Pannen, die doch entlarven, daß der Geist schon längst aus der Flasche ist.

Schrot&Korn wird seine Leser nicht ablenken und auch nicht ablenken lassen. Wir behalten die gentechnische Entwicklung im Auge, berichten in jeder oder doch fast jeder Ausgabe, was sich abseits der großen Ereignisse, von denen Sie aus Tages- und Wochenzeitungen erfahren, im Hintergrund tut. Durch unser Logo finden Sie die entsprechenden Seiten immer rasch im Inhaltsverzeichnis.

Wir beginnen die Reihe mit einer Reportage über zwei Betriebe, die biologisches und genetisch sauberes Saatgut sichern wollen. Und - Sie werden sehen - gerade solche Bemühungen sind heute im besten Sinne spektakulär.

Elke Achtner-Theiß

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