ABC der Naturkost
Convenience-Produkte
Übersetzt wird Convenience mit Vorteil, Annehmlichkeit oder Bequemlichkeit. Convenience-Produkte sind Fertiggerichte, die industriell soweit vorbereitet sind, dass man sie nach wenigen Handgriffen verzehren kann.
Man findet sie auch im Naturkostladen. Hier reicht das Angebot von Doseneintopf, Tütensuppe und Fertigsauce bis hin zu Kartoffelbrei, Bratlingsmischungen und Nudeln. Aber auch Pizzen und Aufläufe aus dem Tiefkühlregal gehören dazu. Der Unterschied zu konventionellen Convenience-Produkten ist jedoch, dass die Zutaten so schonend wie möglich verarbeitet wurden. Zudem stammen nahezu alle Zutaten und Zusatzstoffe der Bio-Convenience-Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau. Zusatzstoffe wie pflanzliche Verdickungsmittel (z.B. Agar-Agar, Johannisbrotkernmehl, Pektin), Quellstärke, Hefeextrakt und Rieselhilfsmittel sind in Bioprodukten erlaubt. In Kartoffelprodukten sind Vitamin C oder Zitronensäure als Schutz vor Verfärbungen zugelassen.
Couscous
Die Grundlage von Couscous, dem berühmten Nationalgericht der nordafrikanischen Staaten, ist Weizen. Bei der Herstellung wird Hartweizen gemahlen und zu Grieß verarbeitet. Der Weizengrieß wird angefeuchtet und zu Körnchen geformt. Danach wird das Getreide im Dampf schonend aufgeschlossen, getrocknet und mit einer dünnen Mehlschicht überzogen, die verhindert, dass die Körnchen beim Garen zusammenkleben. Der Weizen für Couscous aus dem Bioladen stammt aus kontrolliert biologischem Anbau.
Couscous muss vor dem Garen nicht eingeweicht werden. Das Getreide wird in kochendem Salzwasser in etwa zehn bis 15 Minuten gegart. Couscous ist leicht bekömmlich und wegen seines angenehm milden Geschmacks auch für Kinder als Beilage geeignet. Couscous sollte kühl und trocken gelagert werden. Die Mindesthaltbarkeit beträgt etwa 12 Monate.
Pro 100 Gramm liefert Couscous etwa 360 Kilokalorien, 12,4 Gramm Eiweiß, 73,6 Gramm Kohlenhydrate sowie 2,2 Gramm Fett.
Curcuma
Curcuma, auch bekannt unter dem Namen Gelbwurz, stammt aus Südostasien. Hauptanbaugebiet ist Indien; gefolgt von China, Thailand, Indonesien, Java und Peru. Sogar in Tansania wird heute Curcuma angebaut.
Die Curcumapflanze gehört zur Familie der Ingwergewächse. Aus den knolligen, gelben Wurzelstöcken wird das Gewürz gewonnen. Die gewaschenen Wurzeln werden überbrüht, klein geschnitten, getrocknet und anschließend vermahlen. Curcuma aus Bioanbau ist weder begast noch bestrahlt.
Das intensiv gelbe, aromatisch duftende Pulver wird gerade wegen seiner stark färbenden Eigenschaft mit Vorliebe in Reisgerichten eingesetzt. Darüber hinaus wird Curcuma zum Würzen von Saucen und Mayonnaisen, Eierspeisen und Marinaden sowie Bohnen- und Linsengerichten verwendet. Zudem ist Curcuma Hauptbestandteil vom Currypulver.
Der Geschmack von Curcuma ist würzig-brennend und leicht bitter. Das Würzpulver soll den Gallenfluss fördern und sich somit positiv auf die Verdauung auswirken.
Curry
Curry bezeichnet eine Mischung aus gemahlenen Gewürzen. In Indien gibt es hunderte verschiedene Currywürzmischungen. Meist wird dort eine Currymischung erst bei der Zubereitung einer Speise frisch gemischt. Die Zahl der Gewürze und anderer Würzmittel, die im Curry enthalten sein können, ist lang. Hauptbestandteil eines jeden Pulvers ist jedoch Curcuma, das dem Curry seine typische gelbe Farbe verleiht.
Im Naturkostladen findet der Kunde meist eine scharfe Mischung mit Senf, Paprika, Pfeffer sowie Cayennepfeffer und daneben eine mildere Version. Alle Zutaten der im Bioladen angebotenen Currywürzmischungen stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Verwendet wird Curry meist zum Würzen von Reisgerichten. Doch auch hellen Saucen oder Suppen verleiht Curry eine exotische Note.
Rezept mit Curry und Curcuma
Asiatische Reispfanne
Zutaten für 4 Personen
- 250 g Basmatireis
- 8 EL Olivenöl
- 70 g Sultanas
- 700 ml Wasser
- Salz
- 1/2 TL Curcuma
- 1 Stange Lauch
- 1/2 Gemüsezwiebel
- 2 rote Paprika
- 1 kleiner Apfel
- 2 Zucchini
- 1 Knoblauchzehe
- 1 1/2 EL asiatisches Gewürz
- 1 1/2 TL Curry
- 1 EL Schwarzkümmel
Den Reis kurz in 2 EL Öl anrösten, die Sultanas hinzugeben, kurz mitrösten und mit dem Wasser ablöschen. Salz und Curcuma hinzugeben und das Getreide circa 15 Minuten garen.
Das Gemüse sowie den Apfel in Würfel oder Streifen schneiden. Das restliche Öl erhitzen, Knoblauch, Lauch, Zwiebel, Paprika und Apfel unter ständigem Rühren andünsten. Nach etwa 5 Minuten die Zucchini hinzufügen und das Gemüse mit den restlichen Gewürzen abschmecken. Den fertigen Reis hinzufügen und nochmals abschmecken.
(Rezept von Lebensbaum)
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