Querbeet
Portrait:
ANANAS
Allgemeines: Die mehrjährige Pflanze gehört zur Familie der Bromeliaceae, stammt aus Brasiliens Tropenwäldern und gilt als eine alte Kulturpflanze der Indios. Sie hat einen kurzen, keulenförmigen Stamm mit einer großen Blattrosette aus etwa 80 stacheligen, spitzen Blättern. Aus ihrer Mitte wächst nach 12 bis 22 Monaten ein Blütenstiel mit vielen Einzelblüten. Diese blühen nicht gleichzeitig, sie entwickeln deshalb nacheinander mehrere Früchte. Etwa vier Jahre liefert die Pflanze gute Erträge, dann wird sie durch eine neue ersetzt. Anbaugebiete sind Süd- und Mittelamerika sowie Afrika.
Frucht: Unter der harten, schuppigen Schale verbirgt sich das saftig-süße Fruchtfleisch. Bei reifen Früchten ist es gelb bis rötlich und duftet aromatisch. Den Reifegrad prüft man per Fingerdruck: Die Schale soll bei leichtem Druck nachgeben. Die meistangebauten Sorten sind Cayenne, Queen, Spanish, Pernamubco und Perolera. Ananas kommen frisch, getrocknet, in der Dose oder im Glas in den Handel.
Bio-Ananas: In konventionellen Ananasplantagen spielen chemisch-synthetische Stickstoffdüngung des Bodens und eine Blattdüngung wegen der höheren Ernteerträge eine große Rolle. Im Bio-Anbau sind synthetische Dünger verboten, gedüngt wird mit Kompost oder Mist. Pestizide gegen Unkräuter und Pflanzenkrankheiten wie Fruchtfäule und Läusebefall sind ebenfalls verboten. Bio-Ananas wachsen in Mischkulturen mit anderen Pflanzengemeinschaften und sind deshalb weniger anfällig als Monokulturen. Unerwünschte Beikräuter werden durch Hacken und Jäten entfernt. Kalziumkarbit, ein Wachstumsregulator, der für ein gleichzeitiges Blühen der Pflanzen sorgt, ist seit Januar 2001 im Bio-Anbau nicht mehr zugelassen, die Ernte ist somit viel aufwändiger. Frische Bio-Früchte aus Fair-Trade-Projekten kommen aus Ghana, Togo und Uganda, getrocknete aus Sri Lanka.
Aufbewahrung: Ananas sind druckempfindlich, deshalb sollten sie weich liegen oder an den Blättern aufgehängt werden. Temperaturen von 16 bis 18 Grad sind ideal. Zum Einfrieren eignen sie sich nicht, das Fruchtfleisch bekommt unappetitliche schwarze Flecken. Angeschnittene Ananas verliert rasch Aroma, sie sollte innerhalb von wenigen Tagen aufgegessen sein.
Besonderes: Kalorienarm mit viel Vitamin A und C sowie Mineralstoffen wie Kalzium und Eisen. Enthält Bromelin, ein eiweiß-spaltendes Enzym, das fettabbauend wirkt.
Verwendung: Pur, im Obstsalat, in Fruchtbowlen, Cocktails, an süß-sauren Soßen.
Profi-Küchentipp
Bernd Trum, Vollwertkoch und Leiter der Kochschule und Küchenberatung Küchenmanagement Trum (www.kuechen-management.de)
S&K: Wie verhindert man, dass Windbeutel nach dem Backen weich werden?
B.T.: Die Windbeutel sofort nach dem Backen aufschneiden. Am besten geht das mit einer Schere oder einem Sägemesser. Kleine Windbeutel mit einem Holzstäbchen anstechen. Dadurch kann die restliche Feuchtigkeit aus dem Windbeutel verdampfen, und so bleibt das Gebäck schön knusprig.
Infos und News
Frauen und Männer essen anders
Männer essen meist schneller und nehmen regelmäßiger drei Mahlzeiten am Tag zu sich als Frauen. Frauen neigen zudem zum Naschen zwischen den Mahlzeiten und sind bei äußeren Einflüssen wie Geselligkeit, Langeweile oder Stress anfälliger für kalorienreiches Essen. Das haben Forscher an der Uniklinik Passau in einer Studie mit übergewichtigen Männern und Frauen herausgefunden, berichtet der Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (aid infodienst). Bei einer Gewichtszunahme hätten Frauen viel eher als Männer ein schlechtes Gewissen und würden eine hohe Motivationan den Tag legen, die überflüssigen Pfunde wieder los zu werden. Übergewichtige Männer gingen dagegen im allgemeinen unkontrollierter mit ihrem Gewicht um und überprüften seltener die gegessenen Mengen. Auch die freiwillige Bereitschaft zum Abnehmen sei bei ihnen wesentlich geringer.
Buchtipp:
Brot und Gebäck selbst backen
Brotbacken ist wieder in. Ob im Backautomaten, Umluftherd oder Holzbackofen den Duft nach frischem Brot und den Genuss von Selbstgebackenem möchten viele nicht mehr missen. Herzhafte und süße Rezeptideen sowie Informationen rund ums Mehl hat die Österreicherin Rosi Harrer-Feichtinger in ihrem Buch zusammen getragen. Neben Brotvariationen von Bauern-, Vollkorn-, Kräuter-, Kartoffel- oder Kürbiskernbrot finden sich auch Rezepte für herzhafte Knabbereien und süßes Gebäck mit österreichischem Flair wie Allerheiligenstriezel, Topfentascherln und Nusskronen.
- Gebäck selbst backen, Rosi Harrer-Feichtinger, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2001,
- 6. aktualisierte Auflage, 134 Seiten, 16,26 EUR, ISBN 3-8001-3679-1.
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