wohlfühlen

Einkauf: Handcreme

Streichelzart gepflegt

Hände sind unsere wichtigsten Universalwerkzeuge. Wir benutzen sie permanent. Deshalb brauchen sie Pflege. Gut, wer eine reichhaltige Creme zur Hand hat. //Nicole Galliwoda

Keine Hautpartie muss mehr aushalten als die Haut an den Händen. Wer bald wieder im Garten arbeitet, wünscht sich hinterher händeringend eine pflegende Creme. Auch all diejenigen, die im Büro in die Tasten hauen, bewegen täglich 27 Knochen, 28 Gelenke und 33 Muskeln pro Hand und strapazieren die Haut. Heizungsluft entzieht ihr Feuchtigkeit, Wasser trocknet sie schnell aus, die tägliche Hausarbeit zehrt.

Was dazu kommt: Am Handrücken ist die Haut fast genauso dünn wie im Gesicht. Sie hat kaum Talgdrüsen und wenig Unterhautfettgewebe, ist also besonders empfindlich. Deshalb sollte eine Handcreme ausreichend Fett enthalten. Die Fette dichten die Poren ab und verhindern so, dass Feuchtigkeit abgegeben wird.

Perfekter Schutz

Der Ringelblumenbalsam von Tautropfen, die Handcreme Bergamotte von Sanoll, das Balsam von Light-of-Nature und die Crème Lavendel von Sonett sind reine Fettcremes auf Ölbasis ohne Wasseranteil. Diese sind für besonders trockene und strapazierte Hände geeignet, denen eine fette Portion in der oberen Hautschicht gut tut. Zudem schützen sie wie ein unsichtbarer Handschuh vor Kälte oder Putzmitteln. Diese Produkte kommen ohne Konservierungsstoffe aus. In den Cremetöpfchen stecken dafür pflegende und hochwertige Öle wie Jojoba- und Schwarzkümmelöl, Bienenwachs sowie ätherische Öle aus Ringelblume, Schafgarbe, Lavendel und Johanniskraut.

Wer es weniger fettig an den Händen mag, greift zu Handcreme-Emulsionen, die schneller einziehen als Fettcremes. Sie enthalten ein unterschiedliches Fett-Wasser-Verhältnis. Manche sind reichhaltiger an Fett oder Öl, andere fühlen sich auf der Haut weicher und leichter an, weil ein höherer Wasseranteil in ihnen steckt. Meistens sind diese Cremes in Tuben erhältlich. Alle Creme-Emulsionen haben eine milchige Konsistenz mit meist wenig Fett sowie Wasser und Glyzerin. Das trocknet zu einem Film an, der Wasser bindet und auf der Haut hält. Glyzerin setzen die Hersteller als Feuchthaltemittel ein, es bewahrt die Haut vorm Austrocknen und verbessert die Streichfähigkeit der Creme. In der Natur ist der Stoff Bestandteil von tierischen und pflanzlichen Fetten und Ölen. In der Naturkosmetik kommt nur pflanzliches Glycerin zum Einsatz.

Hochwertige Inhaltsstoffe

Handcremes der Naturkosmetik zeichnen sich durch hochwertige, pflegende Öle und Fette wie Mandelöl, Sesamöl, Kokosöl, Bienen- oder Beerenwachs aus. Bio-Hersteller verwenden gut verträgliche natürliche Konservierungsstoffe auf Zuckerbasis sowie pflanzliche Emulgatoren.

Ganz anders die konventionellen Handcremes. In der Fettphase stecken billige Erdöle und bedenkliche Stoffe. So konservieren einige Anbieter ihre Handcremes mit Formaldehyd-Abspaltsubstanzen. Formaldehyd wird als krebsverdächtig eingestuft. Zudem dürfen Triclosan und künstliche Duftstoffe wie Nitromoschusverbindungen enthalten sein, die sich im Fettgewebe anreichern. Triclosan steht im Verdacht, die Leberfunktion zu beeinträchtigen.

Die in Naturkosmetikprodukten enthaltenen Duftstoffe stammen aus den Bestandteilen natürlicher ätherischer Öle. Relativ neu sind die Cremes mit Sanddornöl von alva, CMD und Weleda. Ganz ohne Duftstoffe kommen die Neutral Handcreme intensiv von Lavera sowie die Totes Meer Handcreme von CMD aus.

Hausarbeit:

Stress für die Hände:

Häufiges Händewaschen strapaziert die Haut. 40 Mal am Tag halten Hausfrauen im Schnitt ihre Hände unters Wasser. Das zehrt. „Waschfrauenhände“ nennen Hautärzte deshalb extrem trockene Haut an den Fingerkuppen mit Rissen am Nagelbett und an den Knöcheln der Hand. Bei so starken Hautreaktionen hilft oftmals nur noch Harnstoffsalbe

Melkfett in Bio-Qualität

Die Firmen Provida und Christiane Hinsch bieten Melkfett in Bio-Qualität als Pflege- und Schutzcreme an. Darin stecken hochwertiges Kokosöl, Bienenwachs, Sheabutter sowie ätherische Öle. Melkfett hat den gleichen Effekt wie wasserfreie oder -arme Fettcremes: Es schützt raue Stellen besonders gut, weil es extrem wasserabweisend ist und einen lang anhaltenden starken Schutzfilm bildet. Der Begriff „Melkfett“ ist nicht geschützt. Die Zusammensetzung kann also variieren. Vorsicht! Melkfette aus konventioneller Herstellung enthalten billiges Erdöl in der Fettphase, das aufgrund der Molekularstruktur schlecht in die Haut einziehen kann.

 

Leserbrief schreiben Seite empfehlen
powered by
Impressum
Newsletter
Forum
Anfragen