spezial: Boden Fruchtbarkeit

Zu Besuch bei Bioforschern

Boden und Bio-Landbau begreifen

Ein zwei Meter langer Regenwurm räkelt sich auf der Erde. Sein Bauch ist voll mit Eiern, die Informationen über den Zustand des Bodens enthalten. Das gibt’s nur im Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL).

Das FiBL, mit seiner Zentrale in Frick in der Schweiz und Filialen in Frankfurt und Wien, ist die größte nichtstaatliche Forschungseinrichtung für den ökologischen Landbau.

Den Tag der offenen Tür nutzten 3.000 Besucher, um sich über die Arbeit des 120-köpfigen FiBL-Teams zu informieren. „Madame Tussauds Parasitenkabinett“ zeigte Pflanzenschädlinge und Methoden, um sie ökologisch in Schach zu halten. Tier-gesundheit, Kompostqualitäten oder neue Maschinen für die schonende Bodenbearbeitung, waren ebenfalls Themen an den Infoständen.

Bestaunt wurden Messgeräte, mit denen sich die Qualität von Äpfeln bestimmen lässt, und Geschmacksforscher konnten die vielfältigen Aromen alter Tomatensorten im Selbstversuch erkunden.

Dass sich, aus den für Öko-Winzer wichtigen pilzresistenten Rebsorten, auch schmackhafte Tropfen keltern lassen, bewiesen die Weine aus dem FiBL-eigenen Weinberg.

Die Adresse:

FiBL - Forschungsinstitut für biologischen Landbau, Ackerstrasse, 5070 Frick, Schweiz, Telefon 0041/62 86 57 272.

Ausführlich dargestellt ist die vielfältige Arbeit des FiBL auch im Internet: www.fibl.org


Forschen für den Boden

Mehrere Forschungsinstitute befassen sich speziell mit den positiven Auswirkungen des Öko-Landbaus auf den Boden.

Eine Auswahl:

Institut für Biologisch-Dynamische Forschung in Darmstadt (IBDF): Vergleicht in einem Langzeit-Versuch seit 1980 den Einfluss verschiedener Düngerarten auf Bodenleben und Ertrag. Entwickelt torffreie Anzucht-Erden für den Öko-Gartenbau.
www.ibdf.de

Stiftung Ökologie & Landbau, Landesanstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz, Rheinland-Pfalz: Im Projekt Ökologische Bodenbewirtschaftung (PÖB) bei Mainz, werden seit zehn Jahren Bodenleben und Bodenfruchtbarkeit beim Anbau mit und ohne Pflug untersucht.
www.soel.de/projekte/

Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), und Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde in Braunschweig: Erforscht Nährstoffhaushalt und Bodenfruchtbarkeit ökologisch bewirtschafteter Böden.
www.pb.fal.de

An den Universitäten Bonn, Kassel, Wien und Gießen untersuchen Wissenschaftler im Detail, wie sich Fruchtfolgen, Düngearten und Anbaumethoden im Öko-Landbau auf das Bodenleben auswirken. Zahlreiche Forschungsberichte sind in der Datenbank
www.orgprints.org/view/subjects/2soilbiol.html zu finden.

Boden im Internet

Verständlich aufbereitete Informationen und Bilder über Böden gibt es unter www.bodenwelten.de

Der Fachbereich Boden des Umweltbundesamtes stellt unter www.umweltbundesamt.de/fwbs/themen/ seine Arbeit vor.

www.unter-welten.de heißt eine Online-Ausstellung des Museums Natur und Umwelt in Osnabrück.

Bodenleben auf DVD „Haut der Erde“ ist ein halbstündiger Film, der Schülern das komplexe Ökosystem „Boden“ nahe bringt. Zu bestellen für 25 Euro bei aid-Vertrieb, Birkenmaarstr. 8,53340 Meckenheim, Telefon 02225 / 92 61 46, E-Mail: Bestellung@aid.de
www.aid.de

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