Selbstbräuner

Sonnenbräune aus der Flasche

Unser Tipp für alle heimlichen Selbstbräuner: Auch Naturkosmetik-Hersteller bieten sie an. Schrot&Korn-Autorin Nicole Galliwoda hat ein Produkt an ihrem eigenen Körper getestet.

Am Wochenende steigt die Party. Das rote Kleid sieht besonders schön auf brauner Haut aus, aber ich bin leider käsebleich. Etwas Farbe muss her, nur wie? Kleine Experimente machen das Leben aufregend, ich probier‘ Selbstbräuner.

Schneeweiße Creme fließt aus der Flasche und soll meiner winterblassen Haut in vier, fünf Stunden einen urlaubsbraunen Teint verpassen. Naturkosmetik-Hersteller Lavera hat dafür den Innovationspreis 2003 erhalten. Der Selbstbräuner riecht angenehm, etwas fruchtig und lässt sich geschmeidig wie eine Lotion ganz leicht auf der Haut verteilen. Das verführt dazu, schnell und üppig aufzutragen. Viel hilft vielleicht viel und die Bräune kommt so besonders schnell und intensiv. Ruck, zuck ist alles munter eingeschmiert. Auch die Innenseite der Unterarme. Wie sich später herausstellt, war das ein Fehler. Doch zu spät. Eigentlich bleiben diese Stellen ja immer sehr hell, selbst im Sommer. So nahtlos braune Unterarme sehen schon etwas unnatürlich aus. Beim nächsten Mal bin ich vorsichtiger. Besondere Aufmerksamkeit widme ich auch Knie, Ellenbogen und Fersen. Dort trage ich den Selbstbräuner nur hauchdünn auf. Denn trotz vorherigem Peeling färben sich verhornte Stellen besonders intensiv und können fleckig gelb werden. Es hilft ein bisschen, diese Stellen zuerst mit Körperlotion einzureiben. Der Rest, besonders Gesicht, Dekolleté und die Beine, werden wunderbar braun - ganz ohne Sonne. Doch Vorsicht: Die Haut sieht zwar schön vorgebräunt aus, ist es aber nicht. Sonnenschutz bietet der Selbstbräuner aus der Flasche nun mal nicht. Also unter freiem Himmel auf keinen Fall die Sonnencreme vergessen.

Anmerkungen und Kommentare zum Artikel

Leserbrief schreiben Seite empfehlen
powered by
Impressum
Newsletter
Forum
Anfragen