editorial
Gen-Wende rückwärts?
Was könnte ein politischer Machtwechsel für grüne Gentechnik bedeuten? Der erste Teil des verbraucherfreundlichen Gentechnik-Gesetzes Makulatur, den Renate Künast gegen großen Widerstand durchgesetzt hat. Den zweiten verhindert bisher der schwarz-gelbe Bundesrat. Getreu der Position von Union und FDP: Freie Fahrt für grüne Gentechnik!
Geplante Änderungen der Union am Gentechnik-Gesetz
- Kein Anbaustopp für einmal zugelassene Gen-Pflanzen. Auch nicht, wenn von ihnen nachweislich Genkonstrukte in die Umwelt und auf Nachbarfelder gelangen.
- Gen-Bauern tragen keine Verantwortung für Schäden, solange sie sich an die „gute fachliche Praxis“ halten.
- Die Regeln dafür definiert zukünftig die Agrochemie-Industrie.
- Abwälzen der Haftungskosten auf die Allgemeinheit mit Hilfe eines Fonds.
- Kein Nachweis von Schulungen oder „Sachkunde“ für Gen-Anbauer.
- Rücknahme der Dateneinsicht im Standortregister.
- Keine Sonderregeln für Gentech-Pflanzen in Naturschutzgebieten.
Vier Jahre sind eine lange Zeit ...
Schon wenige Jahre Gentechnik-Anbau unter schwarz-gelben Bedingungen werden nach allen bisherigen Beobachtungen dazu führen, dass Gen-Verunreinigungen in einigen Pflanzenarten zur Regel werden, auch wenn danach Gentechnik wieder eingeschränkt würde.
Selbst im Falle eines rot-grünen Wahlsieges bestünde weiterhin „Einigungszwang“ zwischen Bundesregierung und schwarz-gelbem Bundesrat. Umso wichtiger sind alle Maßnahmen, die nicht von der politischen Großwetterlage abhängen und Abgeordneten sowie Landwirten signalisieren: Die große Mehrheit der Deutschen lehnt Gentechnik in der Landwirtschaft ab.
Jetzt Flagge zeigen
Regionen, Gemeinden und Grundstücksbesitzer sollten
vermehrt gentechnikfreie Zonen ausrufen. Dazu brauchen sie
die Unterstützung von Verbrauchern und Bürgern.
www.keine-gentechnik.de/landwirtschaft/freie-regionen.html
Die Anti-Gentechnik-Bewegung sollte im öffentlichen
Raum unübersehbar werden. Zeigen Sie Ihre Meinung und
unterstützen Sie Aktionen in Ihrer Region.
www.keine-gentechnik.de/termine.html
Machen Sie Ihren Politikern vor der Wahl klar, dass Sie
selbst bestimmen wollen, was auf Ihren Teller kommt.
www.keine-gentechnik.de/verbraucher/politik.html
www.genfoodneindanke.de
-> „Aktiv werden/Protestpost“
Kaufen Sie nur, was nachweislich gentechfrei ist. „Bio“
ist erste Wahl, über konventionelle Produkte informieren
Greenpeace und die Verbraucherzentralen.
www.keine-gentechnik.de/verbraucher/einkauf.html
Informieren Sie sich aktiv. Für die Massenmedien ist „Genfood“ ein Thema unter vielen! www.genfoodneindanke.de und www.keine-gentechnik.de
Auch in Schrot&Korn werden wir natürlich dranbleiben.
Martin Fütterer
Im November ist es soweit: Schrot&Korn hat Geburtstag und wird 20 Jahre jung oder alt, wie man will. Wir sagen Ihnen, was wir uns von Ihnen wünschen - und wie Sie schon jetzt mit Schrot&Korn gewinnen können.
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