KinoFilm: „We feed the World“

Da kommen unsere Lebensmittel her

In Österreich war der Dokumentarfilm der erfolgreichste seit Jahrzehnten. Am 27. April startet „We feed the world“ auch in deutschen Kinos. Filmemacher Erwin Wagenhofer hat sich auf die Spur unserer Lebensmittel gemacht. Woher kommen sie? Was richten ihre Produktionen an?


Nicht verkaufte Brote werden auf Müllhalden geworfen und dann entsorgt.

Auf rund 350.000 Hektar werden vor allem in Lateinamerika Sojabohnen für die österreichische Viehwirtschaft angebaut. Daneben hungert ein Viertel der einheimischen Bevölkerung. Jede Europäerin und jeder Europäer essen jährlich zehn Kilogramm künstlich bewässertes Treib-hausgemüse aus Südspanien, dort werden deswegen die Wasserreserven knapp. „We feed the world“ deckt diese Fakten auf. „Wir ernähren die Welt“ ist ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse – ein Film über den Mangel im Überfluss. Er gibt in eindrucksvollen Bildern Einblick in die Produktion unserer Lebensmittel sowie erste Antworten auf die Frage, was denn der Hunger auf der Welt mit uns zu tun hat.

Zu Wort kommen neben Fischern, Bauern, Biologen und Jean Ziegler, dem UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, auch der Produktionsdirektor des weltgrößten Saatgutherstellers Pioneer sowie Peter Brabeck, der Konzern-Chef von Nestlé International, dem größten Nahrungsmittelkonzern der Welt. Zum Film ist ein gleichnamiges Buch erschienen, zu dem Ex-Ministerin Renate Künast das Vorwort geschrieben hat.

www.we-feed-the-world.at

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