spezial: Fliegerfreie Ferien -
Es muss nicht immer Kanada sein

Auf in den Wilden Osten

Elche, Wisente, ausgedehnte Sümpfe – ist alles noch zu haben in Europa. Zum Beispiel in Polen und keine acht Bahnstunden von Berlin entfernt. Und wer auf Wildwest-Feeling steht, reist eine Woche im Planwagen – durch Böhmen.

Die Entdeckungen liegen vor der Haustür. Zum Beispiel in Polen. Der Biebrza-Nationalpark im Nordosten ist der mit 60.000 Hektar größte des Landes. 1921 gegründet, ist er mittlerweile Teil des Unesco-Weltnaturerbes. 269 Vogelarten sind dokumentiert, 178 davon brüten hier, unter ihnen allein fünf Adlerarten. Biber schwimmen durch die Flüsse, wilde Elche ziehen durch die Sümpfe und sogar Wisente gibt es zu bestaunen – und das alles liegt nur acht Bahnstunden von Berlin entfernt. Toll für Vogelenthusiasten: Mit auf Tonband aufgenommenen Vogelstimmen kann der Reiseführer gezielt bestimmte Vogelarten anlocken. Aber auch Besucher, die sich für die unverfälschte Regionalkultur interessieren, kommen auf ihre Kosten: Ein Abstecher in die Stadt Tykocin und verschiedene alte Dörfer entlang der weißrussischen Grenze bis Gruszki, bietet Einblicke in einen noch wenig besuchten Teil des „neuen“ Europas. Der Berliner Reiseveranstalter Colibri Umwelt Reisen bietet eine achttägige geführte Tour für vier bis acht Personen für jeweils 799 Euro an.

Fast alles im Preis inbegriffen

Darin enthalten sind die Bahnfahrt ab Berlin, alle Bustransfers, die Übernachtungen in Gästehäusern, Vollverpflegung, ein naturkundlich versierter deutschsprachiger Reiseleiter und die Führung durch den Nationalpark Bialowieza.

Ideal für die ganze Familie ist auch ein Planwagen-Trip durch „Klein-Kanada“. Gemeint ist Böhmen, das seinen Beinamen erstens wegen der weitläufigen Wälder und seiner Tierwelt bekommen hat. Zweitens kann in Böhmen durchaus Wildwest-Feeling aufkommen – eben auf einer Planwagen-Reise, die von ReNatour angeboten wird. Dieser Trip ist ideal zum Entschleunigen, denn die Pferde bewegen sich im Schneckentempo: Nur 15 bis 20 Kilometer geht es jeden Tag durch Wälder und alte Dörfer. Einer der Höhepunkte ist die über 1.000 Jahre alte Stadt Jindrichuv Hradec mit ihrem 320 Räume umfassenden Schloss. Nach sechs Tagen Reise heißt es dort Abschied nehmen von Ross und Reiter. Zwischen 420 und 680 Euro kostet die Reise, je nach Teilnehmerzahl und Saison. Geschlafen wird im Planwagen, zudem ist für Naturfreunde auch ein Zweipersonenzelt mit dabei. Wer sich nicht nur von einem Pferd ziehen lassen will, sondern auch auf ihnen reiten möchte, kann sich zusätzlich eines mieten.

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