Bio-Pionier wurde 75
Spielberger: Müller seit drei Generationen
Mit einem Fest in kleinem Rahmen schließt das Traditionsunternehmen Naturata Spielberger das Jubiläumsjahr der Spielberger Getreidemühle ab. Ein Jahr lang stand die Firma, die mit Mehlprodukten groß wurde, im Zeichen ihrer 75 Jahre.
Bereits 1930 begründeten Fritz und Hermine Spielberger im schwäbischen Zabergäu ihre Existenz mit einer kleinen Mühle. Als Lohnunternehmer mahlten sie Korn für die Bauern der Region. Dass sie damit den Grundstock für einen der führenden Naturkostanbieter in Deutschland legten, ahnten sie dabei nicht.
In den sechziger Jahren stellte Sohn Hans Spielberger den Betrieb auf die Verarbeitung von Bio-Rohstoffen um. Viel Überzeugungsarbeit war dazu bei den Landwirten nötig. 1971 hatte Spielberger einen Vertrag mit dem Demeter-Verband in der Tasche, zwölf Jahre später wurden in der Mühle ausschließlich Demeter-Rohstoffe und Getreide aus biologischem Anbau verarbeitet. 1983 lieferte Spielberger zum ersten Mal Mehl und Grieß in Naturkostläden. Rasch weitete sich die Produktpalette aus. Den Bio-Müller interessierten besonders Produkte, die es noch nicht im Biohandel gab. Reis und Hartweizen bezog er beispielsweise von Demeter-Bauern in Italien. In Grünsfeld im Taubertal baute er eine leerstehende Mühle zur ersten Bio-Ölmühle in Deutschland um.
Heute steht auf dem Familiengelände in Zabergäu ein moderner Mühlenbau. Mit Volkmar Spielberger lenkt die dritte Generation die Geschicke von Naturata Spielberger, wie die Firma seit 2001 heißt
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