Editorial
Sie sind im Durchschnitt jünger!
Liebe Leserin …
… mit 90% Wahrscheinlichkeit sind Sie eine Frau. Das und vieles andere hat unsere neueste Leserbefragung ergeben. Vielen Dank, dass Sie wieder so zahlreich mitgemacht haben!
Es
gibt die These, Naturkost sei das Projekt der „Nach-68er“
und nicht in der Lage, die nächste Generation zu erreichen.
Aber das ist offensichtlich nicht der Fall, denn die Schrot&Korn-Leser
sind im Durchschnitt 43,6 Jahre jung, die deutsche Bevölkerung
hingegen 47,9 Jahre alt. 70% unserer Leser sind im Alter zwischen
20 und 49 Jahren. Vielleicht ist das der Grund, warum 40%
unser Mai-Spezial „50 Plus“ nicht gelesen haben!
Da lag sogar das WM-Spezial im Juni besser, das haben nur
24% unserer Leser überblättert.
Schrot&Korn-Leser sind nicht nur jünger, sondern auch besser (aus)gebildet als der Durchschnitt. 44% von ihnen haben einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss (mehr als bei Der Spiegel), gegenüber 11% der Deutschen insgesamt. Vielleicht deshalb Ihr hohes Interesse an politischen Themen. Agro-Gentechnik lag laut Befragung im Interesse ganz vorne, danach folgten vor allem Produktthemen und Branchenhintergrund.
Zu Schrot&Korn haben Sie sich sehr positiv geäußert. Die Änderungen, die wir mit der Ausgabe März 2006 durchgeführt haben, sind überwiegend gut aufgenommen worden, selbst das verkleinerte Inhaltsverzeichnis fand mehr Befürworter als Kritiker. Papier, Titel, Gestaltung und Bilder wurden von Ihnen deutlich besser bewertet als nach der letzten großen Umgestaltung 2003.
Inhaltliche Qualitäten bewerten Sie allerdings höher. Im Vergleich zu 2003 haben wir in Ihren Augen stärker Position bezogen, sind informativer und aktueller geworden und schreiben verständlicher. Leider haben wir in unserer besten Disziplin ein wenig verloren: Bei nützlichen Tipps und Ratschlägen sind wir leicht zurückgefallen. Das gibt uns zu denken!
Besonders freut uns, dass wir noch toleranter und weniger dogmatisch erscheinen als 2004. In der allgemeinen Bewertung von Schrot&Korn haben wir hier zusammen mit „Neuartig“ den größten Fortschritt erzielt. Gleichzeitig liegen wir auch bei „Kritisch“ und „Sympathisch“ etwas besser: Das klingt schon fast nach der Quadratur des Kreises: Tolerant, kritisch und sympathisch – was können wir sonst noch für Sie tun?
68% von Ihnen haben schon auf Anzeigen in Schrot&Korn reagiert. Kein Wunder, dass die Hersteller von Jahr zu Jahr mehr Anzeigen bei Schrot&Korn schalten – was uns ermöglicht, Ihnen umfangreichere Hefte zu bieten. Anzeigen finanzieren übrigens nur zu ca. 60% das Heft. Weitere 25% der Finanzierung übernehmen die Einzelhändler, die das Heft kostenlos an Sie abgeben, 15% der Einnahmen stammen aus den Grünen Seiten. Auf diese Weise sind wir von keinem einzelnen Anzeigenkunden abhängig.
Martin Fütterer
Schrot&Korn-Leser haben Einfluss
Gleich dreimal in diesem Heft haben Sie Gelegenheit, Politik zu machen. VonVerbänden und aus Ministerien erfahren wir, dass Schrot&Korn-Leser durchaus Einfluss haben, weil sie sich so zahlreich und persönlich engagieren.

Machen Sie Politik!
Verhindern Sie eine deutsche Finanzierung eines zweiten Tschernobyl.
Unterstützen Sie eine Aktion von 30 Verbänden gegen eine Verschlechterung des Gentechnik-Gesetzes.
Foodwatch ruft dazu auf, das Verbraucherinformationsgesetz zu verbessern. Jetzt ist der Bundesrat am Zug.
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