Verpackungen - Andechser Molkerei Scheitz

Der Verbraucher entscheidet

1980 füllte Molkereimeister Georg Scheitz die erste Bio-Milch ab – in Pfandflaschen. Damit gehörte die Andechser Molkerei Scheitz zu den Pionieren. Mehrwegflaschen für Milch waren neu. Der Karton war Alltag der Verbraucher. Noch immer gelangt ein großer Teil der Milch und Milchprodukte aus Andechs in Glas verpackt auf den Markt. Doch die Molkerei füllt Milch auch in Kartons. „Getränkekartons wie Tetrapaks sind für die Verbraucher und die Händler einfacher zu handhaben“, begründet dies Geschäftsführerin Barbara Scheitz. „Und über weite Strecken ist der Karton gegenüber der Glasflasche mit ihrem hohen Gewicht ökologisch im Vorteil.“

Natürlich sei Glas die beste und schönste Verpackung. „Die Kunden in den Bio-läden wissen das zu schätzen. Dort ist der Anteil an Joghurt im Mehrwegglas stabil. Im Lebensmitteleinzelhandel ist er um ein Viertel zurückgegangen – zugunsten von Joghurt in Bechern.“ Der Verbraucher entscheidet, die Molkerei versucht, durch die Auswahl eines umweltverträglichen Bechers die Folgen gering zu halten. Die Bio-Molkereien verwenden deshalb sogenannte K3-Becher, die außen aus Recycling-Pappe und innen aus einer dünnen Kunststoffschicht bestehen. Vor eineinhalb Jahren brachte die Andechser Molkerei Trinkjoghurt in PET-Flaschen auf den Markt. Ökologisch hält Barbara Scheitz dies für das bundesweit vertriebene Produkt vertretbar. „Produktkonzept und Verpackung sind stimmig: leicht, unkompliziert und trendy.“ Die Trinkjoghurts im Glas waren auf wenig Interesse der Kunden gestoßen. Die „Jogurt-Drinks“ dagegen bekamen den Preis „Renner des Jahres“ als erfolgreichstes neues Produkt im Bioladen.

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