11,8 Millionen Hektar Bio-Fläche

Bio-Weltmeister Australien

Inzwischen werden weltweit fast 31 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet. Down Under hat den größten Anteil.

Dabei ist natürlich zu bedenken, dass die großen australischen Flächen im Steppenklima liegen, sehr extensiv bewirtschaftet werden und daher kaum mit europäischen Feldern zu vergleichen sind. Nach Australien folgen Argentinien (3,1 Mio. Hektar), China (2,3 Mio. Hektar) und die USA (1,6 Mio. Hektar). Was den Anteil der biologisch angebauten Fläche an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche angeht, so sind die Alpenländer – Österreich etwa mit mehr als 14 Prozent – Spitzenreiter.

Den größten Flächenzuwachs im Jahr 2006 hatten die USA (plus 400000 Hektar) und einige europäische Länder (Italien plus 110000 Hektar, Polen plus 85000 Hektar). Zu der Öko-Fläche kommen weltweit außerdem noch rund 62 Millionen Hektar zertifizierte „Wildfläche“. Der globale Markt wird vom Marktforschungsunternehmen Organic Monitor für das Jahr 2005 mit 25,5 Milliarden Euro beziffert, wobei der größte Teil der Bio-Produkte in Europa und Nordamerika umgesetzt wird.

Weiter gesundes Wachstum

Für das Jahr 2006 wird der Biomarkt sogar auf mehr als 30 Milliarden Euro geschätzt. Auch in den Folgejahren soll es ein gesundes Wachstum geben. Die Geschäftsführerin der Internationalen Vereinigung Ökologischer Landbaubewegungen (IFOAM), Angela B. Caudle, betont, dass die steigende Nachfrage nach Bio-Produkten vor allem den Produzenten in Entwicklungsländern Chancen bietet. In Deutschland ist die Zahl der an einen Anbauverband gebundenen Betriebe 2006 lediglich um 0,4 Prozent auf 9645 Betriebe, gestiegen. Damit werden in Deutschland etwa 833000 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Das entspricht einem Anteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche von fünf Prozent.

Die hier vorgestellten Ergebnisse stammen aus der Studie „The World of Organic Agriculture – Statistics and Emerging Trends“ über die biologisch bewirtschafteten Flächen in der ganzen Welt. Die IFOAM, das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) haben diese Studie vorgelegt.

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