Foodwatch deckt auf

Verbotener Handel mit Risiko-Tiermehl

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat den illegalen Export von Tiermehl in Nicht-EU-Länder publik gemacht. Die deutschen Behörden reagierten und stoppten die Exporte umgehend.

Foodwatch hatte aufgedeckt, dass Tiermehle, in denen BSE-Risikoinhalte wie Federn, Häute, Klauen, Hörner, Euter, Knochen, Fette, Blut und Gammelfleisch erlaubt waren, weltweit illegal gehandelt werden: Mehr als 30000 Tonnen wurden allein im Jahr 2005 von Fleischunternehmen aus Deutschland in Nicht-EU-Staaten exportiert. In den meisten Ländern dürfen die Tiermehle ausschließlich an Heim-, Pelz- und Zootiere verfüttert oder als Düngemittel verwendet werden. In der Praxis ließ es sich jedoch nicht ausschließen, dass die Mehle verbotenerweise auch in die menschliche Nahrungskette gelangten.

Tiermehle dürfen laut deutschen Behörden nur dann in einen Nicht-EU-Staat exportiert werden, wenn es mit dem Land ein Abkommen gibt, in dem die Einhaltung der EU-Vorschriften garantiert wird. Zurzeit gibt es nur mit Thailand und Israel ein derartiges Abkommen.

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