Tumore durch Handy-Telefonate? - Interview
Strahlenbelastung vermeiden
Florian Emrich, Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz
Die eigene Strahlenbelastung reduzieren, wie lässt
sich das in die Praxis umsetzen?
Man sollte zunächst darauf achten, ein strahlungsarmes Handy zu kaufen. Den Grenzwert der spezifischen Absorptionsrate (SAR) von zwei Watt pro Kilogramm halten alle ein, es gibt aber eine sehr große Bandbreite. Als strahlungsarm gilt ein Handy, wenn es einen Wert von 0,6 oder darunter aufweist. Das erfüllt etwa ein Drittel der Geräte am Markt.
Über den SAR-Wert kann man sich zum Beispiel auf unserer Internetseite informieren: www.bfs.de/elektro/oekolabel.html
Was sollte man beim Gebrauch der Geräte beachten?
Man sollte nicht bei schlechtem Empfang telefonieren, zum Beispiel im Auto oder Keller. Hilfreich ist auch, über ein Headset zu telefonieren, dann hat man die Antenne nicht direkt am Kopf. Die elektromagnetische Strahlenbelastung nimmt mit der Entfernung stark ab. Auch beim Einwählen sollte man das Handy nicht direkt ans Ohr halten. Beim Verbindungsaufbau wird die maximale Sendeleistung verwendet, erst danach wird auf den eigentlichen Bedarf herunter geregelt. Wer eine SMS schreibt statt kurz zu telefonieren, setzt sich wesentlich weniger Strahlung aus.
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