Editorial
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Gurken aus Holland, Möhren aus Italien, Kartoffeln
aus Ägypten – die Nachfrage nach einheimischem
Gemüse, aber auch nach Eiern und Schweinefleisch, wird
schon lange nicht mehr von deutschen Bio-Bauern gedeckt.
Dabei genießen gerade hierzulande produzierte Bio-Lebensmittel
viel Vertrauen. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts
Produkt + Markt. Derzufolge vertrauen 85 Prozent
der Verbraucher
Bio-Ware aus Deutschland, 32 Prozent der aus Italien, 14
Prozent der aus Polen und Ungarn und nur 4 Prozent der Ware
aus China. Trotz alledem steigen deutsche Bauern kaum auf
Bio um. Warum? Weil unsere Politiker den Trend verschlafen.
Statt bio-interessierte Bauern zu unterstützen, kürzen
sie die Subventionen (gerade für die kritische Umstellungsphase)
oder setzen sie aus. Stefan Schmutz hat den Schritt trotzdem
gewagt und seinen Hof umgestellt. Seine Erfahrungen und vieles
mehr lesen Sie in unserem Spezial „Bio-Bauern – Abenteuer
Umstellung“.
Unsere Aktion Die besten Naturkostläden findet zum fünften Mal statt. Anhand von sechs Kategorien können Sie Ihren Bioladen bewerten und ihm so ermöglichen, sich besser auf Ihre Wünsche einzustellen und eine Schrot&Korn-Urkunde zu gewinnen. Machen Sie mit – per Postkarte oder online unter www.besternaturkostladen.de.
Ihre
Barbara Gruber
Ihre Lieblingsrezepte geben einige Kollegen in dieser Ausgabe preis. Beim Fototermin wurde den Leuten ein „Cheese“ abverlangt – wie man das halt so macht, um zu ein bisschen Lockerheit zu bewegen. Bei Bildredakteurin Claudia Trunk half aller Käse nichts. Ihr musste die leitende Redakteurin Barbara Gruber im wahrsten Sinne des Wortes „unter die Arme greifen“. Aber dann wurds richtig lustig.
Wir waren dabei!
Vor dem Start in Bad Brückenau: Bio-Verlag-Geschäftsführerin Sabine Kauffmann, Redakteurin Gabriele Augenstein und Marketing-Leiterin Ulrike Fiedler (v. l. n. r.)Um die Rapunzel-Aktion „Genfrei Gehen“ zu unterstützen, sind Mitarbeiter des Bio-Verlags in der Rhön mitgewandert. Bei schönem Wetter und nicht allzu langen Etappen war das ein reines Vergnügen. Vereinzelt gab es Gespräche über Gentechnik mit Passanten. Unser Eindruck: Gentechnisch veränderte Lebensmittel will niemand haben. Mehr über die 1100-km- Wanderung unter www.genfrei-gehen.de
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