Regierung fördert Gentechnik-Forschungsprojekte
Gen-Weizen, Gen-Raps, Gen-Bäume ...
Derzeit erhalten 24 Forschungsprojekte mit gentechnisch veränderten Pflanzen Fördermittel vom Bund. Das teilte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen mit. // Leo Frühschütz
Von diesen 24 Projekten dienen nach Auskunft der Regierung (Drucksache 16/6208) nur acht der Sicherheitsforschung. Darunter ist zum Beispiel mit einer Förderung von fast einer Million Euro das „Verbundprojekt: Biologische Sicherheit nutzbarer transgener Gehölze“. Dabei experimentieren die Universitäten Leipzig und Marburg unterstützt von zwei Bundesforschungsanstalten mit genmanipulierten Pappeln und Apfelbäumen. Das Projekt soll klären, welche Regelungen für einen kommerziellen Anbau dieser Gentechnik-Bäume nötig wären. Die Mehrzahl der vom Bund geförderten Projekte dient jedoch der Entwicklung
neuer Gen-Pflanzen. So investiert das Bundesforschungsministerium 1,2 Millionen Euro in die Entwicklung eines pilzresistenten Genweizens. Projektpartner ist der Chemiekonzern BASF. Ebenso viel Geld ist es dem Ministerium wert, um zusammen mit Pf lanzenzüchtern transgene Raps- und Leinsorten mit besonders viel Omega-3-Fettsäuren zu entwickeln. Die Universität Rostock forscht mit Bundesmitteln an Genkartoffeln für die Herstellung abbaubarer Kunststoffe. Ein Saarbrückener Biotech-Unternehmen bekommt 1,1 Millionen Euro, damit es versuchen kann, einen aus Gengerste hergestellten Arzneiwirkstoff zu reinigen. In ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der Grünen schreibt die Bundesregierung auch, für welche Projekte sie kein Geld übrig hat: „Es werden derzeit keine Forschungsprojekte mit Bundesmitteln gefördert, bei denen die Wirkung von gentechnisch veränderten (gv) Pf lanzen auf Bienen sowie eine Verbreitung von Transgenen durch Bienen untersucht wird“ und weiter: „Es werden derzeit keine Forschungsprojekte mit Bundesmitteln gefördert, mit denen ein f lächendeckendes Auskreuzungs-Monitoring beim kommerziellen Anbau, bei Freisetzungsexperimenten oder Wertprüfungen von gv- Pf lanzen sichergestellt wird.“
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