Elektrostrahlung – eine Unterschätzte Gefahr

Damit es im Kinderzimmer weniger strahlt

Eltern wissen oft nicht, dass ihre Kinder – umgeben von Elektrogeräten – beim Spielen, Lernen und Schlafen ständig unter Strom stehen. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps gegen diese Belastung.

„Nicht nur hochfrequente Mobilfunkanlagen, sondern auch Geräte des täglichen Gebrauchs erzeugen schwache elektrische und magnetische Felder und senden permanent ihre Strahlen aus“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Sie warnt, die Risiken zu unterschätzen: „Experten befürchten, dass eine dauerhafte Belastung Leukämie auslösen kann.“ Kinder und Jugendliche seien bereits gefährdet, wenn Lampen, Babyfone, Musikanlagen und Computer in einem Radius von bis zu 30 Zentimetern auf sie einwirken. Die Verbraucherschützer raten, Dauerbelastung zu vermeiden indem Geräte nach Gebrauch immer ausgeschaltet, Zeitschaltuhren verwendet oder Stecker gezogen werden. Den Abstand zu den Geräten sollte man vergrößern und die Zahl der elektrischen Apparate klein halten. Konkreter werden die Tipps an einigen Beispielen.

Babyfone: Solche mit „Blauem Engel“ benutzen. Der Sicherheitsabstand zwischen Babyfon und Bett sollte mindestens anderthalb Meter betragen.

Transformatoren und Spielekonsolen: Modelleisenbahnen, Schreibtischlampen oder Ladegeräte mit Halogenleuchten funktionieren mit eingebauten Trafos. Selbst ausgeschaltete Geräte ziehen deshalb Strom und erzeugen magnetische Felder. Deshalb: Stecker ziehen.

Computer und Co.: Am besten Bildschirme mit dem Gütesiegel TCO ’03 oder Blauen Engel wählen. Auf Sicherheitsabstand achten. Netzwerke, Tastaturen und Mäuse mit Kabel sind strahlungsärmer und weniger belastend als funkgesteuertes Zubehör.

MP3-Player: Das Ladegerät an sich sorgt für eine schwache Belastung. Kommen jedoch Handys als MP3-Player zum Einsatz, wird die Strahlenbelastung deutlich größer. ml

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