spezial: Elektrosmog - WLAN

Da strahlt das DSL

Funkgesteuerte Netzwerke sind prima. Überall Anschluss, kein Kabelsalat mehr. Dafür reichlich elektromagnetische Felder.

Die drahtlose Datenübertragung mit WLAN oder Bluetooth funktioniert wie beim Handy oder dem DECT-Telefon mittels hochfrequenter Strahlung. Ausgesendet wird sie von der Funkkarte im PC sowie vom Access Point oder WLAN-Router, der Schnittstelle zum Telefonnetz. Die Stärke der ausgestrahlten Felder ist deutlich geringer als beim schnurlosen Telefon, liegt aber in einer Größenordnung, „für die es wissenschaftliche Hinweise auf gesundheitliche Beeinträchtigungen gibt“, schreibt das mobilfunkkritische Ecolog-Institut und empfiehlt Schulen, aus Vorsorgegründen ganz auf die Technik zu verzichten. Das Bundesamt für Strahlenschutz sieht zwar keine Gefahr, empfiehlt aber zur Vorsorge die persönliche Strahlenbelastung durch hochfrequente elektromagnetische Felder zu reduzieren und herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen.

Router auf Abstand

Wer schon ein WLAN-Netz eingerichtet hat, sollte den dauerstrahlenden Router nicht direkt neben dem Schreibtisch, sondern in ausreichendem Abstand von den Benutzern und gängigen Aufenthaltsplätzen im Haus anbringen. In Büros oder Schulen gehört er in die Rumpelkammer. Nicht benötigte Funkkarten im PC muss man deaktivieren, damit sie während des Betriebs nicht senden. Rechner mit Funkkarten und Router nimmt man vom Netz, wenn man sie nicht mehr braucht.

Wer die WLAN-Strahlung nicht im Haus haben will, muss die Computer über Kabel zu einem Netzwerk verbinden. Man kann, sofern vorhanden, auch bereits verlegte und nicht mehr benötigte ISDN-Leitungen verwenden. Auch über das Stromkabel lassen sich via PLC-Technik Daten übertragen, vorausgesetzt, die Steckdosen in den zu vernetzenden Räumen hängen an einem Stromkreis.

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