spezial: Ökostrom - Tipps zum Stromsparen
Jedes Kilowatt zählt
Auch wenn er Ökostrom heißt: Er muss aufwendig erzeugt werden. Völlig ohne Belastung geht das nicht – weder für die Umwelt und schon gar nicht für den Geldbeutel. Beides schont, wer mit Strom sparsam umgeht.
Trotz aller Stromspar-Appelle und energieeffizienter Geräte verbrauchen die deutschen Haushalte heute 13 Prozent mehr Strom als noch 1993. Denn im Haus stehen wesentlich mehr elektrische Geräte als früher. Bei vielen von ihnen lässt sich Strom sparen:
Kühlen: Beim nächsten Mal Kühlschrank und Gefriertruhe der Effizienzklasse A++ kaufen. Bis dahin regelmäßig abtauen und die Kühltemperatur nicht zu tief einstellen. 8 Grad genügen beim Kühlschrank fast immer. Nicht an warmen Plätzen neben dem Herd oder in der prallen Sonne aufstellen.
Kochen: Wenn möglich, auf Gas umstellen, weil ein Gasherd die Energie viel effizienter nutzt. Ansonsten Töpfe verwenden, die größer als die jeweilige Herdplatte sind. Rechtzeitig abschalten und die Nachwärme von Herdplatten und Backofen nutzen. Dampfkochtöpfe nutzen die Energie am besten aus. Töpfe und Pfannen mit krummen Böden vergeuden sie.
Waschen: Beim Neukauf einer Waschmaschine zu einem Gerät mit der Effizienzklasse A greifen. Wenn möglich, an einen Warmwasseranschluss hängen. Maschine immer vollmachen und das Sparprogramm wählen. Für die Wäsche genügen fast immer 40 Grad.
Heizen: Stromspeicherheizungen und Heißwasserboiler sind von vorgestern und hätten längst einer Zentralheizung mit Warmwasseranschluss weichen sollen. Doch auch eine öl-, gas- oder holzbeschickte Zentralheizung braucht reichlich Strom für die Umwälzpumpe. Die befördert das heiße Wasser zu den Heizkörpern. Sogenannte Zirkulationspumpen halten zudem das Wasser dauernd in Bewegung, damit es sofort warm aus dem Hahn läuft. Bei regelbaren Pumpen möglichst niedrige Leistung einstellen. Bei neueren Anlagen lassen sich die Pumpen oft mit Zeitschaltuhren so steuern, dass sie nachts und im Sommer möglichst wenig in Betrieb sind.
Beleuchtung: Leuchtstofflampen in Form von Neonröhren oder Energiesparlampen verwandeln den Strom fünfmal effizienter in Licht als Glühbirnen. Und sie leben im Schnitt sechsmal länger. Halogenlampen leuchten zwar etwas heller, sparen aber kaum Energie.
Stand-by: Fernseher, DVD-Player und viele andere Geräte laufen im Stand-by-Betrieb und verbrauchen dabei Stunde für Stunde ein paar Watt. Fünf Watt Leistungsaufnahme und 20 Stunden Stand-by am Tag machen aufs Jahr gerechnet 36,5 Kilowattstunden oder 6 Euro – nur für ein Gerät. Auch ganz ausgeschaltete Geräte saugen meist noch etwas Strom aus dem Netz. Hier hilft eine Steckerleiste mit Netzschalter, auf den man nach Gebrauch drückt. Mehr Infos dazu unter www.no-e.de.
Insgesamt könnten die privaten Haushalte hierzulande jedes Jahr 40 000 000 000 Kilowattstunden elektrische Energie einsparen, hat das Umweltbundesamt berechnet. Das würde vier große Atomkraftwerke in Deutschland überflüssig machen.
Infos, die noch weiter führen
Links
www.energieverbraucher.de
Bund der Energieverbraucher, Frankfurter Straße 1, 53572 Unkel, Tel 022 24 / 922 70,www.atomausstieg-selber-machen.de
Die Umweltverbände motivieren zum Ökostromwechsel und informieren kostenlos unter 0800 / 7 62 68 52www.ecotopten.de
Das Öko-Institut Freiburg bewertet in der Rubrik „Strom beziehen“ Ökostromanbieterwww.oekostrom-wechselparty.de
Preisgekrönte Werbung für den Stromwechselwww.verivox.de/power/oekostrom.asp
Basis-Infos und Stromrechnerwww.klima-sucht-schutz.de
Online-Hilfe beim Energie- und Stromsparen
Medien
Leuschner, Udo: Kurzschluß.
Wie unsere Stromversorgung teurer und schlechter wurde.Verlag Monsenstein und Vannerdat, 2007,
329 Seiten, 17,50 Euro,
ISBN 978-3-86582-451-6
Die Wolke
Nach dem Roman von Gudrun Pausewang,Deutschland, 2006,
Concorde Entertainment, 103 Minuten,
8,95 Euro, ASIN B000HDZC2G. Ab 12 Jahren
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