EU-Bürokraten-Hickhack

Keine bunten Bio-Eier im Osternest

Gefärbte Bio-Eier wird es dieses Jahr an Ostern nicht geben. Zumindest nicht im Bioladen.

Die EU-Kommission sieht die rechtliche Grundlage für das gewerbliche Färben von Eiern durch die derzeit geltenden Regeln im Biobereich als nicht gegeben.Die neue EWG-Verordnung Nr. 2092/91 regelt, welche Zusatzstoffe für Biolebensmittel zugelassen sind. Im Anhang VI hätten die Farben stehen müssen, die für das Färben von Eiern zulässig sind. Dort stehen derzeit aber keine drin. Dabei ist es nicht so, dass Farben grundsätzlich nicht berücksichtigt wären. E 160 b zum Beispiel, ein gelber Farbstoff aus dem Samen des Orleansstrauches, ist für Käse zugelassen. Aber eben nur dafür. Vereinfacht gesagt: Den Zusatzstoff E 160 b darf man auf dem Wege über einen Cheddar essen, aber auf die Schale eines Eies darf der Farbstoff bislang nicht.

Rote Betesaft oder Zwiebelschalen kämen grundsätzlich zum Färben in Frage. Doch leider eignen sich diese Stoffe nicht für große Mengen Eier. Da bleibt dem Verbraucher vermutlich nur eins: selbst zu Naturfarben zu greifen. ml

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