Kennzeichnung
Gentechnikfrei!
Verzichteten konventionelle Bauern auf Gensoja im Futtertrog, durften sie ihre Produkte bisher nicht als gentechnikfrei ausloben. Auch Vitamine und Enzyme im Futtermittel mussten gentechnikfrei sein. Diese Einschränkung fällt nun weg.
Der größte Teil angebauter Genpflanzen wird
verfüttert. Fleisch, Eier, Milch und Käse müssen
aber nicht gekennzeichnet werden, wenn die Tiere mit genmanipulierten
Pflanzen gefüttert wurden. Ein Bauer, der auf Genpflanzen
im Futter verzichtet, darf nun damit werben. Kaufen Verbraucher
solche Produkte künftig verstärkt, könnte
der Absatz von Genpflanzen drastisch zurückgehen.
Biobauern füttern ihre Nutztiere seit jeher grundsätzlich völlig gentechnikfrei. Die Biobranche begrüßt die neue Regelung: „Biolandwirte werden geschützt, wenn ihre konventionellen Nachbarn motiviert werden, ebenfalls ohne Gentechnik zu arbeiten“, argumentiert Felix Prinz zu Löwenstein vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). lf
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