Oxfam deckt auf

Die krumme Tour der Supermärkte

Lidl & Co. sind mitverantwortlich dafür, dass Arbeiter in Entwicklungsländern unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen. Das belegt die Oxfam-Studie „Endstation Ladentheke“.

Edeka, Rewe, Aldi, Lidl und Metro bedienen 70 Prozent des untersuchten Bananen- und Ananasmarktes und nutzen diese Macht nach Angaben der Hilfsorganisation Oxfam schamlos aus. Der Preisdruck der Supermarktketten führe dazu, dass Arbeits- und Menschenrechte immer häufiger verletzt würden. Auf den Ananas-Feldern in Costa Rica seien zum Beispiel Arbeitszeiten von zwölf Stunden und mehr die Regel. Der Lohn: neun Euro am Tag. Mitunter gebe es sogar Kinderarbeit.

Die Studie zeigt zudem, dass die Ananas- und Bananenarbeiter zum Teil großen Mengen von Pestiziden ausgesetzt sind. Es werden zudem gesundheitsschädliche Pflanzenschutzmittel eingesetzt, die in Europa bereits verboten sind.

Die weltweit agierende Oxfam empfiehlt, Bio- bzw. Fair Trade-Produkte zu kaufen. Die Gütesiegel garantieren, dass die Früchte umweltverträglich produziert beziehungsweise zu fairen Handelskonditionen abgenommen werden. ml

Anmerkungen und Kommentare zum Artikel

Leserbrief schreiben Seite empfehlen
powered by
Impressum
Newsletter
Forum
Anfragen