Schrot&Korn Titel 2/2009 

Aktuell: Forschung

Öko ist messbar

Zwei neue Methoden helfen Pflanzenproben aus konventionellem und Ökoanbau zu unterscheiden. // Ralf Bürglin

Dotter von Bioeiern leuchten im Mittel messbar mehr. Bei konventionellen Hennen vermindern Futter und Käfighaltung das Licht aus dem Dotter. Derartige Messergebnisse belegen: Öko ist keine Glaubenssache. Und im wachsenden Markt ökologischer Lebensmittel werden Methoden zur Unterscheidung von Produkten aus konventioneller und Ökoproduktion immer wichtiger.

Unterschiede lassen sich nun auch bei Äpfeln, Möhren und Getreide messen. Jürgen Strube und Peter Stolz von der Kwalis Qualitätsforschung Fulda haben zwei Analysemethoden vorgestellt, anhand derer das den Proben zugrunde liegende Anbauverfahren identifiziert werden kann. Damit ist laut Strube „ein wichtiger Schritt von der Untersuchung von Proben aus wissenschaftlichen Anbauversuchen hin zu praxisnahen Bedingungen gemacht worden“.

Als Verfahren setzten Strube und Stolz die Bewertung des physiologischen Aminosäurenstatus (PAS) sowie die Bewertung von optischen Probendaten auf Basis der Fluoreszenz-Anregungs-Spektroskopie (FAS) ein (siehe Kasten). Mit der PAS-Methode wurden 2004 noch 2 von 22 Probenpaaren falsch zugeordnet. In den Jahren 2005 und 2006 gab es keine Falschzuordnungen mehr, jedoch gab es Grenzfälle, die sich nicht zuordnen ließen. Auch mit der FAS-Methode waren Unterscheidungen möglich. Am besten funktioniert sie bei Getreide. Fazit der Forschenden: Beide Methoden sind im Prinzip geeignet, das Anbauverfahren der untersuchten Produkte zu identifizieren.

Die Methoden

 

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