Schrot&Korn Titel 2/2009 

Hintergrund: Naturmode - Consequent

Anspruch und Idealismus

Harald Müller macht seit 1995 mit seiner Marke Consequent Öko-Mode. „Wir haben damals mit viel Idealismus begonnen und uns diesen bis heute bewahrt“, sagt das Gründungsmitglied des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft (IVN).

Harald Müller
Harald Müller: „Unsere Farben sind eher gedeckt. Dafür sind keine Schwermetalle nötig.“

Alle von Consequent verwendeten Materialien entsprechen mindestens dem ÖkoTex Standard 100, die meisten werden nach GOTS (Global Organic Textile Standard) produziert und verarbeitet, auch wenn ein Teil der Endprodukte das Label nicht trägt. „Für bestimmte Gewebe gibt es keine komplett GOTS-zertifizierte Produktionskette. Bei Cord aus Biobaumwolle zum Beispiel ist der Weber nicht zertifiziert“, erklärt Müller.

Consequent legt zweimal im Jahr neue Kollektionen vor. Jedes Material hat einen eigenen Herstellungsprozess. Deshalb ist es schwierig, immer eine Zertifizierung hinzubekommen. „Bei Basics aus Standardmaterialien wie Baumwolldenim und Jersey ist das einfach, aber wir machen auch anspruchsvolle Mode, die von den Stoffen lebt.“ Ein großer Teil der Kollektion ‚Sommer 2009‘ trägt das GOTS-Label. Doch auch fast alle anderen Teile sind in Anlehnung an GOTS-Standards und schwermetallfrei gefärbt.

Auf die Ausnahmeregel für Kupfer kann Consequent in der Regel verzichten. „Kupfer brauche ich, wenn ich ein brillantes Türkis will. Unsere Farbaussage ist eher gedeckt, dafür sind keine Schwermetalle nötig.“ Denn auch wenn er alle sechs Monate eine neue Kollektion vorstellt, die Kleidung soll zeitlos sein. Denn zur Ökologie gehört auch, dass die Textilien lange getragen werden.

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