Schrot&Korn Titel 3/2009 

Begegnen: Im Naturkosthandel ändert sich das Klima

Schrot&Korn: CO2-neutralisiert

Nach einem Jahr Vorarbeit ist der bio verlag nun als „klimafreundlich“ zertifiziert. Und mit ihm Schrot&Korn. Das „Naturkost-Magazin“ ist damit die erste auflagenstarke Zeitschrift, die das von sich sagen kann. // Ronald Steinmeyer

Ronald Steinmeyer
bio verlag-Geschäftsführer Ronald Steinmeyer vor dem „Öko“-Verlagshaus.

Noch ein „Bio“-Siegel? Und das nicht auf Lebensmitteln, sondern auf einer Zeitschrift? Ist die Zahl der „Bapper“ nicht schon unübersichtlich genug? Ja, es gibt tatsächlich viele Siegel - für Bio, Fairness, Umweltfreundlichkeit … Aber es gibt eben mehr und mehr Handlungsbedarf, etwa bei CO2. Biolandbau leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz (der noch wachsen wird). Aber es kann heute noch mehr getan werden. Wir - Schrot&Korn, der bio verlag, der Naturkosthandel - arbeiten für eine nachhaltige Welt. Nun nutzen wir neue Möglichkeiten: Wir kompensieren das CO2, das bei Produktion und Versand von Schrot&Korn entsteht. Und damit ist der Naturkosthandel an der Klimafront weiter ein gutes Beispiel.

Stop Climate Change

Konkret heißt das: 1. Unsere Klima-Aktivitäten werden von unabhängiger Seite beurteilt. 2. Wir klären, wo wir Treibhausgase reduzieren können. Weil diese Emissionsminderung dort im Zentrum steht, haben wir uns für „Stop Climate Change“ entschieden. 3. Die unvermeidlichen Emissionen - rund 1600 t CO2/Jahr - gleichen wir mit hochwertigen Klimazertifikaten im „Gold-Standard“ aus, 2009 mit Windkraft-Anlagen in Indien. Das alles wird durch das Logo „Stop Climate Change“ bestätigt. Dieser Prozess war für uns einfacher, da uns unser langjähriges Bemühen um Umweltschutz zugutekommt. Von Anfang an wurde Schrot&Korn auf Recycling-Papier gedruckt, unser Gebäude kommt einem „Öko-Bürohaus“ ziemlich nahe.

Recycling-Papier-Rollen
Hauptgrund für die einfache Klima-Zertifizierung des bio verlages ist die Verwendung von Recycling-Papier.

Es gibt noch mehr zu tun ...

Bisher beziehen sich die meisten Klima-Aktivitäten nur auf einzelne Produkte. Wir hoffen nun, dass Umwelt- und Biozeitschriften dem Beispiel folgen, später auch andere Zeitschriften. Und dass weitere Unternehmen „klimafreundlich“ werden. Da muss sich noch einiges tun. Wie geht es dann weiter? Wenn überall neueste Technik eingesetzt wird? Und es daher aus Effizienz-Verbesserungen - wie dem Projekt in Indien - keine Zertifikate mehr gibt? Dann wird es nötig sein, CO2 aus der Luft zu binden. Eine der wenigen echten CO2-Senken sind neue Wälder. Mit Bauminvest geht der bio verlag hier innovative Wege - sowohl in der realen Welt Costa Ricas, wo wir helfen, Ökonutzwälder anzulegen, als auch in der juristischen Welt der Zertifizierer, die nun die Anerkennung des CarbonFix-Standards für Aufforstungsprojekte diskutieren. Wenn erst einmal alle so weit gekommen sind, braucht es tatsächlich kein Siegel „klimafreundlich“ mehr.

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Aktuelle Klima-Aktivitäten im Naturkosthandel

 

Unter www.schrotundkorn.de/klimalinks finden Sie Artikel aus Schrot&Korn und Biohandel zu den Klima-Aktivitäten im Naturkosthandel.

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