Spezial: Hohe Tatra/Slowakei
Wandern im kleinsten Hochgebirge der Welt
Bergseen, atemberaubende Ausblicke bis in die Ebenen, eine Tierwelt mit Gämsen, Murmeltieren und Adlern: Das alles gibt‘s auch günstiger als in der Schweiz.

Die Bandbreite der Naturerlebnisse ist in der Hohen Tatra groß. Und das alles auf kleinstem Raum: Mit einer Ost-West-Ausdehnung von knapp 27 Kilometern und gerade einmal 17 Kilometern von Nord nach Süd, bietet die Hohe Tatra Natur pur - kompakt wie nirgendwo sonst auf der Welt. „An einem Tag kann man mehrere Landschaftsformen durchwandern“, beschreibt Ulli Vogel, Geschäftsführer des Reiseveranstalters Natours, den besonderen Reiz einer Trekkingtour in dem zu zwei Dritteln zur Slowakei und einem Drittel zu Polen gehörenden höchsten Teil der Karpaten. „Über Wiesen und bewaldete Hänge geht es langsam zur Baumgrenze hinauf, dort kommt man in felsiges Gebiet. Es wird sehr schroff mit viel Geröll - da hat man jeden Tag fast alles, was eine Bergwelt bieten kann.“
Auch Lenin war schon da
Zwischendurch funkeln immer wieder die Schneefelder der Berge in der Sonne, so auch am höchsten Punkt der Tour, dem Gipfel Rysy auf 2499 Metern. Im dortigen ewigen Schnee sind außerdem Lenin und Papst Johannes Paul II. schon gewesen. Ein Abstecher zu den Studenovodske-Wasserfällen, einem komplizierten System mehrstufiger Kaskaden, und eine Wanderung im dank einer mehr als zehnjährigen Sperre besonders naturbelassenen und an Flora und Fauna reichen Zelene-Tal dürfen nicht fehlen. Ausgangs- und Endpunkt der neuntägigen Wanderreise ist Prag, das bequem per Bahn erreichbar ist. Kulturgenüsse bietet die Besichtigung der Zipser Burg. Die größte Burganlage Mitteleuropas zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sehenswert ist ebenso die Altstadt von Levoca, zu deutsch Leutschau - sie gilt als schönste der Slowakei.
Ski-„Tipp“ vom Papst
Aufgrund seiner Lage weitab vom nächsten klimamildernden Meer gilt die Hohe Tatra als verhältnismäßig schneesicher. Bis in den April laufen hier die Lifte. Ebenfalls attraktiv sind die vergleichsweise günstigen Preise - wovon auch Karol Wojtyla, später als Papst Johannes Paul II. bekannt, profitierte. Als sportlicher Krakauer Erzbischof war er in der Hohen Tatra jahrzehntelang auf Skiern unterwegs.
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