Schrot&Korn Titel 3/2009 

Spezial: Eisriesenwelt, Österreich

Riesig und eisig - und sanft zu erreichen

Der englische Dokumentarfilmer David Attenborough zählt sie zu den 30 größten Naturwundern der Erde: Die Eisriesenwelt.

Eisriesenwelt in Österreich
Höhle anders: Wo sonst Wasser seine Kalkfracht an Stalaktiten absetzt, gefriert es hier in der Eisriesenwelt zu monumentalen Eisskulpturen.

Über eine Gesamtlänge von 40 Kilometern erstrecken sich die Gänge im Höhlenlabyrinth der Eisriesenwelt im Salzburger Land in Österreich - der größten Eishöhle der Welt. „Man wandert zwei Kilometer durch die Höhle, von einer Halle in die andere. Das ist ein einmaliges Erlebnis“, schwärmt Peter Brandauer, Bürgermeister und Tourismusgeschäftsführer von Werfenweng. Zwar gehört die Eisriesenwelt zum Ortsgebiet von Werfen und nicht zu Werfenweng, dennoch lohnt es sich, in der kleineren Nachbargemeinde abzusteigen. Gerade einmal 20 Minuten dauert die Fahrt von Werfenweng zur Eishöhle - der Shuttle dorthin ist für Gäste gratis, wenn sie mit Bahn oder Bus anreisen oder vor Ort die Autoschlüssel abgeben.

Von der E-Karre bis zur Kutsche

Die auf einem Hochplateau an der Südseite des Tennengebirges gelegene Gemeinde setzt ganz auf sanfte Mobilität. Der Gratis-Transfer von und zum Bahnhof gehört ebenso zum Service wie ein Fahrdienst innerorts sowie eine Flotte von umweltfreundlichen Fahrzeugen - vom modernen Elektrofahrzeug bis zur Pferde- kutsche.

Auch sonst setzt der Ort auf Umweltschutz: Die Straßenbeleuchtung wird mit Solarenergie betrieben, ebenso die Litfaßsäulen - kein Wunder, steht doch eine der größten Solaranlagen Österreichs in Werfenweng. Auf 900 Metern Höhe gelegen ist der Ort zudem ein guter Ausgangspunkt zum Wandern und Klettern in der Region. Gerade einmal eineinhalb Stunden Fahrzeit entfernt wartet ein weiteres Naturspektakel der Superlative: die Krimmler Wasserfälle. Mit einer Fallhöhe von 390 Metern sind sie höher als alle anderen Wasserfälle Europas.

Die höchste Stufe bietet der Obere Fall mit einer Fallhöhe von 145 Metern. Tosend geht es weitere 100 Meter die mittlere Fallstufe hinab, bevor sich die aus 17 Gletscherbächen gespeisten Wassermassen der Krimmler Ache schließlich mit einer Fallhöhe von über 140 Metern über zwei Stufen brausend ins Talbecken von Krimml stürzen. Im Nationalpark Hohe Tauern gelegen, macht eine Fahrt nach Krimml vielleicht Lust auf mehr: Der Nationalpark Hohe Tauern ist das größte Schutzgebiet der Alpen - und beheimatet damit mehr Wildnis als sonst ein Gebiet innerhalb der Hochgebirgskette.

Anmerkungen und Kommentare zum Artikel

Leserbrief schreiben Seite empfehlen
powered by
Impressum
Newsletter
Forum
Anfragen