Schrot&Korn Titel 4/2009 

Begegnen - Hintergrund - Chiemgauer Naturfleisch

Echtes Handwerk ohne Zusätze

Natürliche, handwerkliche Qualität ohne künstliche Zusätze, so lautet das Credo bei Chiemgauer Naturfleisch. Seit 1991 versorgt das Unternehmen aus Südostbayern Bioläden deutschlandweit mit einem breiten Sortiment an Fleisch, Wurst und Schinken sowie zunehmend auch mit Fertiggerichten.

Tom Reiter
Tom Reiter: „Bei allem, was nicht drin ist, brauche ich mir keine Gedanken über gesundheitliche Folgen zu machen.“

„Wir können auf synthetische Helfer verzichten, weil wir sehr sorgfältig hygienisch arbeiten und auf eine gute Rohstoffqualität achten“, sagt Geschäftsführer Tom Reiter.

Auch Gemüseextrakte als Ersatz für Pökelsalz lehnen die Chiemgauer ab. Besonders wichtig für die Qualität sei die eigene Schlachtung. „Je weniger Stress die Tiere haben, desto besser ist das Fleisch.“ Für Brühwürste verarbeiten die Chiemgauer das Fleisch noch schlachtwarm. Dadurch können sie auch auf Citrate als Zusatzstoff verzichten. Handwerkliches Know-how braucht es für Salami. Sie wird aus rohem Fleisch hergestellt, muss über Wochen reifen und trocknen.

Das macht sie anfälliger für Schadbakterien. Manche Metzger setzen deshalb vorsichtshalber Nitritpökelsalz ein. „Notwendig ist das nicht“, weiß Reiter aus Erfahrung. „Es sei denn, man will die Salami rot färben.“ Dass manche Biokunden gerade bei Aufschnitt, Brühwurst und Kochschinken auf die Röte Wert legen, ist dem Geschäftsführer klar. Er setzt darauf, die Verbraucher an der Wursttheke über die Herkunft der Farbe und die möglichen Risiken von Nitritpökelsalz zu informieren. „Bei allem, was nicht drin ist, brauche ich mir keine Gedanken über die gesundheitlichen Folgen zu machen.“

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