Schrot&Korn Titel 6/2009 

Begegnen - Hintergrund - Taifun

Aktiv gegen Gentechnik

Die Freiburger Life Food GmbH mit ihrer Marke Taifun verarbeitete letztes Jahr rund 1 600 Tonnen Sojabohnen, davon stammten etwa 750 Tonnen vom Oberrhein. Insgesamt bauen 38 Betriebe auf rund 330 Hektar Fläche Sojabohnen für Taifun an.

Wolfgang Rainer Heck
Wolfgang Rainer Heck: „Wir können eine Präsenz von Gentech-Spuren unter 0,1 Prozent nicht mehr ausschließen.“

Die anderen Sojabohnen kommen von Demeter-Bauern aus Südbrasilien. Gemeinsam mit der Schweizer Fairhandels-Firma Gebana hat Taifun dort seit 2001 ein Projekt laufen. „Entscheidend für uns war die Versorgungssicherheit durch ein zweites Anbaugebiet mit Ernte im Frühjahr sowie die Möglichkeit, hochwertige Bohnen für die Tofuherstellung zu entwickeln“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Rainer Heck. Der Preis spielte dabei nicht die entscheidende Rolle.

„Wir kaufen in Brasilien nicht güns-tiger ein als in Deutschland.“ Ein dichtes Netz an Kontrollen stellt am Rhein und in Brasilien die Gentechnikfreiheit sicher. Analysiert wird das Basis-Saatgut für die Züchter, das Saatgut für die Bauern und die Bohnen: Direkt nach der Ernte, nach der Reinigung und nach der Anlieferung in Freiburg.

Pro Jahr gibt Taifun dafür rund 50 000 Euro aus. Mehrfach haben die Freiburger kleinste Spuren einer Verunreinigung festgestellt, auch bei deutschen Bohnen. „Jedes Mal waren es Stäube, die sich durch intensives Waschen der Bohnen entfernen ließen“, erläutert Heck.

Dennoch hat er für seine Produkte auf die Auslobung „ohne Gentechnik“ verzichtet. „Wir können eine Präsenz von Gentech-Spuren unter 0,1 Prozent nicht mehr vollständig ausschließen. Das wollen wir unseren Kunden ehrlich kommunizieren.“

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