Begegnen - Hintergrund - Lord of Tofu
Nur heimisches Soja
Seit 1997 produzieren Dörte und Freddy Ulrich in Lörrach in der südwestlichsten Ecke Deutschlands Tofu. Früher unter der Marke Hexerküche, heute als Lord of Tofu.„Die Sojabohnen kommen seit zehn Jahren von zwei, drei Bioland-Bauern aus der Region“, berichtet Dörte Ulrich. Die Höfe versorgen die kleine Tofurei mit den rund 20 Tonnen Bohnen, die sie pro Jahr für ihre rund 30 verschiedenen Tofu-Spezialitäten braucht. Auch Lupinen als heimische Eiweißpflanze verarbeiten die Lörracher zu Tofu.
Freddy Ulrich: „Verunreinigungen mit Gentechnik wurden bei uns noch nie nachgewiesen.“
Der regionale Anbau verkürzt nicht nur Transportwege und stärkt die heimischen Bauern: „Verunreinigungen mit Gentechnik wurden bei uns noch nie nachgewiesen.“
Von jeder Ernte schicken die Ulrichs eine Probe ins Labor, um sicherzugehen, dass die Lieferung gentechnikfrei ist. „Außerdem nimmt bei uns das Chemische Untersuchungsamt Freiburg jedes Jahr zwei Proben, um sie auf Gentech-Verunreinigungen zu untersuchen.“
Nach Ansicht der Ulrichs ist ein Import von Sojabohnen für die Tofuherstellung nicht notwendig. „Man kann in Deutschland genügend Soja anbauen.“ Als Bioland-Verarbeiter ist Lord of Tofu verpflichtet, Soja nur bei Bioland-Bauern zu kaufen. Der Verband hat nur deutsche Soja-Anbauer unter Vertrag.
Für ihre verschiedenen Tofu-Spezialitäten verwenden die Ulrichs Kombucha (gesäuerten Tee) als Gerinnungsmittel. „Mit Kombucha hat Tofu eine festere Struktur und ist durch die eiweißspaltenden Säuren bekömmlicher“, beschreibt Dörte Ulrich die Vorteile. „Außerdem können wir ihn selbst herstellen.“
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