Schrot&Korn Titel 11/2009 

Meldungen - Massentierhaltung

Die Grippe der Megaställe

Deutsche Ärzte bringen Grippeerkrankungen bei Schweinen mit der Massentierhaltung in Verbindung.

Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) hat sich offensiv zum Thema positioniert. Prof. Dr. Thomas Löscher, BDI-Experte und Leiter der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, äußerte gegenüber Focus, dass die Häufigkeit von Influenza-Infektionen mit der Dichte der gehaltenen Schweine zunimmt. Dies belegt auch eine Studie, die im Canadian Journal of Veterinary Research veröffentlicht wurde. Demnach stecken sich Schweine in großen Ställen (über 5 000 Tiere) bis zu neun Mal öfter mit Schweinegrippe an als Schweine in kleineren Ställen (weniger als 1 000 Tiere). Weiterhin sagt Löscher: „Eine Haltung in kleineren Populationen würde die Gefahr der Entstehung und Ausbreitung neuer Influenza-Virus-Typen vermutlich deutlich verringern.“ In der Bio-Schweinehaltung wird den Tieren nicht nur grundsätzlich mehr Raum zugestanden, sondern auch der Auslauf auf eine Außenfläche, was der Gesundheit der Tiere zugutekommt. //rb

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