Schrot&Korn aktiv 9/2000
Blähungen was hilft?
Tipps gegen Blähungen
von aktiv-news-Leserinnen und Leser
Bei den Tipps handelt es sich um Ratschläge von aktiv-news-Leserinnen und Leser. Die Ratschläge wurden von uns nicht überprüft. Für ihre Richtigkeit und Unbedenklichkeit übernehmen wir keine Gewähr.
"Bei Blähungen: Man bereite aus den
getrockneten Blättern des Vogelknöterichs einen Tee und trinke davon alle 30 Min. ein Schnapsglas voll. Dieses ist eine 1-Tages-Kur! Ebenfalls werden Blähungen durch die getrocknete, gerollte Rinde des Zimtbaumes gelindert." C. Kade, Karlstadt
"Sie werden durch Aufkochung von Anissamen rasch vertrieben." C. Henneberger, Karlstadt
"Blähungen werden vermieden, wenn die Nahrung richtig zusammengestellt ist. Industriezucker und Auszugsmehl passen nicht zur Vollwertkost. Sie machen Rohkost und Vollkornprodukte unverträglich. Magen- und Darmempfindliche sollten außerdem Säfte und gekochtes Obst meiden, evtl. auch Honig und Trockenfrüchte. Hier ist ausprobieren angesagt. Bei der Umstellung von normaler Zivilisationskost auf Vollwertkost kann es zu Verdauungsproblemen kommen, die allerdings nach einigen Wochen verschwinden, wenn die Darmflora sich der neuen Kostform angepasst hat. Kaffee, Alkohol und Nikotin können ebenfalls Verdauungsprobleme verursachen. Auch die Zubereitungsart spielt eine Rolle: Hülsenfrüchte und Kohl nicht zusammen mit Fett kochen, sondern das Fett erst nach dem Kochen zusetzen. Dadurch wird vermieden, dass das Fett in das Gemüse einzieht, und der Fettfilm den Verdauungsenzymen die Arbeit erschwert. Siehe: Dr. Bruker, Leber-, Galle-, Magen-, Darm- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, emu Verlag." H. Graf, Berlin
"Mein Tipp gegen Blähungen: Es gibt Tage, an denen verputze ich Riesenmengen an Frischkornbrei - pünktlich 6-8 Stunden danach fängt es dann an, in den Därmen zu rumoren da hilft dann auch kein "Fenchel-Kümmel-Anis-Tee" mehr, sondern nur noch eines: es hört sich verrückt an und diesen Tipp hören Sie bestimmt zum ersten Mal: BEWEGUNG! Je toller, desto besser ich strampele mir die Winde regelrecht auf dem Fahrrad raus, aber auch laufen hilft. Eigentlich auch ganz einleuchtend, denn wo sollen die Winde auch hin, wenn man auf dem Ausgang sitzt!? Ich hoffe, einigen Menschen damit geholfen zu haben." S. Scherte, Aachen
"Seit alters her, ja, bereits seit dem Altertum, werden Gewürze und Gewürzpflanzen gegen Darmbeschwerden und Blähungen eingesetzt, worunter Sie ja bereits den Kümmel und den Fenchel erwähnen. Nun hat es sich bewährt, solche Pflanzen nicht in Form von Tinkturen, Pulvern oder Tees einzunehmen, sondern in Form von Ölen, weil diese aufgrund ihrer benetzenden Eigenschaften besser die Darmwände auskleiden und in deren Zotten und feineren Unterteilungen (Villi, Mikrovilli, etc.) hineindringen können. Hierunter seien besonders die Öle aus der Gewürznelke, dem Wermut und der Walnuss genannt. Sie alle richten sich gegen körperfremde Keime, sodass die aus den Fugen geratene, Blähungen verursachende Darmflora wieder ins Lot gebracht wird. Viele Pflanzen entfalten ihre Wirkung besonders in Kombination. Gerade die Wirkung von Gewürznelken-, Wermut- und Walnussöl zusammen scheint zur Beruhigung von Blähungen optimal zu sein. Diese Kombination gibt es als verschreibungspflichtige Rezeptur namens "Para-Rizol" (Ärzte oder Heilpraktiker können sie verordnen). Sollte jemand nicht zum Therapeuten gehen wollen oder das Para Rizol nicht verschrieben bekommen oder eine billigere Variante bevorzugen, so gibt es auch ein als Lebensmittel eingestuftes, frei erhältliches Präparat namens "Bitterwurzöl" mit den gleichen Wirkstoffen in leicht abgeschwächter Intensität." S. Luft, Allersberg
"Blähungen was hilft?
- Auf Hülsenfrüchte, Zwiebeln, alle Kohlarten, Rettich, Gurkensalat, Birnen, Pflaumen und anderes Steinobst, evtl. verzichten - bzw. bei der Zubereitung der genannten Gemüsearten immer etwas Fenchel oder Kümmel dazugeben, um die Folgen zu mindern (fein gemahlen, wird das selbst Gegnern dieser Würzmittel, z.B. Kindern, nicht auffallen);
- richtiges Einweichen befreit Hülsenfrüchte von den meisten gaserzeugenden Substanzen: die getrockneten Bohnen waschen, Waschwasser weggießen, die Bohnen dann mit kochendem Wasser übergießen und mindestens 4 Stunden einweichen lassen, Einweichwasser ebenfalls wegschütten und zum Kochen frisches Wasser nehmen (Nachteil: bei dieser Einweichmethode gehen auch etliche Vitamine und Mineralstoffe verloren);
- je häufiger man Hülsenfrüchte isst, desto unwahrscheinlicher wird es, dass die Gase Unbehagen bereiten, weil sich Menschen, die häufig Bohnen essen, körperlich darauf einstellen;
- beim Essen nicht zuviel Luft mitschlucken durch Sprechen oder hastiges Kauen;
- überflüssige Luft gelangt auch durch lockeren Kuchen, frisches Brot oder geschlagene Sahne in den Magen;
- in Ruhe kauen und schlucken: langes Kauen durchfeuchtet die Nahrung mit Speichel-Enzymen, die die Verdauungsarbeit des Magens unterstützen und entlasten, wodurch wiederum Fäulnis- und Gärungsprozesse unterbunden werden;
- viel bewegen und tief in den Bauch einatmen: das regt den Darm dazu an, den Nahrungsbrei nachzuschieben, ehe er neue Gase produzieren kann;
- statt gekauftem Saft lieber die ganze Frucht oder das ganze Gemüse essen oder die Frucht selber auspressen und unbedingt das Fruchtfleisch mitessen: es enthält die wichtigen Ballaststoffe, die für die Sättigung und auch für die Verdauung notwendig sind ohne sie kann es leicht zu Blähungen kommen;
- viele Erwachsene können Milchzucker (Lactose) nicht verdauen und reagieren mit Krämpfen, Blähungen, Bluten und Durchfall darauf: dann muss Milch gemieden werden;
- Weizen(vollkorn)mehl in Keksen und Gebäck vollständig durch Gersten(vollkorn)mehl ersetzen: die Darmbewegungen erhöhen sich und Blähungen/Leibschmerzen verringern sich (Gerste ist übrigens ein großartiges Mittel für regelmäßigen Stuhlgang);
- Hausmittel: frischer Ingwer, Rosmarin;
- Kümmeltee: 1 geh. TL zerdrückte Kümmelfrüchte + 0,25 l kochendes Wasser: 10 min. zugedeckt ziehen lassen (Erwachsene können auch max. 10 Kümmelfrüchte roh kauen und dann schlucken);
- Kamillenblütentee: warm und schluckweise trinken;
- Heißer Bauchwickel mit Kamille: Ein Leinentuch von beiden Enden her einrollen, auf ein Frottiertuch legen und beide Tücher über das Waschbecken legen. Den noch sehr heißen Tee über das Leinen- und Frottiertuch gießen und die beiden Tücher ineinandergerollt möglichst gut auswringen. Dann das Innentuch aus dem Frottiertuch herausnehmen und auf dem Rücken die Wickeltemperatur testen. Ist die Wärme bereits erträglich, das Innentuch vom Rücken aus um den schmerzhaften Bauch wickeln. Ein vorbereitetes Wolltuch zur Fixierung des Wickels eng anliegend darüber schlagen. Sowohl Leinen-Innentuch als auch Außentuch sollen so lang sein, dass sie 1 1/2 mal um den Bauch gewickelt werden können. Den Wickel ca. 15-30 Min. einwirken lassen, sobald er auskühlt, jedoch abnehmen. Danach mind. 1/2 Stunde Bettruhe einhalten;
- Fencheltee: 1 geh. TL zerdrückte Fenchelfrüchte + 0,25 l kochendes Wasser: 10 min. zugedeckt ziehen lassen (besonders gut für Kinder geeignet);
- Anistee: Zubereitung wie Fencheltee: 2-5 mal tägl. 1 Tasse ungesüßt trinken;
- Schafgarbentee: 2 geh. TL Schafgarbenkraut + 1/4 l kochendes Wasser: 15 Min. ziehen lassen: 2-3 Tassen mäßig warm trinken (Vorsicht: Menschen mit bekannter Allergie auf Korbblütler sollen Schafgarbentee zunächst vorsichtig ausprobieren);
- Engelwurzeltee: 2-3 Tassen mäßig warm und schluckweise trinken (Nicht bei bestehender Magenübersäuerung/bestehendem Magengeschwür anwenden, außerdem bei längerer Anwendung intensive Sonnenstrahlung meiden!);
- Teemischung bei Blähungen:
- 1. Pfefferminzblätter, Kamillenblüten, zerdrückte Fenchel- und Kümmelfrüchte, Malven- (Käsepappel-)blätter jeweils zu gleichen Teilen mischen, 2 TL der Mischung + 1/4l kochendes Wasser: 10 Min. zugedeckt ziehen lassen: mehrmals tägl. 1 Tasse warm trinken,
- 2. zerdrückte Fenchel- und Kümmelfrüchte, Tausendguldenkraut, Enzianwurzel jeweils zu gleichen Teilen mischen, 1 TL der Mischung + 1/4 l kaltes Wasser zum Sieden erhitzen, sofort abseihen: bei Bedarf nach dem Essen schluckweise 1/2 Tasse trinken."
aktiv-news-Leserin aus Weimar
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