Anzeige

Anzeige

spezial: Fliegerfreie Ferien - Pellworm, Eifel, Harz

Einsame Orte: der besondere Reiz

Zugegeben: Schroffe Felshänge, laute Partys oder mondäne Großstadtkultur gibts hier nicht. Genau genommen gibts hier nur eins: Einsamkeit. Wer die Einsamkeit sucht, wird auf Pellworm fündig. Auf dieser 30 Quadratkilometer großen deutschen Nordseeinsel leben lediglich 1.100 Menschen. Ein Zehntel der Flächen wird ökologisch bewirtschaftet. Einen Ausflug wert ist sicher der über 400 Jahre alte Übermarkerhof, nur wenige Minuten von Deich und Nordsee entfernt, auf dem die Familie Zetl einen Bioland-Betrieb führt: Getreide, Gemüse, Obst und Fleisch stammen aus eigener Produktion.

Auch die Bahn ruft sich als preiswerte und naturschonende Alternative zu Flug- oder Autoreisen ins Gedächtnis. Unter www.fahrtziel-natur.de, einer Initiative der Bahn und Umweltorganisationen wie dem Bund Naturschutz und dem WWF, findet der Interessierte eine Vielzahl an preiswerten Angeboten – bei manchen gibts gegen Vorlage des Bahntickets sogar zehn Prozent Preisermäßigung.

Zum Beispiel die „Nationalpark-Verführung“ durch die Eifel, die für zwei Tage „entlang alter Römerstraßen durch den Urwald von morgen“ führt, wie es auf der Homepage heißt. Vorbei an historischen Gebäuden, Bruchwäldern, alten Meilerplätzen und Feuchtbiotopen führt die Wanderung, die mit zwei Übernachtungen und Halbpension, einer fünfstündigen Führung und Mittagslunch 129 Euro pro Person kostet. Details: siehe Infoteil auf Seite 38.

Auch der Nationalpark Harz, der aus der Vereinigung der beiden Nationalparks in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hervorging, ist eine Reise wert. Zum Beispiel nach Bad Lauterberg im Süden des nördlichsten deutschen Mittelgebirges, einem alten Kneipp-Kurort mit seiner Einhornhöhle. Früher grub man dort – leider vergeblich – nach Überresten von Einhörnern. Die zu Pulver zermahlenen Knochen des „Unicornu fossile“ waren als Medizin begehrt. Hier wurden außerdem viele archäologische Funde von Höhlenbären und Neandertalern gemacht. Schon Goethe und Leibniz erforschten die Höhle. Der Park ist heute Teil des „Unesco Global Network of Geoparks“.

Erschienen in Ausgabe 04/2006
Rubrik: Leben&Umwelt

Kommentare

Kommentar­bild via Gravatar

szmtag