Leserbriefe

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S&K 05/2014
S&K 05/2014

Kohlenhydrate als Risiko
Achtsamkeit ist gefragt

Die Überschrift zum Artikel „Machen Kohlenhydrate wirklich krank?“ aus dem März-Heft hat mich sehr erstaunt. Kohlenhydrate machen nicht krank, sondern sind ein Teil unserer normalen Ernährung. Natürlich geht es bei Kohlenhydraten, Eiweiß oder sonst etwas darum, „wie viel“ ich davon zu mir nehme und „was“. Aber an sich sind Kohlenhydrate ganz normale Nahrungsmittelbestandteile. Die sollten nicht verteufelt werden. Mit einer Behandlung, die die Verdauungsorgane stärkt, ist oft schon viel gewonnen und die „Verbote“ reduzieren sich. Danach folgt Achtsamkeit auf das, was man wirklich nicht verträgt.

U. Rimbach, per E-Mail

Auch bio häufig zu süß

In Ihrem Artikel im März 2014 legen Sie sehr schön dar, dass es bei der Frage der ausgewogenen Kohlenhydrataufnahme um die Art der Kohlenhydrate geht und im Wesentlichen darauf hinausläuft, möglichst wenig Zucker zu essen. Leider ist man auch bei Bio-Produkten nicht davor sicher, dass diese viel Zucker enthalten. Ein Beispiel: ein Bio-Crunchy Müsli mit Waldbeeren gibt es von verschiedenen Firmen. Der Zuckergehalt schwankt beträchtlich: von 13,3 Gramm bis über 20 Gramm pro 100 Gramm Müsli! Und das Müsli mit wenig Zucker kann geschmacklich bestens mithalten. Dazu kommt, dass die Kundin gerade bei Bio-Produkten oft gar nicht erfährt, wie viel Zucker darin enthalten ist, weil nur der Gesamtkohlenhydratgehalt angegeben wird.

K. Werner, per E-Mail

Fasten mit Schüssler
Kritische Alternativen

Ich schätze Ihre Zeitschrift als informatives Bio-Lifestyle-Magazin, das mir viele Anregungen für den Alltag gibt. Leider muss ich aber auch feststellen, dass sich Ihre Zeitschrift in zunehmendem Maße zum Sprachrohr und Werbeblatt für fragwürdige Alternativ-Medizin entwickelt. So sind zum Beispiel die in der März-Ausgabe durch einen völlig unkritischen Artikel zum Fasten (hier) beworbenen Schüssler-Salze erwiesenermaßen gänzlich unwirksam. Sie basieren auf unwissenschaftlichen Annahmen und Methoden des Arztes Schüssler aus dem 19. (!) Jahrhundert.

J. Elster, per E-Mail

Urlaub
Ökologische Reisen

Etwas seltsam fand ich in der Meldung „Der Urlaub kann kommen“ in der Schrot&Korn 02/2014, die Behauptung, die erwähnten Reiseerlebnisse seien „ökologisch ausgerichtet“. Für „China per Fahrrad erkunden“ sind mehr als 14 000 Kilometer erforderlich, bedeutet laut www.iwr.de/re/eu/co2/co2.html für Hin- und Rückflug mehr als 2 000 Kilogramm Kohlendioxid-Emissionen. Eine Autoreise mit dem Kleinwagen in Deutschland bedeutet für zum Beispiel 1 000 Kilometer nur 140 Kilogramm Kohlendioxid.

I. Vatkolin, per E-Mail

Zur Titelwahl
Vielfalt, die anmacht

Zu Ihrer Titelwahl aus dem Februar-Heft (Seite 83). Jede einzelne Titelseite ist ein Gedicht. Jede ist ästhetisch, appetitanregend, erzeugt Interesse durch die Gesichter und Unterschriften. Ich freue mich so richtig von Herzen daran. Eine auszuwählen, käme mir gar nicht in den Sinn. Wozu? Gerade die Vielfalt macht’s. Und dass Ihnen jedes Mal so eine Komposition gelungen ist, finde ich phänomenal.

J. Schmidt, Dresden

 

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

Sauer und knackig-frisch ...

Schrot&KOrn Gewinnertitel… das schätzen Sie, liebe Leser und Leserinnen, offenbar am meisten. Die Frage aus unserer Februar-Ausgabe, welcher der Titel aus 2013 am besten gefiel, beantworteten 16 322 Leser. Die meisten Stimmen, rund 26 Prozent, erntete das sonnige Motiv der „Zitronenküche“ vom März 2013. Aber auch der „Auftritt der Möhre“ vom Juli-Heft gefiel gut: Etwa 20 Prozent wählten diese Titel-Variante. Die Gewinner der Preise sind bereits benachrichtigt. Wir sagen: Vielen Dank für die rege Teilnahme.

 

S&K 04/2014
S&K 04/2014

Perspektive: Ko-Konsum
Themen, die interessieren

Nach dem Lesen der aktuellen Ausgabe 02/2014 von Schrot&Korn war ich wieder einmal restlos begeistert über die wirklich wichtigen und aktuellen Themen, die von Ihnen aufgegriffen werden. Diesmal: Ko-Konsum!
Ob Alternativen zum eigenen Auto, neue Schulsysteme oder Ähnliches – es sind jedes Mal die Themen, die mich gerade beschäftigen und für die ich Lösungen und Alternativen oder Informationen suche – einfach klasse!

R. Appel, Frankfurt

Durchdacht noch mehr erreichen

Die durchdachten Überlegungen von Frau Blieffert (Interview zum Ko-Konsum, Februar 2014) sind sehr interessant, zumal sie das Thema von vielen Seiten ausleuchtet. Hoffentlich erreicht sie viele Menschen, die über einen Bewusstseinswandel nachdenken. Einen kleinen Tipp möchte ich ihr noch geben: Es wäre wünschenswert, statt der englischen Bezeichnungen deutsche Ausdrücke zu benutzen. Einen Versuch ist es doch wert.

A. Steinmetz, Starnberg

Meldungen 02/2014
Verbraucher sind gefragt

Hiermit spreche ich Professor Séralini (Februar 2014, „Wirbel um Studie“) meine ausdrückliche Hochachtung und Unterstützung aus für seine Standhaftigkeit und seinen Mut, auf solch einem heißen Feld zu forschen. Mich macht es so wütend, dass Monsanto und Co. mit ihrer Macht und ihrem Geld fast überall die Finger drin haben – beziehungsweise sich einschalten, wenn sie Gegenwind wittern, und unliebsame andere Meinungen wegklagen, die Herausgeber beeinflussen etc.
Es kann nicht sein, dass Geld und Gentechnik gegen Fakten und gesunden Menschenverstand gewinnen. Ich breche eine Lanze für die Kritiker gegen die Großen, Mächtigen und finde es unerträglich, wie die Kritiker mundtot gemacht werden sollen. Jetzt sind wir als Verbraucher gefragt – mal wieder! Nehmen wir unsere Verantwortung ernst!

J. Prumbaum, Nagold

Fabrikschrott ade

In Schrot&Korn 02/2014, S. 9 wurde über „Einbau von Sollbruchstellen“ berichtet. Es wäre noch erwähnenswert gewesen, dass die Stiftung Warentest bisher keine solchen Produktmanipulationen gefunden hat (www.test.de/Geplante-Obsoleszenz-Tests-zeigen-keine-Sollbruchstel len-4522633-0/). Es gibt zwar viele Berichte, aber bisher keine handfesten Daten, dass Hersteller von Fernsehern oder Haushaltsgeräten tatsächlich die Lebensdauer ihrer Produkte künstlich herabsetzen. Das Umweltbundesamt hat deshalb eine Studie in Auftrag gegeben, die noch heuer erste Ergebnisse liefern soll (www.umweltbundesamt.de/presse/presseinformationen/defekte-elektrogeraete-zufaellig-geplant). Ja, reparieren lohnt sich, aber die Legende von der geplanten Obsoleszenz halte ich für entbehrlich.

M. Sedlak, Wien

Gegen Gentechnik

Kompliment. Die letzte Ausgabe Ihrer Zeitschrift hat mir gut gefallen, weil sie die Gentechnik-Lobbyisten mal angeleuchtet haben (siehe Meldungen „Gericht verbietet Anbau“ und „Mais schadet Bienen“, Schrot&Korn 02/2014). Vor allem deren rücksichtsloses Verhalten gegenüber Honigbienen. Weiter so.

G. Küppers, per E-Mail

Positiv für die Umwelt?

Erfreulich, dass – wie in Ihrer Meldung „Positiv für die Umwelt“ im Februarheft erwähnt – der Fleischkonsum der Bevölkerung zurückgegangen ist. Aber es nutzt der Umwelt wenig. Denn Deutschland ist nach China und den USA der größte Schweinefleisch-Exporteur der Welt.

R. Hoppe, Stralsund

Aus dem Leserservice

Pralinen aus dem Dezember-Editorial

„Nachhaltigkeit“ – so hieß das gesuchte „Oooups“-Wort, nach dessen Wortlaut Stephanie Silber im Editorial des Dezemberheftes 2013 Sie, liebe Leserinnen und Leser, fragte. Gewinner der versprochenen Schrot&Korn-Pralinen ist H. Breitenfeld aus Osnabrück. Er hat sein Päckchen bereits erhalten – dank des beherzten Einsatzes einer weiteren engagierten Schrot&Korn-Leserin, bei der die Pralinen zunächst irrtümlich landeten. Wir bedanken uns für alle Rückmeldungen und das Engagement unserer Leserin.

Schrot&Korn-Leserservice & Redaktion

 

S&K 02/2014
S&K 02/2014

Charly Hübner
Vegane Lebenseinstellung?

Vegan ist für mich (und viele andere) jedoch viel mehr als nur pflanzliche Ernährung: Ein veganes Leben beinhaltet auch die bewusste Entscheidung, soweit das überhaupt machbar ist, tierische Produkte auch außerhalb der Ernährung zu meiden. Das bedeutet: kein Leder, keine Wolle, keine Seide, keine Bienenwachskerzen etc. Die oft gehörte Aussage, ein veganes Leben sei tierleidfrei, kann ich dabei aber nicht teilen, ehrlicher wäre es, zu sagen, man vermeidet Tierleid, so gut man kann. Und dann sagt Herr Hübner allen Ernstes, „er lebe vegan, meistens jedenfalls“? Für mich ist das vergleichbar mit der Aussage „ein wenig schwanger“ zu sein. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich freue mich sehr, dass Herr Hübner sich montags bis freitags vegetarisch ernährt und dies genießt. Ich wünschte, das würden noch viel mehr Leute so halten, und insofern ist das auch vorbildlich. Nur sollte man trotzdem ehrlich bleiben und sich deshalb nicht gleich als Vegetarier oder gar Veganer bezeichnen.

I. Duffy, per E-Mail

Rezepte mit Ingwer
Widerspruch: nicht kühlend
Zum Leserbrief in Schrot&Korn 12/2013. Die Basis der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bildet die Fünf- Elemente-Lehre. Diese ist auch Grund-lage der Traditionellen Chinesischen Ernährungs-Lehre. In dieser wird genau das Gegenteil der Leserbriefaussage gelehrt: Ingwer vertreibt die Kälte aus dem Körper und wird deswegen auch als Mittel gegen Erkältungen empfohlen. Uns wird heiß, weil die Kälte weicht!

R.-H. Knigge, per E-Mail

Jodierung von Speisesalz
Jodat statt Jodid
In der November-Ausgabe 2013 ist leider ein Fehler unterlaufen, der sich auch in Lehrbüchern findet. Jodiertes Speisesalz enthält nicht Natrium- bzw. Kaliumjodid. Speisesalz wird mit Kaliumjodat (KHO3) versetzt. Zum Thema Jod möchte ich noch hinzufügen, dass mit der Verarbeitung von jodiertem Speisesalz in zahlreichen Fertigprodukten der Lebensmittelindustrie eine Jodierung der Bevölkerung nach dem Gießkannenprinzip erfolgt.

Dr. H. Michel, Altenkunstadt

Kein Jod in Bio-Produkten
Ich freue mich sehr darüber, dass Sie über das Ausmaß der Jodierung und über die Probleme mit der Überjodierung berichten. Warum lehnt die Regierung eine Kennzeichnung standhaft ab? Petitionen der Bürger hat es immer wieder gegeben. Mit einer Kennzeichnung könnte man Risiken verhindern. Als Verbraucher wünsche ich mir, dass Vollwert-Produzenten und Bio-Hersteller sich davon distanzieren, Lebensmittel als Medikamententräger einzusetzen.

U. Aurin, SHG Schilddrüsenpat., Kassel

Lieblings-Schoko-Cookie
Knusprig, schokoladig ...
Im Oktober 2013 haben wir Sie knabbern lassen: Unter fünf Schokoladen-Cookies wählten etwa 1 500 Leser ihre Favoriten. Am besten schmeckte der Double Chocolate Cookie Haselnuss von De Rit. Auf Platz zwei landete der Linea Natura-Cookie American Schoko. Auch in immerhin zweihundert Bio-Läden wurde verkostet und eifrig mitgeknuspert. Dort gewann der Cookie von Linea Natura, dicht gefolgt von De Rit.

 

S&K 01/2014
S&K 01/2014

Die Essensfanatiker
Gesunde Lebensweise

Dank der Schulmedizin gibt es scheinbar eine neue „Krankheit“, welche es zu behandeln gilt. Nach Ihrem Test dürfte ich sehr krank sein. Tatsache ist, ich bin kerngesund und leide Dank einer veganen Ernährungsweise nicht an den typischen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Krebs, Bluthochdruck, Übergewicht etc. Ich verzichte gern auf tierisches Eiweiß, raffinierte Öle, Alkohol, Zucker und Kaffee. Auch rühre ich niemals ein Stück Pizza, einen Döner oder fettige Pommes an. Warum sollte ich das tun? Es schmeckt nicht. Wer seine Ernährung umstellt und auf krankmachende „Nahrung“ verzichtet, stellt auch seine Sinne um. Der Geschmack von frischem, unbehandeltem Bio-Obst und Gemüse, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Trockenobst etc. ist köstlich. Liebe Schulmediziner, diese „Krankheit“ habe ich sehr gern, da ich das Leben liebe. Und gerade deshalb setze ich mein Leben und das meines Kindes niemals für eine nicht schmeckende, ungesunde Lebensweise aufs Spiel.

J. Nickel, per E-Mail

Wichtiges Thema: Orthorexie

Dass ihr mit dem Artikel „Krankhaft gesund: Die Essensfanatiker“ (November 2013) auf die verbreitete Störung Orthorexie aufmerksam gemacht habt, finde ich bemerkenswert. Als junge Studentin sehe ich mich und viele andere Menschen aus meinem Umfeld (auch ältere) darin gespiegelt. Gerade auch euer Magazin kann ein Nährstoff für diese Störung sein und daher finde ich es umso wichtiger von eurer Seite auch über die Gefahren der Dogmatisierung eines Vollwertkost-Wahns zu sprechen. Danke!

E. Lochner, per E-Mail

Konsequentes Verhalten gefragt

Als Gesundheitsberaterin berate ich auch Menschen, die hartnäckige „ernährungsbedingte Erkrankungen“ haben und da ist es angebracht, konsequent (konsequent heißt nicht fanatisch) auf seine Ernährung zu achten. Bei „gesunder Ernährung“ kann auch nicht von Diät gesprochen werden, da sie eine Ernährungsform ist, die alle nötigen Stoffe enthält um den menschlichen Körper gesund zu erhalten oder um wieder zu gesunden. Gerade wenn ich mich gesund ernähre, esse ich vielseitiger, mit mehr Genuss und Freude. Die Vollwertkost ist so vielseitig und köstlich und gibt dem Körper alles, was er braucht. Bei manchen Menschen, die eventuell „psychische Probleme“ haben, ist es sogar erwiesen, dass die Vollwertkost hilft diese Probleme besser anzupacken.

Ich plädiere an alle: Essen Sie gesund, haben Sie keine Angst vor Orthorexie, und lassen Sie sich nicht eine „neue Krankheit“ einreden nur, weil Sie auf sich achten.

I. Lanz, per E-Mail

Wo unser Essen wächst
Guter Boden ist lebhafte Vielfalt

Das komplexe Thema „Boden“ haben Sie in der Ausgabe Oktober 2013 sehr gut aufgegriffen und wesentliche Aspekte verständlich dargestellt. Gestolpert bin ich aber über einen Satz: „Der Boden besteht aus Mineralien und Humus“. [...]

Wenn man bedenkt, dass in einem Quadratmeter europäischen Wiesenboden (bis 30 cm Tiefe) 1,8 bis 120 Millionen Fadenwürmer, 20 000 bis 120 000 Springschwänze, 500 bis 8000 Schnecken leben, dann ist klar, dass man keine knappe Definition formulieren kann, die der Sache gerecht wird. 

F. Kübler, Kassel

Guter Boden als Menschenrecht

Die Zerstörung von Humus und Bodenfruchtbarkeit wird von den meisten Menschen, wenn überhaupt, leider nur als bedauernswerte Nebenwirkung der (Land-)Wirtschaft angesehen. Ich finde, es wird Zeit, dass nachhaltiger, ökologischer Landbau nicht nur als „umweltfreundliche“ Alternative gelobt wird, sondern auch als „menschenrechtliche“ anerkannt wird. In Artikel 11.2 des „Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte“ haben die Vertragsstaaten der Vereinten Nationen sich verpflichtet, die Methoden der Nahrungsmittelerzeugung so zu entwickeln und reformieren, dass eine effiziente Erschließung und Nutzung der natürlichen Ressourcen gegeben ist. Mehr unter www.rihumi.org. 

B. Colombaroli, per E-Mail

Fluorid und Folsäure
Was den Zahn gesund hält

Sie schreiben auf Seite 81 im November-Heft, Fluorid beugt Karies vor. Das stimmt nur bedingt. In dem Buch „Natürliche Nahrung – gesunde Zähne“ von Dr. Béguin, (www.vollrohrzucker.webs.com/pdf/
natuerliche_nahrung_gesunde_zahne.pdf
) wird eindrucksvoll gezeigt, dass Fluorid bei vollwertiger Nahrung – sprich Vollrohrzucker statt weißem Zucker – keinen Vorteil bringt.F. Lasinger, per E-Mail

Butter für den Body
Vieldiskutierte Palmöle

In Ihrer Novemberausgabe 2013 im Artikel „Butter für den Body“ erwähnen Sie den RSPO: „Verwenden Naturkosmetik-anbieter Palmöl, handelt es sich oft um zertifiziertes Öl in RSPO-Qualität …“ und zählen im Folgenden einige der an sich gut klingenden Kriterien dieses Siegels auf, die vom RSPO tatsächlich jedoch – wenn überhaupt – unzureichend erfüllt werden: www.regenwald.org/themen/palmoel/rspo-siegel. (Anmerkung der Redaktion: In unserer Ausgabe 09/2012 finden Sie weitere Informationen zum Thema Palmöl; Artikel steht auch im Internet).

R. Oberländer, per E-Mail

 

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

S&K 12/2013
S&K 12/2013

Heftlob und Dank
Gute Themenmischung

Ihr letztes Heft (Oktober 2013) hat mich sehr gefreut. Erstens, dass Sie endlich das Thema braunes Gedankengut in der Bio-Branche aufgegriffen haben, ein Thema, das mich schon lange beunru-higt. Zweitens, dass Sie dem Thema vegane Ernährung Raum gegeben haben, und drittens, dass Sie das Thema Grüne Smoothies bekannter machen, denn diese sind nicht nur wahre Vitaminbomben, sondern sie enthalten auch viele Anti-oxidantien. Dann finde ich noch gut, dass Sie immer wieder dafür eintreten, dass es um die Gebrauchswerte der Produkte geht, denn gerade durch die größer werdenden Bio-Märkte besteht die große Gefahr, dass der Tauschwert der Produkte wichtiger wird als der Gebrauchswert.
I. Hildebrandt, per E-Mail

Rezepte mit Ingwer
Eher kühlend

Eine Anmerkung hätte ich zum Thema Ingwer (Rezepte im Oktober). In der Klassischen Chinesischen Medizin wird Ingwer als Mittel beschrieben, das innere Hitze nach außen leitet. Deshalb schwitzt jeder nach Ingwertee, aber warm wird es einem nicht dadurch. Unter Umständen im Gegenteil kann man dann auch frieren.
H. Schmidt, Rottenburg

Kolumne: Mein Bauch …
Klammerreflexe bei Kernthemen

Kleine Anmerkung zur Kolumne „Mein Bauch gehört mir“ in der Schrot&Korn 10/2013: Der (deutsche) Aufschrei beim Vorschlag des „Veggie Days“ erinnert mich irgendwie an die krampfartigen Klammerreflexe der US-Amerikaner, wenn die Waffengesetze angetastet werden (sollen). Sowohl die Einführung des einen als auch die Abschaffung des anderen wären besser für die Gesellschaft (und die Erde?). Der Besserung stehen „nur“ Ideologien im Weg. Es bleibt der Trost, dass die Menschen das noch irgendwann lernen werden. Wäre nicht das erste Mal ... allerdings dürfte man bis dahin nicht von „vernunftgesteuerten“ Menschen reden. Wie auch immer, ein großes Lob für diese Kolumne. Weiter so!
S. Heintze, per E-Mail

Braune Bios
Nur noch Gesinnungssalat?

In Ihrem Artikel „Vorsicht: Braune Bios“ tritt eine für mich sehr bedenkliche Ausrichtung zutage. Es wird hier angeprangert, dass sich „rechte Siedler“ unter die Bio-Branche gemischt hätten. Wieso freut man sich denn nicht, wenn sich so viele Menschen wie möglich um gesunde Böden und Nahrungsmittel bemühen? Ist die „rechte“ Tomate weniger wert als die „linke“?
M. L. Murswiek, per E-Mail

Ideologien hinterfragen
Endlich greift jemand innerhalb der

Bios/Ökos das Thema auf und warnt vor einer vermeintlichen Schnittmenge, ehe sich der eine oder die andere in ländlichen Bereichen mit Rechten in einem Boot sitzen sieht. Meiner Erfahrung nach herrscht viel zu häufig noch das Bild des Springerstiefel tragenden, glatzköpfigen Nazis vor. Nicht jedoch wird beim ökologisch Engagierten oder der freundlichen Tagesmutter vermutet, eventuell auch rechtsoffen zu sein. Öko oder bio wird zu selbstverständlich mit „links“ gleichgesetzt. Daher hat mir Ihr Artikel gut als Warnung gefallen, um zu hinterfragen, aus welchen Beweggründen sich Menschen engagieren.
Ch. Steinherr, per E-Mail

Sprachlich angepasst

... nicht jeder, der versucht mit möglichst wenigen Fremdwörtern um sich zu werfen, ist gleich ein Rechtsextremer. Für vieles gibt es einfach bessere deutsche Bezeichnungen, zum Beispiel muss nicht jeder Hausmeister gleich zum Facility-Manager werden. Viele ältere Mitmenschen – die der englischen Sprache nicht mächtig sind – haben mittlerweile Probleme die ganz normalen Nachrichten zu verfolgen.
N. Wachter, per E-Mail

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Gegendarstellung

„In der Ausgabe der Zeitschrift Schrot&Korn 10/2013 wird auf Seite 75 unter der Überschrift ‚Vorsicht: Braune Bios’ behauptet, ich sei ‚NPD-Mitglied’. Dies ist unrichtig, richtig ist, dass ich nicht NPD-Mitglied bin.“
Koppelow, den 29.09.2013
Helmut Ernst

 

S&K 11/2013
S&K 11/2013

Naturseife: Dufte Stücke
Verpackung beachten

Ein guter Bericht in der September-Ausgabe von Schrot&Korn über die Seife als Seifenstück. Ein zusätzliches Argument, wa- rum ich selten andere Seife als Seifenstücke nutze ist die Ver- packung. Zurzeit probiere ich Haarseifen aus und hoffe, dass es bald mehr Auswahl gibt. Da reicht eine Papierbanderole. Jedesmal einen Seifenspender oder eine Plastikflasche beim Shampoo, das ist für mich vermeidbarer Plastikmüll.
D. Krock, per E-Mail

Alternativen zum Rohstoff Palmöl

Ich finde es toll, dass inzwischen eine sehr große Auswahl an Naturseifen im Handel erhältlich ist. Aber als ich die ange- führten Inhaltsstoffe der einzelnen Seifen durchlas, stellte ich mit Schrecken fest, dass diese vor allem aus Palmöl, Palmkern- öl und Kokosöl hergestellt sind. Ob diese Zutaten nun aus Bio- oder aus konventionellem Anbau stammen: Die in Monokultur kultivierten Ölpalm- und Kokospalmplantagen verschlingen enorme Regenwaldflächen und Savannengebiete. Die großflä- chigen Landrodungen führen zur Vertreibung dort lebender Menschen und Regenwaldrodungen nehmen ohnehin seltenen Tieren wie Orang-Utans, Nashörnern oder Tigern den Lebens- raum weg. Die Problematik des vermehrten CO2-Ausstoßes durch Rodung der Torfmoorwälder im indonesischen Regen- wald möchte ich hier nur am Rande erwähnen [...] Es liegt an uns Konsumenten, ob wir Produkte mit Palmöl, Kokosöl oder Sojaöl, das in den Tropen angebaut wird, kaufen oder künftig links liegen lassen. Jedenfalls sollte deren Konsum hinterfragt werden. Als Hobby-Seifensiederin kann ich aus Erfahrung sagen, dass es regionale Öle und andere bedenkenlose Natur- stoffe für die Seifenproduktion gibt, auf die ausgewichen werden kann! (Anmerkung der Redaktion: Infos zum Thema Palmöl etc. in Naturkosmetik finden Sie im Artikel Bodybutter, Seite 62 f). B. Falkinger, per E-Mail

Anders Wirtschaften
Baskisches Erfolgsmodell

Zwar verweist der recht gut geschriebene Artikel zu „Anders Wirtschaften“ (Schrot&Korn 9/2013) auf das Erfolgsmodell Ge- nossenschaften, allerdings vermisste ich einen Verweis auf das beeindruckende Beispiel der baskischen Mondragon-Genos- senschaft (MCC). Die Mitte der 50er-Jahre zur Linderung der verbreiteten Arbeitslosigkeit aus einer kleinen Lehrwerkstatt hervorgegangene MCC hat inzwischen rund 100 000 Beschäf- tigte, die alle über betriebliche Angelegenheiten ihres Mitglied- unternehmens – unter Umständen aus Platzmangel auch in einem Fußballstadion – direkt abstimmen können. Der Erfolg von Mondragon erklärt sich auch aus der geringen Lohnsprei- zung, der vorrangigen Schaffung von Arbeitsplätzen sowie der sozialen Absicherung der Genossen und ihrer Familienange- hörigen. Bei den Buchempfehlungen fehlte mir der kürzlich erschienene, brillant geschriebene Titel „Wie viel ist genug?“ von R. und E. Skidelsky. K. Otterbein, per E-Mail

Süßen im Überblick
Wichtig: Sirup ist kein Dicksaft

Zuckerrübensirup ist kein Zwischenprodukt bei der Herstel- lung von Kristallzucker. Denn die Herstellungsverfahren der Produkte sind nur bis zum Schnetzeln der Rüben identisch. Danach wird bei der Zuckerrübensirup-Herstellung ein an- deres Verfahren eingesetzt und es wird vor allen Dingen kein Kalk verwendet! In Ihrem Artikel (August 2013) entsteht jedoch der Eindruck, dass Zuckerrübensirup mit Hilfe von Kalk her- gestellt wird und ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Kristallzucker ist. Die Hersteller von Kristallzucker stellen je- doch keinen Zuckerrübensirup her und umgekehrt stellen wir als Hersteller von Zuckerrübensirup keinen Kristallzucker her. Zuckerrübensirup wird zu hundert Prozent aus Zuckerrüben hergestellt und enthält einen Großteil der natürlich in der Rübe vorkommenden Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Magne- sium. Zuckerrübensirup gibt es auch als Bio-Ware.
Firma Grafschafter, Meckenheim

 
 

S&K 10/2013
S&K 10/2013

Allgemeines
Lob und Dank ...

Wollte nur mal eben ein großes Kompliment für die Redaktion hinterlassen! Auch das Juni-Heft bietet wieder viele wertvolle Informationen, Rezepte und ansprechende, aber nicht übermäßige Werbung. Ich freue mich jeden Monat auf die neue Ausgabe. Ich schreibe selber zu vielen Themen, die Sie auch anbieten und finde hier oft gute, neue Informationen. Besten Dank und bitte weiter so.

P. Anderson, per E-Mail

Als Verbraucher für das Leben entscheiden

Wer Gutes tut und Gutes lebt, hat es schwer in dieser Welt. Lang Gehegtes wird verworfen, verspottet und als ewig gestrig eingestuft in den (geistigen) Mülleimer geworfen. Ich bin ein Mensch, der trotz der Widerstände großer mächtiger Konzerne an das Gute, Ehrliche und Echte glaubt. Ich lasse mir nicht vorschreiben, was ich essen, anbauen oder kaufen darf. Wir sollten uns alle überlegen, ob unsere Lebenseinstellung zukunftsfähig ist und nicht nur wirtschaftlich vertretbar. Eines Tages wird die Wirtschaftlichkeit gänzlich in den Hintergrund treten. Mündig sein, wachsam sein, nicht nur für das Überleben, sondern für ein würdevolles Leben aller. Vergessen wir nicht den alten aber immer noch sehr lebendigen Spruch: Geld lässt sich nun mal nicht essen!

S. Rech, per E-Mail

Wie viel süß darf sein?
Neues Bewusstsein fördern

Zum Zuckerartikel in der August-Ausgabe: Ob bio oder auch nicht, die Menschen ticken alle gleich, und auch die Verführer. Warum werden immer neue Zuckerprodukte angeboten? Um den Gewinn zu steigern? Oder geht es um Marktanteile? Ich finde es höchst bedenklich, wie die Bio-Industrie mit diesen Produkten umgeht und nur durch das Bio-Label sich selbst einen Anstrich des Guten gibt. Sicherlich gibt es einige Unternehmen, die behutsam mit diesem Problem umgehen, doch der überwiegende Teil tut dies nicht. Am besten ist es wohl, wenn es eine verbindliche Richtlinie für alle Produkte geben würde. In 100 Jahren werden die Menschen bestimmt alle über 100 Kilo wiegen und nur noch mit eingebauten Kunstorganen älter als 50 Jahre werden können. Zu spät hat man erkannt, dass Zucker in großen Mengen zu zwanghaftem Verhalten führt und das Gehirn schädigt. Bei ständiger Medien-Gehirnwäsche hat der Bürger keine Chance sein Verhalten grundlegend zu verändern. Man könnte die Medien ja auch dazu benutzen, ein diesbezügliches neues Bewusstsein zu fördern und den Menschen einen anderen gangbaren Weg zu zeigen.

B. Laska, per E-Mail

Mehr zum Zucker

Ihre Aufklärung über Rohrzucker/Rübenzucker finde ich stark gekürzt! Beide Sorten sind nach der Verarbeitung nur noch chemische Produkte! Unser weißer Zucker, der meist verwendete Haushaltszucker, wird aus Zuckerrüben gewonnen. Die Rüben werden nach dem Waschen zerschnitzelt und ausgelaugt. Zum Reinigen des Saftes wird Kalk zugesetzt. In die mit Ätzkalk vermischte Flüssigkeit kommt Kohlensäure, um den Kalk zu fällen. Die saturierte (gesättigte) Flüssigkeit wird in die Filterpressen gepumpt, um den Zuckersaft vom Schlamm zu trennen. Nach einer weiteren Behandlung mit Kalziumsulfat, wodurch gleichzeitig der Saft durch die schwefelhaltige Säure gebleicht wird, dampft man den Dünnsaft zu Dicksaft ein und kocht ihn im Vakuum bis zur Kristallisation. Durch das Ausschleudern in einer Zentrifuge wird die Masse in Sirup und Rohrzucker getrennt. Der Rohrzucker muss in den Zuckerraffinerien in Verbrauchszucker verwandelt werden. Es sind dann eine nochmalige Reinigung mit Kalkkohlensäure, ein nochmaliges Bleichen mit schwefelhaltiger Säure, Filtrieren durch Knochenkohle und auf Korn krümelig machen notwendig.

A. Mokos, per E-Mail

Weniger Zucker im Produkt wünschenswert

Zum Zuckerthema im August: Es macht einen immensen Unterschied, ob man raffinierten (Rohrohrzucker) verwendet oder unraffinierte Arten. Letztere lassen – meines Erachtens – den Insulin-Spiegel nicht so schnell auf- und absteigen, sättigen länger und wirken nicht sauer auf den Körper. Und: Die Vorbehalte der Bio-Läden gegen den „Fabrikzucker“ sind leider in Wirklichkeit nicht sehr ausgeprägt, zumindest in den Bio-Supermärkten. Es gibt nur wenige verarbeitete Lebensmittel, die keinen Rohrohrzucker enthalten und nur wenige Hersteller, die konsequent darauf setzen. Schade, dass viele der Hersteller nicht konsequent weniger Süße – und wenn, dann in möglichst natürlicher Form – verwenden. Ich finde, es ist an der Zeit, dass die Bio-Branche hier wieder zum Vorreiter wird, bevor sie erst durch die weitere politische und soziale Entwicklung zum Umdenken gezwungen wird. Denn das Thema Zucker wird in den nächsten Jahren ein großes sein. Ein Lob an alle Hersteller, die hier schon immer oder verstärkt in die zuckerarme Richtung marschieren, wie z.B. Lifefood.

M. Bleist, per E-Mail

Monsanto in Europa
Eine Offensive starten

Das passt zur Meldung über Monsanto in der Schrot&Korn 08/2013: Wie ich vor einigen Tagen von einem Kunden erfahren und jetzt auch nachgelesen habe, holt die Firma Monsanto zum neuen Schlag aus. Was in den Entwicklungsländern anscheinend schon gang und gäbe ist, dass diese Firma nur ihre Züchtungen und damit auch ihre speziell darauf wirksamen Pflanzenschutzmittel verkauft, will jetzt die EU mit ihrem Gesetz zur (gegen die) Saatgutvermehrung unterstützen! Ich bin total entsetzt. Hat diese Firma wirklich so viel Macht, dass sie die Artenvielfalt auf unserem Planeten zerstören kann? Und kann man mit einer Unterschriften-Offensive etwas ausrichten? Ich bin dabei!

U. Meller, per E-Mail

Rohkost-Rezepte

Nicht immer nur Trends nachrennen „Raw Food“ in der Schrot&Korn 08/2013 kommt keineswegs aus den USA. Dr. Maximilian Bircher-Benner, der Schweizer Arzt, hat mit seiner „Sonnenkost“, wie er sie nannte, viele chronische Leiden geheilt. Mich regt auf, dass heute alles ein Trend ist. Seit 20 Jahren ernähre ich mich vollwertig nach Dr. Bruker. Das hält mich mit meinen 76 Jahren körperlich und geistig sehr fit.

I. Schwartmann, per E-Mail

Zum Leserbrief: Fragwürdige Kopien
Dankbar für Bio-Alternativen

Zum Leserbrief von S. Hartung im August: Ich bin heilfroh, dass meine Kinder bei unserer Bio-Ernährung auf nichts verzichten müssen! Negerküsse, Chips und Co. und selbst Esspapier, alles da zum Probieren, was bei anderen Kindern zu sehen ist, aber eben ohne chemische Keule! Da sollte man doch einmal einen Blick auf das Etikett von echter Cola werfen und sich über deren Inhalte genauer informieren. Ich lehne es ab, dieses Gebräu meinen Kindern zu verabreichen. Ich bin dankbar um die Bio-Alternative und möchte sie keinesfalls missen. In seiner Kaufentscheidung soll jeder frei bleiben! Auf das Thema biologisch bewirtschaftete Weinberge und Hopfenfelder für alkoholische Getränke will ich nicht auch noch eingehen, von wegen Bio-Alkohol, sowie die ganzen Fair-Trade-Projekte, die in der Nougatcreme stecken!

I. Klomp, per E-Mail

Kleine Bio-Läden in der Krise

In der August-Ausgabe von Schrot&Korn stand im Leserbrief von S. Hartung die Vermutung, dass in der Bio-Branche der Profit wichtiger sei als die Gesundheit. Es bezog sich auf die Produkte. Das ist sehr bedenklich, denn für die geistige Weiterentwicklung ist neben anderen Faktoren auch die Qualität der Nahrung von Bedeutung. Erschütternd ist es zudem, dass kleinen Läden der Konkurrenzkampf zu schaffen macht. So plädiere ich dafür, dass in der Bio-Branche der Mengenrabatt abgeschafft wird, denn kleine Läden können nicht so viel bestellen wie große Läden oder gar Ketten. Gerade die kleinen Läden haben aus Idealismus das Bewusstsein für Bio erweckt. Diese Läden gilt es zu erhalten!

A. Grünewald, per E-Mail

Zum Leserbrief: Auch Geruch belästigt
Überall künstliche Düfte

Ich melde mich zum Leserbrief von K. Erhardt in der Juli-Ausgabe von Schrot&Korn zum Thema Geruchsbelästigung: Ja, stimmt genau! Waschmittel, Weichspüler, Deo, Kloreiniger – irgendwie riecht alles gleich! Natürliche Duftstoffe verfliegen nach einigen Stunden. Nicht so die Chemie. Da ist es der Industrie gelungen, ein „Ewigkeitsmolekül“ einzubauen. Das lässt sich nicht mehr weglüften, wegspülen, wegwaschen – es hält für immer! Inzwischen ist die Chemie in unserem Leben überall fein verteilt. Ob ich meine Post öffne, in der Apotheke was besorge oder jemandem die Hand gebe. Sogar die Geldscheine riechen schon nach penetrantem Parfüm. Und geben den Geruch über mein Portemonnaie an meine Handtasche weiter. Warum sich keiner wehrt? Der duftmäßige Großkampf hat den Geruchssinn betäubt und beschädigt.

H. Tümpel, Westerholz

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

In eigener Sache

Rezept mit Pilzen im August-Heft

In unserer August-Ausgabe hat Rohkost-Koch Boris Lauser für sein Rezept „Zucchini-Tonarelli“ (hier) „Wildpilze“ als Zutat angegeben. Inzwischen haben unsere Recherchen ergeben, dass der Verzehr von rohen Pilzen (mit der Ausnahme von Zuchtchampignons) zu Unverträglichkeiten führen kann. Boris Lauser selbst hat mit dem Verzehr von rohen Pilzen nach eigener Aussage noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Dennoch bitten wir Sie, bei der Zubereitung dieses Rezepts nur Zuchtchampignons zu verwenden! 

Ihre Redaktion

 

S&K 09/2013
S&K 9/2013

Ernährungsstil erfragt
Rohkost favorisiert

Schön, dass ihr euch im Editorial der Juli-Ausgabe 2013 für die Ernährung eurer Leser interessiert! An dieser Stelle auch mal ein Lob für eure vielseitigen und kreativen Rezepte! Ich finde es gut, dass diese ausschließlich vegetarisch sind und zum Teil auch vegan und freue mich speziell auf neue Rohkost-Rezepte! Womit ich bei meiner Lieblings-Ernährungsweise wäre. In meinen Augen macht diese Ernährungsform den meisten Sinn, weil die Lebensmittel roh am energiereichsten und „lebendigsten“ sind. Meine drei Rohkost-Monate waren sehr schmackhaft, ich habe viele wilde Pflanzen am Wegesrand kennengelernt und mich so fit gefühlt wie nie zuvor! Aber es waren auch drei Monate Tisch-Einsamkeit. Ich habe mir mein Essen immer selbst zubereiten und gegebenenfalls mitbringen müssen. Den figürlichen Effekt habe ich bis heute behalten: Ich habe etwa acht Kilogramm abgenommen.

H. Zimmermann, per E-Mail

Vegane Vielfalt entdeckt

Bezüglich ihrer Nachfrage im Juli-Editorial: Auch ich bin den leckeren Rezepten von Attila Hildmann verfallen und ernähre mich seit einigen Wochen vegan. Und mir fehlt – nichts! Ich hätte vorher niemals gedacht, dass Veganes so vielfältig ist, und habe eine ganz neue Einkaufswelt entdeckt.

L. Gaßner, per E-Mail

Ackern mit Begeisterung
Was bedeutet Inklusion?

In ihrer Juli-Ausgabe begeistert sich Herr Hermanowski für die Inklusion. Ein Außenarbeitsplatz einer WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen) ist für mich höchstens ein Schritt zur Integration von Menschen mit Handicap – Inklusion wäre ein ganz normaler Arbeitsplatz mit Arbeitsvertrag, wie bei anderen auch. Der Arbeitgeber zahlt den Lohn an seinen Angestellten und nicht ein „Entgelt an die Werkstätte“, welches dann nur zum Teil bei dem Arbeitenden ankommt. Der Arbeitgeber wird finanziell über einen Minderleistungsausgleich unterstützt, wenn der Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz nicht zu 100 Prozent ausfüllt. Aber er trägt die Verantwortung für diesen Arbeitsplatz und leiht keine Arbeitskraft aus. Eine notwendige zusätzliche Betreuung könnte von dem von der Eingliederungshilfe für einen Werkstattplatz zu zahlenden Betrag bestritten werden – der wird ja bei einem Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eingespart. Und: Auch das Wohnen in einer „Einrichtung“ ist nicht inklusiv!

M. Semler, per E-Mail

Handel mit Risiko
Man sollte sich wehren

Zur oben getitelten Meldung in der Juni-Ausgabe: Was wollen wir denn mit Chlorhähnchen und gentechnisch veränderten Lebensmitteln aus Amerika? Da fehlt doch all das, was gesundes Essen so mit sich bringt, Nährwert und auch Spiritualität. Die Leute sollten sich wehren.

K. Gewalt, Schweinfurt

Wem nutzt was?

Das Freihandelsabkommen – ein auf jeden Fall überholtes, überflüssiges Vorhaben. Es soll nur der nicht mehr konkurrenzfähigen, amerikanischen Wirtschaft helfen, sich nicht dem Wettbewerb stellen zu müssen. In Europa ist es reiner politischer Aktionismus, um für Heerscharen von Sesselsitzern einen Berechtigungsnachweis vorzuweisen. Es gibt in beiden Geografien keinen Mangel an Produkten.

J. Bauer, per E-Mail

Interview Vincent Klink
Weniger ist mehr ...

Vincent Klink spricht mir in seinem Interview (Schrot&Korn 07/2013) aus der Seele. Ich bin ein Genussmensch und kaufe fast nur heimische, saisonale Produkte auf dem Wochenmarkt und im Bio-Laden. Natürlich unverarbeitet. TV-Werbung spricht mich deshalb auch nicht an. Ich habe leider noch keine Werbung gesehen über einen frischen Apfel vom Baum. Darum sind mein Statussymbol gesunde und unverfälschte Lebensmittel!

A. Bach, per E-Mail

Kolumne Juni 2013
Trennung vom Müll

... eine großartige Idee und ein schöner Artikel zu lesen. Vor etwa zwei Jahren sah ich einem späten TV-Kanal den finnischen Film „Kein Öl mehr“ über eine Familie, die sich vom Plastik trennt: Ein Jahr feiste Arbeit, vom eingepackten Toilettenpapier übers Auto, Lebensmittel, Boot und vieles mehr. Mit einem Ende, welches überrascht, regte der Film zum Nachdenken an. Danke auch Ihnen für die zum Teil besonderen Tipps oder Schmunzelbeiträge.

A. Schallock-Rogge, Ahrensburg

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

Mal anders …

Der Bauer im 21. Jahrhundert

Im Märzen der Bauer den Trecker anspannt,
er spritzt tonnenweis’ Glyphosat auf das Land.
Kein Regenwurm lebt mehr, kein Pflänzchen, o Graus!
Nur Saat von Monsanto mit Genen hält’s aus!

April ist’s, der Bauer die Felder schön düngt,
er spritzt reichlich Gülle, das ganze Land stinkt.
Dazu noch Ammoniumnitrat und Phosphat,
ganz dick und massiv bald empor wächst die Saat.

Im Maien der Bauer das Rapsfeld einsprüht.
Besonders gut wirkt’s, wenn der Raps goldgelb blüht.
Es sterben die Bienen, und krank wird das Vieh,
doch die Aktien von Bayer, die steigen wie nie!

Im Juni der Bauer mit Ammoniak aast,
ganz tief wird mit Düsen der Acker vergast.
Kein Vöglein mehr singt, da die Lunge verätzt,
die Kröten am Boden gleich werden zersetzt!

Im Juli der Bauer mit Gift um sich spritzt,
damit ihm kein Käfer ein Körnchen stibitzt.
Von Jahr zu Jahr stärker das Gift wird dosiert,
doch sind die Insekten längst immunisiert!

Im Herbste dem Bauern die Ernte verdorrt,
die Bank um Kredit er vergebens anschnorrt.
Der Herr von Monsanto verspricht ihm sehr viel:
„Ein paar Zentner Gift noch, dann sind Sie am Ziel!“

Im Winter der Bauer durchs Stadttor einfährt,
damit die Familie gesund sich ernährt.
Er schaut auf dem Markte sich aufmerksam um,
kauft Bio-Gemüse, er weiß schon, warum!

A. E. Corvis, freier Schriftsteller, per E-Mail

 

S&K 08/2013
S&K 8/2013

Wilde Honigbienen
Meldung: Die fleißigen Wilden

Zu Ihrer Meldung Juni: Auch Honigbienen gehören der Wildbienenpopulation an. Sie sind die einzigen Wildbienen, die staatenbildend überwintern. Honigbienen lassen sich nicht domestizieren, sie sind Wildtiere in menschlicher Obhut. Alle Honigbienenrassen haben sich in ihrem Ursprungsgebiet in Koevolution mit der Wildblütenflora entwickelt und sind deren Bestäuber. Eine der Hauptursachen für das Verschwinden unserer Honigbienen ist die moderne, auf Profit ausgerichtete Bienenzucht. Mehr im Internet bei der Gemeinschaft zum Erhalt der dunklen Biene (GEDB) e.V., www.dunklebienen.de.

H. Pestrin, Eberdingen

Neo-Nikotinoide
Nicht nur für Bienen schädlich

Zur Meldung „Bienen-Killer vor dem Aus“ in der Mai-Ausgabe von Schrot&Korn Folgendes: Dass die von Bayer, BASF und Syngenta vertriebenen Neo-Nikotinoide eine Gefahr für Bienen darstellen, wurde jetzt endlich auch auf EU-Ebene registriert – noch wenig bekannt und diskutiert sind die Ergebnisse von Schweizer Forschern, dass diese Nervengifte die Bewegung und die Nahrungsaufnahme von Kleinkrebsen und anderen Wasserbewohnern schädigen. Ein weiteres Argument, diese Nervengifte dauerhaft zu verbieten. Weitere Infos hierzu unter: www.scinexx.de/wissen-aktuell-16114-2013-05-16.html

M. Schropp, per E-Mail

Fragwürdige Kopien
Bio-Cola und andere

Der Artikel in Ausgabe 04/2013 über die Bio-Cola zeigt es deutlich: Die Bio-Branche bemüht sich, so gut sie es hinbekommt, konventionelle Lebensmittel zu kopieren – egal ob gesund oder nicht und egal ob sie schmecken oder nicht. Bio-Konfekt, Bio-Nougat-Creme, Bio-Cola, Bio-Alkohol, Bio-Zigaretten. Hat sich die Bio-Branche ursprünglich aus dem Gedanken heraus entwickelt, gesunde Lebensmittel herzustellen, scheint sie inzwischen zu einem Plagiator geworden zu sein, dem der Profit wichtiger ist als die Gesundheit ihrer Kunden, die im Übrigen doch einfach konventionelle Cola & Co. kaufen könnten. Ein bisschen ungesund gibt es doch nicht, oder?

S. Hartung, per E-Mail

Recht auf Wasser
Unterschriftenaktion im Mai

Ich bin strikt gegen die Privatisierung von Wasser. Es ist das wichtigste Element auf unserer wunderbaren Erde, somit Allgemeingut. Einen Nutzen für sich daraus zu ziehen, ist habgierig und egoistisch.

A. Freudenberg, per E-Mail

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

Ihr Lieblingssenf

Für unsere Leser darf es ruhig körnig sein Im Mai haben wir Sie, liebe Leser, buchstäblich gebeten, Ihren Senf dazuzugeben. Denn wir wollten wissen: Welcher der zahlreichen Scharfmacher ist Ihr Favorit?

Rund 1000 Leser haben uns per Post und Internet ihren Lieblingssenf mitgeteilt. Gewinner ist mit 258 Stimmen der halb­körnige Wiking Senf von Zwergenwiese, dicht gefolgt vom Körnigen Senf des Herstellers Byodo, der 241 Leserstimmen sammelte.

In zahlreichen Bio-Läden wurden zusätzlich fünf Senfsorten zur Verkostung angeboten, rund 1200 Kunden wählten ihren Liebling. Auch hier mundete der Körnige Senf von Byodo dem Gros der Probanden, er landete ganz vorn.

Auf Platz zwei eine Spezialität von Steck: Meerrettich Senf. Unter allen Teilnehmern wurden 11 Senf-Probierpakete verlost, die Gewinner haben wir bereits benachrichtigt.

 

S&K 07/2013
S&K 7/2013

Neue Schulen fürs Land
Bildung nach Wahl

Stimmt! Neue Schulen braucht das Land. Toll, dass Sie das Thema im Mai-Heft aufgreifen. Was wir auch noch brauchen, ist meiner Meinung nach Bildungsfreiheit, die Familien auch die Wahlfreiheit gibt, die Bildung selbst zu gestalten. Bildung muss nicht als Zwang zur Anwesenheit in einem Schulgebäude verstanden werden. In den meisten Ländern der Welt – außer Deutschland – ist es legal, dass Kinder und Jugendliche sich auch zu Hause frei bilden können.

L. Kirsch, per E-Mail

Private Bildungsromantik

Der Artikel ist meiner Meinung nach zu sehr von allzu süßer Bildungsromantik geprägt. Unsere Kinder und wir sind mit dem normalen Schulsystem sehr zufrieden. Es werden vielfältige und motivierende Angebote gemacht, die die Kinder sehr gern aufgreifen. Nicht alles kann aber immer Spaß machen! Lernen bedeutet auch sich auch mal zu überwinden und hart zu arbeiten. Auch das muss man lernen!

F. Weigert, per E-Mail

Lehrer-Leistung würdigen

Fast alle – zweifellos positiven – pädagogischen Anregungen, die im Artikel erwähnt werden, beziehen sich auf das Modell der Evangelischen Schule Berlin Zentrum. Diese aber ist eine private Schule, profitiert also davon, dass Eltern pro Monat zusätzliches Schulgeld bezahlen müssen, was auch bedeutet, dass Kinder nicht-begüterter Eltern dort gar nicht wirklich zum Zuge kommen. Wie wär’s, wenn man sich erst mal 20 staatliche Schulen verteilt übers ganze Land anschaut – und dabei feststellen könnte, dass überall engagierte Lehrer innovative Ideen in dem Rahmen ihrer Möglichkeiten tatsächlich auch umsetzen. Davon aber kriegt man in der Öffentlichkeit leider viel zu wenig mit.

D. Scheffen, per E-Mail

Glückliche Kühe?
Demeter-Milch spart Tierleid

Auch in der Bio-Haltung gibt es keine glücklichen Kühe – nur das Leid, dass der Kuh-Mutter jedes Jahr ihr Kind weggenommen wird, ist nicht ganz so grausam wie bei der Massentierhaltung mit ihren Turbokühen. In Ihrem Beitrag in der Mai-Ausgabe steht eigentlich alles gut beschrieben. Ich finde, solange man den Sprung zum veganem Leben nicht geschafft hat, sollten die Bio-Kunden wirklich nur Demeter-Milchprodukte kaufen und auch mehr dafür bezahlen, damit die anderen Verbände endlich merken, dass Hörner zu den Kühen gehören und dass eine kleinbäuerliche Landwirtschaft gegenüber industrieller Agrarfabriken gefördert werden soll.

B. Renz, per E-Mail

Contra Lärm
Freizeit und Nachbarschaft im Blick

Unser Gesetzgeber hat leider den Ruheschutz und die Sperrzeiten weitgehend abgeschafft. Was viele Menschen stört, die sich mittags, abends oder am Wochenende erholen möchten, ist Nachbarschafts- und Freizeitlärm. Ihr Artikel in der Mai-Ausgabe nimmt darauf fast nicht Bezug. Belastender Lärm kann reduziert werden, wenn Menschen Rücksicht nehmen wollen. Es wären oft nur Kleinigkeiten: der Klavierspieler, der das Fenster zumacht, oder der Fußballbegeisterte, der seine Kinder im Verein anmeldet. Man hat den Eindruck, dass heutzutage Lärmen als vermeintliches Recht gesehen wird, und dass sich inzwischen keiner mehr traut, zum Beispiel das Thema Kinderlärm als das zu benennen, was es ist.

F. Ullmann, per E-Mail

Auch Geruch belästigt

Ihr Artikel zum Thema Lärmbelästigung war interessant. Ich finde, nun müsste auch einer zum Thema Geruchsbelästigung folgen. Die Verbreitung von künstlichen Geruchsstoffen ist inzwischen völlig absurd geworden. Nicht nur chemisch sensible Menschen versuchen sich vor diesem immer weiter zunehmenden Geruchswahn zu schützen. Auf dieses Thema könnte man endlich einmal hinweisen.

K. Ehrhardt, per E-Mail

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

S&K 06/2013
S&K 6/2013

Danke für Themenwahl
Perspektiven und Begegnen

Seit Jahren bereits lesen wir Ihre Zeitschrift mit wachsender Begeisterung. Besonders bemerkenswert sind für uns die Rubriken Meldungen, Perspektiven und Begegnen. Schrot&Korn ist eines der wenigen Informationsforen, welches es wagt, abseits des breiten Mainstream zu schreiben. Danke dafür.

R. Werring und E. Stein, per E-Mail

Kartoffelvielfalt
Die Macht des Verbrauchers

Es mag ja vorkommen, dass Kunden sich „mit Importware zufrieden geben müssen“, weil die heimischen Bio-Bauern die Nachfrage mengenmäßig nicht befriedigen können. Aber es ist doch eher so, dass der Handel quasi grundlos importiert, nämlich obwohl es ein heimisches Angebot gibt – siehe ägyptische Frühkartoffeln versus heimische Lagerware. Das haben Sie in Ihrer März-Ausgabe ja sehr richtig und erschreckend dargestellt. Die hiesigen Bio-Bauern produzieren für die Tonne, weil der Kunde angeblich die ägyptischen Frühkartoffeln wünscht. Anscheinend hinterfragen aber immer mehr aufgeklärte Kunden diese Einkaufspolitik. Also weiter so, Kunden, wir haben die Macht, neuseeländische Äpfel und spanische Erdbeeren vom Bio-Markt zu drängen, indem wir hier die Keller leerfuttern oder einfach auf die hiesige Saison warten.

K. Lechler, per E-Mail

Saatgut schützen
Sortenfest säen

Bis 1900 hatten wir weltweit 5 000 Arten von Nutzpflanzen mit 2 000 000 Sorten. Wir wählen sogenannte Volksvertreter in die Parlamente. Warum passen sie nicht auf unsere Artenvielfalt auf? Oder machen sie es nicht, weil wir selber kein Interesse daran haben? Das müssen wir ändern. Jeder kann etwas tun. Wer einen Garten hat, sollte altes, sortenfestes Saatgut ausbringen.

E. Sievers, per E-Mail

Kennzeichnung gefragt

Wie wäre es mit einer freiwilligen Kennzeichnung „samenfester Sorten“? Und zwar nicht nur das Gute kennzeichnen, sondern bitte auch genauso groß auf das Schild den Vermerk „Hybridzucht“! M. Döring, per E-Mail

Petition gegen Patente

Zu Ihrem Artikel über die Patentierung von Saatgut möchte ich auf die Unterschriftsmöglichkeit einer Petition aufmerksam machen: http://www.no-patents-on-seeds.org

R. Styra-Esser, per E-Mail

Fehlerteufel in Heft 04/2013
Abbildung der Nachtkerze

NachtkerzeDas Bild auf der Seite 53 des Aprilheftes ist keine Nachtkerze. Ich schicke Euch eines aus meinem Garten mit (siehe links).

U. Scott, per E-Mail

 

 

 

Namenskorrektur
Kolumne: Recht auf Wasser

Da hat sich ein Fehler eingeschlichen: Der Nestlé-Chef heißt Peter Brabeck-Letmathe. Wir, die Initiative Wasserkarawane, finden es gut und wichtig, dass über diese Machenschaften der Konzerne immer wieder berichtet wird.I. Weis, Salem

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

S&K 05/2013
S&K 5/2013

Doug Tompkins
Großartiges Projekt

Es tut unglaublich gut, von solchen Projekten zu erfahren, wie im Interview mit Doug Tompkins der Schrot&Korn-Ausgabe 03/2013 beschrieben. Der Film über die Farm Laguna Blanca hat mich sehr bewegt. Erosion ist aufhaltbar und es gibt Menschen, die alles geben, um dies umzusetzen. Das Ergebnis sieht auch noch wunderschön aus. Wildtiere, Bienen und Baumbestände werden geschützt und sogar zur Ansiedlung eingeladen. Ein im wahrsten Sinne großartiges Projekt. Danke für den Artikel.

K. Schneemann, per E-Mail

Durchstarten und mitmachen

Es ist unglaublich faszinierend, wie viel Kraft und Energie Menschen aufbringen, wenn Sie eine außergewöhnlich gute Idee haben. Am liebsten würde ich sofort durchstarten und mitmachen:
Erde bewegen! 

S. Panzner, per E-Mail

Konventionell? Nein!
Umfrage im Februar-Heft

Ich bin schon über zwanzig Jahre interessierter Leser Ihrer Zeitschrift. Sie hat sich sehr verändert in dieser Zeit, ist bunter in mehrerlei Hinsicht geworden. Es ist mir ganz wichtig, dass die Farbe Grün – inhaltlich – weiter im Vordergrund bleibt. Ich finde, Ihr macht ein gutes Blatt, was auch bisherige „Nicht-“ oder „Ab-und-zu-Bios“ ansprechen wird. Ich habe 1986 mit Bio-Vollkornbrot angefangen und bin zusammen mit meiner Frau – trotz schmalen Geldbeutels – ein Neunzig-Prozent-Bio-Ernährer. Doch nicht nur der Ernährungsgedanke ist uns wichtig, sondern alles, was im weltweiten Zusammenhang damit zu tun hat. Und das ist mir besonders wichtig in Eurer Zeitschrift. Über ökologische Hintergründe, beispielsweise Saatgut, Gentechnikfreiheit, fairen Handel, möchte ich gerne noch mehr bei Euch lesen. Uns ist es ganz wichtig, nicht zu weit in der Anpassung an konventionelle Produkte zu gehen. Damit meine ich die Annäherung an eventuelle weitere Käuferschichten. Also bitte keine Orientierung am allgemeinen, konventionellen Geschmack bei Bio-Lebensmitteln. Bitte keine Verwässerung, sondern Verbesserung. Da ist für uns eine Grenze, die nicht überschritten werden sollte.
R. Beckers, Mönchengladbach

Meldung im März-Heft
Männer essen mehr ...

Als Fast-Vegetarier bin ich sicher bei Ihnen, wenn Sie ein anderes Ernährungsmuster gerade für Männer als notwendig erachten. Aber haben Sie bei dem Artikel „Frauen essen anders“ in der März-Ausgabe berücksichtigt, dass Männer in der Regel mehr und damit auch mehr Fleisch essen als Frauen? Das kann man dem Artikel nicht entnehmen. Nicht die Aussage, dass Männer absolut mehr Fleisch essen, sondern der Anteil des Fleisches, zum Beispiel an den jährlich konsumierten Nahrungsmitteln oder an der jährlich konsumierten Kalorienmenge, ist für einen Vergleich der Ernährungsgewohnheiten aussagekräftig. Männer werden bezüglich der Ernährung, auch bei gleichen Ernährungsmustern, immer einen größeren Anteil am Treibhauseffekt haben als Frauen.

J. Freytag, per E-Mail

Meldung im Januar-Heft
Mehr Tierschutz – weniger bio

Als ich das erste Mal von dem neuen Tierschutzlogo las, dachte ich zuerst, dieses sei nicht gut und würde nichts an der Situation der Tiere ändern. Doch nach dem Lesen des Buches von Andreas Grabolle „Kein Fleisch macht glücklich“ (Goldmann Verlag) sehe ich das Logo als einen der vielen kleinen Schritte an, die eine Änderung bewirken können. Es ist ein Denkanstoß, von dem ich hoffe und wünsche, es werden wieder einige Fleischkonsumenten aufmerksam auf die Hintergründe ihres Genusses. Selbst wenn sich nur wenige Menschen darauf einlassen, so sind sie doch auch wieder ein Gewinn für den Tierschutz und gegen die bisherige Praxis der industriellen Tierhaltung. Auch unter http://halbzeitvegetarier.de/wie-funktionierts wird mit freundlichen Tipps versucht, Anstoß hierfür zu geben. 

G. Mohr, per E-Mail

Liebe Leserinnen und Leser,

was uns besonders freut: Mehr als Dreiviertel der gezählten Leserstimmen – immerhin 83 Prozent – sind bereit 40 Cent für ein Ei aus biologischer Haltung zu zahlen. 60 Prozent der Teilnehmer wären sogar auch bei 45 Cent noch voll dabei. Insgesamt erhielten wir 395 Rückmeldungen unserer Leser, die wir in unsere Auswertung einbezogen. Hier das Abbild der Abstimmung:

Ergebnis Umfrage

Das Thema Hühnerhaltung und Eierpreis wurde sowohl im Internet-Forum als auch direkt bei unserem Leserservice eifrig kommentiert und diskutiert – ein paar Beiträge haben wir herausgepickt und im Folgenden abgedruckt. Für Ihre rege Beteiligung sagen wir herzlichen Dank.

Ihre Redaktion

Jedes Ei hat seinen Preis

Danke für den ausführlichen Artikel. Der Frage: „Was darf ein Ei kosten?“ fehlt meines Erachtens die Liebe zum Leben. Ein Ei muss natürlich so viel kosten wie eine lebenswürdige Pflege eines Huhns eben kos-tet. Wie angepasst ist selbst die Bio-Branche schon, wenn das Geld an erster Stelle steht und nicht ein lebendiges Wesen? Auch der Satz: „Bio-Legehennen sind empfindliche Hochleistungstiere, die bis zu 300 Eier im Jahr legen“ von Ihrer Expertin zeigt, wie weit es in der Bio-Branche schon gekommen ist. Hühner sind gottgeschaffene Wesen, die leben wollen, die ihre Flügel schützend um ihre flauschigen Jungen legen, um diese vor Unbill zu schützen. Wenn wir sie als „Legehennen“ betrachten, machen wir sie zur Sache und berauben sie und damit auch uns der Würde. Wenig Verständnis habe ich für Menschen, die das Geld hätten, Tierleid zu vermeiden, und dies nicht tun.

A. Wolter, Berlin

Leistung von Bio-Hennen

Bio-Legehennen sind keine Hochleistungstiere, die bis zu 300 Eier im Jahr legen. „Echte“ Bio-Hühner legen im Winter weniger bis gar keine Eier. Das Problem ist, dass uns heute alles jederzeit zur Verfügung stehen muss.

W. Ottenbreit, München

Wertschätzung für Hahn und Ei

Ich habe mich sehr gefreut, dass Sie auf die Initiative BruderHahn aufmerksam machen. Bisher ist die Praxis in der Legehennenhaltung, die Hähnchen gleich zu töten, noch nicht sehr bekannt. Dementsprechend ist auch das Angebot an Eiern, deren Produzenten an der Initiative BruderHahn oder auch EiCare teilnehmen, vielerorts noch ausbaufähig. Weder im Reformhaus in meinem Viertel noch im hiesigen Bio-Supermarkt sind sie zu finden. Ich hoffe sehr, dass Berichte wie der Ihre zum Thema Hühnerhaltung nicht nur Verbrauchern, sondern auch Produzenten und Vermarktern diesbezüglich einen Anstoß geben.

S. Mertin, per E-Mail

Verbrauch nach Gegebenheit

Seit etwa einem Jahr habe ich Kontakt zu einem netten jungen Mann, der aus Freude eine kleine Federviehhaltung großzieht und pflegt. Das Futter wird selbst erzeugt. Das Federvieh hat freien Auslauf. Eier gibt es eben, wenn die Hühner Lust zum Legen haben, und gelegentlich gibt es auch mal ein Schlachthuhn. Der Verbrauch ist also den Gegebenheiten angepasst. Für ein Ei gebe ich 50 Cent, für ein Schlachthuhn 15 Euro.

E. Strohm, per E-Mail

Das war Ihr Liebling 2012

Gewinnertitel Schrot&Korn 2012Fruchtig, frisch und bunt

Diese Früchtchen haben es Ihnen angetan! Zumindest bei der Wahl des Titels der letztjährigen 12 Ausgaben. Das Fruchttörtchen der Juli-Ausgabe gefiel 21 Prozent unserer Leserinnen und Leser. Auf gutem zweiten Platz landete der Mai-Titel „Rhabarber“ mit 18 Prozent.

Insgesamt durfte unser Leserservice 16 185 Stimmen zählen. Herzlichen Dank für diese tolle Beteiligung!

 

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 
 

S&K 04/2013
S&K 4/2013

Wie schmeckt Bio?
Keine Anpassung an konventionell

In der Ausgabe vom Februar wurde die Frage gestellt: Sollen sich Bio-Lebensmittel dem konventionellen Geschmack anpassen? Nein, aus welchem Grund sollte die Bio-Branche dies tun müssen? Es hat Mühen und viele Jahre Zeit gekostet, um neue, sinnvolle Wege in der Bio-Lebensmittelerzeugung und -vermarktung zu gehen, dabei unsere Erde zu schonen und nachhaltig zu wirtschaften. Wollen wir etwa wieder Joghurt mit Geschmacksverstärkern und künstlichen Aromen, weil die natürlichen Früchte der Masse der konventionell verdorbenen Zungen nicht munden? Die Bio-Branche hat sich in mancher Hinsicht ohnehin schon zu weit aus dem Fenster gelehnt und sich vom Takt der konventionellen Branche mitreißen lassen. Ich denke da an Sommerfrüchte im Winter oder auch an die Vernichtung von nicht verkaufter Ware, sprich Obst und Gemüse, in Containern. Da verstehe ich die (Bio-)Welt nicht mehr. Denken Sie auch an die unnötigen langen Transportwege anstelle regionaler Produkte und die skandalösen Tierhaltungsbedingungen unter dem Deckmantel des Bio-Siegels. Unerträglich! Wer hier den Weg der Achtsamkeit vor der Nahrung verlässt, der ist sehr schnell konventionell und frönt dem Überfluss.
W. Huschka, Polling

Das Ähnlichkeitsprinzip
Globuli statt Pille

Was mir beim Lesen des Artikels in der Februarausgabe auffiel: In der Homöopathie gilt nicht, Gleiches mit Gleichem zu heilen! In der Homöopathie gilt das Ähnlichkeitsprinzip nach Hahnemann. Also: „Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll“ (Hahnemann, Organon 6, Einleitung).
R. Pressburger, Stade

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir bedanken uns für die Berichtigung und bedauern unseren Fehler. Selbstverständlich heißt die korrekte Übersetzung von „Similia similibus curentur“: „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“.

Ihre Redaktion

Fukushima strahlt noch
Zusatzinfo von Heuschrecke

Wir erhielten wegen des von uns pointierten Zitats zur „German Angst“ in der Februar-Ausgabe bezüglich einer Strahlenbelastung zornige E-Mails. Deshalb möchten wir unsere Aussage noch mal in den richtigen Kontext rücken.

Unsere Aussage (die auf Klagen japanischer Produzenten, Rückmeldungen von Bio-Ladnern und den rückläufigen Umsatzzahlen in Deutschland beruht) bezieht sich auf die Haltung, sich grundsätzlich nicht mehr auf japanische Produkte einzulassen, ungeachtet einer tatsächlichen Bedrohung. Dieses Phänomen der „German Angst“ trat nur in Deutschland auf, in anderen EU-Ländern nicht.

Dennoch empfehlen wir, sich vor dem Kauf japanischer Produkte über eine mögliche Strahlenbelastung zu informieren. Von Anfang an hat die Naturkostbranche sorgfältig informiert. In Japan wurden Luft- und Bodenproben sowie die Produkte vor der Ausfuhr analysiert, und bei der Einfuhr wurde noch mal analysiert. Eine sehr sorgfältige Kontrolle, die auf allen Ebenen funktionierte und die von Anfang an ausschloss, dass strahlenbelastete Produkte in die Läden gelangen konnten.
U. Stübner, Heuschrecke GmbH

Jean Ziegler
„Der Zorn treibt mich an“

Herr Ziegler erklärt im Interview des Februar-Heftes, dass es seiner Ansicht nach drei Ebenen der Verantwortlichkeit gibt und nennt als zweite Ebene die Umstellung auf vegetarische Ernährung.

Dies ist sicher richtig, doch müsste die Veränderung nicht noch einen Schritt weitergehen? Zu einem Überdenken der Konsumgewohnheiten im Ernährungsbereich? Auch hier finden sich viele überflüssige Produkte, die bei der Herstellung und beim Transport Energie verbrauchen – und alle Erzeugnisse, die plantagenmäßig angebaut werden, benötigen Land, das der einheimischen Bevölkerung für den Anbau von Nahrungsmitteln nicht zur Verfügung steht. Das Recht auf Nahrung für die Hungernden legt einen Verzicht auf Überfluss bei uns nahe.
R. Scheer, Darmstadt

Leserbriefe
Von Prof. Hegemann in 02/2013

Der Autor des Leserbriefes hält Veganer mit ihren grundsätzlichen Einwänden gegen Tiernutzung für dekadent. Stattdessen sei Tierschutz „wesentlich zielführender”, weil er Haltungsformen verbessere. Als langjährige Tierschützerin muss ich widersprechen. Fakt ist, dass die Idee vom Tier als Ware, vom Lebewesen minderen Rangs, immer neue und immer mehr Opfer generiert. Als Gegenmittel empfehle ich, „Zoopolis. A Political Theory of Animal Rights” von Will Kymlicka zu lesen. Er ist Professor für politische Philosophie in Kanada und vertritt die Auffassung, dass wir domestizierten Tieren sogar Bürgerrechte schulden. Mit solchen Einsichten könnten wir die Massaker stoppen und unsere Beziehungen zu domestizierten Spezies, Kulturfolgern und Wildtieren neu und – endlich – friedfertig ordnen.
U. Esselmann, per E-Mail

Leserbrief von N. Trumpf
Zum Thema „Bio in Plastik“ im Januarheft Folgendes:

Ein Grund dürfte sein, dass alles Obst und Gemüse in deutschen Supermärkten, besonders aber als bio gekennzeichnetes, strengsten Rückstandsuntersuchungen untersteht. Das Plastik soll also vermutlich auch helfen, Vermischungen und Kontaminationen von Bio- und konventionellen Produkten und damit das Überschreiten der Höchstgrenzen von Rückständen für Bio zu vermeiden. Sinnvoll ist das so ganz sicher nicht, hier müssen bessere Lösungen gefunden werden.
J. Zywietz, per E-Mail

Fehlerteufel in Heft 03/2013

Unter dem Titel „Mein kleines grünes Büro/Grün ist’s nur ohne Funk“ wurde leider ein falscher Name abgedruckt. Der Brief wurde verfasst von E. Stichnoth.

Ihre Redaktion

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

S&K 03/2013
S&K 3/2013

Interview mit Attila Hildmann
Vegan – Passend für die Fastenzeit

Das Interview mit Attila Hildmann in der Januarausgabe 2013 war sehr interessant und vor allem anregend – genau das Richtige für die Fastenzeit! Die werde ich in diesem Jahr, so gut ich es schaffe, vegan verbringen. Ich esse bereits vegetarisch und meine beiden Töchter waren so begeistert von den Rezepten, die wir sofort im Internet nachrecherchiert haben, dass sie bestimmt teilweise mitziehen! Eure Artikel sind immer sehr gut und informativ, macht weiter so!I.
Rösch, per E-Mail

Veganes Kochen mit natürlichen Zutaten

Mir hat das Interview mit Attila Hildmann sehr gefallen. Besonders ausschlaggebend im Interview war meiner Meinung nach die Veranschaulichung der kreativen Gemüseküche, gegenüberstellend einer „Küche mit Ersatzprodukten“. Das ist quasi der Kasus Knaktus, der mich seit Jahren stört: Ich kann ein wenig nachvollziehen, wenn Menschen, die mit dem Konsum von Fleischwaren aufgewachsen sind und sich entschließen, kein oder weniger Fleisch zu kaufen, gerne auf Produkte zurückgreifen, die ihnen richtiges Fleisch suggerieren. Ich, die vegetarisch auf die Welt kam und seither niemals bewusst Fleisch gegessen hat, empfinde es immer als etwas abartig, mir beispielsweise Sojaprodukte à la Steak oder Ähnliches kaufen zu müssen. Zudem gäbe es eine reichhaltige Auswahl an Zubereitungen von Gemüse – viele Sorten sind auch einfach in Vergessenheit geraten – ohne auch nur die kleine Geschmacksnuance vermissen zu müssen! Junge Menschen wie Attila Hildmann, die eine vegane und somit gesunde Lebensweise verbreiten wollen, sind wichtig für unsere Gesellschaft!
Ich hoffe auf viele motivierte Nachfolger – und noch mehr solch interessante Beiträge in Schrot&Korn!

C. Schombel, per E-Mail
Umstellung braucht Zeit

Durch Zufall habe ich Ihren Artikel über Attila Hildmann gelesen und bin beeindruckt von dieser Disziplin und der vielfältigen Kenntnis. In letzter Zeit beschäftige ich mich häufiger damit, da meine Töchter gerne vegetarisch leben möchten, uns aber immer wieder die Saitenwurst oder eine Maultasche dazwischenkommen. Aber wir arbeiten daran, denn man kann ja nicht einfach den Schalter von jetzt auf nachher umlegen. Das Umdenken braucht etwas Zeit, aber wir sind auf dem besten Weg dahin.T. Reimer, per E-Mail

Cholesterinspiegel und vegane Ernährung

Leider ist auch Shootingstar Attila Hildmann dem Grundirrtum unserer Zeit verfallen: Die Verbesserung seiner Cholesterinwerte kann höchstens eine indirekte Folge der veganen Ernährung sein. Zahlreiche Forscher haben schon vor Jahrzehnten darauf hingewiesen, dass Cholesterin eigentlich ein vom Körper produziertes Antioxidans ist. Deshalb ist ein erhöhter Blutcholesterinspiegel an sich keine Erkrankung, sondern nur ein Zeichen, dass der Körper versucht, sich selbst zu helfen. Da die vegane Ernährung im Vergleich zu Fast Food reichlich natürliche Antioxidantien enthält, ist es nicht erstaunlich, dass sich seine Cholesterinwerte besserten.
U. Neumeister, per E-Mail

Glas, PET oder Alu
Aluminium ist ein Umweltgift

Ich bin entsetzt! Alu-Flaschen haben im Bio-Laden nichts zu suchen. Die Studie des IFEU-Instituts von 2010 ist sicher von der Alu-Lobby bezahlt worden. Schäden im Gehirn und Nervensystem sind erschreckend. Immer mehr Menschen erkranken an Alzheimer oder Demenz. Aluminium lagert sich in den Nieren, Leber, Knochen und Schilddrüse ab. Aluminium gilt als Mitverursacher dieser Erkrankungen.
R. Menzel, Troisdorf

Angebotsbreite und Preis entscheidend

Im Artikel wird das Gewichtsargument als Ursache dafür angegeben, dass auch Bio-Kunden nicht mit der Mehrwegflasche nach Hause gehen, sondern mit Getränkekartons. Ich selbst bin ein großer Mehrwegfan (Stichwort: Cradle-to-Cradle). Wenn jedoch im Bio-Laden, wie auch im normalen Handel, für Mehrwegflaschen deutlich höhere Preise verlangt werden als für gleichwertige Produkte im Karton, dann spielt das Gewicht hier keine Rolle. Hinzu kommt dann oft auch noch der regionale Faktor. Denn oftmals gibt es nur eine Sorte Milch in der Flasche, während die Milch im Karton oft auch aus der Region kommt.
A. Huber, Reppenstedt

Mein kleines grünes Büro
Laserdrucker gleich Dreckschleuder

Im Dezemberheft schreibt Ihre Autorin zum ökologisch eingerichteten Büro. Sehr erstaunt hat mich ihr „ökorrekter Tipp“ unter der Überschrift „Müll vermeiden“. Sie empfiehlt, Tonerkartuschen und -patronen nicht in den Müll zu werfen. Sicher richtig. Ich glaube aber, man sollte noch genauer hinschauen. Laserdrucker, also Drucker mit dem genannten Toner, sollten gar nicht erst in ein Büro gestellt werden. Seit Jahren ist bekannt, dass diese Geräte richtige „Giftschleudern“ sind und neben Feinstaub auch zahlreiche andere gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten und freisetzen. Bitte informieren Sie sich unter anderem unter www.nano-control.de. Aus diesem Grund mein Öko-Tipp für das „kleine grüne Büro“: Benutzen Sie Tintenstrahl- statt Laserdrucker!
R. Jäger, Magdeburg

Grün ist’s nur ohne Funk!

In dem umfassenden Artikel fehlt ein wichtiger Aspekt: Soll ein Büro „grün“ sein, soll es also dem Benutzer und der Umwelt möglichst nicht schaden, muss es frei von funkenden Geräten sein! Es darf kein WLAN, kein Handy, kein schnurloses Telefon und keine Funkmaus oder -tastatur im Einsatz sein. Der Funk bedeutet für den Körper und seine Zellen Dauerstress und kann so alle möglichen Beschwerden hervorrufen oder verstärken und jede Erkrankung verschlimmern, unter anderem Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herzrasen, Erschöpfung, Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern, Tinnitus, Immunschwäche …
E. Stichnoth, per E-Mail

Stevia – natürlich süß?
Plädoyer für den natürlich süßen Geschmack

Es wird sicherlich einige Menschen geben, die man nie überzeugen wird, aber es ist gesundheitlich immer bedenklich dem Körper „süß“ vorzugaukeln. Es ist in der Tiermast ja schon Jahrzehnte bekannt, dass Süßstoffe appetitanregend wirken. Braucht man wirklich in Bio-Produkten Süßstoffe? Besser ist es doch mit Genuss Zucker, Honig und Säfte zu sich zu nehmen. Dann halt weniger, aber mit Genuss! Aus naturheilkundlicher Sicht würde ich von Süßstoffen (auch Stevia) und isoliertem Fruchtzucker immer abraten.
A. Thienel, per E-Mail

Kuck mal, wer da strampelt!
Heilwolle hilft bei wundem Po

Ich bin Kinderkrankenschwester und selbst Mutter eines Kleinkindes und fand diesen Artikel super süß geschrieben. Ich musste mehrmals richtig herzlich lachen und ich kann mir ziemlich gut vorstellen, dass die meisten Kinder es so sehen. Auch das Interview mit der Hebamme fand ich sehr schön, aber ich hätte eine kleine Anmerkung. Wie ja im Artikel eh schon herauskommt, braucht Babys zarte Haut so gut wie keine weitere Pflege. Ist der Popo doch mal rot (und es handelt sich um keinen Pilz), so würde es genügen, wenn man „Heilwolle“ (ungewaschene Schafswolle) drauf gibt. Man kann sie weiterhin wundervoll für Brust-, Bauch-, Ohrenwickel hernehmen.
S. Perlt, per E-Mail

Pestizidverbrauch
Meldung in der Februarausgabe

Die Meldung auf Seite 7, so wichtig sie ist, kann aufgrund der Vermischung von Einheiten nicht so ernst genommen werden, wie sie eigentlich sollte. Reden wir von Millionen Tonnen oder Millionen Kilogramm?
J. Duvigneau, per E-Mail

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in der Meldung ist uns ein Fehler unterlaufen. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Die richtige Einheit ist Kilogramm.
Ihre Redaktion

Herzensglück dank Grüner Seiten
Kleinanzeige im Juni 2012

„Wäre Dir glücklich leben mit 18 Ziegen, 7 Hühnern, 6 Enten, 1 Hund, 1 Katze, schönem Mann (47) in schönem Haus, schönem Garten einen Brief wert?“ – Liebes Schrot&Korn-Team, Danke. Denn Eure großartige Zeitschrift dringt sogar bis auf die höchstgelegenen Almen der Schweizer Berge vor, wird dort von hinreißend hübschen, jungen Frauen gelesen, die daraufhin einen Brief an Euch schicken, damit Ihr diesen gleich an mich weiterleiten könnt. Somit habt Ihr zwei Menschen zu den inzwischen glücklichsten Menschen der Welt gemacht ... auch wenn zuvor noch 160 weitere Briefe meinerseits beantwortet werden mussten.
A. Betz, per E-Mail

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

S&K 02/2013
S&K 2/2013

Vielfalt auf dem Acker
Gemeinsamkeiten entdecken

Vielen Dank für die wieder sehr gelungene Ausgabe von Schrot&Korn. Sie holt mich oft aus meinem Motivationstief – dann sehne ich mich nach Gleichgesinnten. Der Beitrag „Vielfalt auf dem Acker“ war spitze. Es ist nicht zu glauben, wie schlecht vieles läuft. Es freut mich als treuen Bio-Kunden, wenn es Menschen wie Woldemar Mammel gibt, die uns retten.
S. Neubert, Halle (Saale)

Öko-Mode für Kinder
Leserbrief von D. Zeissler in Heft 11/12

Ich bin bei Internetrecherchen auf www.fairgebraucht.de gestoßen. Dort bekommt man online (auch Selbstabholung) Secondhand-Öko-Mode und natürliche Produkte für Babys, über Kinder bis hin zu Erwachsenen. Vielleicht könnte dies ein neuer Anlaufpunkt für bewusst lebende Eltern mit größeren Kindern werden? Ich hoffe D. Zeissler damit ein wenig weiter geholfen zu haben.
B. Rugies, per E-Mail

Therapiepferde
Tierschutz hat Vorrang

Negativ auffällig ist, dass zum Thema Tiere meist nur Leserbriefe von Veganern veröffentlicht werden, die neben der Nutztierhaltung am liebsten auch noch Reitpferde, Blindenhunde etc. abschaffen würden. Dass diese extremen Veganer immer zahlreicher werden, ist meiner Ansicht nach ein Anzeichen für eine dekadente Gesellschaft. Wesentlich zielführender sind Bemühungen seriöser Tierschützer, die Haltungsbedingungen für Nutz- und Haustiere zu verbessern.
Prof. Dr. W. Hegemann, per E-Mail

Mehrwegflasche, wo bist du?
Öko-Bilanz umfassend betrachten

Die Öko-Bilanz eines Produktes zu bewerten, ist sehr komplex. Der Artikel zur Verpackungsfrage im Dezember-Heft verpasste zu hinterfragen, welche Parameter eine Öko-Bilanz tatsächlich erfasst. Beispiel: Die Bewertung einer Aluminiumdose nach ihrem Transportgewicht und dem Energieaufwand in der Herstellung ist zu oberflächlich. Die toxikologischen Wirkungen dieses Materials und die Verseuchung der Erde bei der Aufbereitung des Rohstoffs dürfen nicht unterschlagen werden. Der Trendbegriff „Öko-Bilanz“ dient vermehrt der Verharmlosung einer realen Situation. Öko-Bilanz wird reduziert zur „CO2-Bilanz“. Wir müssen die wirkliche Öko-Bilanz unserer Handlungen erfassen lernen, um unser Denken und unsere Handlungen sinnhaft verändern zu können. Öko-Bilanz darf kein Pseudo-Öko-Label und kein Marketing-Instrument sein, um die notwendigen Kursänderungen zu vermeiden.
M. Mattstedt, Alling

Genießen: Hartkäse
Kalziumlieferant – Kalziumfresser?

Sie schreiben, Käse sei als Kalziumlieferant wichtig. Das ist leider ein hartnäckiger Irrglaube. Milchprodukte enthalten neben Kalzium auch besonders viele schwefelhaltige Aminosäuren. Der Körper gleicht den Säuregehalt durch Ausfällen von Kalzium aus den Knochen aus, welches dann durch den Urin ausgeschieden wird. Harvard-Studien liefern Hinweise, dass es durch den Konsum von Milchprodukten zu Osteoporose kommen kann. Kalzium aus pflanzlichen Quellen, z.B. grünem Gemüse, deckt den Bedarf bereits.I.
Göhring, per E-Mail

Contra Energie-Propaganda
Kolumne: Märchenstunde? Nicht mit mir!

Vielen Dank Herr Grimm für Ihre Kampfansage an die „Märchenstunde“. Dieses Thema gehört auf die Titelseite und zwar immer wieder – am besten solange, bis die Botschaft im öffentlichen Bewusstsein angekommen ist. Ich wünsche mir eine Artikelserie über die Lügen der Strom-Dinosaurier. Herzliche Grüße und weiter so mit Ihrer lesenswerten Zeitschrift!
T. Walter, per E-Mail

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S&K 01/2013
S&K 1/2013

Durch und durch Bio?
Lob: Informationen hilfreich

Ich finde, dass die Beiträge seit ein paar Ausgaben auf einem super Niveau sind. In der aktuellen Ausgabe gefällt mir vor allem der interessante Artikel über „einhundert-Prozent und teilweise-Bioproduzenten“. Solche Information hilft dem Verbraucher, mündig zu entscheiden anstatt mit dem Einkauf in Großkonzerne zu investieren, die ganz andere Ziele als ein wirklicher Bio-Betrieb verfolgen. Auch die Vorstellung der Vier-Pfoten-Tierschutz-Aktion ist ein absoluter Pluspunkt! Und wie immer die Fred Grimm- Kolumne. Macht weiter so!

R. Oberländer, per E-Mail

Vitamin D: Gut versorgt?
Ein Prohormon

Mit Interesse las ich den Artikel über die Vitamin-D-Versorgung, der mir insgesamt ausgewogen erscheint. Allerdings: Vitamin D ist mitnichten ein Vitamin, sondern ein Hormon beziehungsweise Prohormon. Warum bleibt es bei der irreführenden Bezeichnung? Meines Erachtens, weil sich Hormontabletten nichtso gut vermarkten ließen wie Vitamintabletten.

H. G. Njemz, Kiel

Gute Vitamin-D-Quellen

Ich hatte einen schweren Vitamin-D-Mangel mit ausgeprägter Osteoporose. Da ich mit den Nebenwirkungen der vom Arzt empfohlenen Vitamine nicht zurechtkam, verzichtete ich auf diese und stellte mein ganzes Leben um. Das heißt: so früh wie möglich aufstehen, um ja kein Tageslicht zu verpassen, tägliche Gymnastik und der häufige Verzehr von Avocados und Champignons. Speziell der Hinweis auf die pflanzlichen Vitamin-D-Lieferanten ist mir in diesem Zusammenhang wichtig.

R. R. Reyero, per E-Mail

Bio in Plastik?
Umweltgerecht Einkaufen

Seit ich im Fernsehen Dokumentationen über Plastik gesehen habe, hat sich meine Wahrnehmung und Achtsamkeit deutlich verändert. Es ist gar nicht so schwer, auf Plastik zu verzichten. Jedoch: Wenn ich einkaufen gehe und bewusst Bio-Gemüse kaufen möchte, finde ich eine große Auswahl in Plastik verpackt! Das andere Gemüse liegt lose in den Kis-ten. Nun frage ich mich: Was soll das? Es widerspricht sich im höchsten Maße, Bio-Lebensmittel einzeln in Plastik verpackt zu verkaufen. Wo sind da die Ziele Nachhaltigkeit und Umweltschutz?

N. Trumpf, per E-Mail

Bester Bio-Laden 2013
Alternativen zu Costa Rica

Ich finde das Reiseziel des ersten Preises nicht so richtig stimmig mit dem Konzept der Schrot&Korn. Muss es Costa Rica sein? Auch hier gibt es nette Bio-Wellnesshotels, in denen ich gerne einmal ein paar Tage entspannen würde. Abgesehen davon mache ich nicht mit, um den ersten Preis zu gewinnen, sondern um meinem Bio-Laden zu zeigen, dass ich sehr zufrieden bin.

D. I. Kanig, per E-Mail

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Ihr Lieblings-Erdnussmus

Danke für die tolle Beteiligung

Im Oktober wollten wir wissen: Welches der vorgestellten Erdnussmuse ist Ihr Favorit? Auf Platz 1 landete das Erdnussmus Crunchy von Rapunzel. Den zweiten Platz erreichte das Erdnussmus von Monki. Die Gewinner unserer 11 Probiersortimente wurden bereits schriftlich benachrichtigt.

Parallel dazu fand in über 200 Bio-Läden eine Verkostung der Erdnussmuse statt. Die Ergebnisse lagen hier sehr eng beieinander. Der Gewinner: Eisblümerl Erdnussmus Amerikanische Art. Knapp dahinter folgte das Erdnussmus Crunchy von Rapunzel.

 

S&K 12/2012
S&K 12/2012

Rezepte – Genießen
Das Auge isst mit

Toll finde ich, dass auf den wunderschönen Fotos, welche die Rezeptvorschläge illustrieren, immer besondere – meist handgemachte individuelle – Keramik zu sehen ist, in denen die Speisen angerichtet sind. Zu einem guten Essen gehört eben auch ein schönes Gefäß. Ich freue mich auf weitere ausgewählte Schalen und Teller. 

S. Link, per E-Mail

Interview mit D. Moor
Macht über Leben und Tod?

Zunächst einmal finde ich es wirklich toll und bemerkenswert, wenn Menschen sich so aktiv einer ökologischen Lebensweise zuwenden wie Dieter Moor und seine Frau in Ihrem Artikel.

Das Argument „Diese Macht, über Leben und Tod zu entscheiden, können wir uns nur anmaßen, weil es die Tiere ohne unsere Zucht ja gar nicht geben würde“, mit der Herr Moor das Töten „seiner“ Tiere zu rechtfertigen versucht, ist meiner Meinung nach jedoch nicht nur ein sehr fadenscheiniges, sondern auch ein sehr gefährliches. Man kann diesen Gedanken durchaus weiterspinnen, und ich frage mich: Wo ist dann die Grenze? Kann man dieses Argument auch auf heikle Themen wie beispielsweise die Abtreibung anwenden? Ich wünsche dem Ehepaar Moor, dass sie ihren Bio-Hof weiterhin mit so viel Elan betreiben und dass sie sich irgendwann vielleicht einer Landwirtschaft ganz ohne Nutztiere verschreiben. 

J. Weigl, per E-Mail

Das Glück dieser Erde
Das freie Recht der Tiere achten

Ich finde den Artikel falsch und zwar in dem Sinne, dass Sie dadurch gratis Werbung für Tierquälerei machen. Wie egoistisch können wir noch sein, wenn wir Tiere dazu zwingen, uns um jeden Preis gut zu tun? Glauben Sie ernsthaft, dass ein Tier sich freiwillig einsperren und von Menschen reiten lassen würde? Haben Sie schon mal beobachtet wie apathisch Blinden-Hunde öfters wirken? Menschen dürfen entscheiden, ob sie diesen Weg einschlagen möchten, Tiere haben keine andere Wahl. Ich kann mir gut vorstellen, dass solche Therapien einen Haufen Geld bringen. 

A.D. Maties, per E-Mail

Buchtipp „Pferdeträume“

Mit Begeisterung und Zufriedenheit lese ich regelmäßig Schrot&Korn, vor allem gefällt mir die Farben-Zusammenstellung, die Beiträge aus so vielen unterschiedlichen Themenbereichen und der Tiefgang zum jeweiligen Thema. Diesmal ist es mir wichtig, anzumerken, dass ich beim Thema Pferde eine Buchempfehlung vermisst habe: „Pferdeträume“ von Armgard Schörle gehört meines Erachtens unbedingt auch dazu, da es in Fachkreisen zum Thema Therapie mit Pferden seit Jahren anerkannt ist und sehr viel Kompetenz und Erfahrung aufweist, die zudem auch für interessierte Laien gut verständlich ist.

I. Dieth, per E-Mail

Öko-Fläche
Brandenburg liegt vorn

Auf Seite 9 der Ausgabe Oktober 2012 stellen Sie die absoluten Zahlen der ökologisch bewirtschafteten Flächen in jedem Bundesland dar. Interessant wäre zusätzlich die relative Zahl (Prozent) gewesen. Bayern ist ja zum Beispiel ein großes Bundesland, da verwundert es nicht, dass die Fläche groß ist.

S. Endl, per E-Mail

Liebe Leserin,

völlig richtig, deshalb liefern wir die Zahlen auch gerne nach. Der Anteil biologisch bewirtschafteter an gesamt-landwirtschaftlich genutzter Fläche beträgt pro Bundesland:

Brandenburg
10,8 %
Saarland
10,6 %
Hessen
10,3 %
Meck.-Vorpommern
9,0 %
Stadtstaaten zusammen
8,5 %
Baden-Württemberg
8,0 %
Bayern
6,5 %
Rheinland-Pfalz
5,7 %
Nordrhein-Westfalen
4,8 %
Sachsen-Anhalt
4,6 %
Thüringen
4,4 %
Sachsen
3,9 %
Schleswig-Holstein
3,5 %
Niedersachsen
2,8 %
Alle Bundesländer
6,1 %

(Quelle: BMELV, 31.12.2011)

Ihre Redaktion

Kolumne
Vom Papiersparen und anderen „Schrullen“

Ihr letzter Artikel in der Oktoberausgabe war einfach zu schön. An der Stelle „Auf einem Blatt mit unbedruckter Rückseite, bitte“ habe ich laut gelacht und wusste sofort, um was es geht – ich mache es genauso! Und finde es gut. Auch die anderen Möglichkeiten „mit den Sachen anders umzugehen“ kenne und praktiziere ich ähnlich. Machen Sie auf jeden Fall weiter so, und falls ich Sie in Hamburg mal treffen sollte, werde ich Sie auf jeden Fall ansprechen, um mich angeregt über neue Sparsamkeitstipps mit Ihnen auszutauschen.

S. Johannisson, per E-Mail

Spartipps

Ich verbastele gern Zeitschriften zu Briefumschlägen und Postkarten, und wurde schon einmal wegen so eines Sparbriefes kritisiert. Seit den 80er-Jahren hat ein niederländisches Ehepaar mehrere Bücher zum Thema herausgegeben – als beide merkten, dass viel Geld zu verdienen sie nicht glücklich macht. Die Titel heißen zum Beispiel „Geld oder Leben“ und „Knausern Sie sich reich“ (von Hanneke van Veen und Rob van Eeden, Anmerkung der Redaktion). Vielleicht haben Sie einmal Lust zu stöbern?

A. Merten, per E-Mail

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

S&K 11/2012
S&K 11/2012

Hilfreiche Artikel
Informationsquelle Schrot&Korn

Seit zwei Jahren arbeite ich nun im Bio-Laden und so lange lese ich auch die Schrot&Korn. Für die Kundenberatung haben sich schon einige Artikel bewährt. Aber nicht nur für die Arbeit im Laden sind die Artikel wertvoll. Auch für meine Facharbeit über die Nahrungsmittelbeschaffung der Zukunft und die wachsende Weltbevölkerung waren sie schon oft sehr hilfreich, wie zum Beispiel die Artikel über Landgrabbing und die Palmöl-Industrie. Bei euch kann man sich einfach auf die Seriosität der Informationen verlassen! Ein super Timing, weil in den letzten Ausgaben alle für mich passenden Artikel erschienen sind!

S. Sowa (19 Jahre), München

Pfanne statt Backofen
Energiesparender kochen!

Vielen Dank für Ihr schön gestaltetes Heft mit interessanten Beiträgen. Leider vermisse ich bei Ihren Kochrezepten den energetischen Aspekt. Sehr häufig wird der Backofen benutzt. Bei kleinen Haushalten ist es aber nicht sinnvoll, Speisen in der Backröhre zu garen. Sie sehen zwar schön aus, die Herstellung verbraucht aber eine Menge Energie. Vieles kann man auch in einer Pfanne überbacken.

U. Widmann, per E-Mail

Öko-Mode für Kinder
Tierqual auch bei Naturmaterialien

Die Informationen über Schadstoffe in Kleidung waren ebenso erhellend wie schockierend. Ein wichtiger Aspekt hat mir bei den sogenannten Naturstoffen wie Wolle und Seide gefehlt: die ethische Seite. Beide Materialien sind mit Tierqual verbunden und für jeden bewusst lebenden Menschen absolut untragbar. Für Seide sterben Millionen von Raupen, die in ihren Kokons zu Tode gekocht werden, für Wolle leiden unzählige Schafe, die zumeist unbetäubt kastriert, geohrlocht, zu früh geschoren werden und den Witterungsbedingungen häufig mangels Schutzhütten wehrlos ausgeliefert sind, woraufhin immer wieder Tiere sterben. Schafe produzieren nur so viel Wolle, wie sie selbst benötigen, der Mensch ist es, der sie zum Klamottenlieferanten überzüchtet hat. Glücklicherweise werden im Artikel umwelt- und tierfreundliche Alternativen angesprochen. 

J. Widera, per E-Mail

Nur für Babys und Kleinkinder

Ich war ja sehr entzückt, so viele Adressen für Öko-Kinderkleider in der Schrot&Korn-Septemberausgabe zu finden. Leider bieten die meisten nur Babykleider und Kleinkindersachen an. Meine Jungs sind inzwischen bei Größe 134+ und wachsen weiter. Ich hätte gerne Alternativen zu Hess Natur gehabt, auch preislich. Wenn meine Jungs die Jeans innerhalb von kürzester Zeit durchscheuern, egal welche Qualität, dann müssen sie nicht unbedingt 40–50 Euro kosten. Da geht auch Second Hand nicht (weil schon kaputt). Was ich auch schade fand: Für Mädchen gab es schon eher eine Auswahl. Ich habe zwei Jungs – die tragen weder orangene Blümchenshirts noch Kleidchen. 

D. Zeissler, per E-Mail

Plädoyer für Querdenker
Leserbrief von T. Boehm in Heft 9/12

Der Leser möchte seine Informationen doch bitte nicht nur über das Internet beziehen, sondern sich direkt im Krameterhof von Sepp Holzer umsehen. Hilfreich wäre auch gewesen, erst einmal Holzers Bücher zu lesen. Querdenker haben es immer schwer. Seien wir froh, dass solche Menschen es immer wieder wagen, gegen eine gigantische Lobby anzutreten! Ich kann nur hoffen, daß sich Sepp Holzer seinen Mut nicht nehmen lässt.

H. Edlich, per E-Mail

Markennamen nennen!
Glyphosat im menschlichen Urin

Ich musste erst aufwendig im Internet recherchieren, in welchen Mitteln Glyphosat drin steckt. Daraufhin habe ich „Roundup“ sofort aus meinem privaten Bestand genommen. Warum haben Sie an keiner Stelle des Beitrags „Roundup“, den Marktführer unter diesen Mitteln, genannt? 

E. Rosenau, Bad Bevensen

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S&K 10/2012
S&K 10/2012

Katze auf Schrot&Korn-HeftenSchnappschuss aus Weikersheim

Dass Katzen wasserscheue Tiere sind – und wirklich überall ein gemütliches Plätzchen finden – zeigt dieser fotografische Beweis eines tierischen „Zeitungsständer-Missbrauchs“: Vor einem Regenguss flüchtete das schöne Tier in einen trockenen Unterstand vor einem Hof­laden in Weikersheim. Vielen Dank an Michael Raab für diesen entzückenden Schnappschuss!

Ihre Redaktion

Trend Tierfabriken
Nur Bio kann den Wahn stoppen!

Man möchte mal wissen, ob die Leute aus Alt-Tellin bis dato Bio-Fleisch und -Milchprodukte gekauft haben. Jetzt wird pro-testiert gegen die Massentierhaltung. Genau wie bei Atomstrom, der gerne bezogen wird, solange kein Kraftwerk in der Nachbarschaft geplant ist. Dann ist man auf einmal Atomkraftgegner. Ebenso Bürgerinitiativen gegen Handymasten: Von denen will auch jeder guten Empfang im ganzen Land. Bestrahlt werden sollen aber die anderen. Die Massentierhaltung ist ethisch nicht zu tolerieren. Nur Bio kann den Wahn stoppen. Was nicht gekauft wird, wird auch nicht produziert. 

S. Boersz, Kander

Massentierhaltung abschaffen

Die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt hat eine Petition gegen die Massentierhaltung verfasst. Unsere Leserin I. Baus aus Neudenau bittet um weitere Unterstützung. Wer die Petition unterzeichnen will, kann dies im Internet tun: http://albert-schweitzer-stiftung.de/tierschutz-helfen/petitionen/petition-gegen-die-massentierhaltung

Ihre Redaktion

Kolumne von F. Grimm
Jeden Monat Freude

Herr Grimm schreibt nicht nur rhetorisch sehr ansprechend, sondern auch seine Inhalte sind hochinteressant und sprechen von großer Menschlichkeit und Intelligenz. Ich freue mich jeden Monat auf die letzte Seite des Naturkostmagazins.

I. Bergmann, München

Faltenfrei mit Anti-Aging?
Runter vom Schönheitswahn!

Sie sind also – wie jedes oberflächliche Journal für die breite Masse – der Meinung, dass man Falten mit „Anti-Aging“ begegnet. Was halten Sie davon, endlich von dem krank machenden Schönheitswahn runterzukommen und statt „Anti-Aging“ Selbstannahme zu propagieren? Der Mensch kann nur heilen, wenn er sich selbst bedingungslos annimmt, so wie er ist, mit allen Falten und Ticks, statt sich Cremes auf den Körper zu schmieren?

B. Hepp, per E-Mail

Zutatencheck im Netz
Service für Vegetarier und Veganer

Als Betreiber von vegpool.de, einem vegan/vegetarischen Internetmagazin, habe ich einen „Zutatencheck“ integriert, mit dem man prüfen kann, ob Zutaten vegan/vegetarisch sind. Gerade bei Zusatzstoffen (die teilweise auch in Bio-Lebensmitteln zu finden sind) ist das nicht immer eindeutig. Basis ist eine umfangreiche, redaktionell betreute Datenbank, die weit über 1000 Begriffe enthält und ständig erweitert wird. Hier die Adresse: www.vegpool.de/magazin/zutaten-check.html

K. Dreißig, Berlin

Interessierte Jugend
Nicht alle sind „Facebooksüchtig“!

Ich bin 15 Jahre alt und lese seit 3 Jahren Ihre Zeitschrift. Ich wohne weder auf einem Bauernhof noch gehe ich in die Waldorfschule, trotzdem interessiere ich mich für Themen wie Nachhaltigkeit und Landwirtschaft. Besonders interessiere ich mich für Pflanzen und ihre Heilwirkung. Ich kenne viele Jugendliche, die sich für Themen wie Nachhaltigkeit und Klimawandel interessieren. Wir haben in meiner Stadt auch eine Jugendgruppe. Mich nervt, dass ältere Leute Jugendliche oft nicht ernst nehmen und glauben, sie seien die einzig vernünftige Generation, dabei werden alle Jugendlichen oft als „Facebook-Süchtige“ abgestempelt. Ich glaube, dass es immer notwendiger wird, dass die Menschen sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen.

Klara, per E-Mail

 

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S&K 09/2012
S&K 09/2012

Lob und Begeisterung
Weiter so, Schrot&Korn!

Nach ca. 10 Jahren habe ich Ihre Zeitschrift wieder gelesen. Und ich bin begeistert. Schrot&Korn kann sehr gut mit Lifestyle-Publikationen wie Landlust & Co. mithalten, wenn sie nicht sogar besser ist. Die Artikel sind informativ und gut geschrieben, die Mischung ist abwechslungsreich. Wirklich begeistert bin ich über die ausführlichen Linklisten am Ende der Artikel. In dieser Form kenne ich das von keiner anderen Zeitschrift. Weiter so!

A. Lunau, per E-Mail

Murks garantiert
Kolumne von Fred Grimm

Das Problem der beim Produzieren eingeplanten beschränkten Laufzeit von Waren ist nicht neu. Ich habe seit meiner Kindheit in den 1970er-Jahren immer wieder beobachtet, dass Artikel schneller kaputt gehen als vermutlich nötig. Ich bin früh dazu übergegangen, fast alles möglichst gebraucht zu kaufen. Vieles ist von den Besitzern wenig oder gar nicht benutzt worden, es kostet die Hälfte, und der Ärger, wenn es dann kaputt geht, hält sich in Grenzen.

G. Coldewey, Berlin

Braten schöngeredet?
Perspektiven: Trend Tierfabriken

Kann eine Tierfabrik in Bio wirklich besser sein? Oder ist es nur ein Versuch, sich den Braten schönzureden? Wir sollen hier in unserem mecklenburgischen Dörfchen 14966 „Öko“-Legehennen – gegen den Willen der Einwohner – mitten ins Dorf, in ein Landschaftsschutzgebiet, direkt vor die Nase gesetzt bekommen. Wir sind mehr und mehr entsetzt, was sich hinter dem „Bio“-Etikett tatsächlich gegen die Tiere abspielt und haben deshalb als Händler aufgehört, Fleisch oder Eier aus Öko-Tierfabriken zu verkaufen.

R. und S. Klück, Groß-Markow

Kritik am Agrar-Rebellen
Interview mit Sepp Holzer

Der Bericht und die Vorgehensweise von Sepp Holzer haben mich begeistert. Eine Alternative zur industriellen Landwirtschaft mit ihren verheerenden Folgen. Bei eigener Recherche im Anschluss sind mir aber auch kritischere Meinungen aufgefallen. So erwirtschaftet der Krameterhof seine Umsätze fast nur über Führungen, Beratungsleistungen und Buchveröffentlichungen. Beratungskunden klagen teils vor Gericht. Ein Punkt für seinen Erfolg ist daher sicher auch, dass sich Sepp Holzer sehr profitabel zu vermarkten weiß. Wie man sieht, gibt es auch hier kein Schwarz-Weiß. Das kommt in Eurem Artikel leider nicht zum Ausdruck. Ich würde mir daher in Zukunft etwas differenziertere Berichte wünschen.

T. Boehm, per E-Mail

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LESERBEFRAGUNG 2012

Wie schön, dass Sie dabei waren!

4795 LeserInnen haben an unserer Befragung teilgenommen. Der Fragebogen lag jedem vierten Heft bei. Der Rücklauf liegt somit bei 1,7 %.

Vielen Dank! Ihr Feedback zu Inhalt und Gestaltung hilft uns, Schrot&Korn weiterzuentwickeln. Insgesamt haben Sie das Heft mit einer 1,7 benotet und mit Ihren Antworten bekräftigt, dass Sie die Rezepte, aber auch die Themenauswahl der Hintergrundberichte schätzen. Über die Hälfte der Befragten liest Schrot&Korn bereits sechs Jahre und länger.

Danke für Ihre Treue! 17 Prozent gaben an, das Heft seit drei Jahren oder kürzer zu lesen. Es freut uns, dass diese Gruppe mitgemacht hat, denn wir wollen ja auch Neuleser ansprechen. Viele Leser finden das Thema Ernährung besonders interessant. Das ist ein weites Feld.

Was interessiert Sie genau? Wir freuen uns über Anregungen. 

Ihre Redaktion

 

S&K 08/2012
S&K 08/2012

Kinder-Leser-Mal-Brief
Schrot&Korn als Bastelvorlage

Wir sind fleißige Schrot&Korn-Leser. Anbei findet Ihr einen Kinder-Leser-Mal-Brief von unserer kleinen Tochter Eva (fast 4 Jahre), den sie heute aus den Bildseiten der Juni-Ausgabe gebastelt und gemalt hat. Vielleicht gefällt Euch, was unsere Tochter aus Eurem Heft gemacht hat! 
Fam. Morick, per E-Mail

Liebe Eva, wir finden Deinen Leser-Mal-Brief wunderschön – vielen Dank!
Die Redaktion

Wir sind viel zu nett!
Ausgabe 5/2012: Kolumne

Fred Grimm hat recht: Wir sind viel zu nett, angesichts der desaströsen Bilanz des herrschenden Systems von (Umwelt-)Zerstörung, (Umwelt- und Menschen-)Verschwendung, von Konzernen aufgenötigter grüner Gentechnik usw. Wir trauen uns nicht mal, dieses System in Frage zu stellen! Ich wünsche mir eine starke außerparlamentarische Opposition aller Menschen, die sich mit diesen Zuständen nicht abfinden wollen. Ich wünsche mir, dass wir so laut sind, dass uns dieses System, das uns auf x-fache Weise schadet, nicht mehr überhören kann und gezwungen ist, diese Zustände zu ändern.
E. Padberg, per E-Mail

Motivierender Artikel
Ausgabe 5/2012: Hunger auf Land

Ich bedanke mich bei Leo Frühschütz für seinen engagierten Artikel. Toll, dass Schrot&Korn politisch Flagge zeigt. Der Autor hat mich motiviert, mich in diesem Bereich zu engagieren. Weiter so, Leo und Schrot&Korn!
H. Simon, Boppard

Von der Kuh zum Käse
Unsinn der Enthornung bei Kühen

Mit Verwunderung lese ich, dass auf Bio-Höfen der Unsinn der Enthornung der Kühe selbstverständlich ist. Wenn die Laufställe zu klein sind, kann nur eine geringere Anzahl der Kühe das Problem lösen. Auch bei Demeter-Höfen gibt es diesbezüglich strenge Bestimmungen, denn Enthornung ist wie Fingeramputation beim Menschen. Bio, quo vadis?
R. Bruhn, per E-Mail

Trauriger Start in ein Tierleben

Ihre Ausführungen über die ersten Lebenswochen der Kälber erwecken den Anschein eines idyllischen Tierlebens. Die Realität ist jedoch härter. Die Trennung von Mutter und Kalb ist für beide mit großem Leid verbunden. Ein trauriger Start für ein Tier, das entweder nach kurzem Leben für die Kalbfleischproduktion getötet wird oder ein Leben als Milchkuh vor sich hat, die nach Erbringung der geforderten Leistung ihren letzten Gang auf den Schlachthof antreten muss.
K. Wuthenow, Jena

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

Ihre Lieblings-GrIllsoße

Die Schrot&Korn-Leser haben gewählt!

Welche Soße macht Gegrilltes für Sie erst richtig perfekt? Zum Auftakt der Freiluft-Saison, in der Maiausgabe 2012, haben wir Sie eingeladen, ausgewählte Grillsoßen in Ihrem Bio-Laden zu probieren, und uns Ihre Favoriten zu verraten. Viele tausend Leserinnen und Leser haben sich beteiligt – Ihnen allen ein großes Dankeschön!

Und das ist das Ergebnis: Unsere Leser wählten „Cajun Island“ von Sanchon auf Platz 1 und „Brazilian Fire“ von Naturata auf Platz 2. Die Teilnehmer der Verkostungen in rund 200 Bio-Läden fanden einen anderen Favoriten: Hier landete „Grill & Fondue Senf“ von Byodo auf dem Spitzenplatz, während der 2. Platz wiederum an Naturatas „Brazilian Fire“ ging. Die Gewinner unseres Probiersortiments haben wir bereits benachrichtigt – herzlichen Glückwunsch und viel Vergnügen beim Grillen und Genießen!

 

S&K 07/2012
S&K 07/2012

Lächeln ins Gesicht gezaubert
Schrot&Korn 5/2012: Bereit für den Sommer

Ich möchte der Autorin Sabine Kumm ein äußerst großes Lob zu Ihrem Artikel aussprechen! Sie haben es geschafft, mir mit Ihren humorvollen, echten Zeilen viele Lächeln ins Gesicht zu zaubern! Herzlichen Dank und weiter so!!!
C. Schwaiger, per E-Mail

Von Monsanto zur EFSA
Bitte immer die Verantwortlichen nennen!

Danke für diese Meldung (Heft 5/2012, Anm. d. Red.), solche finde ich nämlich nicht in meiner Lokalzeitung. Meine Bitte: Nennen Sie möglichst immer die verantwortlichen Politiker/-innen, damit die Leser dorthin schreiben können. Ich habe bei Verbraucherministerin Aigner protestiert. Solche Stellenbesetzungen in Bundes- und Landesbehörden und im Bereich Ernährung und Umwelt sollten Sie immer mit dem beruflichen Lebenslauf der Personen nennen. 
E. Weck, per E-Mail

Protestmails an EU-Institutionen

Ich habe die o.g. Meldung gelesen und der EFSA-Direktorin – und auch den anderen Mitgliedern der EFSA, deren Mailadressen ich finden konnte – eine Protestmail geschickt. Außerdem habe ich diese E-Mail an den Europäischen Bürgerbeauftragten, die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher und an die Exekutivagentur für Gesundheit und Verbraucher geschickt. Ich bitte um Kenntnisnahme und Weiterverbreitung, damit so vielleicht noch mehr Bürger ihre Entrüstung zum Ausdruck bringen können.
A. Bügener, per E-Mail

Den Wortlaut der Protestmail finden Sie im Internet unter www.schrotundkorn.de/efsa-protest. Ihre Redaktion

Bitte schärfer werden!
Mai-Ausgabe 2012: Lob und Ermutigung

Super Mai-Ausgabe, super Beiträge. Sie schreiben von 6,10 Euro Mindestlohn für Erntehelfer beim Erdbeerpflücken. Bitte schreiben Sie mal über Mindestlöhne in den Naturkostläden. Meine Tochter bekam dort als Aushilfe nur 4 Euro pro Stunde. Wie Herr Grimm in der super Kolumne schrieb: Wir sind einfach zu nett – bitte werden Sie in den Interviews etwas schärfer. Auch Bio-Firmen darf man strenger befragen. Ich selbst habe in den über 10 Jahren als Schrot&Korn-Leser dank Ihrer vielen guten Artikel meinen Lebensstil total verändert. Mein Auto habe ich abgeschafft, nutze gelegentlich Car-Sharing, meinen Stromanbieter habe ich gewechselt, meine Lebensmittel kommen zu 100 Prozent aus dem Bio-Laden, und dort greife ich zu Produkten von Firmen, die mir durch Sie bekannt sind. Ich arbeite meinem Bio-Laden aktiv regionale Erzeuger zu. Mir persönlich geht es seitdem viel besser. Nur: Das alles reicht nicht, da ich trotz unermüdlicher Dialoge keinen meiner Mitmenschen erreiche. Leider begreift niemand, dass wir als Kunden die Macht haben. Bitte macht weiter – ich versuche es auch. 
S. Neubert, per E-Mail

Hunger auf Land
Noch viel drängendere Probleme zu bewältigen

Es wäre gewiss ein erster guter Schritt in die richtige Richtung, wenn zukünftig Investoren bei ihrer Tätigkeit die Prinzipien für verantwortliche landwirtschaftliche Investitionen berücksichtigten. Bedauerlicherweise besteht dafür keine Verpflichtung. Zu bedenken ist allerdings, dass es in den fraglichen Ländern viel drängendere Probleme zu bewältigen gibt. Vor der Verhinderung von Landgrabbing sollte es das Bestreben der Industrienationen sein, auf der politischen Ebene eine menschenfreundliche Umstrukturierung voranzutreiben. Themen wie Existenzsicherung würden somit von einem humanitären Hilfsprojekt Dritter zu einer landespolitischen Aufgabe avancieren. Aber – wie so oft bei so vielen Baustellen auf der Erde – ist es letzten Endes besser, das eine zu tun und das andere nicht zu lasssen. Danke an alle Menschen, die sich für die Rechte anderer einsetzen! 
V. Knierim, per E-Mail

 

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

S&K 06/2012
S&K 06/2012

Wie zu Sultans Zeiten
April-Rezepte: Wahre Kunstwerke

Die Fotos zu euren Rezepten sind wahre Kunstwerke! Solch stimmungsvolle Stillleben – die würde ich mir am liebsten als große Gemälde an die Wand hängen. Eure sowieso sehr lesenswerte Zeitschrift wird dadurch noch deutlich aufgewertet. Ein großer Dank an die entsprechenden Künstler(innen).

A. Barnick, per E-Mail

April-Rezepte: Rechtlos im Harem

Die türkischen Rezepte klingen wunderbar, weit weniger verzaubernd ist deren journalistische Begleitung. Die Rechtlosigkeit der in des Sultans Harem verbannten Frauen sollte so wenig freudiges Kolorit darstellen wie das Elend schwarzer Sklaven in einem Beitrag zur Südstaatenküche, umso weniger, als die Lage von Frauen in islamischen Ländern und vom Islam beherrschten Gemeinschaften von Rechtlosigkeit und Gewalt geprägt ist. Das betrifft nicht alle muslimischen Frauen, zum Glück, aber den Großteil der in der islamischen und vor allem islamistischen Welt lebenden Frauen. Die „exotischen weiblichen Schönheiten“ des Sultans stellen eine absolut unangemessene Verschleierung dieser hochproblematischen Menschenrechtsverletzungen dar.

G. Kämper, per E-Mail

Nicht nur für Frauen
Schrot&Korn in Film und Video

Mir haben der Beitrag „Mitarbeiter übernehmen Naturkost-Magazin“ im BR-Fernsehen und das Firmenvideo gefallen. Aufgefallen ist mir jedoch, dass im letzteren Video eher die Frauen (wörtlich: Leserinnen) angesprochen werden mit dem Schrot&Korn-Magazin. Ich als Mann möchte auch angesprochen werden. Als Grafiker im Süden der Niederlande mache ich meine Bio-Einkäufe in Aachen, nehme die Schrot&Korn mit nach Hause und freue mich immer auf die nächste Ausgabe.

Rob, per E-Mail

Wo ist die Einfachheit?
Aus der Seele gesprochen

Die Zuschrift von A. von Kotzebue spricht mir aus der Seele. Es kann doch nicht der Auftrag der Bio-Branche sein, alles Machbare auch in Bio-Qualität anzubieten.

L. Trommer, per E-Mail

Bombardementartiges Werben

Mich stört schon lange das bombardementartige Werben der verschiedenen Firmen für ihre „gesunden“ Produkte. Es geht schon lange nicht mehr um Gesundheit bzw. natürliche und gute Nahrungsmittel – nein, es geht auch bei den „gesunden“ Firmen um Verkaufszahlen. Die Umwelt ist dabei Nebensache (Verbrauch von immer mehr Verpackungsmaterialien jeglicher Art). Zudem bin ich der Meinung, dass auch die geistige Gesundheit (ich nenne es die „Inwelt“) beachtet werden sollte, indem man nicht auf der Welle mitschwimmt, wo alle modern sein wollen und versuchen, Englisch zu sprechen. Warum brauchen wir in Deutschland „Sticks“, „Snacks“, „Cookies“, „chocolate“, „tabs“ und „liquids“?

A. Peetz, per E-Mail

Maßlose Verschwendungssucht

Mir geht es nicht unbedingt um die fehlende Einfachheit. Ich freue mich durchaus über die vielfältigen Angebote, aber der Luxus sollte nicht auf Kosten der Umwelt gehen. Viele Transportwege sind wirklich überflüssig. Es müsste auch mehr Gewicht auf saisonale Produkte gelegt werden. Besonders liegt mir am Herzen, die maßlose Verschwendungssucht einzudämmen. Kürzlich bat ich eine Bio-Laden-Verkäuferin, mir ein zum Wegwerfen bestimmtes Kräuterbündchen, das mir noch sehr gut erschien, zu überlassen. Ich bot sogar an, meine Eigenverantwortung schriftlich niederzulegen. Schließlich sei ich selbst in der Lage zu prüfen, ob ein Produkt noch genießbar sei. Die Verkäuferin lehnte ab und erklärte mir glaubhaft, sie dürfe das nicht, da der Bio-Laden sonst hohe Geldstrafen riskiere. Wer macht solche unverantwortlichen Vorschriften?

S. Unger, Münster

Lieber Fahrrad fahren
Mit Spannung in die Zukunft

Was mich bei den ganzen Plänen um das Elektroauto, das elektrische Fahrrad und diverse andere Errungenschaften etwas irritiert, ist die nicht gestellte Frage, woher der Strom dafür kommt. Denn schon jetzt wird geklagt, dass ohne Atomstrom der Bedarf nicht gedeckt werden kann. Wie wird es dann erst sein, wenn wir alle unsere Elektroautos haben? Ich muss ehrlich sein, vor dem Atommüll fürchte ich mich mehr. Über eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Deutschlands Straßen als umweltentlastende Maßnahme wird gar nicht mehr diskutiert in unserem Freiheits- und Mobilitätsdrang. Da fahre ich lieber mit dem normalen Fahrrad, und bei Bedarf mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

M. Enzensberger, per E-Mail

Jetzt noch besser!
Lob für Schrot&Korn

Seit vielen Jahren nehme ich Ihre Zeitung aus dem Bio-Laden mit und blättere gern mal durch. In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass ich noch länger darin lese als früher und teilweise Artikel herausreiße, um sie später noch mal zu lesen oder Rezepte nachzukochen. Irgendwas haben Sie wohl verbessert, aber genau kann ich nicht sagen, was es ist. Vielleicht sind die Artikel anders aufgemacht, kürzer oder spezieller und nicht so allgemein – ich weiß es nicht. Ich wollte nur mal sagen, dass mir die Zeitung jetzt noch besser gefällt – weiter so!

T. Vogel, per E-Mail

 

S&K 05/2012
S&K 05/2012

Nachhaltiger leben
Zum Interview mit Christiane Paul

Anlass meines Schreibens ist das frische und köstliche (wenn auch nicht frischköstliche) Interview. Meine Frau und ich leben seit vielen Jahren bio und haben einen eigenen großen Gemüsegarten. Es ist für uns ein bewusster Verzicht, ohne Fernsehen, Handy und Internet zu leben. Wir beziehen Strom aus 100% erneuerbaren Energiequellen. Auch unsere Freizeitgestaltung ist CO2-arm: Wandern, Schwimmen, Lesen. Es geht! Weniger Hektik und mehr Lebensqualität erfüllt unsere Tage. Wir haben nicht den Eindruck, dass unser Beispiel Schule macht. Da sind wir wie Christiane Paul zurzeit pessimistisch. Doch glauben wir: Unsere Menschheit auf diesem Planeten benö-tigt eine Wandlung, will sie auf Dauer überleben.
H. Reichhelm, Tuttlingen

Lob für Fred Grimm
Ein Schuss Galgenhumor

Ihre Zeitung ist informativ, hat ein tolles Layout, und das Beste kommt immer zum Schluss: Die Kolumne von Fred Grimm. Ich liebe die Art und Weise, wie er seine Artikel verfasst, spritzig, wahrheitsgetreu und gekrönt mit einem Schuss Galgenhumor. Besonders möchte ich ihm gratulieren zur Kolumne aus Heft 3/2012 „Ich bin so froh, kein Huhn zu sein“. Sie ist besonders treffend, und ich finde es gut, wenn solche Themen provokativ dargestellt werden.
D. Wagner, Luxemburg

Anregung zum Umdenken

Ich habe überlegt, die Seite zu kopieren und zu verteilen. Genauso sieht die Realität aus! Das hat nichts mit dem Schlechtmachen von Nahrung zu tun. Es soll zum Umdenken anregen. Ich esse kein Fleisch mehr aus konventioneller Haltung!
F. Zimmermann, per E-Mail

Bescheidenheit üben
Standpunkt von Benedikt Haerlin

Ein beeindruckender Artikel! Haben wir so wenig Mitgefühl und Respekt? Ja. Leider. Sind wir unfähig, unsere Habgier zu bekämpfen? Nein. Das Mittel gegen Habgier ist Bescheidenheit. Unser Wirtschaftssystem programmiert das Gehirn auf Konsum. Geiz ist geil. Bescheidenheit ist out. Aber: Gewohnheiten sind steuerbar. Es gibt nur einen Ort, an dem wir Monsanto effektiv bekämpfen können: in uns selbst.D. Kranz, per E-Mail

Nicht 100 Prozent Bio
Zum Interview mit Peter Maffay

In Österreich werden unter dem Namen „Tabaluga Croissants“ nichtbiologische Süßigkeiten verkauft. Diese enthalten künstliche Aromen, Konservierungsstoffe, Emulgatoren, sehr viel Zucker, Fett und Alkohol. Tabaluga wirbt auf der Packung – absolut unverständlich. Schade, dass Peter Maffay seinen ökologischen Weg nicht zu 100% verfolgt und hier ein für Kinder absolut ungeeignetes Produkt bewirbt.
A. Bauer, per E-Mail

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

Gegendarstellung

In der Schrot&Korn 2/2012, Seite 38, wurde mein Bild im Umfeld eines Textes abgebildet, dessen Inhalt nicht meine Meinung widerspiegelt. Davon möchte ich mich hier distanzieren.
Prof. Klaus Becker, Universität Stuttgart-Hohenheim

Klarer Titelbild-Favorit

Am liebsten Zucchini!

Auch in diesem Jahr haben Sie uns wieder wissen lassen, welcher Schrot&Korn-Titel Ihnen in den vergangenen 12 Monaten am besten gefallen hat. 11 688 Leserinnen und Leser haben sich diesmal an der Wahl beteiligt – Ihnen allen dafür ein ganz herzliches Dankeschön!

Und wer ist nun der große Gewinner? Ganz klar das Titelbild vom Augustheft 2011:

Die mehrfarbigen Zucchini haben den meisten Appetit gemacht, nämlich 20,86 Prozent!

 

S&K 04/2012
S&K 04/2012

Beteiligung am Bürgerdialog
Unterstützer für Vorschläge gesucht

Ich habe mich an dem von der Bundeskanzlerin ins Leben gerufenen „Bürgerdialog“ mit zwei Vorschlägen beteiligt. Vorschlag 1: Kein Steuergeld für grüne Gentechnik. Vorschlag 2: Klimaschutz durch Förderung und Stärkung der ökologischen Landwirtschaft. Bis zum 15.4. können die Vorschläge durch Klick auf den entsprechenden Link unterstützt werden. Könnten Sie die beiden Links in der nächsten Ausgabe veröffent­lichen? Diese sind:
www.dialog-ueber-deutschland.de/ql?cms_idIdea=8412
www.dialog-ueber-deutschland.de/ql?cms_idIdea=8425

Petra Hemptenmacher, per E-Mail

Energiesparend backen
Ein Stück vom Glück: 7 Rezepte rund um Brot

Zum Energiesparen hätte ich eine kleine Anregung: Das tolle Bananenbrot musste ich natürlich gleich ausprobieren. Allerdings war mir eine Stunde Backzeit für einen Kastenkuchen zu energieintensiv (es sei denn, ich hätte einen Auflauf o.ä. mitgebacken.) So füllte ich die Teigmasse in 12 Muffinförmchen und eine kleine Herzform. Dies beanspruchte nur die Hälfte der Backzeit und schmeckte Familie und Freunden wunderbar. 

Christine Gehrig, per E-Mail

Wo ist die Einfachheit?
Kritik an immer mehr Luxus in der Bio-Branche

Von Ausgabe zu Ausgabe Ihrer Zeitschrift wird alles aufwendiger, wieder ein bis drei neue Geschmacksnuancen von einem Produkt, immer neue Käsesorten und mehr Joghurtgeschmäcker, als ob man sich das nicht selber mischen könnte. Und alles in den tollsten Verpackungen – im Meer türmen sich die Plastikhalden. Wir kommen hier scheinbar nicht mehr ohne frisch eingeflogenen Kokossaft, Kokosblütenextrakt und dergleichen mehr aus. Und in Afrika verhungern die Menschen. Immer wieder stellen Fachleute fest, dass unsere heimischen Produkte uns am besten bekommen. Wir brauchen nur einen guten Bio-Bauern oder eigenes Gemüse. Warum muss alles in der Bio-Branche immer luxuriöser werden? An den Bio-Leuten wäre es, zurück zur Einfachheit zu finden und hier Vorreiter zu sein.

Anna von Kotzebue, per E-Mail

In den Tank oder auf den Teller?
Nachhaltige Mobilität: ein altes Thema

Da kann man nur sagen: „Fängt das schon wieder an?“ Das gleiche Thema war schon vor 200 Jahren aktuell, wie bei Hans-Erhard Lessing nachzulesen ist. Nur ist damals der Hafer an Pferde verfüttert worden, anstatt zu Biosprit vergoren zu werden. Unter dem Eindruck der Hungerjahre hat wohl Karl Drais eine der besten Erfindungen zum Thema Mobilität gemacht: das Fahrrad. Auf so etwas sollten wir uns besinnen: Wirklich nachhaltige Mobilität. 

Peter Listmann, per E-Mail

Mit Freude genießen
Zum Interview mit Schauspielerin Christiane Paul

Ich glaube, es ist wichtig, die eigenen Bedürfnisse zu hinterfragen und sich selbst besser kennenzulernen. Es ist wichtig, sich die wahren Herzenswünsche auch zu erfüllen und diese dann mit Freude zu genießen. Wer beim Kaufen Schuldgefühle hat, trägt sicher nicht zu einer gesünderen Welt bei.

Susanne Schmieder, per E-Mail

Perfekte Urlaubswoche in Marokko
Biohotel-Annonce in den „Grünen Seiten“

Weihnachten war ich mit meiner Tochter eine Woche in Essaouira im Biohotel Lalla Mira. Essaouira unfassbar schön. Das Treiben in der Medina, die Menschen, die Klänge, die Luft, die Sonne. Das tosende Meer nah, der Strand schier unendlich. Ich aß vegetarisch gleich im Hotel, die Küche war ein Gedicht! Die tollen Handwerksarbeiten, Kleider, Schmuck ... Hammam (gehörte gratis zum Hotel dazu) eine Wucht. Puh, ich schwelge noch! Ich habe noch nie so eine perfekte Urlaubswoche erlebt, dank der Annonce in Ihrer Schrot&Korn. Hin und nicht mehr weg!

Susanna Glaubrecht, Freiburg, per E-Mail

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

S&K 03/2012
S&K 03/2012

Diagnose Burnout
Nur modische Umschreibung

Das Modewort „Burnout“ ist doch nur eine Umschreibung des stigmatisierten Wortes der Depression. Es hört sich einfach nur moderner an: „Ich bin nicht depressiv, hab ja nur ein Burnout, wie bekannte Superstars und Sportler auch“. Ich bin seit Jahren chronisch depressiv und gehe offensiv damit um, weil es guttut, offen darüber zu reden. Und weil mein Gegenüber besser mit mir umgehen kann. Die Depression ist eine Freundin, ganz in Schwarz gekleidet, manchmal kommt sie an deine Türe und will gehört werden. Ich lasse sie ein, wir reden, denn sie will gehört werden. Dann trennen wir uns wieder in Freundschaft.Ich bin seit fast 10 Jahren rückfallfrei.Nennen Sie sie bei dem Namen, der ihr zusteht. 

R. Laube, per E-Mail

Krank machende Strahlung

Ihr Artikel zu Burnout hat mich sehr enttäuscht, da ich von Ihnen erwartet hätte, dass Sie tiefgründiger und auch alternativer denken. Denn überall wird der Zusammenhang mit der Strahlung durch Handys, W-LAN etc., die uns immer massiver umgibt, ignoriert. Dabei haben Ärzte schon lange darauf hingewiesen, dass diese Strahlung gerade auf unsere Schlaf- und Stimmungshormone Melatonin und Serotonin wirkt. Tausende Ärzte haben in mittlerweile 13 Appellen die Regierung dringlichst dazu aufgefordert, aufzuklären und die Bestrahlung zu reduzieren, um Gesundheitsschäden abzuwenden

.R. Oberdörfer, per E-Mail

Editorial: Verzicht
Weniger ist mehr!

Wer verzichtet, gewinnt? Für mich trifft das zu 100 % zu. Mein Motto lautet seit Jahren schon „Weniger ist mehr“. Entscheidend ist das Verhalten und die Gesinnung jedes einzelnen von uns. Wir müssen in Zukunft stärker darauf achten, dass wir miteinander und nicht gegeneinander leben. Die Natur ist die wichtigste Grundlage für unser Leben. Es sollen doch noch viele Generationen von ihr leben. Jeder von uns hat die Verantwortung dafür, dass die Welt lange bewohnbar bleibt.S. Tölke, Lage

Sehnsucht nach einfachem Leben

Ich stimme für den Konsumverzicht und verzichte wie Frau Gruber aufs Auto. Ich sehne mich sogar als Wohlstandsbürgerin nach einer viel einfacheren Lebensweise mit mehr Handwerk und Selbstversorgung, Regionalität und Gemeinschaft und Nähe zur Natur. Schon allein wegen des schlechten Gewissens, dass zum Beispiel andere Länder zu Mülldeponien für unsere schnell wieder weggeworfenen Luxusartikel werden (wie Handys, die nach Nigeria entsorgt werden).

V. Löber, Göttingen

Nettes Haustier Ratte
Kolumne: ... bittttääää ein Haustier!

Lieber Herr Grimm, ich habe Erfahrung mit der Haltung von Ratten. Sie sind gesellige Tiere, die man, wie Wellensittiche, niemals alleine halten darf, die einen großen Käfig und trotzdem noch täglichen Auslauf benötigen, und die viel zu oft im Tierheim landen. Kuschelig warm sind sie sowieso, aber flauschiger als Schlangen (und sie haben bessere Tischmanieren). Ach so, zu Unrecht gefürchtet sind sie sowieso. Rundum ein nettes Haustier, das ich nur empfehlen kann.

C. Haidt, per E-Mail

Respekt vor Nahrung
Leserbrief von Prof. E. Trübenbacher

Der Leserbrief hat mich so angesprochen! Bei unserer 4-köpfigen Familie achte ich immer darauf, dass Lebensmittel nicht im Abfall landen, und kaufe gerne das Gemüse oder die Früchte, die nicht so ansehnlich sind. Es ist mir wichtig, meinen Kindern ein gesundes Wissen und natürlichen Respekt für Nahrungsmittel zu zeigen. Meine Kinder wachsen ohne „Fruchtzwerge“ und „Kinderschokolade“ auf. Dafür wissen sie, wie Pudding, Popcorn und heiße Schokolade selbst gemacht werden. Lieber Prof. Trübenbacher, bei uns gibt es keinen „gotteslästerlichen Umgang“. Meine zwei Mädchen lernen das von mir für das spätere Leben. Also besteht, so finde ich, ja doch ein bisschen Hoffnung.

A. Chudo, per E-Mail

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

Ergebnisse der Leserwahl

Bei welcher Schokolade schmelzen Sie dahin? In der Oktober-Ausgabe 2011 wollten wir es wissen: Wir haben Sie eingeladen, die von uns vorgestellten Nougatschokoladen in Ihrem Bio-Laden zu probieren und Ihre Lieblingssorte zu wählen. Ihr Favorit steht nun fest: Auf Platz 1 landete die Naturata Praliné Nougat, gefolgt von Vivani Praliné.

Die Gewinner unseres Probiersortiments wurden bereits benachrichtigt – Ihnen allen herzlichen Dank fürs Mitmachen!

Parallel dazu fand in 200 Läden eine Verkostung statt. Dort ging Platz 1 an die Rapunzel Nougat Schokolade; Platz 2 belegte auch dort Vivani Praliné.

 

 

S&K 02/2012
S&K 02/2012

Wachstum – und dann?
Zum Interview mit Prof. Niko Paech

Eine Nachricht am Rande der europäischen Schuldenkrise und ihrer Bekämpfung mittels Ankurbelung des Wachstums war, dass der globale CO2-Ausstoß 2010 auch die pessimistischsten Prognosen noch übertroffen hat, und dass ein wichtiger Grund dafür der Wirtschaftsaufschwung nach der vorangegangenen Krise war. Ich habe den Eindruck, dass eine globale Wirtschaftskrise ein echtes Aufatmen für die Erde bedeuten würde. Ich wünsche mir allerdings, dass wir es schaffen, geordnet und kreativ den Wandel hin zur Postwachstumsökonomie zu schaffen.

A. Kunze, per E-Mail

Fit für kommende Veränderungen

Die kritische Masse, die freiwillig ihr Leben postwachstumsökonomisch einrichten will, wird wohl kaum entstehen, bevor die Party sowieso zu Ende ist, weil die Rohstoffe ausgehen und der Klimawandel voll zuschlägt. Selbst die „Grünen“ beten uns noch immer das Märchen vom ewigen Wirtschaftswachstum vor. Andererseits möchte ich Mut machen, das eigene Leben umzustellen: Es macht Spaß, sich neu zu erfinden und fit zu machen für die kommenden drastischen Veränderungen. Ich habe u.a. einen Acker gepachtet, um privat mehr Obst und Gemüse anzubauen und die Ernte z.T. gegen andere Waren und Dienstleistungen zu tauschen.

R. Schmidt, per E-Mail

Planet am seidenen Faden?

Ich befürchte, da hängt noch viel mehr am seidenen Faden: das gesamte Klima auf unserem Planeten? Konsumreduzierung, Tauschbörsen, Recycling, eigene Versorgung mit gesunden Lebensmitteln, Herstellung von hochwertigen Waren … Individuell können wir durch unser Verhalten ein wenig bewegen, aber es wird nicht reichen, unser Klima vor dem Zusammenbruch zu schützen. Der Hauptverursacher, die Großindustrie, muss ins Visier genommen werden – international.

M. Meyer, per E-Mail

Wir haben die Wahl
Regierung bürgt für Brasilien-AKW

Nehmen wir der Regierung und der Atomlobby endlich das Zepter aus der Hand! Wir haben immer die Wahl – bei der Entscheidung über Stromanbieter, Banken und Parteien. Denkt daran: Je mehr Menschen sich für Öko-Stromanbieter entscheiden, umso weniger Macht hat die Atomlobby. Auch Brasilien ist – global gesehen – in unserer Nachbarschaft. Was in Japan geschah, geht uns an. Die Landschaft und das Meer sind auf Jahrhunderte verseucht. Es gibt bereits jetzt viel zu viele AKWs und es ist nur eine Frage der Zeit, wann der nächs-te Super-GAU kommt. Demnächst in Brasilien?

S. Lawrence, per E-Mail

Nichttrinker im Nachteil
Prickelnde Feiertage: Bio-Prosecco

Im Artikel und in meinem Bio-Laden vermisse ich Anbieter alkoholfreier Bio-Weine. So wie immer mehr gesundheitsbewusste Menschen Nichtraucher und Vegetarier werden, gibt es auch eine zunehmende Zahl solcher, die auf das Nervengift Alkohol verzichten möchten.

V. Buhrmester, Ettlingen, per E-Mail

Genau hinschauen!
Ab in den Bio-Urlaub

Sie loben den Kräuterhof Nessler wegen artgerechter Tierhaltung. Ziegen, Pferde und Esel sind Herdentiere und deshalb als Einzeltiere nicht artgerecht gehalten. Auch ich steuere im Urlaub gern Bio-Höfe an, doch habe ich in den letzten Jahren gelernt, auch und gerade dort genau hinzusehen.

S. Neubert, Halle, per E-Mail

Gefahr durch Gluten
Zum Leserbrief „Diagnose Zöliakie“

Es gibt derzeit keinen Hinweis darauf, dass Zöliakiepatienten unter bestimmten Bedingungen wieder Gluten aufnehmen können. Es könnte schwere gesundheitliche Folgen (Nährstoffmangel, Tumorbildung etc.) für die Betroffenen haben, wenn sie sich wieder glutenhaltig ernähren. Dies bestätigen ausreichend gute wissenschaftliche Untersuchungen.

E. Stemmer, Deutsche Zöliakiegesellschaft e.V., per E-Mail

Sparen statt dämmen
Investieren in die Energiewende

In diesem Artikel heißt es, dass bei Fassadendämmung nach rund 15 Jahren die Kosten die Einsparungen wettgemacht haben. Es braucht aber ca. 30 Jahre, und dann ist eine neue Dämmung nötig. Außerdem berücksichtigt die „Experten-Messung“ nicht die Sonneneinstrahlung auf die Häuser, die bei einer Dämmung wegfällt. Somit wird kaum Gas oder Öl eingespart. Das kann nur jeder selbst.

U.Shukri, per E-Mail

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor,
sinnwahrend zu kürzen.

 

Ergebnisse der Leserwahl

Bei welcher Schokolade schmelzen Sie dahin? In der Oktober-Ausgabe 2011 wollten wir es wissen: Wir haben Sie eingeladen, die von uns vorgestellten Nougatschokoladen in Ihrem Bio-Laden zu probieren und Ihre Lieblingssorte zu wählen. Ihr Favorit steht nun fest: Auf Platz 1 landete die Naturata Praliné Nougat, gefolgt von Vivani Praliné.

Die Gewinner unseres Probiersortiments wurden bereits benachrichtigt – Ihnen allen herzlichen Dank fürs Mitmachen!

Parallel dazu fand in 200 Läden eine Verkostung statt. Dort ging Platz 1 an die Rapunzel Nougat Schokolade; Platz 2 belegte auch dort Vivani Praliné.

 

 

S&K 01/2012
S&K 01/2012

Luxus Vegetarismus?
Keine „Vegetarier-Kulturlandschaft“

Ist es nicht ein viel größerer „Luxus“, die wachsende Weltbevölkerung mit großteils tierischen Produkten zu ernähren, Flächen für Futtermittelanbau zu verschwenden sowie die Klimaschädlichkeit einer „alles fressenden“ Ernährungsweise zu tolerieren? Soziale Unruhen, ausgelöst durch Engpässe von Fleisch, sind bei der heutigen Fleisch-Überproduktion nicht mehr vorstellbar, sondern vielmehr aufgrund immer knapper werdender Grundnahrungsmittel und Landflächen. Angesichts dessen scheint die Frage zukunftsfähiger, wie man viele Menschen möglichst ressourcenschonend ernähren kann. Vegetarismus und insbesondere Veganismus bieten darauf Antworten.

C. Bockelmann, per E-Mail

Können Vegetarismus bzw. Veganismus die Ernährungsprobleme der Welt lösen?

Diskutieren Sie mit in unserem Forum:
www.schrotundkorn.de/forum

Ihre Redaktion

Frisch auf die Müllkippe
Gotteslästerlicher Umgang

Ich weiß nicht, warum die Ehrfurcht vor dem Nahrungsmittel bei der Mehrheit der Bevölkerung total verloren gegangen ist. Den beschriebenen Umgang mit den Nahrungsmitteln hätte man in meiner Kinderzeit gotteslästerlich genannt – ein Wort, das heute bestenfalls ein mitleidiges Lächeln hervorruft. Man hat bei uns früher auf dem Tisch die Brotkrümel zusammengefegt, vielleicht den Hühnern gegeben. Trotz der Ohnmacht, etwas zu ändern, kaufen wir nur Bio-Produkte, und, wo möglich, aus „fairem Handel“. In den Körben wähle ich die schlechteste Ware, weil ich weiß, die würde am Ende weggeworfen. Jedes andere Verhalten würde mir Angst machen. Ich sehe im behutsamen Umgang mit Lebensmitteln keinen Verzicht, ein solcher Umgang ist Bedürfnis. Leider kann ich keinen Film machen – dafür aber kann man Herrn Thurn nicht genug danken. Ob sich spürbar etwas ändert? Verzeihung, ich fürchte: nein.

Prof. E. Trübenbacher, per E-Mail

Löbliche Ausnahme
Gut gewickelt, sanft geheilt

Mir fehlte der Hinweis auf Krankenhäuser, die Wickel anbieten, z.B. anthroposophische Kliniken wie die Klinik Havelhöhe in Berlin. Dass dort Kassenpatienten neben schulmedizinischen Leistungen noch vieles andere (auch biologische Kost!) erhalten, verdient Anerkennung. Vielleicht gibt es dazu mal einen Artikel?

S. Hohenbild, Pforzheim, per E-Mail

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

S&K 12/2011
S&K 12/2011

Reis-Rezepte
Überflüssige Kalorienangaben

Die Rezepte sind eine tolle Bereicherung der Vollwertküche. Pfiffig und gut umzusetzen. Allerdings ist es absurd, immer noch die Brennwerte anzugeben. Die Kalorienangaben sagen nichts über die Qualität der Nahrung aus und sind daher nicht brauchbar. Vitalstoffreiche Vollwertkost macht ohnehin nicht dick.

H. Czacharowski, per E-Mail

Zu viel Plastik
Bio sollte auf Glas umstellen!

Nach einem Einkauf bei meinem Bio-Laden frage ich mich oft, was ich eigentlich gekauft habe, um meinen gelben Sack an Plastikmüll schon wieder so voll werden zu lassen. Gerade Bio sollte extrem viel auf Glas umstellen. Allen bewussten Menschen dürfte es nicht zu viel Mühe machen, das Glas wieder in den Markt zu bringen oder in den Recycling-Container. 

Kaltenecker, per E-Mail

Lust auf Farbe
Weiße Haare „wegzaubern“

Sie berichten, dass graue Haare nach dem Färben mit Pflanzenhaarfarben immer heller bleiben. Es gibt aber einen Trick, um graue oder weiße Haare in der dunklen Wunschfarbe zu färben: Wenn man sie mit reinem Henna vorpigmentiert und unmittelbar danach mit einer dunklen Farbe färbt, kann man weiße Haare „wegzaubern“ und Nuancen bis hin zu Schwarz erreichen (indem man zunächst mit reinem Henna, dann mit reinem Indigo färbt). 

D. Görke, per E-Mail

Wie man sich bettet ...
Weg mit der Billigmatratze!

Danke für diesen Artikel! Der Autor hat (mindestens) zwei Dinge vereint: Information und Leselust. Nur diesen leicht rollendogmatischen Zug fand ich nicht so nett: Was man der hier so gezeichneten Frau alles besser nicht bzw. anders sagen sollte. Und: Nicht, dass ich mir des Bonmots „Wie man sich bettet, so liegt man“ nicht schon längst bewusst gewesen wäre. Aber manchmal (oft?) braucht es ja nochmals einen Anstoß. Also! Wenn mein studentischer Kassensturz es erlaubt, werde ich meine Aldi-Matratze durch eine ökologisch nette ersetzen! Klabauterehrenwort!

S. Weigelmeier, per E-Mail

Tierische Therapeuten
Nicht nur Haustiere sind Freunde

Ich besuche regelmäßig einige Schafherden; diese zutraulichen Tiere sind für mich die besten und liebsten Freunde. Deshalb halte ich es für völlig kontraproduktiv, dass so viele Schrot&Korn-Leser sich einen viehlosen Landbau wünschen, in dem es nur noch Obst- und Gemüsehöfe gibt. Wir brauchen keinen viehlosen Landbau, sondern eine Abschaffung der Massentierhaltung in artwidrigen Haltungssystemen sowie ein Verbot von Hochleistungszucht und Langstreckentransporten.

A. Selmeier, per E-Mail

Das Tier als Partnerersatz?

Vieles an der Hundehalterei erscheint mir abstrus. Immer wieder sehe ich Menschen, die allein leben und das Tier als Partnerersatz benutzen. Das mag für sehr alte oder/und behinderte Menschen stimmig sein, oft scheint mir jedoch die Hinwendung zum Tier andere Kontakte zu vereiteln und in die soziale Isolation zu führen. Ich halte es für eine Einschränkung der Autonomie und Entwicklungsmöglichkeiten bei Mensch und Tier. Und dies in einem Land mit einer der geringsten Geburtenraten Europas.

G. Dreyer, per E-Mail

Alternativen zu Palmöl
Mehr Druck auf Hersteller

Die Leserzuschrift von U. Baatz möchte ich unterstützen. Auch ich fragte bei Naturkostherstellern an, ob Alternativen zu Palmöl/Palmfett gesucht werden. Überraschenderweise stellte ich fest, dass selbst in der Naturkostbranche sich Unternehmen bei bestimmten Kundenanfragen „totstellen“. Nur weitere Kundenanfragen bringen auch hier die Betriebsleitung in Bewegung.

Fr. Mohr, per E-Mail

Synthetische Duftstoffe
Was tun wir uns an!

Was tun wir Menschen uns und der Umwelt durch Gedankenlosigkeit an, besonders durch die synthetisch hergestellten Duftstoffe in Reinigungsmitteln und Kosmetika. Zur Herstellung von Duftstoffen aus dem Labor werden über 4ooo Chemikalien verwendet. Der Versuch, alle synthetischen Duftstoffe aus dem Haushalt zu verbannen, ist ein erster Schritt für gesündere Luft, und er lohnt sich. Weil unsere blockierten Riechareale frei werden, können wir wieder die zarten Düfte der Blumen, des Waldes und den Geschmack natürlicher Lebensmittel genießen.

U. Lindenmaier, per E-Mail

„Taste the Waste“
Noch mehr haarsträubende Fakten

Der Autor schreibt, dass vor Valentin Thurn noch nie jemand das Thema Lebensmittelverschwendung ausführlich in einem Kinofilm behandelt hätte. Das möchte ich richtigstellen: Der Amerikaner Jeremy Seifert hat bereits 2009 den Dokumentarfilm: „Dive! Living off America‘s Waste“ herausgebracht, in dem genau dieselben haarsträubenden Fakten Thema sind.

M. Fürst-Gauss, per E-Mail

 

Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.

 

S&K 11/2011
S&K 11/2011

Süße Experimente
Tafeltrauben aus Deutschland

Sie machen im Artikel keine Unterscheidung zwischen Tafel- und Weintrauben. Bis 1999/2000 war der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland rechtlich beschränkt und es war fast unmöglich, an geeignete Sorten zu kommen. Für manche Bauern ist es ein richtiges Hobby, hier ihr Wissen einzubringen und sich in anderen Ländern umzusehen, denn letztlich hat man für Deutschland noch nicht DIE Tafeltraube gefunden. Es ist übrigens deshalb so schwierig, kernlose Trauben aus Bio-Anbau zu bekommen, weil diese krankheitsanfälliger sind und meist erst durch Hormone, die im Bio-Anbau nicht zulässig sind, richtig groß werden.

G. Winkler, per E-Mail

Diagnose Zöliakie
Heilung durch richtige Ernährung

Zöliakie gilt als unheilbar. Doch Dr. med. Max Otto Bruker war der Ansicht, dass Zöliakie mit der richtigen Ernährung heilbar sei. Als ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin habe ich die Erfahrung gemacht, dass Patienten, die ihre Kost konsequent umstellen, glutenhaltige Getreide nicht meiden müssen. Näheres darüber kann man in den Büchern von Dr. Bruker nachlesen. 

A. M. Sacher, A-Tragwein

Weltweit Bio fördern?
Regionaler Anbau

Auf allen Kontinenten wurden Menschen von ihrer herkömmlichen Art zu wirtschaften abgebracht, um für uns zu produzieren. Es gibt weltweit so viele Völkchen, die für Plantagen, Erzabbau usw. gewaltsam davon abgehalten werden, ökologisch zu leben. Dafür, dass Indianer wieder Indianer sein dürften, würde ich gerne auf Schokolade und Kaffee verzichten. Ich fühle mich der Transition-Town-Bewegung verbunden, die auf regionalen Anbau setzt. Mit dem Wahnsinn des weltweiten Konsumgüterverkehrs kann es ja nicht lange weitergehen: Das für Transport benötigte Erdöl wird sehr knapp. 

S. Streich, per E-Mail

Öko-Mode aus Plastik
Lob der neuen Recyclingfasern

Grüne Mode wird oft gleichgesetzt mit Mode aus Naturmaterialien. Doch wir sollten uns bemühen, die Ausbeutung von Schafen, Ziegen, Lamas, Kaninchen, Seidenraupen etc. so gering wie möglich zu halten. Außerdem finde ich es nur folgerichtig, dass wir, wenn wir im Sommer Wasser in Plastikflaschen kaufen, im Winter auch die Fleecejacken tragen, die aus den Flaschen in China hergestellt wurden. Ich wünsche den neuen Recyclingfasern mit bester Energiebilanz jedenfalls viel Erfolg und Akzeptanz in der grünen Mode. S. Wilhelm, per E-Mail

Dürre Models
Bitte kräftigere Vorbilder!

Mit Begeisterung und Überzeugung lese ich stets Ihr Naturkostmagazin. Leider sah ich mit großem Entsetzen im September-Heft ein extrem dünnes Model. Da meine Tochter gerade wegen Magersucht im Krankenhaus ist, bitte ich Sie dringend, kräftigere Vorbilder für die Jugend in Ihrem Heft aufzunehmen. 

H. Beck, per E-Mail

Nutztiere sind Partner
Keine "Vegetarier-Kulturlandschaft"

Die letzte Ausgabe war voll überschwänglicher Vegetarismus-Briefe. Doch Vegetarismus löst die Problematik von Massentierhaltung, Welthunger, Tiertransporten etc. nicht. Wir leben seit Jahrtausenden in keiner "Vegetarierkulturlandschaft" und sollten uns gut überlegen, ob wir uns den Luxus des Vegetarismus leisten können. Unsere "Nutztierpartnerverträge", dass der Bauer dem domestizierten ehemaligen Wildtier Schutz vor Witterung, Raubtieren, Krankheiten und gesichertes Winterfutter bietet, er aber dafür dessen Milch und Fleisch nutzen kann, sind unverzichtbar und altbewährt. Ohne Rind, Schaf und Ziege gäbe es Ernährungsengpässe mit historisch verbürgtem sozialen Unruhezündstoff und unsere geschätzte heimatliche Erholungslandschaft würde nicht mehr existieren. Die einzig nachhaltige Lösung ist eine flächendeckende, biologische Landbewirtschaftung mit artgerechter Nutztierhaltung sowie eine bewusste vollwertige Mischkost. 

G. Maurer, Graz/Stattegg

Leider können wir nicht alle Briefe abdrucken. Wir behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen. Ihre Redaktion

 

S&K 10/2011
S&K 10/2011

Cool bleiben!
In Gelächter ausgebrochen

Cool bleiben konnte ich beim Lesen des Artikels nicht, denn dieser war so gut geschrieben, dass ich mehrmals in lautes Gelächter ausgebrochen bin! Kompliment an die Autorin Sabine Kumm!

A. Schmidhuber, Kraiburg

Rätselgewinn
Urlaub in Südtirol

Wir haben im vorigen Jahr einen Gutschein beim Rätseln gewonnen und diesen jetzt eingelöst. Wir haben einen sonnigen Urlaub in Südtirol verleben dürfen und möchten uns hiermit nochmals ganz herzlich dafür bedanken.

K. Karin, Sachsen

Essen wegwerfen?
Hühner halten!

Wenn Sie nicht gerade in der Großstadt leben, haben wir über die Vorschläge in der Kolumne von Fred Grimm hinaus eine fast ideale Lösung: Wir halten Hühner. Alle Küchenabfälle und Reste wandern in den Hühnerstall. Die Hühner sind dankbar und die Haltung denkbar einfach. Auf fünf mal fünf Metern Freiland lassen sich vier Hühner und ein Hahn halten. Wer einen Garten hat, kann den Speiseplan noch durch Grünabfälle bereichern. Etwas Körnerfutter und Muschelkalk ergänzen die Ernährung. Niemand hat köstlichere Eier auf dem Tisch und für die Kinder ist es ein wunderbares Landwirtschaftserlebnis. 

E. Scheurmann per E-Mail

Das ist doch pervers!

Es ist eine Schande und ein Zeichen von Undankbarkeit, so viel Essen in die Mülltonne zu werfen! Dort sterben Kinder vor Hunger – Jean Ziegler hat es knallhart formuliert, deutlicher kann man es nicht sagen: „Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet!“ – Und hier werfen wir Essen in Unmengen weg! Das ist doch pervers!

L. Wuillemin, München

Wenn die Milch bröselt ...

Sehr geehrter Herr Grimm, Sie schreiben: „Wenn die Milch aus der Packung bröselt ...“ Erstens gehören Milch und andere Getränke in keine Packung, sondern in Flaschen. Und zweitens kann man abgelaufene, „bröselige“ Milch entweder als Dickmilch verwenden oder, abgetropft, als Quark. Ich weiß nicht, ob ich hier die korrekte Bezeichnung der entstehenden Produkte widergebe, jedenfalls schmeckt beides ausgezeichnet zu Bratkartoffeln – hier in Rheinhessen zum Schluss mit Zimt bestäubt.

K. Best per E-Mail

Konzepte gegen die Verschwendung

Haben Sie mal abends in Abfalltonnen der Supermärkte geguckt? Schrot&Korn-Leser zum bewussten Umgang mit Nahrung zu ermahnen, ist kaum nötig. Als ich im Bio-Laden arbeitete, war es selbstverständlich, dass es eine Kiste Ware zum halben Preis gab und den Rest haben die MitarbeiterInnen bekommen.

Die Schande sitzt im System: Was wir für eine Zukunft dringend brauchen, ist eine Umstrukturierung des Kapitalismus: Es kann doch nicht angehen, dass angesichts rapide schwindender Bodenflächen derartig mit Nahrung geaast wird! Welche Politiker kann man dazu bewegen, über zukünftige Verteilung von Grundnahrungsmitteln ohne den Konkurrenzdruck der Marktwirtschaft nachzudenken? Es wird Zeit, Konzepte gegen die Verschwendung von Lebensmitteln zu entwickeln. Die Tafeln sind ein guter Ansatz, aber langfristig muss man doch Wege aus einem System finden, das zu viel Schaden anrichtet.

S. Gölz, Hannover

Interview Ursula Karven
Sofort Suchmaschine geändert!

Da ich zurzeit im Ausland lebe, freue ich mich besonders darüber, dass es Schrot&Korn auch als Online-Ausgabe gibt. Mit großem Interesse habe ich das Interview mit Ursula Karven gelesen und sofort zur Suchmaschine www.ecosia.org gewechselt. Vielen Dank und bitte mehr solcher Informationen! 

A. Lopez, Spanien

Quellfrisch ins Glas
Bestes Trinkwasser aus dem Hahn

Ich freue mich täglich darüber, dass wir in Deutschland bestes Trinkwasser direkt am Hahn „zapfen“ können. Insofern hat mich bei dem Artikel gestört, dass dieser Hinweis nicht ansatzweise erwähnt wurde. Menschen, die zumindest ein bisschen nachhaltig leben wollen, sollten kein Flaschenwasser kaufen. Wozu müssen Flaschen hergestellt, gespült, recycelt und transportiert werden, wenn Wasser derselben oder manchmal sogar besserer Qualität direkt aus der Leitung und damit auch noch wesentlich billiger zu haben ist?

A. Reinhard, per E-Mail

Ökologischer Wahnsinn!

Wässerchen aus Frankreich, Italien oder gar Bulgarien kommen zu lassen ist angesichts der Transportwege aus ökologischer Sicht absoluter Wahnsinn.

C. Tomalla-Schmidt, per E-Mail

Transport produziert unnötig CO2

Es mag ja sein, dass „Pirin“ aus Bulgarien durch den Ankauf von CO2-Zertifikaten „klimaneutral“ transportiert wird. Fakt ist aber, dass beim Transport der Mineralwässer CO2 produziert wird, das überhaupt nicht nötig wäre. Es gibt in Deutschland viele gute Quellen in jeder Region. Meines Erachtens gehörte es bei solcher Vielfalt generell verboten, Wasser über weitere Strecken als sagen wir mal 200 Kilometer zu transportieren. 

M. Schneck-Bellin, per E-Mail

Cradle to Cradle
Müll entsteht beim Kauf

Schrot&Korn informiert und bildet. So ging es mir mit dem Interview über Cradle to Cradle. Diesen Müllvermeidungsansatz kannte ich bisher nicht. Hinzufügen möchte ich, dass das Müllproblem beim Kauf entsteht. Indem wir unser Konsumverhalten ändern, bekommen wir das wirkungsvoll in den Griff.

P. Airainer, München

Leider können wir nicht alle Briefe abdrucken. Wir behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen. Ihre Redaktion

 

S&K 09/2011
S&K 09/2011

Ein Lesegenuss
Immer schön cool bleiben!

Zauberhaft geschrieben, der Text von Sabine Kumm, „Immer schön cool bleiben“. Gratulation, ein Lesegenuss! Gerne öfter solche Texte.

P. Schmieder per E-Mail

Kolumne
Tauschringe

In Sachen Tauschen gibt es auch die Möglichkeit, sich einem der in ganz Deutschland vertretenen Tauschringe anzuschließen. Ich arbeite seit 15 Jahren im Tauschring in Witten, und er boomt geradezu. Wir tauschen Fähigkeiten, also etwa Kuchenbacken gegen Bohrarbeiten, wobei es sich hier nicht um einen direkten Tausch mit einem anderen Menschen handelt, sondern die Zeit für eine Arbeit wird auf einem Konto festgehalten und kann beliebig bei irgendjemand re-investiert werden.

M. Ruthe, Witten

Leserbrief
Vegetarische Zukunft

Mit Verwunderung habe ich den Leserbrief von U. Neumeister gelesen, wonach eine vegetarische Ernährungsweise über Generationen hinweg gravierende Schäden anrichten soll. Ich kann dazu nur meine Erfahrungen schildern: Während der Schwangerschaft mit meiner Tochter habe ich ausschließlich vegetarisch gelebt. Bei der Geburt wog sie 3750 g – heute, 30 Jahre später, ist sie auch ganz „propper“, obwohl selbst Vegetarierin. 

B. Thieme-Sesgör, Stuttgart

Gravierende Schäden durch Fleisch

Hunderte Millionen Inder leben seit Jahrtausenden vegetarisch. Die größte, je gemachte Ernährungsstudie, über die Dr. T. Colin Campbell das Buch „The China Study“ schrieb, wurde in China an Menschen durchgeführt, die seit Jahrtausenden wenig bis keine tierlichen Produkte konsumieren. Sie ergab, dass mit pflanzlicher Vollwertkost (also vegan) mehr gesunde Lebensjahre zu erwarten sind als mit jeder anderen Kost. Ich kenne einige Europäer (Kinder und Erwachsene), die von Geburt an in zweiter Generation vegan leben und ausnahmslos sehr gesund sind. Was die Kulturgeschichte betrifft, haben sich von den griechischen Philosophen über die römischen Gladiatoren bis hin zu den Arbeitern im 19. Jahrhundert ein Großteil der Europäer überwiegend vegan ernährt. Es war ein Privileg der Reichen, Tiere zu essen. Ob es für Europäer möglich ist, es schadlos dem Adel nachzutun, wurde ja erst die letzten sechzig Jahre geprüft. Die Schäden (Wohlstandskrankheiten, Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit, Welthunger) sind gravierend. 

R. Hoog, Linz

Vegetarisch und kerngesund

Ich bin 55 Jahre und seit über 35 Jahren Vegetarier. Ich bin topfit: körperlich und mental. Meine drei Kinder (22, 19, 19) sind vegetarisch aufgewachsen, treiben seit früher Kindheit Sport und sind äußerst gesund und belastungsfähig. Außer einer gelegentlichen Erkältung kennen wir keine Krankheit. Für eine wissenschaftliche Untersuchung stehen wir gern zur Verfügung. Eine vegane Ernährungsweise würde unsere Gesundheit, vor allem hinsichtlich der Alterungsprozesse, sicherlich nochmal pushen. 

W. Voßwinkel, Bielefeld

Kein „Puddingvegetarismus“

Die Einwände gegen Vegetarismus stammen von Leuten, die sich nicht damit beschäftigt haben. Selbst Veganer sind gesund und leistungsfähig, wenn sie sich vollwertig ernähren. Zur Deckung des Eiweißbedarfes ist kein tierisches Eiweiß notwendig! Wenn ein Vegetarier allerdings dem „Puddingvegetarismus“ frönt, also Auszugsmehle, Fabrikzucker und Fabrikfette zu sich nimmt und womöglich raucht, dann sind Krankheiten, auch der nachfolgenden Generationen, nicht auszuschließen. 

S. Köhler per E-Mail

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

zum Leserbrief „Vegetarische Zukunft?“ (06/2011) haben wir viele Zuschriften erhalten. Das Thema „Kann man sich als Europäer über Generationen hinweg gesund vegetarisch ernähren“ wühlt auf. Deshalb haben wir ein Diskussionsforum eingerichtet. Unter www.schrotundkorn.de/forum können Sie mit anderen Lesern Ihre Erfahrungen austauschen.

Ihre Redaktion

Aufruf
Verzicht auf Palmöl

Erstaunlich, wie viele Bio-Produkte Palm­öl enthalten. Die Hersteller argumentieren, dass manche Produkte ohne Palmöl nicht in kundenfreundlicher Qualität anzubieten seien (streichfähig bei Raumtemperatur, nicht flüssig im Sommer). Unabhängige Umweltgruppen und Berichte weisen jedoch darauf hin, dass Korruption zur Vergabe von Zerti­fizierungen führt, auch für Bio-Palmöl Menschen vertrieben und Regenwälder abgeholzt werden! Wir sollten auf Produkte, die Palmöl enthalten, verzichten. Auch Briefe an Hersteller können auf Dauer nicht übersehen werden. 

U. Baatz per E-Mail

Leider können wir nicht alle Briefe abdrucken – oder nicht in ganzer Länge.

 

S&K 08/2011
S&K 08/2011

Interview Revolverheld
Für Bio, gegen Gentechnik

Ich habe mich sehr über Ihr Interview mit der Band "Revolverheld" gefreut. Es hat mich überrascht, dass diese Musikgruppe sich für Bio-Essen, Öko-Strom und gegen Gentechnik einsetzt.

R. Weber per E-Mail

Leckere Rezepte
Gelingen immer!

Ich wollte mich einfach mal bei euch für die vielen tollen und leckeren Rezepte bedanken! Sie sind einfach nachzukochen, gelingen immer und schmecken richtig gut! Meine Familie ist auch begeistert. Macht weiter so!

E. Nikelk per E-Mail

Gentechnik
Wir sind Versuchskaninchen

Wissenschaft und Politik arbeiten eng zusammen, wenn es um den großen Profit geht. Bei Genfood macht man uns zu Versuchskaninchen. Nur wenn unmittelbar nach dem Verzehr von Gentech-Nahrung akut Beschwerden auftreten, wird es bemerkt. Keiner würde merken, wenn Kinder von Genfood essenden Menschen kleinere Hirne, kleinere Hoden und eine geschädigte Leber hätten. Genau dies hat Dr. Arpad Pustey aber im Tierversuch herausgefunden. Dr. Carasco konnte schwere Hirnschäden durch Roundup nachweisen. Wir müssen die wichtigsten Entscheidungen des Lebens wieder selbst in die Hand nehmen, denn die Kommissare entscheiden in der Genfrage gegen den Willen des Volkes. Eine Volksabstimmung über Gentechnik könnte dieser menschenverachtenden Totalvergiftung ein Ende bereiten und der Demokratie zu neuem Glanz verhelfen. 

V. Helldorff, A-Haimburg

Klimakiller E10
Fördert Armut und Hunger

Wer im Bio-Laden einkauft, also Geld dafür ausgibt, um sich und der Welt etwas Gutes zu tun, darf kein E10 tanken, nur weil der Liter 5 Cent billiger ist. Bio-Kraftstoff ist ein Klimakiller, verursacht massive Waldrodungen (CO2-Freisetzung!) und fördert Hunger und Armut. Denn die Preise für Grundnahrungsmittel steigen, wenn man sie auch an Mineralölkonzerne verkaufen kann. Diese Kraftstoffe Bio zu nennen ist eine Farce.

C. Späth, Stuttgart

Weltweit Bio fördern
Regional und aus Übersee

In der Juni-Ausgabe bin ich zweimal auf die These gestoßen, dass von weit her importierte Bio-Produkte kein wahres Bio mehr seien. Natürlich sollten wir unser Essen zum Teil regional beziehen, zum Teil aber auch aus ferneren Ländern. Es liegt doch in unserem Interesse, dass Bio-Landbau überall auf der Welt ausgebaut wird. In vielen Ländern ist das Bewusstsein für Bio-Landbau bzw. das nötige Geld (noch) nicht vorhanden, sodass die Bauern dieser Länder darauf angewiesen sind, dass wir ihre Produkte kaufen. Indem man also abwägt, welche Produkte man regional und welche man aus Übersee bezieht, fördert man auf lange Sicht den Fortbestand und die Weiterentwicklung des Bio-Landbaus in den entsprechenden Ländern. 

E. Schmitt per E-Mail

Weichmacher wandern
Plastikfolie – alles Käse!

Passen Plastikfolie und Bio-Käse zusammen? Meiner Meinung nach nicht. Es ist bekannt, dass Kunststoffe Weichmacher enthalten, die krebserregende schädliche Stoffe an ihre Umgebung abgeben. Warum also stapeln sich in Käsetheken Bio-Käse in Plastikfolie? Wegen des Geruchs? Wegen der Hygiene? Vorportioniert wegen der Zeitersparnis? Alles Käse!

B. Heine per E-Mail

Gärtnern in der Stadt
Schnecken sogar in der 5. Etage

Auf meinem 12-m²-Balkon in der 5. Etage wachsen Oliven, Pflaumen, Wein und Johannisbeeren. Zucchini breiten sich im Kasten aus und Tomaten sprießen in allen Farben in Töpfen. Natürlich alles selbst gezogen! Dazwischen Rosen, Rittersporn, Malven – alles, was in einen richtigen ‚Etagen'-Garten gehört. Ein Meisenpaar brütet jedes Jahr im Kasten; gestern sind die Jungen ausgeflogen. Grünfinken und Rotkehlchen schauen ebenfalls gelegentlich vorbei. Von Zeit zu Zeit pflügt ein Eichelhäher die Pflanzkästen um. Ob der in der Erde nach Schnecken sucht? Die gibt es im 5. Stock reichlich. Gern würde ich Ihren Autor mal zu mir einladen, vor allem nachts. Nein, ich tu' ihm nichts, aber er kann den Schnecken beim Knabbern zuhören, wenn die sich mit Begeisterung über meine giftfreien Pflanzenblätter hermachen. Also von wegen, keine Schnecken in der Stadt! Ich kann das nicht bestätigen; das Gärtnern unterm Stadthimmel macht mir trotzdem viel Spaß.

U. May, Düsseldorf

Irreführende Deklaration
Fleisch- und Milchprodukte

Es gibt keine Kennzeichnungspflicht auf Fleisch- und Milchprodukten für das Erzeugerland. Nur eine Deklarierungspflicht für die Überwachungsbehörden: Ein Oval, in welchem EG für Europäische Gemeinschaft, DE für Deutschland und BY für Bayern steht, wenn es aus Bayern kommt. Außerdem befinden sich einige Zahlen darin, die der nachforschenden Behörde beim Aufspüren helfen. BY für Bayern oder NRW für Nord- Rhein-Westfalen bedeutet nicht, dass das Produkt in BY oder NRW erzeugt wurde, sondern dass es hier – zuletzt – bearbeitet bzw. verpackt wurde. Es kann also aus irgendeinem Land der Welt stammen. Der Gesetzgeber hat bei seinem ovalen Zeichen darauf geachtet, dass anstelle des Erzeugerlands drei Zahlen stehen, deren Schlüssel nur er kennt. Haben Lobbyisten in Brüssel bei diesem Gesetz mitgemischt? Wenn es schon keine Kennzeichnungspflicht für Verbraucher gibt, sollte man uns wenigstens nicht in die Irre führen. So bleibt es jedem überlassen, Fleisch oder Milch dubioser Herkunft zu verzehren.

H. Emrich, Bonn

Leider können wir nicht alle Briefe abdrucken – oder nicht in ganzer Länge.

 

 
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