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S&K 02/2012
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Wachstum – und dann?
Zum Interview mit Prof. Niko Paech
Eine Nachricht am Rande der europäischen Schuldenkrise und ihrer Bekämpfung mittels Ankurbelung des Wachstums war, dass der globale CO2-Ausstoß 2010 auch die pessimistischsten Prognosen noch übertroffen hat, und dass ein wichtiger Grund dafür der Wirtschaftsaufschwung nach der vorangegangenen Krise war. Ich habe den Eindruck, dass eine globale Wirtschaftskrise ein echtes Aufatmen für die Erde bedeuten würde. Ich wünsche mir allerdings, dass wir es schaffen, geordnet und kreativ den Wandel hin zur Postwachstumsökonomie zu schaffen.
A. Kunze, per E-Mail
Fit für kommende Veränderungen
Die kritische Masse, die freiwillig ihr Leben postwachstumsökonomisch einrichten will, wird wohl kaum entstehen, bevor die Party sowieso zu Ende ist, weil die Rohstoffe ausgehen und der Klimawandel voll zuschlägt. Selbst die „Grünen“ beten uns noch immer das Märchen vom ewigen Wirtschaftswachstum vor. Andererseits möchte ich Mut machen, das eigene Leben umzustellen: Es macht Spaß, sich neu zu erfinden und fit zu machen für die kommenden drastischen Veränderungen. Ich habe u.a. einen Acker gepachtet, um privat mehr Obst und Gemüse anzubauen und die Ernte z.T. gegen andere Waren und Dienstleistungen zu tauschen.
R. Schmidt, per E-Mail
Planet am seidenen Faden?
Ich befürchte, da hängt noch viel mehr am seidenen Faden: das gesamte Klima auf unserem Planeten? Konsumreduzierung, Tauschbörsen, Recycling, eigene Versorgung mit gesunden Lebensmitteln, Herstellung von hochwertigen Waren … Individuell können wir durch unser Verhalten ein wenig bewegen, aber es wird nicht reichen, unser Klima vor dem Zusammenbruch zu schützen. Der Hauptverursacher, die Großindustrie, muss ins Visier genommen werden – international.
M. Meyer, per E-Mail
Wir haben die Wahl
Regierung bürgt für Brasilien-AKW
Nehmen wir der Regierung und der Atomlobby endlich das Zepter aus der Hand! Wir haben immer die Wahl – bei der Entscheidung über Stromanbieter, Banken und Parteien. Denkt daran: Je mehr Menschen sich für Öko-Stromanbieter entscheiden, umso weniger Macht hat die Atomlobby. Auch Brasilien ist – global gesehen – in unserer Nachbarschaft. Was in Japan geschah, geht uns an. Die Landschaft und das Meer sind auf Jahrhunderte verseucht. Es gibt bereits jetzt viel zu viele AKWs und es ist nur eine Frage der Zeit, wann der nächs-te Super-GAU kommt. Demnächst in Brasilien?
S. Lawrence, per E-Mail
Nichttrinker im Nachteil
Prickelnde Feiertage: Bio-Prosecco
Im Artikel und in meinem Bio-Laden vermisse ich Anbieter alkoholfreier Bio-Weine. So wie immer mehr gesundheitsbewusste Menschen Nichtraucher und Vegetarier werden, gibt es auch eine zunehmende Zahl solcher, die auf das Nervengift Alkohol verzichten möchten.
V. Buhrmester, Ettlingen, per E-Mail
Genau hinschauen!
Ab in den Bio-Urlaub
Sie loben den Kräuterhof Nessler wegen artgerechter Tierhaltung. Ziegen, Pferde und Esel sind Herdentiere und deshalb als Einzeltiere nicht artgerecht gehalten. Auch ich steuere im Urlaub gern Bio-Höfe an, doch habe ich in den letzten Jahren gelernt, auch und gerade dort genau hinzusehen.
S. Neubert, Halle, per E-Mail
Gefahr durch Gluten
Zum Leserbrief „Diagnose Zöliakie“
Es gibt derzeit keinen Hinweis darauf, dass Zöliakiepatienten unter bestimmten Bedingungen wieder Gluten aufnehmen können. Es könnte schwere gesundheitliche Folgen (Nährstoffmangel, Tumorbildung etc.) für die Betroffenen haben, wenn sie sich wieder glutenhaltig ernähren. Dies bestätigen ausreichend gute wissenschaftliche Untersuchungen.
E. Stemmer, Deutsche Zöliakiegesellschaft e.V., per E-Mail
Sparen statt dämmen
Investieren in die Energiewende
In diesem Artikel heißt es, dass bei Fassadendämmung nach rund 15 Jahren die Kosten die Einsparungen wettgemacht haben. Es braucht aber ca. 30 Jahre, und dann ist eine neue Dämmung nötig. Außerdem berücksichtigt die „Experten-Messung“ nicht die Sonneneinstrahlung auf die Häuser, die bei einer Dämmung wegfällt. Somit wird kaum Gas oder Öl eingespart. Das kann nur jeder selbst.
U.Shukri, per E-Mail
Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor,
sinnwahrend zu kürzen.
Ergebnisse der Leserwahl
Bei welcher Schokolade schmelzen Sie dahin? In der Oktober-Ausgabe 2011 wollten wir es wissen: Wir haben Sie eingeladen, die von uns vorgestellten Nougatschokoladen in Ihrem Bio-Laden zu probieren und Ihre Lieblingssorte zu wählen. Ihr Favorit steht nun fest: Auf Platz 1 landete die Naturata Praliné Nougat, gefolgt von Vivani Praliné.
Die Gewinner unseres Probiersortiments wurden bereits benachrichtigt – Ihnen allen herzlichen Dank fürs Mitmachen!
Parallel dazu fand in 200 Läden eine Verkostung statt. Dort ging Platz 1 an die
Rapunzel Nougat Schokolade; Platz 2 belegte auch dort Vivani Praliné.
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S&K 01/2012
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Luxus Vegetarismus?
Keine „Vegetarier-Kulturlandschaft“
Ist es nicht ein viel größerer „Luxus“, die wachsende Weltbevölkerung mit großteils tierischen Produkten zu ernähren, Flächen für Futtermittelanbau zu verschwenden sowie die Klimaschädlichkeit einer „alles fressenden“ Ernährungsweise zu tolerieren? Soziale Unruhen, ausgelöst durch Engpässe von Fleisch, sind bei der heutigen Fleisch-Überproduktion nicht mehr vorstellbar, sondern vielmehr aufgrund immer knapper werdender Grundnahrungsmittel und Landflächen. Angesichts dessen scheint die Frage zukunftsfähiger, wie man viele Menschen möglichst ressourcenschonend ernähren kann. Vegetarismus und insbesondere Veganismus bieten darauf Antworten.
C. Bockelmann, per E-Mail
Können Vegetarismus bzw. Veganismus die Ernährungsprobleme der Welt lösen?
Diskutieren Sie mit in unserem Forum:
www.schrotundkorn.de/forum
Ihre Redaktion
Frisch auf die Müllkippe
Gotteslästerlicher Umgang
Ich weiß nicht, warum die Ehrfurcht vor dem Nahrungsmittel bei der Mehrheit der Bevölkerung total verloren gegangen ist. Den beschriebenen Umgang mit den Nahrungsmitteln hätte man in meiner Kinderzeit gotteslästerlich genannt – ein Wort, das heute bestenfalls ein mitleidiges Lächeln hervorruft. Man hat bei uns früher auf dem Tisch die Brotkrümel zusammengefegt, vielleicht den Hühnern gegeben. Trotz der Ohnmacht, etwas zu ändern, kaufen wir nur Bio-Produkte, und, wo möglich, aus „fairem Handel“. In den Körben wähle ich die schlechteste Ware, weil ich weiß, die würde am Ende weggeworfen. Jedes andere Verhalten würde mir Angst machen. Ich sehe im behutsamen Umgang mit Lebensmitteln keinen Verzicht, ein solcher Umgang ist Bedürfnis. Leider kann ich keinen Film machen – dafür aber kann man Herrn Thurn nicht genug danken. Ob sich spürbar etwas ändert? Verzeihung, ich fürchte: nein.
Prof. E. Trübenbacher, per E-Mail
Löbliche Ausnahme
Gut gewickelt, sanft geheilt
Mir fehlte der Hinweis auf Krankenhäuser, die Wickel anbieten, z.B. anthroposophische Kliniken wie die Klinik Havelhöhe in Berlin. Dass dort Kassenpatienten neben schulmedizinischen Leistungen noch vieles andere (auch biologische Kost!) erhalten, verdient Anerkennung. Vielleicht gibt es dazu mal einen Artikel?
S. Hohenbild, Pforzheim, per E-Mail
Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.
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S&K 12/2011
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Reis-Rezepte
Überflüssige Kalorienangaben
Die Rezepte sind eine tolle Bereicherung der Vollwertküche. Pfiffig und gut umzusetzen. Allerdings ist es absurd, immer noch die Brennwerte anzugeben. Die Kalorienangaben sagen nichts über die Qualität der Nahrung aus und sind daher nicht brauchbar. Vitalstoffreiche Vollwertkost macht ohnehin nicht dick.
H. Czacharowski, per E-Mail
Zu viel Plastik
Bio sollte auf Glas umstellen!
Nach einem Einkauf bei meinem Bio-Laden frage ich mich oft, was ich eigentlich gekauft habe, um meinen gelben Sack an Plastikmüll schon wieder so voll werden zu lassen. Gerade Bio sollte extrem viel auf Glas umstellen. Allen bewussten Menschen dürfte es nicht zu viel Mühe machen, das Glas wieder in den Markt zu bringen oder in den Recycling-Container.
Kaltenecker, per E-Mail
Lust auf Farbe
Weiße Haare „wegzaubern“
Sie berichten, dass graue Haare nach dem Färben mit Pflanzenhaarfarben immer heller bleiben. Es gibt aber einen Trick, um graue oder weiße Haare in der dunklen Wunschfarbe zu färben: Wenn man sie mit reinem Henna vorpigmentiert und unmittelbar danach mit einer dunklen Farbe färbt, kann man weiße Haare „wegzaubern“ und Nuancen bis hin zu Schwarz erreichen (indem man zunächst mit reinem Henna, dann mit reinem Indigo färbt).
D. Görke, per E-Mail
Wie man sich bettet ...
Weg mit der Billigmatratze!
Danke für diesen Artikel! Der Autor hat (mindestens) zwei Dinge vereint: Information und Leselust. Nur diesen leicht rollendogmatischen Zug fand ich nicht so nett: Was man der hier so gezeichneten Frau alles besser nicht bzw. anders sagen sollte. Und: Nicht, dass ich mir des Bonmots „Wie man sich bettet, so liegt man“ nicht schon längst bewusst gewesen wäre. Aber manchmal (oft?) braucht es ja nochmals einen Anstoß. Also! Wenn mein studentischer Kassensturz es erlaubt, werde ich meine Aldi-Matratze durch eine ökologisch nette ersetzen! Klabauterehrenwort!
S. Weigelmeier, per E-Mail
Tierische Therapeuten
Nicht nur Haustiere sind Freunde
Ich besuche regelmäßig einige Schafherden; diese zutraulichen Tiere sind für mich die besten und liebsten Freunde. Deshalb halte ich es für völlig kontraproduktiv, dass so viele Schrot&Korn-Leser sich einen viehlosen Landbau wünschen, in dem es nur noch Obst- und Gemüsehöfe gibt. Wir brauchen keinen viehlosen Landbau, sondern eine Abschaffung der Massentierhaltung in artwidrigen Haltungssystemen sowie ein Verbot von Hochleistungszucht und Langstreckentransporten.
A. Selmeier, per E-Mail
Das Tier als Partnerersatz?
Vieles an der Hundehalterei erscheint mir abstrus. Immer wieder sehe ich Menschen, die allein leben und das Tier als Partnerersatz benutzen. Das mag für sehr alte oder/und behinderte Menschen stimmig sein, oft scheint mir jedoch die Hinwendung zum Tier andere Kontakte zu vereiteln und in die soziale Isolation zu führen. Ich halte es für eine Einschränkung der Autonomie und Entwicklungsmöglichkeiten bei Mensch und Tier. Und dies in einem Land mit einer der geringsten Geburtenraten Europas.
G. Dreyer, per E-Mail
Alternativen zu Palmöl
Mehr Druck auf Hersteller
Die Leserzuschrift von U. Baatz möchte ich unterstützen. Auch ich fragte bei Naturkostherstellern an, ob Alternativen zu Palmöl/Palmfett gesucht werden. Überraschenderweise stellte ich fest, dass selbst in der Naturkostbranche sich Unternehmen bei bestimmten Kundenanfragen „totstellen“. Nur weitere Kundenanfragen bringen auch hier die Betriebsleitung in Bewegung.
Fr. Mohr, per E-Mail
Synthetische Duftstoffe
Was tun wir uns an!
Was tun wir Menschen uns und der Umwelt durch Gedankenlosigkeit an,
besonders durch die synthetisch hergestellten Duftstoffe in Reinigungsmitteln und Kosmetika. Zur Herstellung von Duftstoffen aus dem Labor werden über 4ooo Chemikalien verwendet. Der Versuch, alle synthetischen Duftstoffe aus dem Haushalt zu verbannen, ist ein
erster Schritt für gesündere Luft, und er lohnt sich. Weil unsere blockierten Riechareale frei werden, können wir wieder die zarten Düfte der Blumen, des Waldes und den Geschmack natürlicher Lebensmittel genießen.
U. Lindenmaier, per E-Mail
„Taste the Waste“
Noch mehr haarsträubende Fakten
Der Autor schreibt, dass vor Valentin Thurn noch nie jemand das Thema Lebensmittelverschwendung ausführlich in einem Kinofilm behandelt hätte. Das möchte ich richtigstellen: Der Amerikaner Jeremy Seifert hat bereits 2009 den Dokumentarfilm: „Dive! Living off America‘s Waste“ herausgebracht, in dem genau dieselben haarsträubenden Fakten Thema sind.
M. Fürst-Gauss, per E-Mail
Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.
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S&K 11/2011
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Süße Experimente
Tafeltrauben aus Deutschland
Sie machen im Artikel keine Unterscheidung zwischen Tafel- und Weintrauben. Bis 1999/2000 war der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland rechtlich beschränkt und es war fast unmöglich, an geeignete Sorten zu kommen. Für manche Bauern ist es ein richtiges Hobby, hier ihr Wissen einzubringen und sich in anderen Ländern umzusehen, denn letztlich hat man für Deutschland noch nicht DIE Tafeltraube gefunden. Es ist übrigens deshalb so schwierig, kernlose Trauben aus Bio-Anbau zu bekommen, weil diese krankheitsanfälliger sind und meist erst durch Hormone, die im Bio-Anbau nicht zulässig sind, richtig groß werden.
G. Winkler, per E-Mail
Diagnose Zöliakie
Heilung durch richtige Ernährung
Zöliakie gilt als unheilbar. Doch Dr. med. Max Otto Bruker war der Ansicht, dass Zöliakie mit der richtigen Ernährung heilbar sei. Als ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin habe ich die Erfahrung gemacht, dass Patienten, die ihre Kost konsequent umstellen, glutenhaltige Getreide nicht meiden müssen. Näheres darüber kann man in den Büchern von Dr. Bruker nachlesen.
A. M. Sacher, A-Tragwein
Weltweit Bio fördern?
Regionaler Anbau
Auf allen Kontinenten wurden Menschen von ihrer herkömmlichen Art zu wirtschaften abgebracht, um für uns zu produzieren. Es gibt weltweit so viele Völkchen, die für Plantagen, Erzabbau usw. gewaltsam davon abgehalten werden, ökologisch zu leben. Dafür, dass Indianer wieder Indianer sein dürften, würde ich gerne auf Schokolade und Kaffee verzichten. Ich fühle mich der Transition-Town-Bewegung verbunden, die auf regionalen Anbau setzt. Mit dem Wahnsinn des weltweiten Konsumgüterverkehrs kann es ja nicht lange weitergehen: Das für Transport benötigte Erdöl wird sehr knapp.
S. Streich, per E-Mail
Öko-Mode aus Plastik
Lob der neuen Recyclingfasern
Grüne Mode wird oft gleichgesetzt mit Mode aus Naturmaterialien. Doch wir sollten uns bemühen, die Ausbeutung von Schafen, Ziegen, Lamas, Kaninchen, Seidenraupen etc. so gering wie möglich zu halten. Außerdem finde ich es nur folgerichtig, dass wir, wenn wir im Sommer Wasser in Plastikflaschen kaufen, im Winter auch die Fleecejacken tragen, die aus den Flaschen in China hergestellt wurden. Ich wünsche den neuen Recyclingfasern mit bester Energiebilanz jedenfalls viel Erfolg und Akzeptanz in der grünen Mode. S. Wilhelm, per E-Mail
Dürre Models
Bitte kräftigere Vorbilder!
Mit Begeisterung und Überzeugung lese ich stets Ihr Naturkostmagazin. Leider sah ich mit großem Entsetzen im September-Heft ein extrem dünnes Model. Da meine Tochter gerade wegen Magersucht im Krankenhaus ist, bitte ich Sie dringend, kräftigere Vorbilder für die Jugend in Ihrem Heft aufzunehmen.
H. Beck, per E-Mail
Nutztiere sind Partner
Keine "Vegetarier-Kulturlandschaft"
Die letzte Ausgabe war voll überschwänglicher Vegetarismus-Briefe. Doch Vegetarismus löst die Problematik von Massentierhaltung, Welthunger, Tiertransporten etc. nicht. Wir leben seit Jahrtausenden in keiner "Vegetarierkulturlandschaft" und sollten uns gut überlegen, ob wir uns den Luxus des Vegetarismus leisten können. Unsere "Nutztierpartnerverträge", dass der Bauer dem domestizierten ehemaligen Wildtier Schutz vor Witterung, Raubtieren, Krankheiten und gesichertes Winterfutter bietet, er aber dafür dessen Milch und Fleisch nutzen kann, sind unverzichtbar und altbewährt. Ohne Rind, Schaf und Ziege gäbe es Ernährungsengpässe mit historisch verbürgtem sozialen Unruhezündstoff und unsere geschätzte heimatliche Erholungslandschaft würde nicht mehr existieren. Die einzig nachhaltige Lösung ist eine flächendeckende, biologische Landbewirtschaftung mit artgerechter Nutztierhaltung sowie eine bewusste vollwertige Mischkost.
G. Maurer, Graz/Stattegg
Leider können wir nicht alle Briefe abdrucken. Wir behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen. Ihre Redaktion
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S&K 10/2011
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Cool bleiben!
In Gelächter ausgebrochen
Cool bleiben konnte ich beim Lesen des Artikels nicht, denn dieser war so gut geschrieben, dass ich mehrmals in lautes Gelächter ausgebrochen bin! Kompliment an die Autorin Sabine Kumm!
A. Schmidhuber, Kraiburg
Rätselgewinn
Urlaub in Südtirol
Wir haben im vorigen Jahr einen Gutschein beim Rätseln gewonnen und diesen jetzt eingelöst. Wir haben einen sonnigen Urlaub in Südtirol verleben dürfen und möchten uns hiermit nochmals ganz herzlich dafür bedanken.
K. Karin, Sachsen
Essen wegwerfen?
Hühner halten!
Wenn Sie nicht gerade in der Großstadt leben, haben wir über die Vorschläge in der Kolumne von Fred Grimm hinaus eine fast ideale Lösung: Wir halten Hühner. Alle Küchenabfälle und Reste wandern in den Hühnerstall. Die Hühner sind dankbar und die Haltung denkbar einfach. Auf fünf mal fünf Metern Freiland lassen sich vier Hühner und ein Hahn halten. Wer einen Garten hat, kann den Speiseplan noch durch Grünabfälle bereichern. Etwas Körnerfutter und Muschelkalk ergänzen die Ernährung. Niemand hat köstlichere Eier auf dem Tisch und für die Kinder ist es ein wunderbares Landwirtschaftserlebnis.
E. Scheurmann per E-Mail
Das ist doch pervers!
Es ist eine Schande und ein Zeichen von Undankbarkeit, so viel Essen in die Mülltonne zu werfen! Dort sterben Kinder vor Hunger – Jean Ziegler hat es knallhart formuliert, deutlicher kann man es nicht sagen: „Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet!“ – Und hier werfen wir Essen in Unmengen weg! Das ist doch pervers!
L. Wuillemin, München
Wenn die Milch bröselt ...
Sehr geehrter Herr Grimm, Sie schreiben: „Wenn die Milch aus der Packung bröselt ...“ Erstens gehören Milch und andere Getränke in keine Packung, sondern in Flaschen. Und zweitens kann man abgelaufene, „bröselige“ Milch entweder als Dickmilch verwenden oder, abgetropft, als Quark. Ich weiß nicht, ob ich hier die korrekte Bezeichnung der entstehenden Produkte widergebe, jedenfalls schmeckt beides ausgezeichnet zu Bratkartoffeln – hier in Rheinhessen zum Schluss mit Zimt bestäubt.
K. Best per E-Mail
Konzepte gegen die Verschwendung
Haben Sie mal abends in Abfalltonnen der Supermärkte geguckt? Schrot&Korn-Leser zum bewussten Umgang mit Nahrung zu ermahnen, ist kaum nötig. Als ich im Bio-Laden arbeitete, war es selbstverständlich, dass es eine Kiste Ware zum halben Preis gab und den Rest haben die MitarbeiterInnen bekommen.
Die Schande sitzt im System: Was wir für eine Zukunft dringend brauchen, ist eine Umstrukturierung des Kapitalismus: Es kann doch nicht angehen, dass angesichts rapide schwindender Bodenflächen derartig mit Nahrung geaast wird! Welche Politiker kann man dazu bewegen, über zukünftige Verteilung von Grundnahrungsmitteln ohne den Konkurrenzdruck der Marktwirtschaft nachzudenken? Es wird Zeit, Konzepte gegen die Verschwendung von Lebensmitteln zu entwickeln. Die Tafeln sind ein guter Ansatz, aber langfristig muss man doch Wege aus einem System finden, das zu viel Schaden anrichtet.
S. Gölz, Hannover
Interview Ursula Karven
Sofort Suchmaschine geändert!
Da ich zurzeit im Ausland lebe, freue ich mich besonders darüber, dass es Schrot&Korn auch als Online-Ausgabe gibt. Mit großem Interesse habe ich das Interview mit Ursula Karven gelesen und sofort zur Suchmaschine www.ecosia.org gewechselt. Vielen Dank und bitte mehr solcher Informationen!
A. Lopez, Spanien
Quellfrisch ins Glas
Bestes Trinkwasser aus dem Hahn
Ich freue mich täglich darüber, dass wir in Deutschland bestes Trinkwasser direkt am Hahn „zapfen“ können. Insofern hat mich bei dem Artikel gestört, dass dieser Hinweis nicht ansatzweise erwähnt wurde. Menschen, die zumindest ein bisschen nachhaltig leben wollen, sollten kein Flaschenwasser kaufen. Wozu müssen Flaschen hergestellt, gespült, recycelt und transportiert werden, wenn Wasser derselben oder manchmal sogar besserer Qualität direkt aus der Leitung und damit auch noch wesentlich billiger zu haben ist?
A. Reinhard, per E-Mail
Ökologischer Wahnsinn!
Wässerchen aus Frankreich, Italien oder gar Bulgarien kommen zu lassen ist angesichts der Transportwege aus ökologischer Sicht absoluter Wahnsinn.
C. Tomalla-Schmidt, per E-Mail
Transport produziert unnötig CO2
Es mag ja sein, dass „Pirin“ aus Bulgarien durch den Ankauf von CO2-Zertifikaten „klimaneutral“ transportiert wird. Fakt ist aber, dass beim Transport der Mineralwässer CO2 produziert wird, das überhaupt nicht nötig wäre. Es gibt in Deutschland viele gute Quellen in jeder Region. Meines Erachtens gehörte es bei solcher Vielfalt generell verboten, Wasser über weitere Strecken als sagen wir mal 200 Kilometer zu transportieren.
M. Schneck-Bellin, per E-Mail
Cradle to Cradle
Müll entsteht beim Kauf
Schrot&Korn informiert und bildet. So ging es mir mit dem Interview über
Cradle to Cradle. Diesen Müllvermeidungsansatz kannte ich bisher nicht. Hinzufügen möchte ich, dass das Müllproblem beim Kauf entsteht. Indem wir unser Konsumverhalten ändern, bekommen wir das wirkungsvoll in den Griff.
P. Airainer, München
Leider können wir nicht alle Briefe abdrucken. Wir behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen. Ihre Redaktion
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S&K 09/2011
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Ein Lesegenuss
Immer schön cool bleiben!
Zauberhaft geschrieben, der Text von Sabine Kumm, „Immer schön cool bleiben“. Gratulation, ein Lesegenuss! Gerne öfter solche Texte.
P. Schmieder per E-Mail
Kolumne
Tauschringe
In Sachen Tauschen gibt es auch die Möglichkeit, sich einem der in ganz Deutschland vertretenen Tauschringe anzuschließen. Ich arbeite seit 15 Jahren im Tauschring in Witten, und er boomt geradezu. Wir tauschen Fähigkeiten, also etwa Kuchenbacken gegen Bohrarbeiten, wobei es sich hier nicht um einen direkten Tausch mit einem anderen Menschen handelt, sondern die Zeit für eine Arbeit wird auf einem Konto festgehalten und kann beliebig bei irgendjemand re-investiert werden.
M. Ruthe, Witten
Leserbrief
Vegetarische Zukunft
Mit Verwunderung habe ich den Leserbrief von U. Neumeister gelesen, wonach eine vegetarische Ernährungsweise über Generationen hinweg gravierende Schäden anrichten soll. Ich kann dazu nur meine Erfahrungen schildern: Während der Schwangerschaft mit meiner Tochter habe ich ausschließlich vegetarisch gelebt. Bei der Geburt wog sie 3750 g – heute, 30 Jahre später, ist sie auch ganz „propper“, obwohl selbst Vegetarierin.
B. Thieme-Sesgör, Stuttgart
Gravierende Schäden durch Fleisch
Hunderte Millionen Inder leben seit Jahrtausenden vegetarisch. Die größte, je gemachte Ernährungsstudie, über die Dr. T. Colin Campbell das Buch „The China Study“ schrieb, wurde in China an Menschen durchgeführt, die seit Jahrtausenden wenig bis keine tierlichen Produkte konsumieren. Sie ergab, dass mit pflanzlicher Vollwertkost (also vegan) mehr gesunde Lebensjahre zu erwarten sind als mit jeder anderen Kost. Ich
kenne einige Europäer (Kinder und Erwachsene), die von Geburt an in zweiter Generation vegan leben und ausnahmslos sehr gesund sind. Was die Kulturgeschichte betrifft, haben sich von den
griechischen Philosophen über die römischen Gladiatoren bis hin zu den Arbeitern im 19. Jahrhundert ein Großteil der Europäer überwiegend vegan ernährt. Es war ein Privileg der Reichen, Tiere zu essen. Ob es für Europäer möglich ist, es schadlos dem Adel nachzutun, wurde ja erst die letzten sechzig Jahre geprüft. Die Schäden (Wohlstandskrankheiten, Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit, Welthunger) sind gravierend.
R. Hoog, Linz
Vegetarisch und kerngesund
Ich bin 55 Jahre und seit über 35 Jahren Vegetarier. Ich bin topfit: körperlich und mental. Meine drei Kinder (22, 19, 19) sind vegetarisch aufgewachsen, treiben seit früher Kindheit Sport und sind äußerst gesund und belastungsfähig. Außer einer gelegentlichen Erkältung kennen wir keine Krankheit. Für eine wissenschaftliche Untersuchung stehen wir gern zur Verfügung. Eine vegane Ernährungsweise würde unsere Gesundheit, vor allem hinsichtlich der Alterungsprozesse, sicherlich nochmal pushen.
W. Voßwinkel, Bielefeld
Kein „Puddingvegetarismus“
Die Einwände gegen Vegetarismus stammen von Leuten, die sich nicht damit
beschäftigt haben. Selbst Veganer sind gesund und leistungsfähig, wenn sie sich vollwertig ernähren. Zur Deckung des Eiweißbedarfes ist kein tierisches Eiweiß notwendig! Wenn ein Vegetarier allerdings dem „Puddingvegetarismus“ frönt, also Auszugsmehle, Fabrikzucker und Fabrikfette zu sich nimmt und womöglich raucht, dann sind Krankheiten, auch der nachfolgenden Generationen, nicht auszuschließen.
S. Köhler per E-Mail
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
zum Leserbrief „Vegetarische Zukunft?“ (06/2011) haben wir viele Zuschriften erhalten. Das Thema „Kann man sich als Europäer über Generationen hinweg gesund vegetarisch ernähren“ wühlt auf. Deshalb haben wir ein Diskussionsforum eingerichtet. Unter www.schrotundkorn.de/forum können Sie mit anderen Lesern Ihre Erfahrungen austauschen.
Ihre Redaktion
Aufruf
Verzicht auf Palmöl
Erstaunlich, wie viele Bio-Produkte Palmöl enthalten. Die Hersteller argumentieren, dass manche Produkte ohne Palmöl nicht in kundenfreundlicher Qualität anzubieten seien (streichfähig bei Raumtemperatur, nicht flüssig im Sommer). Unabhängige Umweltgruppen und Berichte weisen jedoch darauf hin, dass Korruption zur Vergabe von Zertifizierungen führt, auch für Bio-Palmöl Menschen vertrieben und Regenwälder abgeholzt werden! Wir sollten auf Produkte, die Palmöl enthalten, verzichten. Auch Briefe an Hersteller können auf Dauer nicht übersehen werden.
U. Baatz per E-Mail
Leider können wir nicht alle Briefe abdrucken – oder nicht in ganzer Länge.
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S&K 08/2011
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Interview Revolverheld
Für Bio, gegen Gentechnik
Ich habe mich sehr über Ihr Interview mit der Band "Revolverheld" gefreut. Es hat mich überrascht, dass diese Musikgruppe sich für Bio-Essen, Öko-Strom und gegen Gentechnik einsetzt.
R. Weber per E-Mail
Leckere Rezepte
Gelingen immer!
Ich wollte mich einfach mal bei euch für die vielen tollen und leckeren Rezepte bedanken! Sie sind einfach nachzukochen, gelingen immer und schmecken richtig gut! Meine Familie ist auch begeistert. Macht weiter so!
E. Nikelk per E-Mail
Gentechnik
Wir sind Versuchskaninchen
Wissenschaft und Politik arbeiten eng zusammen, wenn es um den großen Profit geht. Bei Genfood macht man uns zu Versuchskaninchen. Nur wenn unmittelbar nach dem Verzehr von Gentech-Nahrung akut Beschwerden auftreten, wird es bemerkt. Keiner würde merken, wenn Kinder von Genfood essenden Menschen kleinere Hirne, kleinere Hoden und eine geschädigte Leber hätten. Genau dies hat Dr. Arpad Pustey aber im Tierversuch herausgefunden. Dr. Carasco konnte schwere Hirnschäden durch Roundup nachweisen. Wir müssen die wichtigsten Entscheidungen des Lebens wieder selbst in die Hand nehmen, denn die Kommissare entscheiden in der Genfrage gegen den Willen des Volkes. Eine Volksabstimmung über Gentechnik könnte dieser menschenverachtenden Totalvergiftung ein Ende bereiten und der Demokratie zu neuem Glanz verhelfen.
V. Helldorff, A-Haimburg
Klimakiller E10
Fördert Armut und Hunger
Wer im Bio-Laden einkauft, also Geld dafür ausgibt, um sich und der Welt etwas Gutes zu tun, darf kein E10 tanken, nur weil der Liter 5 Cent billiger ist. Bio-Kraftstoff ist ein Klimakiller, verursacht massive Waldrodungen (CO2-Freisetzung!) und fördert Hunger und Armut. Denn die Preise für Grundnahrungsmittel steigen, wenn man sie auch an Mineralölkonzerne verkaufen kann. Diese Kraftstoffe Bio zu nennen ist eine Farce.
C. Späth, Stuttgart
Weltweit Bio fördern
Regional und aus Übersee
In der Juni-Ausgabe bin ich zweimal auf die These gestoßen, dass von weit her importierte Bio-Produkte kein wahres Bio mehr seien. Natürlich sollten wir unser Essen zum Teil regional beziehen, zum Teil aber auch aus ferneren Ländern. Es liegt doch in unserem Interesse, dass Bio-Landbau überall auf der Welt ausgebaut wird. In vielen Ländern ist das Bewusstsein für Bio-Landbau bzw. das nötige Geld (noch) nicht vorhanden, sodass die Bauern dieser Länder darauf angewiesen sind, dass wir ihre Produkte kaufen. Indem man also abwägt, welche Produkte man regional und welche man aus Übersee bezieht, fördert man auf lange Sicht den Fortbestand und die Weiterentwicklung des Bio-Landbaus in den entsprechenden Ländern.
E. Schmitt per E-Mail
Weichmacher wandern
Plastikfolie – alles Käse!
Passen Plastikfolie und Bio-Käse zusammen? Meiner Meinung nach nicht. Es ist bekannt, dass Kunststoffe Weichmacher enthalten, die krebserregende schädliche Stoffe an ihre Umgebung abgeben. Warum also stapeln sich in Käsetheken Bio-Käse in Plastikfolie? Wegen des Geruchs? Wegen der Hygiene? Vorportioniert wegen der Zeitersparnis? Alles Käse!
B. Heine per E-Mail
Gärtnern in der Stadt
Schnecken sogar in der 5. Etage
Auf meinem 12-m²-Balkon in der 5. Etage wachsen Oliven, Pflaumen, Wein und Johannisbeeren. Zucchini breiten sich im Kasten aus und Tomaten sprießen in allen Farben in Töpfen. Natürlich alles selbst gezogen! Dazwischen Rosen, Rittersporn, Malven – alles, was in einen richtigen ‚Etagen'-Garten gehört. Ein Meisenpaar brütet jedes Jahr im Kasten; gestern sind die Jungen ausgeflogen. Grünfinken und Rotkehlchen schauen ebenfalls gelegentlich vorbei. Von Zeit zu Zeit pflügt ein Eichelhäher die Pflanzkästen um. Ob der in der Erde nach Schnecken sucht? Die gibt es im 5. Stock reichlich. Gern würde ich Ihren Autor mal zu mir einladen, vor allem nachts. Nein, ich tu' ihm nichts, aber er kann den Schnecken beim Knabbern zuhören, wenn die sich mit Begeisterung über meine giftfreien Pflanzenblätter hermachen. Also von wegen, keine Schnecken in der Stadt! Ich kann das nicht bestätigen; das Gärtnern unterm Stadthimmel macht mir trotzdem viel Spaß.
U. May, Düsseldorf
Irreführende Deklaration
Fleisch- und Milchprodukte
Es gibt keine Kennzeichnungspflicht auf Fleisch- und Milchprodukten für das Erzeugerland. Nur eine Deklarierungspflicht für die Überwachungsbehörden: Ein Oval, in welchem EG für Europäische Gemeinschaft, DE für Deutschland und BY für Bayern steht, wenn es aus Bayern kommt. Außerdem befinden sich einige Zahlen darin, die der nachforschenden Behörde beim Aufspüren helfen. BY für Bayern oder NRW für Nord- Rhein-Westfalen bedeutet nicht, dass das Produkt in BY oder NRW erzeugt wurde, sondern dass es hier – zuletzt – bearbeitet bzw. verpackt wurde. Es kann also aus irgendeinem Land der Welt stammen. Der Gesetzgeber hat bei seinem ovalen Zeichen darauf geachtet, dass anstelle des Erzeugerlands drei Zahlen stehen, deren Schlüssel nur er kennt. Haben Lobbyisten in Brüssel bei diesem Gesetz mitgemischt? Wenn es schon keine Kennzeichnungspflicht für Verbraucher gibt, sollte man uns wenigstens nicht in die Irre führen. So bleibt es jedem überlassen, Fleisch oder Milch dubioser Herkunft zu verzehren.
H. Emrich, Bonn
Leider können wir nicht alle Briefe abdrucken – oder nicht in ganzer Länge.
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