Leserbriefe
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Danke für Themenwahl
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Doug Tompkins
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Wie schmeckt Bio?
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Interview mit Attila Hildmann
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Vielfalt auf dem Acker
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Durch und durch Bio?
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Rezepte – Genießen
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| Brandenburg | 10,8 % |
| Saarland | 10,6 % |
| Hessen | 10,3 % |
| Meck.-Vorpommern | 9,0 % |
| Stadtstaaten zusammen | 8,5 % |
| Baden-Württemberg | 8,0 % |
| Bayern | 6,5 % |
| Rheinland-Pfalz | 5,7 % |
| Nordrhein-Westfalen | 4,8 % |
| Sachsen-Anhalt | 4,6 % |
| Thüringen | 4,4 % |
| Sachsen | 3,9 % |
| Schleswig-Holstein | 3,5 % |
| Niedersachsen | 2,8 % |
| Alle Bundesländer | 6,1 % |
(Quelle: BMELV, 31.12.2011)
Ihre Redaktion
Kolumne
Vom Papiersparen und anderen „Schrullen“
Ihr letzter Artikel in der Oktoberausgabe war einfach zu schön. An der Stelle „Auf einem Blatt mit unbedruckter Rückseite, bitte“ habe ich laut gelacht und wusste sofort, um was es geht – ich mache es genauso! Und finde es gut. Auch die anderen Möglichkeiten „mit den Sachen anders umzugehen“ kenne und praktiziere ich ähnlich. Machen Sie auf jeden Fall weiter so, und falls ich Sie in Hamburg mal treffen sollte, werde ich Sie auf jeden Fall ansprechen, um mich angeregt über neue Sparsamkeitstipps mit Ihnen auszutauschen.
S. Johannisson, per E-Mail
Spartipps
Ich verbastele gern Zeitschriften zu Briefumschlägen und Postkarten, und wurde schon einmal wegen so eines Sparbriefes kritisiert. Seit den 80er-Jahren hat ein niederländisches Ehepaar mehrere Bücher zum Thema herausgegeben – als beide merkten, dass viel Geld zu verdienen sie nicht glücklich macht. Die Titel heißen zum Beispiel „Geld oder Leben“ und „Knausern Sie sich reich“ (von Hanneke van Veen und Rob van Eeden, Anmerkung der Redaktion). Vielleicht haben Sie einmal Lust zu stöbern?
A. Merten, per E-Mail
Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.
Hilfreiche Artikel
Informationsquelle Schrot&Korn
Seit zwei Jahren arbeite ich nun im Bio-Laden und so lange lese ich auch die Schrot&Korn. Für die Kundenberatung haben sich schon einige Artikel bewährt. Aber nicht nur für die Arbeit im Laden sind die Artikel wertvoll. Auch für meine Facharbeit über die Nahrungsmittelbeschaffung der Zukunft und die wachsende Weltbevölkerung waren sie schon oft sehr hilfreich, wie zum Beispiel die Artikel über Landgrabbing und die Palmöl-Industrie. Bei euch kann man sich einfach auf die Seriosität der Informationen verlassen! Ein super Timing, weil in den letzten Ausgaben alle für mich passenden Artikel erschienen sind!
S. Sowa (19 Jahre), München
Pfanne statt Backofen
Energiesparender kochen!
Vielen Dank für Ihr schön gestaltetes Heft mit interessanten Beiträgen. Leider vermisse ich bei Ihren Kochrezepten den energetischen Aspekt. Sehr häufig wird der Backofen benutzt. Bei kleinen Haushalten ist es aber nicht sinnvoll, Speisen in der Backröhre zu garen. Sie sehen zwar schön aus, die Herstellung verbraucht aber eine Menge Energie. Vieles kann man auch in einer Pfanne überbacken.
U. Widmann, per E-Mail
Öko-Mode für Kinder
Tierqual auch bei Naturmaterialien
Die Informationen über Schadstoffe in Kleidung waren ebenso erhellend wie schockierend. Ein wichtiger Aspekt hat mir bei den sogenannten Naturstoffen wie Wolle und Seide gefehlt: die ethische Seite. Beide Materialien sind mit Tierqual verbunden und für jeden bewusst lebenden Menschen absolut untragbar. Für Seide sterben Millionen von Raupen, die in ihren Kokons zu Tode gekocht werden, für Wolle leiden unzählige Schafe, die zumeist unbetäubt kastriert, geohrlocht, zu früh geschoren werden und den Witterungsbedingungen häufig mangels Schutzhütten wehrlos ausgeliefert sind, woraufhin immer wieder Tiere sterben. Schafe produzieren nur so viel Wolle, wie sie selbst benötigen, der Mensch ist es, der sie zum Klamottenlieferanten überzüchtet hat. Glücklicherweise werden im Artikel umwelt- und tierfreundliche Alternativen angesprochen.
J. Widera, per E-Mail
Nur für Babys und Kleinkinder
Ich war ja sehr entzückt, so viele Adressen für Öko-Kinderkleider in der Schrot&Korn-Septemberausgabe zu finden. Leider bieten die meisten nur Babykleider und Kleinkindersachen an. Meine Jungs sind inzwischen bei Größe 134+ und wachsen weiter. Ich hätte gerne Alternativen zu Hess Natur gehabt, auch preislich. Wenn meine Jungs die Jeans innerhalb von kürzester Zeit durchscheuern, egal welche Qualität, dann müssen sie nicht unbedingt 40–50 Euro kosten. Da geht auch Second Hand nicht (weil schon kaputt). Was ich auch schade fand: Für Mädchen gab es schon eher eine Auswahl. Ich habe zwei Jungs – die tragen weder orangene Blümchenshirts noch Kleidchen.
D. Zeissler, per E-Mail
Plädoyer für Querdenker
Leserbrief von T. Boehm in Heft 9/12
Der Leser möchte seine Informationen doch bitte nicht nur über das Internet beziehen, sondern sich direkt im Krameterhof von Sepp Holzer umsehen. Hilfreich wäre auch gewesen, erst einmal Holzers Bücher zu lesen. Querdenker haben es immer schwer. Seien wir froh, dass solche Menschen es immer wieder wagen, gegen eine gigantische Lobby anzutreten! Ich kann nur hoffen, daß sich Sepp Holzer seinen Mut nicht nehmen lässt.
H. Edlich, per E-Mail
Markennamen nennen!
Glyphosat im menschlichen Urin
Ich musste erst aufwendig im Internet recherchieren, in welchen Mitteln Glyphosat drin steckt. Daraufhin habe ich „Roundup“ sofort aus meinem privaten Bestand genommen. Warum haben Sie an keiner Stelle des Beitrags „Roundup“, den Marktführer unter diesen Mitteln, genannt?
E. Rosenau, Bad Bevensen
Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.
Schnappschuss aus Weikersheim
Dass Katzen wasserscheue Tiere sind – und wirklich überall ein gemütliches Plätzchen finden – zeigt dieser fotografische Beweis eines tierischen „Zeitungsständer-Missbrauchs“: Vor einem Regenguss flüchtete das schöne Tier in einen trockenen Unterstand vor einem Hofladen in Weikersheim. Vielen Dank an Michael Raab für diesen entzückenden Schnappschuss!
Ihre Redaktion
Trend Tierfabriken
Nur Bio kann den Wahn stoppen!
Man möchte mal wissen, ob die Leute aus Alt-Tellin bis dato Bio-Fleisch und -Milchprodukte gekauft haben. Jetzt wird pro-testiert gegen die Massentierhaltung. Genau wie bei Atomstrom, der gerne bezogen wird, solange kein Kraftwerk in der Nachbarschaft geplant ist. Dann ist man auf einmal Atomkraftgegner. Ebenso Bürgerinitiativen gegen Handymasten: Von denen will auch jeder guten Empfang im ganzen Land. Bestrahlt werden sollen aber die anderen. Die Massentierhaltung ist ethisch nicht zu tolerieren. Nur Bio kann den Wahn stoppen. Was nicht gekauft wird, wird auch nicht produziert.
S. Boersz, Kander
Massentierhaltung abschaffen
Die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt hat eine Petition gegen die Massentierhaltung verfasst. Unsere Leserin I. Baus aus Neudenau bittet um weitere Unterstützung. Wer die Petition unterzeichnen will, kann dies im Internet tun: http://albert-schweitzer-stiftung.de/tierschutz-helfen/petitionen/petition-gegen-die-massentierhaltung
Ihre Redaktion
Kolumne von F. Grimm
Jeden Monat Freude
Herr Grimm schreibt nicht nur rhetorisch sehr ansprechend, sondern auch seine Inhalte sind hochinteressant und sprechen von großer Menschlichkeit und Intelligenz. Ich freue mich jeden Monat auf die letzte Seite des Naturkostmagazins.
I. Bergmann, München
Faltenfrei mit Anti-Aging?
Runter vom Schönheitswahn!
Sie sind also – wie jedes oberflächliche Journal für die breite Masse – der Meinung, dass man Falten mit „Anti-Aging“ begegnet. Was halten Sie davon, endlich von dem krank machenden Schönheitswahn runterzukommen und statt „Anti-Aging“ Selbstannahme zu propagieren? Der Mensch kann nur heilen, wenn er sich selbst bedingungslos annimmt, so wie er ist, mit allen Falten und Ticks, statt sich Cremes auf den Körper zu schmieren?
B. Hepp, per E-Mail
Zutatencheck im Netz
Service für Vegetarier und Veganer
Als Betreiber von vegpool.de, einem vegan/vegetarischen Internetmagazin, habe ich einen „Zutatencheck“ integriert, mit dem man prüfen kann, ob Zutaten vegan/vegetarisch sind. Gerade bei Zusatzstoffen (die teilweise auch in Bio-Lebensmitteln zu finden sind) ist das nicht immer eindeutig. Basis ist eine umfangreiche, redaktionell betreute Datenbank, die weit über 1000 Begriffe enthält und ständig erweitert wird. Hier die Adresse: www.vegpool.de/magazin/zutaten-check.html
K. Dreißig, Berlin
Interessierte Jugend
Nicht alle sind „Facebooksüchtig“!
Ich bin 15 Jahre alt und lese seit 3 Jahren Ihre Zeitschrift. Ich wohne weder auf einem Bauernhof noch gehe ich in die Waldorfschule, trotzdem interessiere ich mich für Themen wie Nachhaltigkeit und Landwirtschaft. Besonders interessiere ich mich für Pflanzen und ihre Heilwirkung. Ich kenne viele Jugendliche, die sich für Themen wie Nachhaltigkeit und Klimawandel interessieren. Wir haben in meiner Stadt auch eine Jugendgruppe. Mich nervt, dass ältere Leute Jugendliche oft nicht ernst nehmen und glauben, sie seien die einzig vernünftige Generation, dabei werden alle Jugendlichen oft als „Facebook-Süchtige“ abgestempelt. Ich glaube, dass es immer notwendiger wird, dass die Menschen sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen.
Klara, per E-Mail
Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.
Lob und Begeisterung
Weiter so, Schrot&Korn!
Nach ca. 10 Jahren habe ich Ihre Zeitschrift wieder gelesen. Und ich bin begeistert. Schrot&Korn kann sehr gut mit Lifestyle-Publikationen wie Landlust & Co. mithalten, wenn sie nicht sogar besser ist. Die Artikel sind informativ und gut geschrieben, die Mischung ist abwechslungsreich. Wirklich begeistert bin ich über die ausführlichen Linklisten am Ende der Artikel. In dieser Form kenne ich das von keiner anderen Zeitschrift. Weiter so!
A. Lunau, per E-Mail
Murks garantiert
Kolumne von Fred Grimm
Das Problem der beim Produzieren eingeplanten beschränkten Laufzeit von Waren ist nicht neu. Ich habe seit meiner Kindheit in den 1970er-Jahren immer wieder beobachtet, dass Artikel schneller kaputt gehen als vermutlich nötig. Ich bin früh dazu übergegangen, fast alles möglichst gebraucht zu kaufen. Vieles ist von den Besitzern wenig oder gar nicht benutzt worden, es kostet die Hälfte, und der Ärger, wenn es dann kaputt geht, hält sich in Grenzen.
G. Coldewey, Berlin
Braten schöngeredet?
Perspektiven: Trend Tierfabriken
Kann eine Tierfabrik in Bio wirklich besser sein? Oder ist es nur ein Versuch, sich den Braten schönzureden? Wir sollen hier in unserem mecklenburgischen Dörfchen 14966 „Öko“-Legehennen – gegen den Willen der Einwohner – mitten ins Dorf, in ein Landschaftsschutzgebiet, direkt vor die Nase gesetzt bekommen. Wir sind mehr und mehr entsetzt, was sich hinter dem „Bio“-Etikett tatsächlich gegen die Tiere abspielt und haben deshalb als Händler aufgehört, Fleisch oder Eier aus Öko-Tierfabriken zu verkaufen.
R. und S. Klück, Groß-Markow
Kritik am Agrar-Rebellen
Interview mit Sepp Holzer
Der Bericht und die Vorgehensweise von Sepp Holzer haben mich begeistert. Eine Alternative zur industriellen Landwirtschaft mit ihren verheerenden Folgen. Bei eigener Recherche im Anschluss sind mir aber auch kritischere Meinungen aufgefallen. So erwirtschaftet der Krameterhof seine Umsätze fast nur über Führungen, Beratungsleistungen und Buchveröffentlichungen. Beratungskunden klagen teils vor Gericht. Ein Punkt für seinen Erfolg ist daher sicher auch, dass sich Sepp Holzer sehr profitabel zu vermarkten weiß. Wie man sieht, gibt es auch hier kein Schwarz-Weiß. Das kommt in Eurem Artikel leider nicht zum Ausdruck. Ich würde mir daher in Zukunft etwas differenziertere Berichte wünschen.
T. Boehm, per E-Mail
Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.
LESERBEFRAGUNG 2012
Wie schön, dass Sie dabei waren!
4795 LeserInnen haben an unserer Befragung teilgenommen. Der Fragebogen lag jedem vierten Heft bei. Der Rücklauf liegt somit bei 1,7 %.
Vielen Dank! Ihr Feedback zu Inhalt und Gestaltung hilft uns, Schrot&Korn weiterzuentwickeln. Insgesamt haben Sie das Heft mit einer 1,7 benotet und mit Ihren Antworten bekräftigt, dass Sie die Rezepte, aber auch die Themenauswahl der Hintergrundberichte schätzen. Über die Hälfte der Befragten liest Schrot&Korn bereits sechs Jahre und länger.
Danke für Ihre Treue! 17 Prozent gaben an, das Heft seit drei Jahren oder kürzer zu lesen. Es freut uns, dass diese Gruppe mitgemacht hat, denn wir wollen ja auch Neuleser ansprechen. Viele Leser finden das Thema Ernährung besonders interessant. Das ist ein weites Feld.
Was interessiert Sie genau? Wir freuen uns über Anregungen.
Ihre Redaktion
Kinder-Leser-Mal-Brief
Schrot&Korn als Bastelvorlage
Wir sind fleißige Schrot&Korn-Leser. Anbei findet Ihr einen Kinder-Leser-Mal-Brief von unserer kleinen Tochter Eva (fast 4 Jahre), den sie heute aus den Bildseiten der Juni-Ausgabe gebastelt und gemalt hat. Vielleicht gefällt Euch, was unsere Tochter aus Eurem Heft gemacht hat!
Fam. Morick, per E-MailLiebe Eva, wir finden Deinen Leser-Mal-Brief wunderschön – vielen Dank!
Die Redaktion
Wir sind viel zu nett!
Ausgabe 5/2012: Kolumne
Fred Grimm hat recht: Wir sind viel zu nett, angesichts der desaströsen Bilanz des herrschenden Systems von (Umwelt-)Zerstörung, (Umwelt- und Menschen-)Verschwendung, von Konzernen aufgenötigter grüner Gentechnik usw. Wir trauen uns nicht mal, dieses System in Frage zu stellen! Ich wünsche mir eine starke außerparlamentarische Opposition aller Menschen, die sich mit diesen Zuständen nicht abfinden wollen. Ich wünsche mir, dass wir so laut sind, dass uns dieses System, das uns auf x-fache Weise schadet, nicht mehr überhören kann und gezwungen ist, diese Zustände zu ändern.
E. Padberg, per E-Mail
Motivierender Artikel
Ausgabe 5/2012: Hunger auf Land
Ich bedanke mich bei Leo Frühschütz für seinen engagierten Artikel. Toll, dass Schrot&Korn politisch Flagge zeigt. Der Autor hat mich motiviert, mich in diesem Bereich zu engagieren. Weiter so, Leo und Schrot&Korn!
H. Simon, Boppard
Von der Kuh zum Käse
Unsinn der Enthornung bei Kühen
Mit Verwunderung lese ich, dass auf Bio-Höfen der Unsinn der Enthornung der Kühe selbstverständlich ist. Wenn die Laufställe zu klein sind, kann nur eine geringere Anzahl der Kühe das Problem lösen. Auch bei Demeter-Höfen gibt es diesbezüglich strenge Bestimmungen, denn Enthornung ist wie Fingeramputation beim Menschen. Bio, quo vadis?
R. Bruhn, per E-Mail
Trauriger Start in ein Tierleben
Ihre Ausführungen über die ersten Lebenswochen der Kälber erwecken den Anschein eines idyllischen Tierlebens. Die Realität ist jedoch härter. Die Trennung von Mutter und Kalb ist für beide mit großem Leid verbunden. Ein trauriger Start für ein Tier, das entweder nach kurzem Leben für die Kalbfleischproduktion getötet wird oder ein Leben als Milchkuh vor sich hat, die nach Erbringung der geforderten Leistung ihren letzten Gang auf den Schlachthof antreten muss.
K. Wuthenow, Jena
Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.
Ihre Lieblings-GrIllsoße
Die Schrot&Korn-Leser haben gewählt!
Welche Soße macht Gegrilltes für Sie erst richtig perfekt? Zum Auftakt der Freiluft-Saison, in der Maiausgabe 2012, haben wir Sie eingeladen, ausgewählte Grillsoßen in Ihrem Bio-Laden zu probieren, und uns Ihre Favoriten zu verraten. Viele tausend Leserinnen und Leser haben sich beteiligt – Ihnen allen ein großes Dankeschön!
Und das ist das Ergebnis: Unsere Leser wählten „Cajun Island“ von Sanchon auf Platz 1 und „Brazilian Fire“ von Naturata auf Platz 2. Die Teilnehmer der Verkostungen in rund 200 Bio-Läden fanden einen anderen Favoriten: Hier landete „Grill & Fondue Senf“ von Byodo auf dem Spitzenplatz, während der 2. Platz wiederum an Naturatas „Brazilian Fire“ ging. Die Gewinner unseres Probiersortiments haben wir bereits benachrichtigt – herzlichen Glückwunsch und viel Vergnügen beim Grillen und Genießen!
Lächeln ins Gesicht gezaubert
Schrot&Korn 5/2012: Bereit für den Sommer
Ich möchte der Autorin Sabine Kumm ein äußerst großes Lob zu Ihrem Artikel aussprechen! Sie haben es geschafft, mir mit Ihren humorvollen, echten Zeilen viele Lächeln ins Gesicht zu zaubern! Herzlichen Dank und weiter so!!!
C. Schwaiger, per E-Mail
Von Monsanto zur EFSA
Bitte immer die Verantwortlichen nennen!
Danke für diese Meldung (Heft 5/2012, Anm. d. Red.), solche finde ich nämlich nicht in meiner Lokalzeitung. Meine Bitte: Nennen Sie möglichst immer die verantwortlichen Politiker/-innen, damit die Leser dorthin schreiben können. Ich habe bei Verbraucherministerin Aigner protestiert. Solche Stellenbesetzungen in Bundes- und Landesbehörden und im Bereich Ernährung und Umwelt sollten Sie immer mit dem beruflichen Lebenslauf der Personen nennen.
E. Weck, per E-Mail
Protestmails an EU-Institutionen
Ich habe die o.g. Meldung gelesen und der EFSA-Direktorin – und auch den anderen Mitgliedern der EFSA, deren Mailadressen ich finden konnte – eine Protestmail geschickt. Außerdem habe ich diese E-Mail an den Europäischen Bürgerbeauftragten, die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher und an die Exekutivagentur für Gesundheit und Verbraucher geschickt. Ich bitte um Kenntnisnahme und Weiterverbreitung, damit so vielleicht noch mehr Bürger ihre Entrüstung zum Ausdruck bringen können.
A. Bügener, per E-Mail
Den Wortlaut der Protestmail finden Sie im Internet unter www.schrotundkorn.de/efsa-protest. Ihre Redaktion
Bitte schärfer werden!
Mai-Ausgabe 2012: Lob und Ermutigung
Super Mai-Ausgabe, super Beiträge. Sie schreiben von 6,10 Euro Mindestlohn für Erntehelfer beim Erdbeerpflücken. Bitte schreiben Sie mal über Mindestlöhne in den Naturkostläden. Meine Tochter bekam dort als Aushilfe nur 4 Euro pro Stunde. Wie Herr Grimm in der super Kolumne schrieb: Wir sind einfach zu nett – bitte werden Sie in den Interviews etwas schärfer. Auch Bio-Firmen darf man strenger befragen. Ich selbst habe in den über 10 Jahren als Schrot&Korn-Leser dank Ihrer vielen guten Artikel meinen Lebensstil total verändert. Mein Auto habe ich abgeschafft, nutze gelegentlich Car-Sharing, meinen Stromanbieter habe ich gewechselt, meine Lebensmittel kommen zu 100 Prozent aus dem Bio-Laden, und dort greife ich zu Produkten von Firmen, die mir durch Sie bekannt sind. Ich arbeite meinem Bio-Laden aktiv regionale Erzeuger zu. Mir persönlich geht es seitdem viel besser. Nur: Das alles reicht nicht, da ich trotz unermüdlicher Dialoge keinen meiner Mitmenschen erreiche. Leider begreift niemand, dass wir als Kunden die Macht haben. Bitte macht weiter – ich versuche es auch.
S. Neubert, per E-Mail
Hunger auf Land
Noch viel drängendere Probleme zu bewältigen
Es wäre gewiss ein erster guter Schritt in die richtige Richtung, wenn zukünftig Investoren bei ihrer Tätigkeit die Prinzipien für verantwortliche landwirtschaftliche Investitionen berücksichtigten. Bedauerlicherweise besteht dafür keine Verpflichtung. Zu bedenken ist allerdings, dass es in den fraglichen Ländern viel drängendere Probleme zu bewältigen gibt. Vor der Verhinderung von Landgrabbing sollte es das Bestreben der Industrienationen sein, auf der politischen Ebene eine menschenfreundliche Umstrukturierung voranzutreiben. Themen wie Existenzsicherung würden somit von einem humanitären Hilfsprojekt Dritter zu einer landespolitischen Aufgabe avancieren. Aber – wie so oft bei so vielen Baustellen auf der Erde – ist es letzten Endes besser, das eine zu tun und das andere nicht zu lasssen. Danke an alle Menschen, die sich für die Rechte anderer einsetzen!
V. Knierim, per E-Mail
Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.
Wie zu Sultans Zeiten
April-Rezepte: Wahre Kunstwerke
Die Fotos zu euren Rezepten sind wahre Kunstwerke! Solch stimmungsvolle Stillleben – die würde ich mir am liebsten als große Gemälde an die Wand hängen. Eure sowieso sehr lesenswerte Zeitschrift wird dadurch noch deutlich aufgewertet. Ein großer Dank an die entsprechenden Künstler(innen).
A. Barnick, per E-Mail
April-Rezepte: Rechtlos im Harem
Die türkischen Rezepte klingen wunderbar, weit weniger verzaubernd ist deren journalistische Begleitung. Die Rechtlosigkeit der in des Sultans Harem verbannten Frauen sollte so wenig freudiges Kolorit darstellen wie das Elend schwarzer Sklaven in einem Beitrag zur Südstaatenküche, umso weniger, als die Lage von Frauen in islamischen Ländern und vom Islam beherrschten Gemeinschaften von Rechtlosigkeit und Gewalt geprägt ist. Das betrifft nicht alle muslimischen Frauen, zum Glück, aber den Großteil der in der islamischen und vor allem islamistischen Welt lebenden Frauen. Die „exotischen weiblichen Schönheiten“ des Sultans stellen eine absolut unangemessene Verschleierung dieser hochproblematischen Menschenrechtsverletzungen dar.
G. Kämper, per E-Mail
Nicht nur für Frauen
Schrot&Korn in Film und Video
Mir haben der Beitrag „Mitarbeiter übernehmen Naturkost-Magazin“ im BR-Fernsehen und das Firmenvideo gefallen. Aufgefallen ist mir jedoch, dass im letzteren Video eher die Frauen (wörtlich: Leserinnen) angesprochen werden mit dem Schrot&Korn-Magazin. Ich als Mann möchte auch angesprochen werden. Als Grafiker im Süden der Niederlande mache ich meine Bio-Einkäufe in Aachen, nehme die Schrot&Korn mit nach Hause und freue mich immer auf die nächste Ausgabe.
Rob, per E-Mail
Wo ist die Einfachheit?
Aus der Seele gesprochen
Die Zuschrift von A. von Kotzebue spricht mir aus der Seele. Es kann doch nicht der Auftrag der Bio-Branche sein, alles Machbare auch in Bio-Qualität anzubieten.
L. Trommer, per E-Mail
Bombardementartiges Werben
Mich stört schon lange das bombardementartige Werben der verschiedenen Firmen für ihre „gesunden“ Produkte. Es geht schon lange nicht mehr um Gesundheit bzw. natürliche und gute Nahrungsmittel – nein, es geht auch bei den „gesunden“ Firmen um Verkaufszahlen. Die Umwelt ist dabei Nebensache (Verbrauch von immer mehr Verpackungsmaterialien jeglicher Art). Zudem bin ich der Meinung, dass auch die geistige Gesundheit (ich nenne es die „Inwelt“) beachtet werden sollte, indem man nicht auf der Welle mitschwimmt, wo alle modern sein wollen und versuchen, Englisch zu sprechen. Warum brauchen wir in Deutschland „Sticks“, „Snacks“, „Cookies“, „chocolate“, „tabs“ und „liquids“?
A. Peetz, per E-Mail
Maßlose Verschwendungssucht
Mir geht es nicht unbedingt um die fehlende Einfachheit. Ich freue mich durchaus über die vielfältigen Angebote, aber der Luxus sollte nicht auf Kosten der Umwelt gehen. Viele Transportwege sind wirklich überflüssig. Es müsste auch mehr Gewicht auf saisonale Produkte gelegt werden. Besonders liegt mir am Herzen, die maßlose Verschwendungssucht einzudämmen. Kürzlich bat ich eine Bio-Laden-Verkäuferin, mir ein zum Wegwerfen bestimmtes Kräuterbündchen, das mir noch sehr gut erschien, zu überlassen. Ich bot sogar an, meine Eigenverantwortung schriftlich niederzulegen. Schließlich sei ich selbst in der Lage zu prüfen, ob ein Produkt noch genießbar sei. Die Verkäuferin lehnte ab und erklärte mir glaubhaft, sie dürfe das nicht, da der Bio-Laden sonst hohe Geldstrafen riskiere. Wer macht solche unverantwortlichen Vorschriften?
S. Unger, Münster
Lieber Fahrrad fahren
Mit Spannung in die Zukunft
Was mich bei den ganzen Plänen um das Elektroauto, das elektrische Fahrrad und diverse andere Errungenschaften etwas irritiert, ist die nicht gestellte Frage, woher der Strom dafür kommt. Denn schon jetzt wird geklagt, dass ohne Atomstrom der Bedarf nicht gedeckt werden kann. Wie wird es dann erst sein, wenn wir alle unsere Elektroautos haben? Ich muss ehrlich sein, vor dem Atommüll fürchte ich mich mehr. Über eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Deutschlands Straßen als umweltentlastende Maßnahme wird gar nicht mehr diskutiert in unserem Freiheits- und Mobilitätsdrang. Da fahre ich lieber mit dem normalen Fahrrad, und bei Bedarf mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
M. Enzensberger, per E-Mail
Jetzt noch besser!
Lob für Schrot&Korn
Seit vielen Jahren nehme ich Ihre Zeitung aus dem Bio-Laden mit und blättere gern mal durch. In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass ich noch länger darin lese als früher und teilweise Artikel herausreiße, um sie später noch mal zu lesen oder Rezepte nachzukochen. Irgendwas haben Sie wohl verbessert, aber genau kann ich nicht sagen, was es ist. Vielleicht sind die Artikel anders aufgemacht, kürzer oder spezieller und nicht so allgemein – ich weiß es nicht. Ich wollte nur mal sagen, dass mir die Zeitung jetzt noch besser gefällt – weiter so!
T. Vogel, per E-Mail
Nachhaltiger leben
Zum Interview mit Christiane Paul
Anlass meines Schreibens ist das frische und köstliche (wenn auch nicht frischköstliche) Interview. Meine Frau und ich leben seit vielen Jahren bio und haben einen eigenen großen Gemüsegarten. Es ist für uns ein bewusster Verzicht, ohne Fernsehen, Handy und Internet zu leben. Wir beziehen Strom aus 100% erneuerbaren Energiequellen. Auch unsere Freizeitgestaltung ist CO2-arm: Wandern, Schwimmen, Lesen. Es geht! Weniger Hektik und mehr Lebensqualität erfüllt unsere Tage. Wir haben nicht den Eindruck, dass unser Beispiel Schule macht. Da sind wir wie Christiane Paul zurzeit pessimistisch. Doch glauben wir: Unsere Menschheit auf diesem Planeten benö-tigt eine Wandlung, will sie auf Dauer überleben.
H. Reichhelm, Tuttlingen
Lob für Fred Grimm
Ein Schuss Galgenhumor
Ihre Zeitung ist informativ, hat ein tolles Layout, und das Beste kommt immer zum Schluss: Die Kolumne von Fred Grimm. Ich liebe die Art und Weise, wie er seine Artikel verfasst, spritzig, wahrheitsgetreu und gekrönt mit einem Schuss Galgenhumor. Besonders möchte ich ihm gratulieren zur Kolumne aus Heft 3/2012 „Ich bin so froh, kein Huhn zu sein“. Sie ist besonders treffend, und ich finde es gut, wenn solche Themen provokativ dargestellt werden.
D. Wagner, Luxemburg
Anregung zum Umdenken
Ich habe überlegt, die Seite zu kopieren und zu verteilen. Genauso sieht die Realität aus! Das hat nichts mit dem Schlechtmachen von Nahrung zu tun. Es soll zum Umdenken anregen. Ich esse kein Fleisch mehr aus konventioneller Haltung!
F. Zimmermann, per E-Mail
Bescheidenheit üben
Standpunkt von Benedikt Haerlin
Ein beeindruckender Artikel! Haben wir so wenig Mitgefühl und Respekt? Ja. Leider. Sind wir unfähig, unsere Habgier zu bekämpfen? Nein. Das Mittel gegen Habgier ist Bescheidenheit. Unser Wirtschaftssystem programmiert das Gehirn auf Konsum. Geiz ist geil. Bescheidenheit ist out. Aber: Gewohnheiten sind steuerbar. Es gibt nur einen Ort, an dem wir Monsanto effektiv bekämpfen können: in uns selbst.D. Kranz, per E-Mail
Nicht 100 Prozent Bio
Zum Interview mit Peter Maffay
In Österreich werden unter dem Namen „Tabaluga Croissants“ nichtbiologische Süßigkeiten verkauft. Diese enthalten künstliche Aromen, Konservierungsstoffe, Emulgatoren, sehr viel Zucker, Fett und Alkohol. Tabaluga wirbt auf der Packung – absolut unverständlich. Schade, dass Peter Maffay seinen ökologischen Weg nicht zu 100% verfolgt und hier ein für Kinder absolut ungeeignetes Produkt bewirbt.
A. Bauer, per E-Mail
Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.
Gegendarstellung
In der Schrot&Korn 2/2012, Seite 38, wurde mein Bild im Umfeld eines Textes abgebildet, dessen Inhalt nicht meine Meinung widerspiegelt. Davon möchte ich mich hier distanzieren.
Prof. Klaus Becker, Universität Stuttgart-Hohenheim
Klarer Titelbild-Favorit
Am liebsten Zucchini!
Auch in diesem Jahr haben Sie uns wieder wissen lassen, welcher Schrot&Korn-Titel Ihnen in den vergangenen 12 Monaten am besten gefallen hat. 11 688 Leserinnen und Leser haben sich diesmal an der Wahl beteiligt – Ihnen allen dafür ein ganz herzliches Dankeschön!
Und wer ist nun der große Gewinner? Ganz klar das Titelbild vom Augustheft 2011:
Die mehrfarbigen Zucchini haben den meisten Appetit gemacht, nämlich 20,86 Prozent!
Beteiligung am Bürgerdialog
Unterstützer für Vorschläge gesucht
Ich habe mich an dem von der Bundeskanzlerin ins Leben gerufenen „Bürgerdialog“ mit zwei Vorschlägen beteiligt. Vorschlag 1: Kein Steuergeld für grüne Gentechnik. Vorschlag 2: Klimaschutz durch Förderung und Stärkung der ökologischen Landwirtschaft. Bis zum 15.4. können die Vorschläge durch Klick auf den entsprechenden Link unterstützt werden. Könnten Sie die beiden Links in der nächsten Ausgabe veröffentlichen? Diese sind:
www.dialog-ueber-deutschland.de/ql?cms_idIdea=8412
www.dialog-ueber-deutschland.de/ql?cms_idIdea=8425Petra Hemptenmacher, per E-Mail
Energiesparend backen
Ein Stück vom Glück: 7 Rezepte rund um Brot
Zum Energiesparen hätte ich eine kleine Anregung: Das tolle Bananenbrot musste ich natürlich gleich ausprobieren. Allerdings war mir eine Stunde Backzeit für einen Kastenkuchen zu energieintensiv (es sei denn, ich hätte einen Auflauf o.ä. mitgebacken.) So füllte ich die Teigmasse in 12 Muffinförmchen und eine kleine Herzform. Dies beanspruchte nur die Hälfte der Backzeit und schmeckte Familie und Freunden wunderbar.
Christine Gehrig, per E-Mail
Wo ist die Einfachheit?
Kritik an immer mehr Luxus in der Bio-Branche
Von Ausgabe zu Ausgabe Ihrer Zeitschrift wird alles aufwendiger, wieder ein bis drei neue Geschmacksnuancen von einem Produkt, immer neue Käsesorten und mehr Joghurtgeschmäcker, als ob man sich das nicht selber mischen könnte. Und alles in den tollsten Verpackungen – im Meer türmen sich die Plastikhalden. Wir kommen hier scheinbar nicht mehr ohne frisch eingeflogenen Kokossaft, Kokosblütenextrakt und dergleichen mehr aus. Und in Afrika verhungern die Menschen. Immer wieder stellen Fachleute fest, dass unsere heimischen Produkte uns am besten bekommen. Wir brauchen nur einen guten Bio-Bauern oder eigenes Gemüse. Warum muss alles in der Bio-Branche immer luxuriöser werden? An den Bio-Leuten wäre es, zurück zur Einfachheit zu finden und hier Vorreiter zu sein.
Anna von Kotzebue, per E-Mail
In den Tank oder auf den Teller?
Nachhaltige Mobilität: ein altes Thema
Da kann man nur sagen: „Fängt das schon wieder an?“ Das gleiche Thema war schon vor 200 Jahren aktuell, wie bei Hans-Erhard Lessing nachzulesen ist. Nur ist damals der Hafer an Pferde verfüttert worden, anstatt zu Biosprit vergoren zu werden. Unter dem Eindruck der Hungerjahre hat wohl Karl Drais eine der besten Erfindungen zum Thema Mobilität gemacht: das Fahrrad. Auf so etwas sollten wir uns besinnen: Wirklich nachhaltige Mobilität.
Peter Listmann, per E-Mail
Mit Freude genießen
Zum Interview mit Schauspielerin Christiane Paul
Ich glaube, es ist wichtig, die eigenen Bedürfnisse zu hinterfragen und sich selbst besser kennenzulernen. Es ist wichtig, sich die wahren Herzenswünsche auch zu erfüllen und diese dann mit Freude zu genießen. Wer beim Kaufen Schuldgefühle hat, trägt sicher nicht zu einer gesünderen Welt bei.
Susanne Schmieder, per E-Mail
Perfekte Urlaubswoche in Marokko
Biohotel-Annonce in den „Grünen Seiten“
Weihnachten war ich mit meiner Tochter eine Woche in Essaouira im Biohotel Lalla Mira. Essaouira unfassbar schön. Das Treiben in der Medina, die Menschen, die Klänge, die Luft, die Sonne. Das tosende Meer nah, der Strand schier unendlich. Ich aß vegetarisch gleich im Hotel, die Küche war ein Gedicht! Die tollen Handwerksarbeiten, Kleider, Schmuck ... Hammam (gehörte gratis zum Hotel dazu) eine Wucht. Puh, ich schwelge noch! Ich habe noch nie so eine perfekte Urlaubswoche erlebt, dank der Annonce in Ihrer Schrot&Korn. Hin und nicht mehr weg!
Susanna Glaubrecht, Freiburg, per E-Mail
Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.
Diagnose Burnout
Nur modische Umschreibung
Das Modewort „Burnout“ ist doch nur eine Umschreibung des stigmatisierten Wortes der Depression. Es hört sich einfach nur moderner an: „Ich bin nicht depressiv, hab ja nur ein Burnout, wie bekannte Superstars und Sportler auch“. Ich bin seit Jahren chronisch depressiv und gehe offensiv damit um, weil es guttut, offen darüber zu reden. Und weil mein Gegenüber besser mit mir umgehen kann. Die Depression ist eine Freundin, ganz in Schwarz gekleidet, manchmal kommt sie an deine Türe und will gehört werden. Ich lasse sie ein, wir reden, denn sie will gehört werden. Dann trennen wir uns wieder in Freundschaft.Ich bin seit fast 10 Jahren rückfallfrei.Nennen Sie sie bei dem Namen, der ihr zusteht.
R. Laube, per E-Mail
Krank machende Strahlung
Ihr Artikel zu Burnout hat mich sehr enttäuscht, da ich von Ihnen erwartet hätte, dass Sie tiefgründiger und auch alternativer denken. Denn überall wird der Zusammenhang mit der Strahlung durch Handys, W-LAN etc., die uns immer massiver umgibt, ignoriert. Dabei haben Ärzte schon lange darauf hingewiesen, dass diese Strahlung gerade auf unsere Schlaf- und Stimmungshormone Melatonin und Serotonin wirkt. Tausende Ärzte haben in mittlerweile 13 Appellen die Regierung dringlichst dazu aufgefordert, aufzuklären und die Bestrahlung zu reduzieren, um Gesundheitsschäden abzuwenden
.R. Oberdörfer, per E-Mail
Editorial: Verzicht
Weniger ist mehr!
Wer verzichtet, gewinnt? Für mich trifft das zu 100 % zu. Mein Motto lautet seit Jahren schon „Weniger ist mehr“. Entscheidend ist das Verhalten und die Gesinnung jedes einzelnen von uns. Wir müssen in Zukunft stärker darauf achten, dass wir miteinander und nicht gegeneinander leben. Die Natur ist die wichtigste Grundlage für unser Leben. Es sollen doch noch viele Generationen von ihr leben. Jeder von uns hat die Verantwortung dafür, dass die Welt lange bewohnbar bleibt.S. Tölke, Lage
Sehnsucht nach einfachem Leben
Ich stimme für den Konsumverzicht und verzichte wie Frau Gruber aufs Auto. Ich sehne mich sogar als Wohlstandsbürgerin nach einer viel einfacheren Lebensweise mit mehr Handwerk und Selbstversorgung, Regionalität und Gemeinschaft und Nähe zur Natur. Schon allein wegen des schlechten Gewissens, dass zum Beispiel andere Länder zu Mülldeponien für unsere schnell wieder weggeworfenen Luxusartikel werden (wie Handys, die nach Nigeria entsorgt werden).
V. Löber, Göttingen
Nettes Haustier Ratte
Kolumne: ... bittttääää ein Haustier!
Lieber Herr Grimm, ich habe Erfahrung mit der Haltung von Ratten. Sie sind gesellige Tiere, die man, wie Wellensittiche, niemals alleine halten darf, die einen großen Käfig und trotzdem noch täglichen Auslauf benötigen, und die viel zu oft im Tierheim landen. Kuschelig warm sind sie sowieso, aber flauschiger als Schlangen (und sie haben bessere Tischmanieren). Ach so, zu Unrecht gefürchtet sind sie sowieso. Rundum ein nettes Haustier, das ich nur empfehlen kann.
C. Haidt, per E-Mail
Respekt vor Nahrung
Leserbrief von Prof. E. Trübenbacher
Der Leserbrief hat mich so angesprochen! Bei unserer 4-köpfigen Familie achte ich immer darauf, dass Lebensmittel nicht im Abfall landen, und kaufe gerne das Gemüse oder die Früchte, die nicht so ansehnlich sind. Es ist mir wichtig, meinen Kindern ein gesundes Wissen und natürlichen Respekt für Nahrungsmittel zu zeigen. Meine Kinder wachsen ohne „Fruchtzwerge“ und „Kinderschokolade“ auf. Dafür wissen sie, wie Pudding, Popcorn und heiße Schokolade selbst gemacht werden. Lieber Prof. Trübenbacher, bei uns gibt es keinen „gotteslästerlichen Umgang“. Meine zwei Mädchen lernen das von mir für das spätere Leben. Also besteht, so finde ich, ja doch ein bisschen Hoffnung.
A. Chudo, per E-Mail
Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.
Ergebnisse der Leserwahl
Bei welcher Schokolade schmelzen Sie dahin? In der Oktober-Ausgabe 2011 wollten wir es wissen: Wir haben Sie eingeladen, die von uns vorgestellten Nougatschokoladen in Ihrem Bio-Laden zu probieren und Ihre Lieblingssorte zu wählen. Ihr Favorit steht nun fest: Auf Platz 1 landete die Naturata Praliné Nougat, gefolgt von Vivani Praliné.
Die Gewinner unseres Probiersortiments wurden bereits benachrichtigt – Ihnen allen herzlichen Dank fürs Mitmachen!
Parallel dazu fand in 200 Läden eine Verkostung statt. Dort ging Platz 1 an die Rapunzel Nougat Schokolade; Platz 2 belegte auch dort Vivani Praliné.
Wachstum – und dann?
Zum Interview mit Prof. Niko Paech
Eine Nachricht am Rande der europäischen Schuldenkrise und ihrer Bekämpfung mittels Ankurbelung des Wachstums war, dass der globale CO2-Ausstoß 2010 auch die pessimistischsten Prognosen noch übertroffen hat, und dass ein wichtiger Grund dafür der Wirtschaftsaufschwung nach der vorangegangenen Krise war. Ich habe den Eindruck, dass eine globale Wirtschaftskrise ein echtes Aufatmen für die Erde bedeuten würde. Ich wünsche mir allerdings, dass wir es schaffen, geordnet und kreativ den Wandel hin zur Postwachstumsökonomie zu schaffen.
A. Kunze, per E-Mail
Fit für kommende Veränderungen
Die kritische Masse, die freiwillig ihr Leben postwachstumsökonomisch einrichten will, wird wohl kaum entstehen, bevor die Party sowieso zu Ende ist, weil die Rohstoffe ausgehen und der Klimawandel voll zuschlägt. Selbst die „Grünen“ beten uns noch immer das Märchen vom ewigen Wirtschaftswachstum vor. Andererseits möchte ich Mut machen, das eigene Leben umzustellen: Es macht Spaß, sich neu zu erfinden und fit zu machen für die kommenden drastischen Veränderungen. Ich habe u.a. einen Acker gepachtet, um privat mehr Obst und Gemüse anzubauen und die Ernte z.T. gegen andere Waren und Dienstleistungen zu tauschen.
R. Schmidt, per E-Mail
Planet am seidenen Faden?
Ich befürchte, da hängt noch viel mehr am seidenen Faden: das gesamte Klima auf unserem Planeten? Konsumreduzierung, Tauschbörsen, Recycling, eigene Versorgung mit gesunden Lebensmitteln, Herstellung von hochwertigen Waren … Individuell können wir durch unser Verhalten ein wenig bewegen, aber es wird nicht reichen, unser Klima vor dem Zusammenbruch zu schützen. Der Hauptverursacher, die Großindustrie, muss ins Visier genommen werden – international.
M. Meyer, per E-Mail
Wir haben die Wahl
Regierung bürgt für Brasilien-AKW
Nehmen wir der Regierung und der Atomlobby endlich das Zepter aus der Hand! Wir haben immer die Wahl – bei der Entscheidung über Stromanbieter, Banken und Parteien. Denkt daran: Je mehr Menschen sich für Öko-Stromanbieter entscheiden, umso weniger Macht hat die Atomlobby. Auch Brasilien ist – global gesehen – in unserer Nachbarschaft. Was in Japan geschah, geht uns an. Die Landschaft und das Meer sind auf Jahrhunderte verseucht. Es gibt bereits jetzt viel zu viele AKWs und es ist nur eine Frage der Zeit, wann der nächs-te Super-GAU kommt. Demnächst in Brasilien?
S. Lawrence, per E-Mail
Nichttrinker im Nachteil
Prickelnde Feiertage: Bio-Prosecco
Im Artikel und in meinem Bio-Laden vermisse ich Anbieter alkoholfreier Bio-Weine. So wie immer mehr gesundheitsbewusste Menschen Nichtraucher und Vegetarier werden, gibt es auch eine zunehmende Zahl solcher, die auf das Nervengift Alkohol verzichten möchten.
V. Buhrmester, Ettlingen, per E-Mail
Genau hinschauen!
Ab in den Bio-Urlaub
Sie loben den Kräuterhof Nessler wegen artgerechter Tierhaltung. Ziegen, Pferde und Esel sind Herdentiere und deshalb als Einzeltiere nicht artgerecht gehalten. Auch ich steuere im Urlaub gern Bio-Höfe an, doch habe ich in den letzten Jahren gelernt, auch und gerade dort genau hinzusehen.
S. Neubert, Halle, per E-Mail
Gefahr durch Gluten
Zum Leserbrief „Diagnose Zöliakie“
Es gibt derzeit keinen Hinweis darauf, dass Zöliakiepatienten unter bestimmten Bedingungen wieder Gluten aufnehmen können. Es könnte schwere gesundheitliche Folgen (Nährstoffmangel, Tumorbildung etc.) für die Betroffenen haben, wenn sie sich wieder glutenhaltig ernähren. Dies bestätigen ausreichend gute wissenschaftliche Untersuchungen.
E. Stemmer, Deutsche Zöliakiegesellschaft e.V., per E-Mail
Sparen statt dämmen
Investieren in die Energiewende
In diesem Artikel heißt es, dass bei Fassadendämmung nach rund 15 Jahren die Kosten die Einsparungen wettgemacht haben. Es braucht aber ca. 30 Jahre, und dann ist eine neue Dämmung nötig. Außerdem berücksichtigt die „Experten-Messung“ nicht die Sonneneinstrahlung auf die Häuser, die bei einer Dämmung wegfällt. Somit wird kaum Gas oder Öl eingespart. Das kann nur jeder selbst.
U.Shukri, per E-Mail
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Ergebnisse der Leserwahl
Bei welcher Schokolade schmelzen Sie dahin? In der Oktober-Ausgabe 2011 wollten wir es wissen: Wir haben Sie eingeladen, die von uns vorgestellten Nougatschokoladen in Ihrem Bio-Laden zu probieren und Ihre Lieblingssorte zu wählen. Ihr Favorit steht nun fest: Auf Platz 1 landete die Naturata Praliné Nougat, gefolgt von Vivani Praliné.
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Parallel dazu fand in 200 Läden eine Verkostung statt. Dort ging Platz 1 an die Rapunzel Nougat Schokolade; Platz 2 belegte auch dort Vivani Praliné.
Luxus Vegetarismus?
Keine „Vegetarier-Kulturlandschaft“
Ist es nicht ein viel größerer „Luxus“, die wachsende Weltbevölkerung mit großteils tierischen Produkten zu ernähren, Flächen für Futtermittelanbau zu verschwenden sowie die Klimaschädlichkeit einer „alles fressenden“ Ernährungsweise zu tolerieren? Soziale Unruhen, ausgelöst durch Engpässe von Fleisch, sind bei der heutigen Fleisch-Überproduktion nicht mehr vorstellbar, sondern vielmehr aufgrund immer knapper werdender Grundnahrungsmittel und Landflächen. Angesichts dessen scheint die Frage zukunftsfähiger, wie man viele Menschen möglichst ressourcenschonend ernähren kann. Vegetarismus und insbesondere Veganismus bieten darauf Antworten.
C. Bockelmann, per E-Mail
Können Vegetarismus bzw. Veganismus die Ernährungsprobleme der Welt lösen?
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Frisch auf die Müllkippe
Gotteslästerlicher Umgang
Ich weiß nicht, warum die Ehrfurcht vor dem Nahrungsmittel bei der Mehrheit der Bevölkerung total verloren gegangen ist. Den beschriebenen Umgang mit den Nahrungsmitteln hätte man in meiner Kinderzeit gotteslästerlich genannt – ein Wort, das heute bestenfalls ein mitleidiges Lächeln hervorruft. Man hat bei uns früher auf dem Tisch die Brotkrümel zusammengefegt, vielleicht den Hühnern gegeben. Trotz der Ohnmacht, etwas zu ändern, kaufen wir nur Bio-Produkte, und, wo möglich, aus „fairem Handel“. In den Körben wähle ich die schlechteste Ware, weil ich weiß, die würde am Ende weggeworfen. Jedes andere Verhalten würde mir Angst machen. Ich sehe im behutsamen Umgang mit Lebensmitteln keinen Verzicht, ein solcher Umgang ist Bedürfnis. Leider kann ich keinen Film machen – dafür aber kann man Herrn Thurn nicht genug danken. Ob sich spürbar etwas ändert? Verzeihung, ich fürchte: nein.
Prof. E. Trübenbacher, per E-Mail
Löbliche Ausnahme
Gut gewickelt, sanft geheilt
Mir fehlte der Hinweis auf Krankenhäuser, die Wickel anbieten, z.B. anthroposophische Kliniken wie die Klinik Havelhöhe in Berlin. Dass dort Kassenpatienten neben schulmedizinischen Leistungen noch vieles andere (auch biologische Kost!) erhalten, verdient Anerkennung. Vielleicht gibt es dazu mal einen Artikel?
S. Hohenbild, Pforzheim, per E-Mail
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Reis-Rezepte
Überflüssige Kalorienangaben
Die Rezepte sind eine tolle Bereicherung der Vollwertküche. Pfiffig und gut umzusetzen. Allerdings ist es absurd, immer noch die Brennwerte anzugeben. Die Kalorienangaben sagen nichts über die Qualität der Nahrung aus und sind daher nicht brauchbar. Vitalstoffreiche Vollwertkost macht ohnehin nicht dick.
H. Czacharowski, per E-Mail
Zu viel Plastik
Bio sollte auf Glas umstellen!
Nach einem Einkauf bei meinem Bio-Laden frage ich mich oft, was ich eigentlich gekauft habe, um meinen gelben Sack an Plastikmüll schon wieder so voll werden zu lassen. Gerade Bio sollte extrem viel auf Glas umstellen. Allen bewussten Menschen dürfte es nicht zu viel Mühe machen, das Glas wieder in den Markt zu bringen oder in den Recycling-Container.
Kaltenecker, per E-Mail
Lust auf Farbe
Weiße Haare „wegzaubern“
Sie berichten, dass graue Haare nach dem Färben mit Pflanzenhaarfarben immer heller bleiben. Es gibt aber einen Trick, um graue oder weiße Haare in der dunklen Wunschfarbe zu färben: Wenn man sie mit reinem Henna vorpigmentiert und unmittelbar danach mit einer dunklen Farbe färbt, kann man weiße Haare „wegzaubern“ und Nuancen bis hin zu Schwarz erreichen (indem man zunächst mit reinem Henna, dann mit reinem Indigo färbt).
D. Görke, per E-Mail
Wie man sich bettet ...
Weg mit der Billigmatratze!
Danke für diesen Artikel! Der Autor hat (mindestens) zwei Dinge vereint: Information und Leselust. Nur diesen leicht rollendogmatischen Zug fand ich nicht so nett: Was man der hier so gezeichneten Frau alles besser nicht bzw. anders sagen sollte. Und: Nicht, dass ich mir des Bonmots „Wie man sich bettet, so liegt man“ nicht schon längst bewusst gewesen wäre. Aber manchmal (oft?) braucht es ja nochmals einen Anstoß. Also! Wenn mein studentischer Kassensturz es erlaubt, werde ich meine Aldi-Matratze durch eine ökologisch nette ersetzen! Klabauterehrenwort!
S. Weigelmeier, per E-Mail
Tierische Therapeuten
Nicht nur Haustiere sind Freunde
Ich besuche regelmäßig einige Schafherden; diese zutraulichen Tiere sind für mich die besten und liebsten Freunde. Deshalb halte ich es für völlig kontraproduktiv, dass so viele Schrot&Korn-Leser sich einen viehlosen Landbau wünschen, in dem es nur noch Obst- und Gemüsehöfe gibt. Wir brauchen keinen viehlosen Landbau, sondern eine Abschaffung der Massentierhaltung in artwidrigen Haltungssystemen sowie ein Verbot von Hochleistungszucht und Langstreckentransporten.
A. Selmeier, per E-Mail
Das Tier als Partnerersatz?
Vieles an der Hundehalterei erscheint mir abstrus. Immer wieder sehe ich Menschen, die allein leben und das Tier als Partnerersatz benutzen. Das mag für sehr alte oder/und behinderte Menschen stimmig sein, oft scheint mir jedoch die Hinwendung zum Tier andere Kontakte zu vereiteln und in die soziale Isolation zu führen. Ich halte es für eine Einschränkung der Autonomie und Entwicklungsmöglichkeiten bei Mensch und Tier. Und dies in einem Land mit einer der geringsten Geburtenraten Europas.
G. Dreyer, per E-Mail
Alternativen zu Palmöl
Mehr Druck auf Hersteller
Die Leserzuschrift von U. Baatz möchte ich unterstützen. Auch ich fragte bei Naturkostherstellern an, ob Alternativen zu Palmöl/Palmfett gesucht werden. Überraschenderweise stellte ich fest, dass selbst in der Naturkostbranche sich Unternehmen bei bestimmten Kundenanfragen „totstellen“. Nur weitere Kundenanfragen bringen auch hier die Betriebsleitung in Bewegung.
Fr. Mohr, per E-Mail
Synthetische Duftstoffe
Was tun wir uns an!
Was tun wir Menschen uns und der Umwelt durch Gedankenlosigkeit an, besonders durch die synthetisch hergestellten Duftstoffe in Reinigungsmitteln und Kosmetika. Zur Herstellung von Duftstoffen aus dem Labor werden über 4ooo Chemikalien verwendet. Der Versuch, alle synthetischen Duftstoffe aus dem Haushalt zu verbannen, ist ein erster Schritt für gesündere Luft, und er lohnt sich. Weil unsere blockierten Riechareale frei werden, können wir wieder die zarten Düfte der Blumen, des Waldes und den Geschmack natürlicher Lebensmittel genießen.
U. Lindenmaier, per E-Mail
„Taste the Waste“
Noch mehr haarsträubende Fakten
Der Autor schreibt, dass vor Valentin Thurn noch nie jemand das Thema Lebensmittelverschwendung ausführlich in einem Kinofilm behandelt hätte. Das möchte ich richtigstellen: Der Amerikaner Jeremy Seifert hat bereits 2009 den Dokumentarfilm: „Dive! Living off America‘s Waste“ herausgebracht, in dem genau dieselben haarsträubenden Fakten Thema sind.
M. Fürst-Gauss, per E-Mail
Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Aus Platzgründen können wir leider nicht alle Briefe abdrucken und behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen.
Süße Experimente
Tafeltrauben aus Deutschland
Sie machen im Artikel keine Unterscheidung zwischen Tafel- und Weintrauben. Bis 1999/2000 war der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland rechtlich beschränkt und es war fast unmöglich, an geeignete Sorten zu kommen. Für manche Bauern ist es ein richtiges Hobby, hier ihr Wissen einzubringen und sich in anderen Ländern umzusehen, denn letztlich hat man für Deutschland noch nicht DIE Tafeltraube gefunden. Es ist übrigens deshalb so schwierig, kernlose Trauben aus Bio-Anbau zu bekommen, weil diese krankheitsanfälliger sind und meist erst durch Hormone, die im Bio-Anbau nicht zulässig sind, richtig groß werden.
G. Winkler, per E-Mail
Diagnose Zöliakie
Heilung durch richtige Ernährung
Zöliakie gilt als unheilbar. Doch Dr. med. Max Otto Bruker war der Ansicht, dass Zöliakie mit der richtigen Ernährung heilbar sei. Als ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin habe ich die Erfahrung gemacht, dass Patienten, die ihre Kost konsequent umstellen, glutenhaltige Getreide nicht meiden müssen. Näheres darüber kann man in den Büchern von Dr. Bruker nachlesen.
A. M. Sacher, A-Tragwein
Weltweit Bio fördern?
Regionaler Anbau
Auf allen Kontinenten wurden Menschen von ihrer herkömmlichen Art zu wirtschaften abgebracht, um für uns zu produzieren. Es gibt weltweit so viele Völkchen, die für Plantagen, Erzabbau usw. gewaltsam davon abgehalten werden, ökologisch zu leben. Dafür, dass Indianer wieder Indianer sein dürften, würde ich gerne auf Schokolade und Kaffee verzichten. Ich fühle mich der Transition-Town-Bewegung verbunden, die auf regionalen Anbau setzt. Mit dem Wahnsinn des weltweiten Konsumgüterverkehrs kann es ja nicht lange weitergehen: Das für Transport benötigte Erdöl wird sehr knapp.
S. Streich, per E-Mail
Öko-Mode aus Plastik
Lob der neuen Recyclingfasern
Grüne Mode wird oft gleichgesetzt mit Mode aus Naturmaterialien. Doch wir sollten uns bemühen, die Ausbeutung von Schafen, Ziegen, Lamas, Kaninchen, Seidenraupen etc. so gering wie möglich zu halten. Außerdem finde ich es nur folgerichtig, dass wir, wenn wir im Sommer Wasser in Plastikflaschen kaufen, im Winter auch die Fleecejacken tragen, die aus den Flaschen in China hergestellt wurden. Ich wünsche den neuen Recyclingfasern mit bester Energiebilanz jedenfalls viel Erfolg und Akzeptanz in der grünen Mode. S. Wilhelm, per E-Mail
Dürre Models
Bitte kräftigere Vorbilder!
Mit Begeisterung und Überzeugung lese ich stets Ihr Naturkostmagazin. Leider sah ich mit großem Entsetzen im September-Heft ein extrem dünnes Model. Da meine Tochter gerade wegen Magersucht im Krankenhaus ist, bitte ich Sie dringend, kräftigere Vorbilder für die Jugend in Ihrem Heft aufzunehmen.
H. Beck, per E-Mail
Nutztiere sind Partner
Keine "Vegetarier-Kulturlandschaft"
Die letzte Ausgabe war voll überschwänglicher Vegetarismus-Briefe. Doch Vegetarismus löst die Problematik von Massentierhaltung, Welthunger, Tiertransporten etc. nicht. Wir leben seit Jahrtausenden in keiner "Vegetarierkulturlandschaft" und sollten uns gut überlegen, ob wir uns den Luxus des Vegetarismus leisten können. Unsere "Nutztierpartnerverträge", dass der Bauer dem domestizierten ehemaligen Wildtier Schutz vor Witterung, Raubtieren, Krankheiten und gesichertes Winterfutter bietet, er aber dafür dessen Milch und Fleisch nutzen kann, sind unverzichtbar und altbewährt. Ohne Rind, Schaf und Ziege gäbe es Ernährungsengpässe mit historisch verbürgtem sozialen Unruhezündstoff und unsere geschätzte heimatliche Erholungslandschaft würde nicht mehr existieren. Die einzig nachhaltige Lösung ist eine flächendeckende, biologische Landbewirtschaftung mit artgerechter Nutztierhaltung sowie eine bewusste vollwertige Mischkost.
G. Maurer, Graz/Stattegg
Leider können wir nicht alle Briefe abdrucken. Wir behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen. Ihre Redaktion
Cool bleiben!
In Gelächter ausgebrochen
Cool bleiben konnte ich beim Lesen des Artikels nicht, denn dieser war so gut geschrieben, dass ich mehrmals in lautes Gelächter ausgebrochen bin! Kompliment an die Autorin Sabine Kumm!
A. Schmidhuber, Kraiburg
Rätselgewinn
Urlaub in Südtirol
Wir haben im vorigen Jahr einen Gutschein beim Rätseln gewonnen und diesen jetzt eingelöst. Wir haben einen sonnigen Urlaub in Südtirol verleben dürfen und möchten uns hiermit nochmals ganz herzlich dafür bedanken.
K. Karin, Sachsen
Essen wegwerfen?
Hühner halten!
Wenn Sie nicht gerade in der Großstadt leben, haben wir über die Vorschläge in der Kolumne von Fred Grimm hinaus eine fast ideale Lösung: Wir halten Hühner. Alle Küchenabfälle und Reste wandern in den Hühnerstall. Die Hühner sind dankbar und die Haltung denkbar einfach. Auf fünf mal fünf Metern Freiland lassen sich vier Hühner und ein Hahn halten. Wer einen Garten hat, kann den Speiseplan noch durch Grünabfälle bereichern. Etwas Körnerfutter und Muschelkalk ergänzen die Ernährung. Niemand hat köstlichere Eier auf dem Tisch und für die Kinder ist es ein wunderbares Landwirtschaftserlebnis.
E. Scheurmann per E-Mail
Das ist doch pervers!
Es ist eine Schande und ein Zeichen von Undankbarkeit, so viel Essen in die Mülltonne zu werfen! Dort sterben Kinder vor Hunger – Jean Ziegler hat es knallhart formuliert, deutlicher kann man es nicht sagen: „Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet!“ – Und hier werfen wir Essen in Unmengen weg! Das ist doch pervers!
L. Wuillemin, München
Wenn die Milch bröselt ...
Sehr geehrter Herr Grimm, Sie schreiben: „Wenn die Milch aus der Packung bröselt ...“ Erstens gehören Milch und andere Getränke in keine Packung, sondern in Flaschen. Und zweitens kann man abgelaufene, „bröselige“ Milch entweder als Dickmilch verwenden oder, abgetropft, als Quark. Ich weiß nicht, ob ich hier die korrekte Bezeichnung der entstehenden Produkte widergebe, jedenfalls schmeckt beides ausgezeichnet zu Bratkartoffeln – hier in Rheinhessen zum Schluss mit Zimt bestäubt.
K. Best per E-Mail
Konzepte gegen die Verschwendung
Haben Sie mal abends in Abfalltonnen der Supermärkte geguckt? Schrot&Korn-Leser zum bewussten Umgang mit Nahrung zu ermahnen, ist kaum nötig. Als ich im Bio-Laden arbeitete, war es selbstverständlich, dass es eine Kiste Ware zum halben Preis gab und den Rest haben die MitarbeiterInnen bekommen.
Die Schande sitzt im System: Was wir für eine Zukunft dringend brauchen, ist eine Umstrukturierung des Kapitalismus: Es kann doch nicht angehen, dass angesichts rapide schwindender Bodenflächen derartig mit Nahrung geaast wird! Welche Politiker kann man dazu bewegen, über zukünftige Verteilung von Grundnahrungsmitteln ohne den Konkurrenzdruck der Marktwirtschaft nachzudenken? Es wird Zeit, Konzepte gegen die Verschwendung von Lebensmitteln zu entwickeln. Die Tafeln sind ein guter Ansatz, aber langfristig muss man doch Wege aus einem System finden, das zu viel Schaden anrichtet.
S. Gölz, Hannover
Interview Ursula Karven
Sofort Suchmaschine geändert!
Da ich zurzeit im Ausland lebe, freue ich mich besonders darüber, dass es Schrot&Korn auch als Online-Ausgabe gibt. Mit großem Interesse habe ich das Interview mit Ursula Karven gelesen und sofort zur Suchmaschine www.ecosia.org gewechselt. Vielen Dank und bitte mehr solcher Informationen!
A. Lopez, Spanien
Quellfrisch ins Glas
Bestes Trinkwasser aus dem Hahn
Ich freue mich täglich darüber, dass wir in Deutschland bestes Trinkwasser direkt am Hahn „zapfen“ können. Insofern hat mich bei dem Artikel gestört, dass dieser Hinweis nicht ansatzweise erwähnt wurde. Menschen, die zumindest ein bisschen nachhaltig leben wollen, sollten kein Flaschenwasser kaufen. Wozu müssen Flaschen hergestellt, gespült, recycelt und transportiert werden, wenn Wasser derselben oder manchmal sogar besserer Qualität direkt aus der Leitung und damit auch noch wesentlich billiger zu haben ist?
A. Reinhard, per E-Mail
Ökologischer Wahnsinn!
Wässerchen aus Frankreich, Italien oder gar Bulgarien kommen zu lassen ist angesichts der Transportwege aus ökologischer Sicht absoluter Wahnsinn.
C. Tomalla-Schmidt, per E-Mail
Transport produziert unnötig CO2
Es mag ja sein, dass „Pirin“ aus Bulgarien durch den Ankauf von CO2-Zertifikaten „klimaneutral“ transportiert wird. Fakt ist aber, dass beim Transport der Mineralwässer CO2 produziert wird, das überhaupt nicht nötig wäre. Es gibt in Deutschland viele gute Quellen in jeder Region. Meines Erachtens gehörte es bei solcher Vielfalt generell verboten, Wasser über weitere Strecken als sagen wir mal 200 Kilometer zu transportieren.
M. Schneck-Bellin, per E-Mail
Cradle to Cradle
Müll entsteht beim Kauf
Schrot&Korn informiert und bildet. So ging es mir mit dem Interview über Cradle to Cradle. Diesen Müllvermeidungsansatz kannte ich bisher nicht. Hinzufügen möchte ich, dass das Müllproblem beim Kauf entsteht. Indem wir unser Konsumverhalten ändern, bekommen wir das wirkungsvoll in den Griff.
P. Airainer, München
Leider können wir nicht alle Briefe abdrucken. Wir behalten uns vor, sinnwahrend zu kürzen. Ihre Redaktion
Ein Lesegenuss
Immer schön cool bleiben!
Zauberhaft geschrieben, der Text von Sabine Kumm, „Immer schön cool bleiben“. Gratulation, ein Lesegenuss! Gerne öfter solche Texte.
P. Schmieder per E-Mail
Kolumne
Tauschringe
In Sachen Tauschen gibt es auch die Möglichkeit, sich einem der in ganz Deutschland vertretenen Tauschringe anzuschließen. Ich arbeite seit 15 Jahren im Tauschring in Witten, und er boomt geradezu. Wir tauschen Fähigkeiten, also etwa Kuchenbacken gegen Bohrarbeiten, wobei es sich hier nicht um einen direkten Tausch mit einem anderen Menschen handelt, sondern die Zeit für eine Arbeit wird auf einem Konto festgehalten und kann beliebig bei irgendjemand re-investiert werden.
M. Ruthe, Witten
Leserbrief
Vegetarische Zukunft
Mit Verwunderung habe ich den Leserbrief von U. Neumeister gelesen, wonach eine vegetarische Ernährungsweise über Generationen hinweg gravierende Schäden anrichten soll. Ich kann dazu nur meine Erfahrungen schildern: Während der Schwangerschaft mit meiner Tochter habe ich ausschließlich vegetarisch gelebt. Bei der Geburt wog sie 3750 g – heute, 30 Jahre später, ist sie auch ganz „propper“, obwohl selbst Vegetarierin.
B. Thieme-Sesgör, Stuttgart
Gravierende Schäden durch Fleisch
Hunderte Millionen Inder leben seit Jahrtausenden vegetarisch. Die größte, je gemachte Ernährungsstudie, über die Dr. T. Colin Campbell das Buch „The China Study“ schrieb, wurde in China an Menschen durchgeführt, die seit Jahrtausenden wenig bis keine tierlichen Produkte konsumieren. Sie ergab, dass mit pflanzlicher Vollwertkost (also vegan) mehr gesunde Lebensjahre zu erwarten sind als mit jeder anderen Kost. Ich kenne einige Europäer (Kinder und Erwachsene), die von Geburt an in zweiter Generation vegan leben und ausnahmslos sehr gesund sind. Was die Kulturgeschichte betrifft, haben sich von den griechischen Philosophen über die römischen Gladiatoren bis hin zu den Arbeitern im 19. Jahrhundert ein Großteil der Europäer überwiegend vegan ernährt. Es war ein Privileg der Reichen, Tiere zu essen. Ob es für Europäer möglich ist, es schadlos dem Adel nachzutun, wurde ja erst die letzten sechzig Jahre geprüft. Die Schäden (Wohlstandskrankheiten, Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit, Welthunger) sind gravierend.
R. Hoog, Linz
Vegetarisch und kerngesund
Ich bin 55 Jahre und seit über 35 Jahren Vegetarier. Ich bin topfit: körperlich und mental. Meine drei Kinder (22, 19, 19) sind vegetarisch aufgewachsen, treiben seit früher Kindheit Sport und sind äußerst gesund und belastungsfähig. Außer einer gelegentlichen Erkältung kennen wir keine Krankheit. Für eine wissenschaftliche Untersuchung stehen wir gern zur Verfügung. Eine vegane Ernährungsweise würde unsere Gesundheit, vor allem hinsichtlich der Alterungsprozesse, sicherlich nochmal pushen.
W. Voßwinkel, Bielefeld
Kein „Puddingvegetarismus“
Die Einwände gegen Vegetarismus stammen von Leuten, die sich nicht damit beschäftigt haben. Selbst Veganer sind gesund und leistungsfähig, wenn sie sich vollwertig ernähren. Zur Deckung des Eiweißbedarfes ist kein tierisches Eiweiß notwendig! Wenn ein Vegetarier allerdings dem „Puddingvegetarismus“ frönt, also Auszugsmehle, Fabrikzucker und Fabrikfette zu sich nimmt und womöglich raucht, dann sind Krankheiten, auch der nachfolgenden Generationen, nicht auszuschließen.
S. Köhler per E-Mail
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
zum Leserbrief „Vegetarische Zukunft?“ (06/2011) haben wir viele Zuschriften erhalten. Das Thema „Kann man sich als Europäer über Generationen hinweg gesund vegetarisch ernähren“ wühlt auf. Deshalb haben wir ein Diskussionsforum eingerichtet. Unter www.schrotundkorn.de/forum können Sie mit anderen Lesern Ihre Erfahrungen austauschen.
Ihre Redaktion
Aufruf
Verzicht auf Palmöl
Erstaunlich, wie viele Bio-Produkte Palmöl enthalten. Die Hersteller argumentieren, dass manche Produkte ohne Palmöl nicht in kundenfreundlicher Qualität anzubieten seien (streichfähig bei Raumtemperatur, nicht flüssig im Sommer). Unabhängige Umweltgruppen und Berichte weisen jedoch darauf hin, dass Korruption zur Vergabe von Zertifizierungen führt, auch für Bio-Palmöl Menschen vertrieben und Regenwälder abgeholzt werden! Wir sollten auf Produkte, die Palmöl enthalten, verzichten. Auch Briefe an Hersteller können auf Dauer nicht übersehen werden.
U. Baatz per E-Mail
Leider können wir nicht alle Briefe abdrucken – oder nicht in ganzer Länge.
Interview Revolverheld
Für Bio, gegen Gentechnik
Ich habe mich sehr über Ihr Interview mit der Band "Revolverheld" gefreut. Es hat mich überrascht, dass diese Musikgruppe sich für Bio-Essen, Öko-Strom und gegen Gentechnik einsetzt.
R. Weber per E-Mail
Leckere Rezepte
Gelingen immer!
Ich wollte mich einfach mal bei euch für die vielen tollen und leckeren Rezepte bedanken! Sie sind einfach nachzukochen, gelingen immer und schmecken richtig gut! Meine Familie ist auch begeistert. Macht weiter so!
E. Nikelk per E-Mail
Gentechnik
Wir sind Versuchskaninchen
Wissenschaft und Politik arbeiten eng zusammen, wenn es um den großen Profit geht. Bei Genfood macht man uns zu Versuchskaninchen. Nur wenn unmittelbar nach dem Verzehr von Gentech-Nahrung akut Beschwerden auftreten, wird es bemerkt. Keiner würde merken, wenn Kinder von Genfood essenden Menschen kleinere Hirne, kleinere Hoden und eine geschädigte Leber hätten. Genau dies hat Dr. Arpad Pustey aber im Tierversuch herausgefunden. Dr. Carasco konnte schwere Hirnschäden durch Roundup nachweisen. Wir müssen die wichtigsten Entscheidungen des Lebens wieder selbst in die Hand nehmen, denn die Kommissare entscheiden in der Genfrage gegen den Willen des Volkes. Eine Volksabstimmung über Gentechnik könnte dieser menschenverachtenden Totalvergiftung ein Ende bereiten und der Demokratie zu neuem Glanz verhelfen.
V. Helldorff, A-Haimburg
Klimakiller E10
Fördert Armut und Hunger
Wer im Bio-Laden einkauft, also Geld dafür ausgibt, um sich und der Welt etwas Gutes zu tun, darf kein E10 tanken, nur weil der Liter 5 Cent billiger ist. Bio-Kraftstoff ist ein Klimakiller, verursacht massive Waldrodungen (CO2-Freisetzung!) und fördert Hunger und Armut. Denn die Preise für Grundnahrungsmittel steigen, wenn man sie auch an Mineralölkonzerne verkaufen kann. Diese Kraftstoffe Bio zu nennen ist eine Farce.
C. Späth, Stuttgart
Weltweit Bio fördern
Regional und aus Übersee
In der Juni-Ausgabe bin ich zweimal auf die These gestoßen, dass von weit her importierte Bio-Produkte kein wahres Bio mehr seien. Natürlich sollten wir unser Essen zum Teil regional beziehen, zum Teil aber auch aus ferneren Ländern. Es liegt doch in unserem Interesse, dass Bio-Landbau überall auf der Welt ausgebaut wird. In vielen Ländern ist das Bewusstsein für Bio-Landbau bzw. das nötige Geld (noch) nicht vorhanden, sodass die Bauern dieser Länder darauf angewiesen sind, dass wir ihre Produkte kaufen. Indem man also abwägt, welche Produkte man regional und welche man aus Übersee bezieht, fördert man auf lange Sicht den Fortbestand und die Weiterentwicklung des Bio-Landbaus in den entsprechenden Ländern.
E. Schmitt per E-Mail
Weichmacher wandern
Plastikfolie – alles Käse!
Passen Plastikfolie und Bio-Käse zusammen? Meiner Meinung nach nicht. Es ist bekannt, dass Kunststoffe Weichmacher enthalten, die krebserregende schädliche Stoffe an ihre Umgebung abgeben. Warum also stapeln sich in Käsetheken Bio-Käse in Plastikfolie? Wegen des Geruchs? Wegen der Hygiene? Vorportioniert wegen der Zeitersparnis? Alles Käse!
B. Heine per E-Mail
Gärtnern in der Stadt
Schnecken sogar in der 5. Etage
Auf meinem 12-m²-Balkon in der 5. Etage wachsen Oliven, Pflaumen, Wein und Johannisbeeren. Zucchini breiten sich im Kasten aus und Tomaten sprießen in allen Farben in Töpfen. Natürlich alles selbst gezogen! Dazwischen Rosen, Rittersporn, Malven – alles, was in einen richtigen ‚Etagen'-Garten gehört. Ein Meisenpaar brütet jedes Jahr im Kasten; gestern sind die Jungen ausgeflogen. Grünfinken und Rotkehlchen schauen ebenfalls gelegentlich vorbei. Von Zeit zu Zeit pflügt ein Eichelhäher die Pflanzkästen um. Ob der in der Erde nach Schnecken sucht? Die gibt es im 5. Stock reichlich. Gern würde ich Ihren Autor mal zu mir einladen, vor allem nachts. Nein, ich tu' ihm nichts, aber er kann den Schnecken beim Knabbern zuhören, wenn die sich mit Begeisterung über meine giftfreien Pflanzenblätter hermachen. Also von wegen, keine Schnecken in der Stadt! Ich kann das nicht bestätigen; das Gärtnern unterm Stadthimmel macht mir trotzdem viel Spaß.
U. May, Düsseldorf
Irreführende Deklaration
Fleisch- und Milchprodukte
Es gibt keine Kennzeichnungspflicht auf Fleisch- und Milchprodukten für das Erzeugerland. Nur eine Deklarierungspflicht für die Überwachungsbehörden: Ein Oval, in welchem EG für Europäische Gemeinschaft, DE für Deutschland und BY für Bayern steht, wenn es aus Bayern kommt. Außerdem befinden sich einige Zahlen darin, die der nachforschenden Behörde beim Aufspüren helfen. BY für Bayern oder NRW für Nord- Rhein-Westfalen bedeutet nicht, dass das Produkt in BY oder NRW erzeugt wurde, sondern dass es hier – zuletzt – bearbeitet bzw. verpackt wurde. Es kann also aus irgendeinem Land der Welt stammen. Der Gesetzgeber hat bei seinem ovalen Zeichen darauf geachtet, dass anstelle des Erzeugerlands drei Zahlen stehen, deren Schlüssel nur er kennt. Haben Lobbyisten in Brüssel bei diesem Gesetz mitgemischt? Wenn es schon keine Kennzeichnungspflicht für Verbraucher gibt, sollte man uns wenigstens nicht in die Irre führen. So bleibt es jedem überlassen, Fleisch oder Milch dubioser Herkunft zu verzehren.
H. Emrich, Bonn
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