Leserbriefe 2004

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S&K 12/2004

Vitamin C
Beim Kochen verloren?

Ich habe mich schon öfter gewundert, wieso im Zusammenhang mit Kartoffeln immer der so hohe Vitamin-C-Gehalt betont wird. Nach meinem Wissensstand gehen doch so ziemlich alle Nährstoffe in Lebensmitteln beim Kochen verloren, dann dürfte doch auch vom Vitamin C der Kartoffel nicht mehr viel übrig bleiben, oder?
Silke Hoffmann

Antwort des S&K-Leserservice:

Vitamin C ist wasserlöslich, wärmeempfindlich und wird durch Kontakt mit Sauerstoff abgebaut. So gehen beim Kochen bis zu 50 Prozent verloren, beim Dämpfen sind es nur bis zu 25 Prozent und beim Dünsten sogar nur bis zu 20 Prozent. Bei schonender Zubereitung bleibt also durchaus Vitamin C übrig. Pellkartoffeln sind Salzkartoffeln vorzuziehen, weil weniger Vitamin C herausgelöst wird.
Dorte Eisenbeiß, Dipl.-Biologin

10/04: „zur Lage der Biobauern“
Dass es so schlimm steht ...

Ich möchte mich sehr bei Ihnen bedanken für die Artikel über „Genfood“. Auch der Artikel über Ulrich von Weizsäcker hat mich sehr interessiert und der Bericht über die desolate Lage der Bio-Bauern, der mich sehr erschreckt hat, da ich darüber vorher noch nichts gehört hatte. Dass alle Bauern im Vergleich zu anderen Berufssparten schlechter verdienen, war mir zwar klar, aber dass es so schlimm steht, wusste ich nicht. Vielen Dank für Ihre gute Arbeit und auf eine gute Zukunft für die biologische Landwirtschaft!
U. Arfaoui, Stuttgart

Alles Gute hat seinen Preis

Der Forderung, regionale Saisonware bevorzugt zu kaufen, kann ich nur zustimmen. Dies ist doch ein Teil unserer ökologischen Verantwortung! Wenn sich Naturkost-Händler hiervon auf leisen Sohlen verabschieden, sind wir in zehn bis 20 Jahren dort, wo heute schon der konventionelle Sektor ist: weit weg von unseren natürlichen Grundlagen.

Der Aufbau von Supermärkten im Naturkostbereich hat den Anfang gemacht: So sehr ich es begrüße, dass ökologisch erzeugte Produkte auf diesem Weg einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden, so sehr sehe ich aber auch die Gefahr, dass die Entwicklung des konventionellen Sektors wiederholt wird. Zum einen ist es für den Verbraucher eine Milchmädchen-Rechnung, zu glauben, dass im Supermarkt alles billiger ist (das ist nicht wahr und auch einfach nicht möglich).

Zum anderen bedingt deren Organisation zumeist längere Transportwege und Lagerzeiten und für die originären Anbieter geringere Gewinnspannen. Und aus ist’s mit der Wertschätzung wertvollerer Lebensmittel. Wir alle sollten lernen beziehungsweise im Bewusstsein behalten, dass alles Gute im Leben seinen Preis hat, und dann anerkennen, dass es seinen Preis wert ist.
N. Kirksater Weirauch, Neuss

10/2004, „Fairer Bananenanbau“
Die wahren Bananen

Sehr lobenswert, dass Sie sich des Themas Fairer Handel angenommen haben. Der Artikel vermittelt anschaulich, welche Bedingungen normalerweise in der Bananenindustrie herrschen und wie die Rechte der Beschäftigten mit Füßen getreten werden.

Bei der Darstellung der positiven Alternativen im Kasten „Fair Trade Bananen erkennen!“ haben sich allerdings gravierende Fehler eingeschlichen: die Fair-Trade-Zertifizierung bezieht sich nie auf Marken, sondern auf die Produzenten. Die Fair-Trade-zertifizierten Bio-Bananen von UROCAL, Asoc. El Guabo und Prieto sind nicht unter diesen Namen im Laden zu finden, weil dies nicht die Marken, sondern die Namen der Produzenten sind. Lediglich die ebenfalls genannte „Bonita Bio“ ist eine Marke - aber keineswegs Fair-Trade-zertifiziert! „Bonita Bio“ wird von der im Artikel erwähnten Firma Noboa exportiert, die in den letzten Jahren häufig durch Verletzung von Arbeitnehmerrechten aufgefallen ist.

Wer als KonsumentIn sicher gehen will, Fair-Trade-Bananen zu bekommen, muss auf die Marke „BanaFair“ oder das TransFair-Siegel achten.
Rudi Pfeifer, BanaFair e.V., Gelnhausen

10/04: Leserbrief „Ignorante Ökos“
Mehr Toleranz und Respekt

Die Verfasserin prangert den „Egoismus vieler Ökos“ an und verurteilt Nicht-Vegetarier ob des Verzehrs von Fleisch, weswegen diese „armen Kreaturen“ leiden müssen. Spätestens seit dem Buch „Das geheime Leben der Pflanzen“ von Peter Tompkins und Christopher Bird wissen wir, dass auch Pflanzen ein, wie auch immer geartetes, Bewusstsein entwickeln. Wer besitzt die Arroganz zu entscheiden, was die höhere Form von Leben ist und wessen Auslöschung ethisch eher vertretbar ist? Außerdem bleibt anzumerken, dass man Fleisch ja gerade deshalb in Bio-Qualität kauft, um den Tieren ein artgerechteres Leben zu ermöglichen. Ich hoffe, dies regt zu mehr Toleranz und Respekt gegenüber allen Lebewesen an.
M. Schilling, Berlin

Thema „Gentechnik“ in den Medien
„Genfood ist nicht ungesund“

So titelte die Berliner Zeitung am 10.9.04. Beim Lesen dieses Beitrags sträuben sich mir die Haare. Für einen nicht so eingeweihten Bürger entsteht hier der Eindruck, dass genveränderte Nahrungsmittel meist gesünder sind als Ökoprodukte. Ich begreife nicht, wie man so eine derart öffentliche Äußerung ungeprüft drucken kann.

Bis heute gibt es keine ausreichenden Langzeitversuche an den genveränderten Nahrungsmitteln bezüglich der Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und auf die Natur. Wie man so leichtfertig mit unserer sensiblen Welt umgehen kann, und dies noch nicht einmal auf der Grundlage eigener Untersuchungen, ist mir unverständlich.
G. Ewald, Berlin

 

S&K 11/2004

7/2004, Kosmetik
Milch weg, Pickel weg!

Ich gehörte auch zu den Leidtragenden. Während der Pubertät verbrachte ich täglich eine halbe Stunde mit ausquetschen. Ich habe es gehasst! Kosmetik, Hautärzte, Cremes: nichts half. Mit 32 musste ich aus anderen Gründen auf Milchprodukte verzichten und siehe da, meine Haut klärte sich. Seither habe ich keine Probleme mehr. Ganz spartanisch muss ich nicht leben: Butter, Sahne und Schafs-Feta vertrage ich problemlos.
A. Simon, Reitbuch

Schrot&Korn-Kampagne
100 „Gentechnik-Taschen“

Auch wir möchten die Ursachen von Hunger und Ungerechtigkeit in unserer einen Welt in den Mittelpunkt stellen. Die Gentechnik mit all ihren Nebenwirkungen gehört dazu. Die Brisanz der Lage begreifen noch viel zu wenige. Und wenn, dann dominieren Angst und Hilflosigkeit. Wir möchten unseren Mitmenschen Möglichkeiten zeigen, wie sie mit geringen Mitteln zu einer Schöpfungserhaltenden Wirtschaftsweise beitragen können, zum Beispiel durch bewusstes Einkaufen. Dazu kann die Tragetasche mit Ihrem Logo einen Denkanstoß im Alltag geben. Bitte geben Sie uns Nachricht, ob wir 100 Taschen kaufen können.
I.Theinert, Kirchengemeinde Planitz

8/2004, „Naturmode für Millionen“
Fehlende Sondergrößen

Ich habe Ihre Artikel über Naturstoffe und Mode mit großem Interesse gelesen. Viele Hersteller kenne ich schon aus ihren Katalogen. Es wäre allerdings für mich super, wenn es Bekleidungsstücke auch für kleine Frauen gäbe. Leider bin ich mit meinen 150 Zentimetern und 55 Kilogramm nicht „normal“. Alles ist mir immer zu lang und für mich nicht richtig proportioniert. Schade, ich hätte so gern viele Sachen von Hess, Maas und Grüne Erde gekauft. Ich habe so oft Briefe an Geschäftsführer von Mode- und Warenhäusern geschickt und immer bekomme ich die Antwort, dass der Markt für „Sondergrößen“ zu unbedeutsam sei.
J. Stocker, Weilheim Teck

In die Nesseln gesetzt

In der Ausgabe berichten Sie über Hemden aus Brennnesseln. Das abgebildete Hemd besteht aber nur zu einem geringen Prozentteil aus Brennnesseln. Diese Stoffqualität als Brennnesselstoff zu verkaufen, empfinde ich als Falschinformation. Es ist Stoff mit Brennnessel-Anteil – nicht mehr, nicht weniger.
C. Markwitz, Berlin

Die innere Qualität der Stoffe

So interessant Ihre Darstellung auch ist, bei der alphabetischen Aufzählung der Stoffe und ihrer Vorzüge wird leider überhaupt nicht nach den inneren Qualitäten unterschieden.

Prof. Dr. med. Gustav Jaeger hat bereits 1880/85 – nach eingehenden Versuchen – festgestellt, dass Eiweiß-Fasern Wolle und Seide (die unserer menschlichen Behaarung sehr ähnlich sind) den Pflanzenfasern (an sich für uns artfremd) weit überlegen sind. Dies trifft auf ihr physiologisches Verhalten, die inneren Qualitäten und ihre absolute Pflegeleichtigkeit zu. Daran hat sich auch nach rund 120 Jahren nichts geändert.

Das tief reichende Wissen des damals so genannten „Woll-Jaegers“ habe ich in meinem Buch „Die Kleidung, unsere zweite Haut“ der Vergangenheit entrissen und dann, auf die heutigen Bedürfnisse abgestimmt, publiziert.
P. J. Lehmann, Achberg bei Lindau

9/2004 „Was Babys trinken sollten“
Leitungswasser ist tot

Wasser in seiner ursprünglichen Form ist lebendig. Es besitzt so genannte Biophotonen, außerdem eine kristalline Struktur. Diese Zusammensetzung geht verloren, nachdem das Wasser durch unsere Rohrleitungen geflossen ist. Im Übrigen wird Wasser seit Begründung der Homöopathie von Samuel Hahnemann auch als Informationsträger gesehen. Demnach sind Schadstoffe wie Pestizide die chemisch nicht mehr nachweisbar sind, immer noch als Informationsgehalt im Wasser vorhanden.
M. Wallrabe, Schwanewede

8/2004, Brief zu Kinderkrankheiten
Keuchhusten statt Impfen

Uns ist klar geworden: Impfen ist nur ein Geschäft mit der Angst der Eltern – es geht jährlich immerhin um dreistellige Millionenbeträge.

Aus offizieller Statistik geht eindeutig hervor, dass, nachdem die Polio-Impfung eingeführt worden war, keine signifikante Änderung der Krankheitsfälle zu beobachten war. Dagegen stiegen die Todesfälle deutlich. Zusätzlich sind fast allen Impfstoffen die hochgiftigen Substanzen Formaldehyd, Quecksilber und Aluminium zugesetzt.

Im Übrigen hatten drei unserer Kinder (2, 11 und 12 Jahre alt) letztes Jahr gleichzeitig Keuchhusten. Da sie vollwertig ernährt werden, verlief die berüchtigte Kinderkrankheit vollkommen harmlos.
U. Lechner

8/2004, Brief zum Thema Impfen
Geimpfte: die besseren Kunden

Zu aller erst: Ich halte dem Leserbrief-Schreiber zugute, dass er Nebenwirkungen bei Impfungen einräumt. Die meisten Ärzte leugnen diese ja.

Den Rest des Briefes finde ich allerdings sehr erschreckend. Warum in die Natur eingreifen? Kinderkrankheiten kommen von der Natur und lassen sich auch sehr gut auf natürlichem Wege behandeln. Im Übrigen dauern Kinderkrankheiten meist nur zwei bis drei Wochen. Heuschnupfen und Neurodermitis hingegen, die sich aus den Impfungen ergeben können, hat das Kind aber meist ein Leben lang. Aber es ist klar, dass man an dauerkranken Kindern mehr verdient, als an gesunden.
I.Stautner, Burgheim

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