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S&K 12/2005 |
9/2005: Essen ohne Angst
Genießen ist gesund
Lange Zeit wurden Genusserlebnis sowie positives
Geschmacksempfinden als Zulieferer für eine bleibende
Gesundheit verkannt. In der Geschichte menschlicher
Esskultur hielt man es bis zum Zeitalter der Zivilisation
für selbstverständlich, dass Genuss wichtig
für die Gesundheit ist. Statt über Ernährung
nachzudenken, vertraute man lieber. Warum sollte die
Natur auch Lebensmittel bereithalten, die Leben und
Gesundheit nicht erhalten? Es wäre einer Blasphemie
gleichgekommen, hier das Gegenteil zu vermuten. Heute
hingegen, da ein Großteil der Lebensmittel weiterverarbeitet
wird, sollte der Konsument schon über Grundkenntnisse
verfügen, um gezielt auswählen zu können.
Dennoch: Essen ohne Genussempfinden ist nicht nur
eine trostlose Angelegenheit, sondern auch die Unfähigkeit,
liebevoll mit sich umzugehen. Essen bewusst genießen
zu können ist eine Wonne. B. Thier, Münster
Berichtigung
In der Schrot&Korn-Ausgabe 10/2005
haben wir auf Seite 27 zur Produktnachricht „Im
Regal “über das Arganöl von Bioplanète
das falsche Foto gezeigt. Hier haben wirdas richtige
abgebildet.
10/2005 Zum Leserbrief von K. Aggen
Falsch zitiert!
Mit Freude darf ich feststellen, dass mein Name
genannt wird. Traurig bin darüber, dass das,
was ich gern weitergeben will, leider immer wieder
unrichtig zitiert wird. Isolieren macht keineswegs
krank. Richtig ist, dass die Höhe der Energie-Einspar-Wirkung
von „Isolierung“ (besser: Wärmedämmung)
grob falsch verbreitet wird und in Wahrheit wesentlich
geringer ist. Richtig ist auch, dass dichte Häuser,
wenn unzureichend gelüftet wird, zu deutlich
höheren Zahlen in der Raumluft führen, die
dann unseren Organismus belasten. Die „neue
deutsche Schimmelwelle“ nimmt in den Medien
breiten Raum ein und die Wartezimmer der Ärzte
sind gut gefüllt.
Prof. J.P. Fehrenberg, Hildesheim
zum gleichen Thema
Wärmedämmung macht Sinn
Dass gedämmte Häuser mehr Energie verbrauchen
als ungedämmte, konnte man vielleicht vor 20
Jahren ohne Möglichkeit eines Gegenbeweises behaupten.Heute
sollte dieses Thema keine Glaubenssache mehr sein,
da die bauphysikalischen Zusammenhänge restlos
aufgeklärt sind. Wie erklärt sich Herr Aggen
denn die Existenz von mehreren Tausend wohngesunden
Passivhäusern? Dass man in der Vergangenheit
und leider auch noch heute hier viele Fehler macht/e,
gerade bei Sanierungen, ist kein Argument, sein Haus
nicht zu dämmen. Über die Wahl der Baustoffe
könnte man sehr wohl diskutieren, alles andere
führt nur zu einer erneuten Verwirrung bei unaufgeklärten
Bauherren. Die Zeiten des billigen Öls sind vorbei
und wie soll man denn bitte all die Häuser beheizen,
bei einer heute dreimal so großen Wohnfläche
pro Kopf wie vor 50 Jahren? Ich beheize mein Haus
ausschließlich mit 20 Ster selbst gemachtem
Stückholz und wünsche diese Plackerei niemandem
mehr!
P. Herrmann, Mangelsdorf/Bayern
9/2005 Aktiv gegen Schmerz
Heileurythmie ist mehr
Wir freuen uns, dass Sie als Schmerz- und Wohlfühltherapie
auch die Heileurythmie erwähnt haben. Allerdings
ist Eurythmie nicht dasselbe wie Heileurythmie. Eurythmie
wird künstlerisch, pädagogisch oder präventiv
eingesetzt. Heileurythmie hingegen ist eine ärztlich
verordnete Einzeltherapie. Ein Urteil des Bundessozialgerichts
vom 22.3.05 erlaubt es den Kassen, die Kosten ganz
oder teilweise zu tragen. Weitere Informationen zur
Heileurythmie finden Sie unter www.berufsverband-heileurythmie.de
H. Haberland,
Berufsverband Heileurythmie, Filderstadt
Die Leser-Anfrage
Warum kein Lab?
Viele Vegetarier lehnen Käse, der mit Lab hergestellt
wurde, ab. Können Sie mich über die Gründe
aufklären?
G.C., per E-Mail
Antwort des Leserservice
Kälberlab wird aus Mägen toter Kälber
gewonnen. Es handelt sich um ein Enzym, das Kälber
zur Verdauung brauchen und das bei der Käseherstellung
Milch gerinnen lässt. Auch wenn kein Tier eigens
für die Labgewinnung geschlachtet wird, lehnen
Vegetarier solchen Käse ab. Es gibt heute aber
auch „vegetarisches“ Lab, das mit Hilfe
von Mikroorganismen hergestellt wird. Viele Naturkostläden
deklarieren, mit welchem Lab der Käse hergestellt
wurde. Wenn nicht, können Sie dies beim Ladenpersonal
erfragen.
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S&K 11/2005 |
Rezepte in Schrot&Korn
„Mann“ muss nicht meckern
Ich finde besonders schön, dass wir dank S&K
einen festen fleischlosen Tag in der Woche eingeführt
haben. So kann ich meinem Mann Stück für
Stück die vegetarische Küche näher
bringen. Dank der leckeren Rezepte aus dem Heft hatte
er noch nie Grund zum Meckern. Ganz im Gegenteil!
Er betont immer wieder, wie toll die Rezepte sind
und dass er sich dadurch ein Stückchen wohler
fühle. Ich hoffe sehr, ich kann schon bald auf
zwei bis drei fleischlose Tage pro Woche erweitern.
Mit den tollen Rezepten aus Ihrem Heft ist es sicher
gar nicht so schwer. Vielen Dank für dieses tolle
Heft, Gratulation zum 20. und machen Sie weiter so!
S. Hils, Seebach
8/2005: Spaß mit Tieren
Interesse an Heimtieren prüfen
Häufig liest man heute Berichte über Heimtiere.
Auch Ihr Artikel ist nützlich und informativ.
Doch grundsätzlich sollte darauf hingewiesen
werden, dass die meisten Kinder in einem gewissen
Alter das Interesse an Haustieren verlieren. Nicht
selten werden die Tiere dann „entsorgt“.
B. Kabadakis, München
8/2005: Spaß mit Tieren
Goldfisch im Glas?
Sie haben einen Goldfisch in einem runden Glas abgebildet.
Schon seit Jahren gilt das Halten von Fischen in runden
Gefäßen als Tierquälerei, da sie darin
keine Rückzugsmöglichkeiten haben und absolut
orientierungslos sind. Außerdem erfolgt aufgrund
der kleinen Wasseroberfläche im Vergleich zum
Gesamtvolumen ein zu geringer Gasaustausch. Liebe
Schrot&Kornler, ich mag euch zwar sehr und finde
eure Zeitung (meistens) prima, aber diesmal kann ich
nur sagen: Das war wohl nichts.
R. Walther, Bremen
8/2005: Agro-Gentechnik Dossier
Zustände schlimmer
Es erscheint gewagt zu schreiben, die dramatischen
Katastrophen seien bisher ausgeblieben. Wer kann das
beurteilen? Solange die Krankheitsbilder bei Menschen,
die Genfood zu sich genommen haben, nicht von bekannten
Krankheitsbildern abweichen – wie beispielsweise
bei Contergan – sondern sich „nur“
äußern durch die Zunahme von Krebs, ist
die Katastrophe doch gar nicht feststellbar. Das Ansteigen
der Rate eines verbreiteten Krankheitsbildes wird
als Katastrophe doch gar nicht wahrgenommen.
Unser Selbstbestimmungsrecht hinsichtlich der Wahl
der Lebensmittel ist nicht allein verloren, sondern
unsere Demokratie in Gefahr. Es fehlt in Ihren Artikeln
jeder Hinweis auf die bisherige skandalöse Genehmigungspraxis
in den USA. Es wird nicht einmal auf die finanziellen
Verflechtungen der Genfood-Produzenten mit der Regierung
hingewiesen.
U. Mahnke, Krefeld
zum selben Thema
Das Gen-Spiel ist verloren
Ich habe festgestellt, dass es bei mir in der Gegend
auf dem gesamten Futtermittelmarkt kein Tierfutter
mehr gibt, bei dem die Verwendung gentechnisch veränderten
Sojas ausgeschlossen ist! Nur eine ganz kleine lokale
Mühle hat sich komplett gegen Soja entschieden.
Das heißt also, dass wir gentechnisch veränderte
Bestandteile brav über Eier, Milch, Käse,
Butter und Fleisch zu uns nehmen. Die USA haben den
Gen-Soja-Siegeszug gewonnen. Es ist traurig geworden
auf dieser Welt. Und jeder macht das Spiel mit.
H. Frey, Frankenhardt
8/2005 Nahrungsergänzung
Vitamine verflogen
Ich empfinde es als Hohn zu erklären, wer sich
ausgewogen ernähre, etwa durch mindestens fünf
Frischkostmahlzeiten am Tag, benötige keine Vitamin-Supplementierung.
Untersuchungen zum Gehalt an Mikronährstoffen
in Obst und Gemüse belegen: Fast alle untersuchten
Substanzen zeigen zum Teil dramatisch verringerte
Werte. Zum Beispiel haben Äpfel etwa 80 Prozent
ihres Vitamin-C-Gehalts zwischen 1985 und 1996 eingebüßt.
Im gleichen Zeitraum senkte sich bei Bananen der Vitamin-B6-Gehalt
um circa 92 Prozent. Kurzum:
Es wird zunehmend schwieriger – selbst bei
optimaler Ernährung – die benötigten
Mikronährstoffe ohne eine (sinnvolle!) Ergänzung
zu bekommen.
N. Fanin per E-Mail
Die Leser-Anfrage
Babys ohne Windeln
Wie heißt das Buch zum Thema?
Vor über 10 Jahren wurde in Schrot&Korn
ein Buch vorgestellt, in dem es darum ging, dass man
bei Babys sehr früh auf Windeln verzichten kann.
Da ich jetzt Zwillinge erwarte, ist mir dieses Buch
wieder eingefallen. Ob Sie wohl den Titel dieses Buches
ausfindig machen könnten? E. Prestel
Antwort des Leserservice
Der Klassiker zu diesem Thema ist: „Diaper
Free!“ von Ingrid Bauer, auf Deutsch: „Es
geht auch ohne Windeln! Der sanfte Weg zur natürlichen
Baby-pflege.“ Das Buch ist im Kösel-Verlag
erschienen. Ein weiteres Buch heißt: „TopfFit!
Der natürliche Weg mit oder ohne Windeln.“
Es ist von Laurie Boucke / Anahita-Verlag.
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S&K 10/2005 |
7/2005: Was sollen wir essen?
Schön, dass es so viele Ernährungsstile gibt
Sie zitieren zustimmend einen Hamburger Hochschullehrer,
der die Pluralität von Ernährungsstilen
und -empfehlungen für – wörtlich –
„eine ziemliche Katastrophe“ hält.
Für mich ist es ganz im Gegenteil höchst
erfreulich, heute unter vielen Vorschlägen wählen
zu können! Und was dieser Herr für „unstrittig“
hält, nämlich „fünf Mal Obst
und Gemüse am Tag“, widerspricht vielen
Ernährungssystemen, die Herr Westenhofer entweder
nicht kennt oder aber bewusst ignoriert. Ich halte
es gerade aus der Sicht Ihres Mediums für sinnvoll,
für die Pluralität der Lebens- und Ernährungsstile
in einer modernen Gesellschaft einzutreten. „Prüfet
alles, das Beste behaltet“, wie der olle Paulus
schon sagte. Er ist ein besserer Gewährsmann
als viele Schulwissenschaftler, meine ich.
Dr. Farkas Reinhard, Graz
6/2005: Definition von Dicksein
Übergewicht im Auge behalten
Ihr Spezial finde ich ausgezeichnet. Die Artikel
habe ich mit großem Interesse gelesen. Es wird
wieder einmal deutlich, wie die Industrie ihre Ziele
durchsetzt – zum Leid der Verbraucher, die darüber
größtenteils nichts erfahren.
Das Thema betrifft im Übrigen ja nicht nur
Übergewichtige, sondern auch die laut BMI zu
Untergewichtigen Deklarierten wie mich. Im gleichen
Heft wird in einem Artikel berichtet, dass Menschen
in Industrieländern (hier am Beispiel Amerika)
in den letzten 40 Jahren schwerer geworden sind. Ob
dies lediglich an der zunehmenden Körpergröße
liegt, wurde im Artikel leider nicht erwähnt,
das bezweifle ich aber. Das Thema „Übergewicht“
bleibt also nach wie vor kritisch zu beäugen.
V. Vögele, Karlsruhe
zum selben Thema
Pharmaindustrie verdient an Folgen von Adipositas
Wenn man Behauptungen aufstellt, so sollten diese
nachvollziehbar sein. Nicht am Umsatz von Reductil
oder Xenical verdient die Pharmaindustrie –
der liegt nur im Promillebereich –, sondern
an den leider jedem Arzt allzu vertrauten objektiven
Folgekrankheiten der Adipositas. Unter anderem mit
oralen Antidiabetika und Insulin, mit Cholesterinsenkern,
mit Blutdruck-, und Schmerzmitteln verdient die Pharmaindustrie
Milliarden. Folgt man der Argumentation der Autorin,
nämlich dass die Pharmaindustrie die Menschen
nur leimen will um Kasse zu machen, so müsste
diese McDonald’s und Konsorten sponsern. Aus
deren Kundenkreis speisen sich nämlich ihre Pfründe.
Nicht der Verbrauch an den von den Patienten selbst
zu finanzierenden Abmagerungsmitteln bereitet den
Gesundheitspolitikern der Industrienationen schlaflose
Nächte, sondern die gigantischen und jedes Gesundheitssystem
sprengenden Folgekosten der Adipositas. Altersdiabetes
bei adipösen Kindern und Jugendlichen ist ein
beängstigend zunehmendes Phänomen. Ist das
auch eine bloße Folge des von der Pharmaindustrie
gesponserten Body Mass Index?
Natürlich weiß ich nichts über den
BMI der Autorin. Und sollte man Motivationsforschung
betreiben, so könnte es plausibel sein, dass
es im Interesse einer Zeitung der Nahrungsmittel-Industrie
liegt, dass die Menschen möglichst viel essen
– und auch kaufen.
Dr. med. I. Marschner, per E-Mail
zum selben Thema
Industrie profitiert auch von Diäten
Mir sind die 50 Prozent Übergewichtigen im
Straßenbild noch gar nicht aufgefallen. Und
ich habe mich schon in den letzten Jahren, in denen
man von Medien und Instituten mit Propaganda zugeschüttet
wurde, über diese unsägliche Pauschalisierung
geärgert. Die versuchen, einem tatsächlich
jegliche Freude am Essen zu vermiesen. Leider werden
wohl auch die falschen Vorbilder von rappeldürren
Pop-Sternchen, die schon Zehnjährige zum Hungern
bringen, nicht verschwinden. Auch von den Diät-Mitteln
profitiert ja eine ganze Industrie.
B. Offermann, Aachen
7/2005: zum Leserbrief eines Veganers
Töten ist unvermeidlich
Auch Veganer sind mitnichten nur „Pflanzen-Aasesser“.
Getreidekörner, Kartoffeln, Nüsse, Obst:
alles lebt! Auch wenn etwa die Getreide-Mutterpflanze
vertrocknet ist, das Korn stellt den befruchteten
Keim dar, das neue Leben. Das gilt in der Regel für
alle Saaten, Samen, Früchte. Selbst Kartoffeln
dienen als verdickte Rhizome der ungeschlechtlichen
Vermehrung und tragen lebende Keime in sich, die im
Keller bald zu treiben beginnen.
Man kommt damit also nicht um das Töten herum.
Diesem Dilemma des „Tötens-um-zu-überleben“
kann sich kein Mensch entziehen. Wir können nicht
außerhalb der von der Natur gewollten und erzwungenen
Ordnung existieren. Aber vermeiden können und
sollen wir jedes unnötige Leid, das hervorgebracht
wird durch die Gier wie Profitgier, Fressgier, Geltungsgier
et cetera.
G. Probst, Babenhausen
7/2005: Geniale Blitzmenüs
Schade um die Esskultur
Ich traute meinen Augen nicht, als ich den Artikel
über „Geniale Blitzmenüs“ aufschlug:
Fertigkartoffelbrei, Schokoladenpudding nur zum auf
den Teller Stürzen, Tiefkühlpizza, Instant-Tomatensuppe.
Als Familie mit zwei Kindern ernähren wir uns
fast nur mit Bio-Lebensmitteln – vom eigenen
Garten oder aus dem Naturkostfachgeschäft. Das
geht aber nur, wenn man „selber“ kocht.
Sonst kann man sich das nicht leisten. Bei uns gibt
es weder Fertigprodukte noch Tütensuppen.
Mir macht das Kochen mit meinem Sohn Spaß.
Was gibt es Schöneres als eine gemeinsam zubereitete
Pizza? Schade, dass die Esskultur verloren geht.
Fam. Schindler, Achern
zum selben Thema
Plädoyer für Körnerfutter
Wenn man sich in Schrot&Korn bestimmte Rezepte
anschaut, einen Beitrag wie „Essen ohne Angst“
liest und ähnliche Stimmen aus der momentanen
Naturkostszene wahrnimmt, so kann man dabei den Eindruck
gewinnen, gesund ist nur noch, „was hip ist“.
Und wenn man dann irgendwann doch mal richtig krank
wird, ist das dann auch irgendwie „hip“?
Ich dagegen genieße ohne jede Angst Grünkern,
Eintöpfe, Sprossen & Co.
L. Sohni, Aachen
Wärmeschutz/ Energiesparen
Isolieren von Gebäuden macht Menschen krank
Die von Greenpeace empfohlenen Dämmstoffapplikationen
bei massiven Altbauten bringen – außer
Kosten, Feuchte, möglichem Schimmel im Innern
und ramponierten Fassaden außen – energetisch
nichts. Allenfalls einen noch höheren Heizverbrauch
und zwar bis zu 30 Prozent.
Die Fakten offerierte ich bereits 1981 bis 1985
in vielen Medien. 1999 bestätigte Prof. Fehrenberg
den Sachverhalt von der Sinnlosigkeit bei Gebäudeaufrüstungen
an Hand verbrauchter Heizölmengen im Laufe von
20 Jahren. Die gesamte Isolierbranche ist entweder
gaga oder korrupt: Es gibt keine einzige Wandmessung
über deren effektive Energiewirksamkeit. Massive
Ziegelaltbauten zum Beispiel sind brave Energiesparer
mit Niedrigenergiehaus-Standard.
Es ist nicht nötig, sie in petrochemischen
Schaumplunder zu hüllen. Tatsache ist: Hochgedämmte
Gebäude verbrauchen drei- bis fünfmal mehr
Heizenergie, als sie nach den mathematischen Rechnereien
benötigen sollten. Sie fördern überdies
Algen- und Schimmelkulturen! Jede vierte Wohnung der
so genannten Plattenbauten, die seit der DDR-Wende
„saniert“ wurde, ist befallen.
K. Aggen, Freier Architekt, Marxzell-Burbach
Die Leser-Anfrage
Dinkel glutenfrei?
Ich möchte gerne wissen, ob Dinkel Gluten enthält.
M. Meijboom, Waalwijk (Niederlande)
Antwort des Leserservice:
Ja, Dinkel enthält Gluten. Auch Weizen, Roggen,
Gerste, Hafer, Grünkern und Weizenverwandte wie
Kamut, Einkorn und Emmer sind nicht glutenfrei. Frei
von Gluten sind zum Beispiel Reis, Mais, Hirse, Buchweizen,
Amaranth und Quinoa. Gluten ist ein Getreideeiweiß,
das gute Backeigenschaften hat, teilweise aber nicht
vertragen wird. Typische Anzeichen für eine Unver-träglichkeit
sind Blähungen und Durchfall.
Noch Fragen? Wenden Sie sich an:
Schrot&Korn/aktiv
Postfach 10 06 50
63704 Aschaffenburg
Tel 0 60 21/ 44 89-136
Diskussion erwünscht
Uns erreichen viele Briefe, die wir leider nicht
alle abdrucken können – oder nicht in ganzer
Länge. Darunter sind Meinungen und Behauptungen,
die wir nicht alle teilen oder überprüfen.
Wenn Sie Anmerkungen haben, schreiben Sie uns. Wir
freuen uns auf spannende Diskussionen.
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S&K 9/2005 |
6/2005: Bin ich dick?
S&K von Fastfood-Industrie gesponsert?
Angesichts Ihrer mir sonst sehr differenziert erscheinenden,
sorgfältig recherchier-ten Artikel finde ich
dieses Spezial erschreckend und geradezu gefährlich
einseitig. Es mag ja zutreffen, dass es gewinnsüchtige
Pharma-Unternehmen gibt, die auf den Zug der wie ich
meine, nicht nur vermeintlich zunehmenden Adipositas
aufspringen. Es mag ja sein, dass der BMI nicht der
Weisheit letzter Schluss ist. Sicherlich gibt es den
Diäten- und Schlankheitswahn und zunehmende Ess-Störungen.
Aber: Auf der anderen Seite gibt es auch immer mehr
Kinder, die aufgrund von Fehlernährung, Übergewicht
und mangelnder Bewegung an Diabetes Typ II erkranken.
Es gibt immer mehr dicke, motorisch ungeschickte Kinder.
Nach Ihrem „Spezial“ aber kann sich nun
jedermann und jede Frau und jedes Kind beruhigt mit
der Tüte Kartoffelchips in den Fernsehsessel
zurücklehnen.Wenn man es nicht besser wüsste,
könnte man annehmen, Sie wären von der Fastfood-Industrie
gesponsert!
Dr. C. Warnhoff per Mail
zum selben Thema
Lieber das Leben leben
Glückwunsch zu diesem Artikel! Ich selbst habe
immer auf meine eigene Leibes-Meinung gehört,
um zu wissen, ob Gewicht und Gesundheit und Stimmung
miteinander harmonieren. „Leibes-Meinung“
sage ich, weil unser Reden über den „Körper“
verrät, dass wir ihn als tote, physikalische
Größe betrachten. „Leib“ hingegen
– so verrät bereits das Wort – hat
etwas mit Leben zu tun. Meine eigene Erfahrung: Ich
brauche keinen BMI.
Als ich mit 25 Jahren 73 kg bei 187cm wog (BMI 20,875),
kam ich mir klapperdürr vor und war es auch.
Als ich mit 47 Jahren 113 kg wog (BMI größer
32), war offensichtlich, dass mir das nicht gut tat.
Und wenn ich jetzt seit Jahren im Schnitt 91 kg wiege
(BMI 26), passt dies zu meinem Wohlbefinden besser
als jene 83 kg (BMI 22,46), die ich nach den 113 kg
anstrebte und auch eine Weile lebte. Fazit: Lebe dein
Leben und nicht deinen BMI! PS: Sie machen sehr gute
redaktionelle Arbeit! Das beurteile ich als ganz normaler
Leser, aber auch als selbst redaktionell Tätiger.
Und mit Freude sehe ich daher, wie gut sich Ihre Zeitschrift
entwickelt hat.
R. Reuschel, Isernhagen
6/2005: Leserreise Myanmar
Traveln im Tyrannenstaat?
Seit vielen Jahren lese ich Schrot&Korn. Euer
Magazin ist die Pflichtlektüre für bewusste
Einkäufer. Es wird in ganz Europa gelesen. Es
soll sogar Abonnenten in Australien und Fernost geben.
Aber wie kommt ihr dazu, ausgerechnet Myanmar als
Reiseland anzupreisen dieses Unterdrückerland
par excellence?
Amnesty International anklicken und dann lesen,
wäre viel gescheiter gewesen!
Ihr unterstützt damit ein Unrechtsregime, das
seit Jahrzehnten im Drogenhandel weltweit führend
ist! Auch im illegalen Export von Tropenhölzern
ist Myanmar schon lange auf der „Watchlist“
von Greenpeace!
E. Cerf, Basel, Schweiz
Reaktion der Redaktion
In dem betreffenden Artikel haben wir durch einen
Info-Kasten die Missstände angerissen. Es bleibt
die Frage, wie man einem Unrechtsregime begegnet.
Wir haben eine Diskussion angestoßen. Reisende
nach Myanmar können diese fortsetzen.
5/2005: Fair verkaufte Milch
Mehr Fair-Milch-Molkereien
Ich würde gerne dazu beitragen, dass die heimischen
Bio-Betriebe überleben können. Ein Aufpreis
von fünf Cent für einen Liter Erzeuger-Fair-Milch
erscheint mir leicht zu verkraften.
Auch an anderen fairen einheimischen Milchprodukten
bin ich interessiert. Hoffentlich steigen bald weitere
Molkereien in die Fußstapfen der beispielgebenden
Upländer Bauernmolkerei.
R. Bammes, München
Die Leser-Anfrage
Naturkostläden-Adressen
In Schrot&Korn April/05 haben Sie Naturkostläden
aufgelistet, die bei der Leserwahl ausgezeichnet wurden.
Ich fände eine Liste mit Adressen von Naturkostläden
sehr hilfreich, damit man auf Reisen ohne langes Suchen
weiß, wo ein Laden zu finden ist. Gibt es eine
solche Liste?
W. Huppers
Antwort des Leserservice
Ja: Adressen von fast allen Naturkostläden
finden Sie in unserem Internetangebot unter
www.naturkost.de/nkl/index.htm
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S&K 8/2005 |
4/2005: Snacks im Büro
Empfohlene Bürokost
Obwohl ich arbeitsbedingt täglich fast zwölf
Stunden außer Haus bin, ernähre ich mich
tagsüber wie folgt: Früh morgens bereite
ich mir zu Hause ein Frischkostgericht zu –
mahle dafür abends Getreide, vermenge dies am
Morgen mit frischem Obst der Saison, Nüssen und
Sahne. Dies esse ich als Frühstück in der
Firma. Mittags folgt dann eine Rohkost-Schüssel
aus frischem Gemüse mit kaltgepresstem Öl.
Ich erhalte von einem örtlichen Naturkost-Lieferservice
jeden Montag frisches Gemüse der Saison –
somit bin ich unabhängig von Kantinenkost und
nehme reichlich lebendige Nahrung zu mir. Nachahmung
empfohlen!
P. Ziegler, Wiesbaden
4/2005: Bein- und Fußpflege
Auf gute Idee gebracht
Ich freu’ mich immer wieder sehr, wenn es
was Neues von euch zu lesen gibt. Ihr bringt mich
auf viele gute Ideen, zum Beispiel die Autorin Astrid
Wahrenberg, die daran appellierte, den eigenen Beinen
liebevolle Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Danke
für euer Engagement!
V. Dembek, München
Ethik im Naturkostbereich
Naturschutz im Bioladen?
Diese Frage stellt sich angesichts von naturschädlichem
Werbe- und Verpackungsmaterial, Hochglanzheften, Thermopapier-Kassenbons,
Luftballons, Plastikartikeln et cetera. Produkte und
Verpackungsmittel zu verwenden, die der Natur schaden,
trägt nicht zur Glaubwürdigkeit der Bio-laden-Konzepte
bei. Die frei werdenden Schadstoffe landen schließlich
auch in der Nahrung. A. Salomon per E-Mail
3/2005: Gift im Mund
Gesundheitssystem enttäuscht
Viele Jahre litt ich unter Schwindelanfällen
und vielen weiteren Symptomen, die mir teilweise den
Lebensmut geraubt hatten. Mehrere Fachärzte wussten
keinen Rat. Ein starker Schwindelanfall beim Zahnarzt
hat mich dann vor zwei Jahren auf die für mich
damals zweifelhafte Idee gebracht, im Zahnmaterial
Amalgam nach der Ursache zu suchen. Schon nach einem
viertel Jahr Entgiftung, mit Hilfe eines erfahrenen
Therapeuten, hat sich vieles wesentlich verbessert.
Heute macht mir mein Leben wieder Spaß. Was
bleibt, ist die große Enttäuschung über
unser Gesundheitssystem. Die Krankenkassen weigern
sich immer noch, in nicht nachvollziehbarer Art und
Weise, die Kosten für eine Ausleitung zu übernehmen,
obwohl mittlerweile sehr viele Studien beweisen, wie
viel Unheil dieses Material anrichten kann und bereits
angerichtet hat. Ich möchte Sie ermuntern, weiterhin
über das Thema aufzuklären – im Interesse
aller. Vielen Dank!
H. Raab, Ballrechten-Dottingen
03/2005: Gift im Mund
Krank nach Amalgam-Ausbohrung
Ich fand es ganz toll und mutig, dass ihr so einen
Artikel über Zahnfüllstoffe veröffentlicht
habt. Durch das Ausbohren von Amalgam-Füllungen
war ich selbst wochenlang bettlägerig und bin
bis heute arbeitsunfähig. Man darf der Gesellschaft
die Wahrheit über Amalgam nicht vorenthalten.
Ich danke euch, auch im Namen vieler Mitbetroffener.
A.Veit, Reilingen
03/2005: Gift im Mund
Risiken bei Amalgam- Entfernung
Ich lese Ihre Zeitschrift sehr gerne und finde es
beachtlich, wie Sie sich unabhängig von der Lebensmittelindustrie
und deren Lobbys Ihre Meinung bilden. Kompliment dafür.
Ich bin kein dogmatischer Vertreter der "nur-Gesundes"-Fraktion.
Für mich gehören Seele und Körper und
damit Genuss und gesundes Essen zusammen – auch
Süßes und Currywurst sind durchaus erlaubt
und können neben Bio-Kost leben, schließlich
will auch die Seele fröhlich bleiben und auch
mal mit Fast-Food verwöhnt werden.
Weswegen ich Ihnen aber in erster Linie schreibe,
ist Ihr Interview mit Christian Zehenter mit dem dazugehörigen
Artikel "Gift im Mund". Leider wird nicht
erwähnt, dass beim Entfernen von Amalgam durchaus
gefährlich hohe Mengen dieses Giftstoffes freigesetzt,
in den Mundraum fallen und verschluckt werden können.
Manchmal kann dies sogar erst die Gesundheitsprobleme
auslösen, die man doch eigentlich durch eine
Entfernung von Amalgam vermeiden wollte.
Ich bin durchaus auch der Meinung, dass Amalgam
nicht das "Gelbe vom Ei" für die Zahnbehandlung
ist, jedoch freimütig zu raten – wie es
Herr Zehenter tut –, "...man sollte Amalgam
in jedem Fall entfernen", halte ich doch fast
für grob fahrlässig. Leider sieht es doch
so aus, dass die meisten Zahnärzte weder wirklich
über die Erfahrung noch über das Wissen
verfügen, wie man Amalgam sicher entfernt.
Die oben besagten Gründe lassen mich eher vor
einer derartigen Behandlung zurückschrecken.
Man sollte hier doch genauestens abwägen, wie
viel Amalgam-Füllungen ein Mensch hat und ob
dieser Mensch überhaupt unter den genannten Symptomen
wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche etc.
leidet. Ist dem nicht so, muss ich doch fragen: Warum
schlafende Hunde wecken? Da lebe ich lieber weiterhin
mit dem Gift im Mund und behalte meine Gesundheit
im Auge.
K. Marohn per e-Mail
zum selben Thema
Berufsunfähig wegen Amalgam
Es ist sehr wichtig, dass eine Zeitschrift wie Ihre
dieses Thema immer wieder aufgreift. Bravo! Allerdings
möchte ich zum zweiten Teil des Artikels eine
sehr wichtige Anmerkung machen. Da ich selbst Betroffene
bin, glaube ich mir dies erlauben zu dürfen.
Für absolut richtig halte ich die Empfehlung,
Amalgam in jedem Fall zu entfernen. Nur birgt diese
Empfehlung ein ganz gefährliches, unüberschaubares
Risiko: Bei unsachgemäßer Entfernung potenziert
sich die Giftaufnahme im Körper um ein Vielfaches
dessen, was vorher bei unbeschädigten Plomben
geschehen wäre.
Die wenigsten Zahnärzte wissen, wie die Plomben
fachgerecht entfernt werden müssen. Es passiert
immer und immer wieder, dass erst nach der Entfernung
der richtig schlimme Leidensweg des Patienten beginnt.
Ich habe mir vor sieben Jahren die alten Plomben
herausbohren lassen. Wenige Wochen später begann
ein Weg, den ich mir niemals hätte träumen
lassen: Seit fünf Jahren kämpfe ich nun
um meine Berufsunfähigkeitsrente. Deshalb mein
sehr wichtiger Rat: Wer sein Amalgam aus dem Mund
entfernen lassen will, unbedingt vorher sehr genau
im Internet beziehungsweise in der im Quellenverzeichnis
von Schrot&Korn angegebenen Literatur informieren.
D. Dreise-Bothe, Sarstedt
03/2005: Gift im Mund
Unwissend krank
Es freut mich sehr, etwas über dieses Thema
zu lesen, da ich eine schwere Quecksilbervergiftung
habe und ich mich vom Gesundheitssystem und den Medien
doch sehr allein gelassen fühle. Ich wünsche
mir weiterhin eine rege Auseinandersetzung und vor
allem Veröffentlichungen zu diesem Thema. Enorm
viele Menschen sind betroffen, ohne es zu wissen,
weil Ärzte es ignorieren, beziehungsweise nicht
die Möglichkeiten haben, es festzustellen.
K. Küppers, Aachen
12/2004: zur Sprache W. Niedeckens („Mein
Kind soll kein’ Scheiß essen.“)
Das zählt bei Jugendlichen
Es ist besser, eine Sprache zu finden, mit der man
Jugendliche erreicht, als in einer abgehobenen Sprache
zu kommunizieren, die den Jugendlichen nichts sagt.
Bei meinen Schülern jedenfalls ist Wolfgang Niedecken
mit seiner sehr direkten Sprache sehr gut angekommen.
Und nur das zählt!
B. Doherty, Wermelskirchen
5/2005: „Bio“ ist bezahlbar
Von Schrot&Korn verhöhnt
Beim Lesen Ihres Artikels kam mir die kalte Wut:
Ich habe eine Großfamilie mit bald fünf
Kindern. Unser Gesamt-Monatseinkommen fließt
zu fast 50 Prozent in unsere Sozialmiete für
98 Quadratmeter. Außerdem brauchen wir wegen
mehrerer Allergien spezielle Kost.
Ja, Bio schmeckt 1000 Mal besser, aber wer auf Sozialhilfe-Niveau
lebt, kommt sich bei Ihren Zeilen doppelt bestraft
und verhöhnt vor! A.Fiedler, Berlin
Die Leser–Anfrage
Schrot&Korn im Abo?
Per Zufall erhielt ich die März-Ausgabe Ihres
Magazins und habe sie regelrecht verschlungen. Ich
gratuliere Ihnen zu Schrot&Korn und möchte
keine Ausgabe mehr verpassen. Gibt es dieses Magazin
auch im Abonnement? Ich fänd’s toll!
L. Brüsselbach, Hamburg
Antwort des Leserservice
Ja, ein Schrot&Korn-Abo ist zu bekommen. Preis:
20 Euro/Jahr (Inland), 26 Euro/Jahr (Ausland). Im
Naturkostladen kostenlos. Interesse?
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S&K 7/2005 |
12/2004, zu Wolfgang Niedecken: „Mein
Kind soll kein’ Scheiß essen.“
Das zählt bei Jugendlichen
Es ist besser, eine Sprache zu finden, mit der man
Jugendliche erreicht, als in einer abgehobenen Sprache
zu kommunizieren, die ihnen nichts sagt. Bei meinen
Schülern jedenfalls ist Niedecken mit seiner
direkten Sprache sehr gut angekommen. Und nur das
zählt!
B. Doherty, Wermelskirchen
4/2005: Bio-Milch
Beschwerdefrei Milch trinken
Ich trinke gerne Milch – seit sechs Jahren
Bio-Milch. Nachdem die neue länger-frisch Bio-Milch
(weil homogenisiert) auch im Supermarkt aufgetaucht
war, nahm ich dieses günstigere Angebot sehr
gerne an. Nun, seit längerer Zeit litt ich immer
wieder unter Blähungen, teilweise Bauchkrämpfen.
Nach langem Rätseln und schließlich dem
Schrot&Korn-Artikel über „Allergie
durch Homogenisieren“ habe ich nun die Lösung
gefunden: Das Verfahren des Homogenisierens verändert
die Milchbestandteile. Ich erprobte nur-pasteurisierte
Milch und bin – beschwerdefrei!
Meiner Meinung nach darf man eine Milchunverträglichkeit
nicht dem Milchzucker anlasten und daraufhin pasteurisierte,
homogenisierte, laktosefreie Milch kaufen (nach Bruker
eine „getötete Leiche“). Meine Meinung
ist: Milch – wenn es ein Lebensmittel sein soll
und gut tun soll – müssen wir so unbehandelt
wie möglich trinken. Als unfreiwillige Testperson
der Milchindustrie habe ich meine Lektion gelernt.
Ich danke den Firmen denree und demeter, die pasteurisierte
Milch anbieten.
A. Schafbauer, Regensburg
Werbung in Schrot&Korn
Beilage des Arun-Verlages
Mit großer Verwunderung musste ich feststellen,
dass in Ihrer Zeitschrift eine Werbbeilage des Arun-Verlages
zu finden war. Dieser Verlag wird von dem ehemaligen
rechtsextremen Aktivist Stefan Björn Ulbrich
geleitet und bedient teilweise Leser aus rechtsextremen
Kreisen. Der Verleger selbst nennt seine rechte Vergangenheit
„Jugendsünden“. Als jahrelange Leserin
Ihrer Zeitschrift bitte ich Sie, in Zukunft auf solche
Beilagen zu verzichten.
P. Groß per Internet
Anmerkung der Redaktion
Wir haben Verlagsprospekt, Internet-Seite und
Bücher des Verlages geprüft und entschieden,
dass wir Werbung des Arun-Verlages nicht mehr aufnehmen.
Vielen Dank für den Hinweis!
12/2004: Mehr Toleranz und Respekt
Veganer sind Pflanzen-Aasesser
Zum artgerechten Leben gehört auch der Alterstod.
Insofern ist es für mich nicht vertretbar, Fleisch
zu essen – auch nicht Bio-Fleisch. Selbst wenn
Pflanzen ein wie auch immer geartetes Bewusstsein
entwickelten, für Veganer ist dies im Zusammenhang
mit ihrer Ernährungsweise gar nicht so wesentlich,
denn sie löschen nicht zwangsweise Pflanzenleben
aus, wenn sie Pflanzen essen.
Viele Gewächse sind bereits gestorben, wenn
sie das Reifestadium erreicht haben beziehungsweise
bevor man sie erntet. Man denke an Getreide, das erst
gemäht wird, wenn es völlig vertrocknet
ist. Oder Kartoffeln, deren Grün bereits welk
ist, bevor man die Knollen aus dem Boden holt. Veganer
sind also „Pflanzen-Aasesser“ wenn man
so will. Man muss auf sein Gewissen hören.
M. Lichte, Dipl.-Ing., Bad Pyrmont
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S&K 6/2005 |
03/2005: Zu Leserbrief Wolfgang Niedecken
Mit Sprache sorgfältig umgehen
Vielen Dank für den Abdruck des Leserbriefes
von E. Schmider, Offenburg, der die Sprache des Musikers
kritisierte.
Sowohl in der Rudolf Steiner-Schule, die mein Sohn
besucht, als auch bei uns zu Hause achten wir auf
einen sorgfältigen sprachlichen Umgang. Umso
mehr stößt die Sprache eines anscheinend
noch pubertierenden Elternteils in Ihrer Zeitschrift
unangenehm auf.
K. Brockstedt, Hamburg
zum selben Artikel
Freude über Ausdruck
Mir sprach das Zitat von Wolfgang Niedecken: „Ich
will, dass mein Kind kein Scheiß isst“,
aus der Seele. Ich habe diesen Artikel bewusst in
meiner Kindergruppe für die Eltern ausgehängt,
froh über diese mutige, treffende und unverblümte
Bemerkung zum Essverhalten unserer Kinder.
Übrigens: Bereits Luther fragte nach dem Rülpsen
und Furzen. Und Albert Camus schreibt in seinem Buch
„Die Pest“ ausführlich über
die Verdauung. Die Sprache, die verwendet wird, ist
sicher auch Ausdruck der Seele. Interessant ist für
mich der ganze Mensch und mit welcher Haltung er etwas
sagt. P. Eyssel, Oberbergkirchen
03/2005: Zu Leserbrief „Bio-Bauern
selbst schuld“
Zahlt uns unseren Preis!
Wie stellen Sie sich das vor, uns Bio-Bauern zu
helfen? Sollen wir statt Lebensmittel zu erzeugen
uns touristisch beschäftigen? Unsere Flächen,
Äcker und Wiesen den konventionellen Kollegen
überlassen, die mit problematischen Substanzen
die Böden anreichern?
Wenigstens ich selbst möchte aber ökologisch
erzeugte Lebensmittel essen. Soll ich mir hinterm
Haus meine Tiere art- und tiergerecht halten und füttern,
wie es tatsächlich konventionelle Kollegen machen,
die um die Qualität dessen wissen?
Oder meinen Sie, dass wir Bauern noch multifunktionalere
Wesen werden sollten? Ich muss mich sowieso schon
für viele Themen interessieren. Man muss sich
einfach Grenzen stecken, wenn man sich nicht zum Sklaven
des eigenen Hofes machen möchte.
Generell ist zu bedenken: Kommt ein weiterer Betriebszweig
zum eigentlichen Geschäft dazu, muss Zeit und
Energie von anderen abgezogen werden, was zur Folge
hat, dass die Qualität der erzeugten Lebensmittel
zwangsweise sinkt. Das Weiterentwickeln zu mehr inneren
Qualitäten, die das Leben an sich erst zum Leben
machen, bleibt auf der Strecke.
Ich kann nur sagen: Zahlt uns unseren Preis, damit
wir mit unseren Einkommen auch auskommen. Nur so können
wir vom Nahrungsmittel (Magenfüller) zum Lebensmittel
gelangen.
G. Hartinger, St. Wolfgang
03/2005: „Dicke Kinder“
Am Zielpublikum vorbei
Auf der einen Seite bringt Frau Künast ein
320-seitiges Schriftwerk über zu dicke Kinder
auf den Büchermarkt – für satte 18
Euro. Andererseits werden in den Kommunen und Verwaltungen
die Ernährungsberater aus Kostengründen
eingespart. Sie müsste doch eigentlich wissen,
dass das Zielpublikum von den Medien gratis informiert
wird. W. Burger, Weißenhorn
zum selben Thema
Eltern sind verantwortlich
Wir können nicht Gesellschaft und Politiker
für das Übergewicht unserer Kinder verantwortlich
machen. Verantwortlich sind wir Eltern. Damit sich
unsere Kinder zu positiven Persönlichkeiten entwickeln
können, haben Eltern und Personen, die mit Kindern
arbeiten, die Aufgabe, ein gutes Vorbild zu sein.
Eltern sollten sich immer bewusst sein, dass ihre
Lebensordnung ein Spiegel für ihre Kinder ist.
So liegt der Schlüssel für gesunde, glückliche
und friedliche Kinder im Reich der Ernährungs-
und Verhaltensordnung.
Mit unseren Kindern legen wir die Saat für
die Zukunft. Wenn wir sie als Eltern gut pflegen und
fördern, werden wir reiche Früchte ernten.
G. Römer, Hamburg
zum selben Thema
Fett macht nicht fett
Auf die Frage „Weniger Kalorien und mehr Bewegung,
ist das alles?“ antwortete Frau Künast
„Im Prinzip ja“. Hier irrt Frau Künast.
Auf diesen Zug ist unsere Industrie mit ihren Light-Produkten
doch schon längst aufgesprungen und bewirbt uns
seit Jahren mit den „Weniger-Fett-Parolen“.
Greifbare Ergebnisse gibt es allerdings nicht. Die
Ursache für Fettleibigkeit liegt im übermäßigen
Verzehr von isolierten beziehungsweise toten Kohlehydraten.
Dazu gehören Fabrikzucker, Auszugsmehle und Margarine
sowie raffinierte Öle. Diese Produkte können
jedoch nur abgebaut werden, wenn wir unserem Körper
entsprechende Mengen an Vitalstoffen zuführen.
Diese sind vor allem in Getreide, Obst und Gemüse
enthalten. Da diese Produkte aber nicht ausreichend
gegessen werden, kann der Körper auch nicht alles
so verarbeiten, wie es von der Natur vorgesehen ist.
Ich empfehle das Buch von Dr. Bruker „Fett macht
nicht fett“.
G. Stegemann, Neuss
03/2005: Warenkunde Eier
Mehr Ei-Infos
Ihren Bericht möchten wir noch ergänzen:
Die ersten zwei Ziffern der siebenstelligen Erzeugernummer
stehen für das Bundesland, in dem der Erzeugerbetrieb
die Eier kennzeichnet. H. Frank, Boppard
Tierschutz
Gegen Hundeverzehr
Vor einiger Zeit brachten Sie einen Beitrag über
die Arbeit von Gill Robinson, die es tatsächlich
geschafft hat, als Frau(!) in China die Schließung
der Bärenfarmen durchzusetzen. Nun hat sie sich
zur Aufgabe gemacht, gegen die entsetzlichen Zustände
auf den Tiermärkten und den Verzehr von Hunden
und Katzen vorzugehen. Es ist eine schwierige Aufgabe
und sie benötigt dazu jede erdenkliche Hilfe.
Toll wäre, wenn eine wahre Flut von Protestbriefen
an die chinesische Botschaft gelangte. Nur wenn viele
Menschen aktiv werden, ist es möglich, etwas
zu verändern, damit solche furchtbaren Bilder
der Vergangenheit angehören. Mehr Infos unter:
www.animalsasia.org
H. Gruß, Berlin
03/2005: Basteln mit Tulpen
Blumen leben lassen!
Es enttäuscht mich, dass Sie vorschlagen, eine
in voller Blüte und Pracht stehende Tulpe für
die Zeit eines kurzen Osterfrühstücks zu
benutzen. Ich denke, Blumen können und sollen
uns erfreuen, auch zum Osterfrühstück. Aber
doch bitte so, dass sie dabei weiterleben können!
A. Weidemann, Augsburg
03/2005: Gift im Mund
Amalgam reichert Gift an
Ich bin froh, wieder einmal einen Bericht gegen
Amalgam gelesen zu haben. Schlimmer, als dass man
es irgendwann einmal für den Menschen zugelassen
hat, ist heute, es noch zu verwenden. Dessen Schädlichkeit
sollte doch nun, nach jahrelangen Warnungen von Fachleuten
und Kritikern, allen Zahnärzten und Medizinern
klar sein.
Leider sind die daraus entstehenden vielfältigen
Leiden der Patienten nicht für jeden Arzt einzuordnen.
Ich bin deshalb sehr froh darüber, vor drei Jahren
eine Heilpraktikerin gefunden zu haben, die sich damit
auskennt. Durch eine Ausleitungstherapie haben sich
viele Beschwerden gebessert oder sind beseitigt worden.
In dem Buch von Dr. Joachim Mutter ist sehr gut
beschrieben, dass durch Amalgam im Mund vermehrt andere
Umweltgifte aufgenommen werden. Somit können
sich zum Beispiel Pestizide 30-100fach mehr im Körper
anreichern. Meine Meinung ist: Beides, Amalgam und
Pestizide, müssen weg. Damit die Menschheit in
Zukunft wieder gesünder ist. K. Gewalt, Schweinfurt
02/2005: Franz Alt:
Ein Schlag ins Gesicht!
Wenn Franz Alt zu viel Geld hat, freut mich das
für ihn. Trotzdem wäre es schön, wenn
er die Lebenswirklichkeit in Deutschland zur Kenntnis
nehmen würde:
Mehrere Millionen Menschen müssen mit wenigen
Hundert Euro im Monat auskommen und versuchen trotzdem
ein würdevolles Leben zu leben. Unter ihnen sind
auch viele Bio-Kunden der ersten Stunde. Ihr Artikel,
beziehungsweise die Überschrift, ist ein Schlag
ins Gesicht all dieser Menschen. Wenn Herr Alt sich
über einen „Öko-Terminator Arni Schwarzenegger“
in Kalifornien freut, der bis 2010 ganz Kalifornien
mit Wasserstoff-Tankstellen ausstatten will, fängt
es mich persönlich an zu gruseln. Nichts gegen
diese Tankstellen, aber sie lösen kein einziges
Problem unserer heutigen Mobilitätsgesellschaft,
erhalten dafür aber die Illusion einer grenzenlosen
und dabei umweltverträglichen Mobilität.
Wie wäre es, wenn Sie, sozusagen als Schmerzensgeld,
in einer Ihrer nächsten Ausgaben eine(n) Niedrigverdiener(in)
darüber interviewen, wie es ist, wenn man mit
nur wenigen Hundert Euro im Monat ein nachhaltiges
Leben zu führen versucht? Die geeigneten Ansprechpartner
vermittle ich gerne. M. Matthias, Wolfhagen
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S&K 5/2005 |
1/2005: Kohl, Kraut, köstlich!
„Ich kann selbst kochen.“
Auf jeden neuen Beitrag aus Ihrem Verlag bin ich
gespannt. Was mir neulich nicht gefallen hat: Sie
loben alle Formen von Kohl. Ihre Rezepte zerstören
aber das meiste in ihm, wenn er beispielsweise zwei
Mal erhitzt wird. So etwas vermeide ich konsequent.
Auch benötige ich keines der angepriesenen Fertigprodukte,
da ich in der Lage bin, selbst zu kochen und zu backen.
I. d. Neff, Tübingen
S&K-Aktion Gentechnik
Haben Sie sich nicht so!
Im letzten Jahr habe ich mich an Unterschriftenaktionen
gegen die grüne Gentechnik beteiligt. Im Spätsommer
erhielt ich ein Schreiben vom Ministerium für
Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt.
Über dieses Schreiben bin ich sehr empört.
Vor allem durch die Passage, dass „Deutschland
schon längst keine Gentechnik-freie Zone mehr
sei“ und man sich deshalb doch nicht so haben
soll, fühle ich mich verschaukelt. Wir sind ja
schließlich auch keine Atomenergie-freie Zone
mehr, und trotzdem handelt es sich hierbei um eine
sehr gefährliche Technik.
F. Weihbrecht, Widdern
Anmerkung der Redaktion:
Den Brieftext des Ministerium für Landwirtschaft
und Umwelt des Landes Sachsen
Ministerium für Landwirtschaft und
Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
Sehr geehrte Frau Weihbrecht,
in den letzten Wochen und Monaten gab es eine
Reihe von Schreiben an Herrn Ministerpräsidenten
Prof. Böhmer, Herrn Minister Dr. Rehberger sowie
an mich persönlich, in denen eine kritische Haltung,
insbesondere gegenüber Freisetzungsversuchen
bzw. dem Erprobungsanbau von gentechnisch verändertem
Mais zum Ausdruck gebracht wird.
In diesen Schreiben werden Ängste und Sorgen
aber auch Befürchtungen geäußert,
dass mit der Einführung der grünen Gentechnik
die menschliche Gesundheit sowie Natur und Umweit
gefährdet sind und darüber hinaus die Koexistenz
der verschiedenen Landbauformen in Frage gestellt
ist.
Ich versichere Ihnen, dass ihre mit dem Einsatz
der Gentechnik verbundenen Bedenken sehr ernst genommen
werden und möchte deshalb dieses Schreiben zum
Anlass nehmen, um Sie mit einigen rechtlichen Rahmenbedingungen
sowie wissenschaftlichen Erkenntnissen aus dem bisherigen
Einsatz der Gentechnik vertraut zu machen.
Da alle mir übergebenen Schreiben im Wesentlichen
die gleiche Problemstellung beinhalten, bitte ich
um Verständnis, dass ich die Beantwortung der
Schreiben auch im Interesse einer einheitlichen Interpretation
der gegenwärtigen Rechtslage und der hiesigen
Auffassung zur Unbedenklichkeit zum Einsatz gentechnisch
veränderter Pflanzen hiermit gleichlautend vornehme.
Wie ich bereits mehrfach in der Öffentlichkeit
informiert habe, hat das Land Sachsen-Anhalt 2002
eine Biotechnologie-Offensive mit dem Ziel gestartet,
die Entwicklung dieser zukunftsweisenden, innovativen
Technologie weiter zu befördern. Unser Bundesland
besitzt hervorragende Potenziale in der Landwirtschaft
und Züchtungsforschung, in der auch die grüne
Gentechnik eine zunehmende Rolle spielt. Die Landesregierung
ist an der Weiterentwicklung der Biotechnologiepotenziale
in Sachsen-Anhalt und einer verantwortungsbewussten
Nutzung auch im Bereich der Landwirtschaft interessiert.
Mit der angekündigten Anbauinitiative ist
im gegenwärtig zulässigen rechtlichen Rahmen
ein wissenschaftlich begleiteter Erprobungsanbau für
gentechnisch veränderten Mais gestartet worden,
um praktische Erfahrungen und damit verlässliche
Ergebnisse zur Regelung der Koexistenz verschiedener
landwirtschaftlicher Anbauformen zu sammeln. Diese
können auch fachliche Grundlage für ausstehende
gesetzliche Regeln sein.
So sind Haftungsfragen, Fragen der Akzeptanz
oder die Garantie der Wahlfreiheit für Verbraucher
wesentliche Aspekte des geplanten Anbauprogramms,
das mit allen Akteuren erarbeitet wurde.
Angesichts des weltweit zunehmenden Anbaus gentechnisch
veränderter Pflanzen müssen die Möglichkeiten
für eine dauerhafte Koexistenz verschiedener
Produktionssysteme erprobt werden. Hierfür sind
in letzter Zeit gerade durch die Europäische
Union mit den Leitlinien zur Koexistenz, der novellierten
Freisetzungsrichtlinie und den Regelungen zur Kennzeichnung
und Rückverfolgbarkeit entscheidende rechtliche
Voraussetzungen geschaffen worden. Vom Bundessortenamt
wurde für das Jahr 2004 der Anbau von gentechnisch
verändertem Mais, der nach EU-Recht als für
Mensch, Natur und Umwelt als unbedenklich bewertet
wurde, für eine Fläche von rund 1 000 Hektar
genehmigt.
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass
Deutschland schon längst keine Gentechnik freie
Zone mehr ist, denn in der Tierhaltung werden eine
Reihe von Futtermitteln, insbesondere mit Sojabestandteilen,
aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt
und eingesetzt.
Aus gentechnisch verändertem Soja werden
zudem verschiedene Lebensmittel, Zutaten und Zusatzstoffe
produziert. Zugleich werden auch viele Enzyme, die
zum Beispiel in der Käseproduktion, im Backwarenbereich,
bei der Herstellung von Fetten, Aromastoffen, Fruchtsäften
und in der Fleischverarbeitung benötigt werden,
auf gentechnischem Weg erzeugt.
Die grüne Gentechnik stellt also keinen
unangemessenen oder ethisch illegitimen Eingriff dar,
sondern ist eine verantwortbare Weiterentwicklung
erfolgreicher Züchtung mit modernen Mitteln.
Mit der geplanten Anbauinitiative will die Landesregierung
sich dieser Verantwortung stellen.
Um den Erprobungsanbau so transparent wie möglich
zu gestalten, beteiligt sich die Landesanstalt für
Landwirtschaft und Gartenbau Bernburg an diesem Erprobungsanbau
und wird die Öffentlichkeit regelmäßig
informieren.
Ich würde mich freuen, wenn ich mit den
vorgenannten Darlegungen dazu beitragen könnte,
Ihnen insbesondere Ihre Ängste davor zu nehmen,
dass die Grüne Gentechnik mit Risiken für
die Gesundheit und Ökosysteme verbunden ist.
Mit freundlichen Grüßen
2/2005: Interview Franz Alt
Dummer Bewunderer Schwarzeneggers
Ihre Bemühungen, möglichst vielfältige
Ansichten zu präsentieren, sind sicher nicht
falsch. Das Interview mit dem selbst ernannten Querdenker
der Nation ist allerdings ärgerlich bis unverschämt
– trotz der leise durchdringenden Ironie des
Interviewers. Schon die Überschrift – „Wir
haben alle zu viel Geld“ – ist eine Frechheit
und zeugt von wenig differenziertem Denkvermögen.
Die Aussage mag auf Herrn Alt zutreffen, der seine
vielfältige Beratertätigkeit sicher nicht
umsonst ausübt, aber für die meisten von
uns wohl kaum. Am schlimmsten aber finde ich Alts
dumme Bewunderung für Arnold Schwarzenegger.
Er lobt ihn für Visionen, die unserer rot-grünen
Regierung fehlen würden. Der gleiche Schwarzenegger
hat aber gerade frisch-fröhlich-fix ein Todesurteil
unterschrieben, was natürlich ganz und gar kein
Verstoß gegen die Prinzipien der Humanität
ist.
B. Sessinghaus-Jordan, Bochum
zum selben Beitrag:
Alt zeigt die Realität auf
Ihre Zeitschrift ist immer eine Bereicherung! Das
Interview mit Herrn Franz Alt hat mich aber besonders
angesprochen. Endlich jemand, der die Realität
aufzeigt und nicht in das gegenwärtige Gejammer
einstimmt. „Wir haben alle zu viel Geld“
und „Lachen ist umweltfreundlich“. Das
sollten sich viele vor die Nase hängen. Freue
mich schon auf die nächste Ausgabe!
Ch. Pölleritzer, A-Krems
Lachen ist gesund
Das Interview mit Franz Alt möchte ich zum
Anlass nehmen, auf die schier unerschöpflich
positiven Wirkungen des Lachens hinzuweisen. Denn
das Lachen ist nicht nur umweltfreundlich, wie Franz
Alt postuliert, sondern vor allem gesund. Außerdem
ist es eines der ersten und ältesten menschlichen
Signale für Frieden und Verstehen. Lachinteressierte
– und das sollten eigentlich alle sein –
möchte ich auf folgende Bücher und Institutionen
aufmerksam machen: Barbara Rütting: „Lachen
wir uns gesund“; Dr. Madan Katari: Initiator
der Bewegung „Lachen ohne Grund“; HumorCare
Deutschland e. V. – Gesellschaft zur Förderung
von Humor in Therapie, Pflege, Pädagogik und
Beratung; Hans-Georg Laufer: „Da ist Humor im
Spiel – Spiele von Querdenkern für Quertreiber“.
Dipl. Ing. J. Wolf, Wolfsburg
S&K-Redakteur bald vollkommen?
Sehr geehrter Herr Fütterer, es kam mir in
den Sinn, Ihnen in wenigen Worten mitzuteilen, dass
Ihre Artikel mehr und mehr „Gesicht“ bekommen:
Die Aussage ihrer Beiträge wird kerniger und
treffsicherer. Als ich das Foto, das Sie zusammen
mit Franz Alt zeigt, sah, fiel mir sofort ins Auge,
welch großes Potential noch in Ihnen steckt:
Wenn in der hohen Denkerstirn noch etwas vom Lebenspragmatismus
eines Franz Alt dazukommt, dann wäre alles vollkommen.
H. Klein, Kall
Leserbrief zu Beitrag von C. Welter:
„Nie geimpft“ 01/05 Schrot& Korn
Sehr geehrte Damen und Herren,
Zu o.g Leserbrief möchte ich folgenden Kommentar
geben:
„Zur Zuschrift von C. Welter muss ich kritisch
anmerken, dass in früheren Jahrhunderten viele
Kinder bei Infektionskrankheiten durch Fieber und
Fasten gesund wurden, ebenso viele oder sogar mehr
aber auch qualvoll gestorben sind. Welche Kinder zu
den mehr oder weniger glücklichen gehörten,
war dem genetischen Zufall (Vorhandensein oder nicht
Vorhandensein natürlicher Widerstandskraft) vorbehalten.
Impfungen wurden eingeführt, um das unendliche
Leid der Familien, die oft mehrere geliebte Kinder
gleichzeitig oder über die Jahre hinweg an fieberhafte
Infekte verloren, zu beenden. Gleiches gilt für
die Einführung von Antibiotika.
Ich selbst wäre vor zehn Jahren an einer schweren
eitrigen Lungenentzündung verstorben, würde
es heute keine Antibiotika geben - ich danke Gott
dafür, ebenso wie für die fiebersenkenden
Mittel, die mir die Qual der nächtlichen Schüttelfröste
und der unendlichen Mattigkeit durch das hohe Fieber
gelindert haben. Den Gebrauch dieser segensreichen
Medikamente als „Kunstfehler" zu bezeichnen
ist wahrlich kühn - und falsch. Sicher gibt es
einzelne Impfungen, deren absolute Notwendigkeit man
diskutieren kann. Gerade die Polioimpfung ist aber
besonders wichtig, wenn man die Folgen und Spätfolgen
der Erkrankung kennt.
Zwei Prozent dieser schweren, in Entwicklungsländern
teils noch weit verbreiteten Erkrankung gehen mit
Lähmungen bis hin zur tödlichen Kreislauf-
und Atemlähmung einher. Muskellähmungen
gehen nie vollständig zurück und machen
den Patienten für den Rest des Lebens zum Krüppel.
Als Orthopädin und medizinische Sachverständige
kenne ich in Deutschland eine große Zahl von
Betroffenen aus den großen Erkrankungswellen
in den 40er und 50er Jahren. Sie haben einen jahrzehntelangen
Leidensweg hinter sich, der ihnen täglich ungeheure
Anstrengung und Willenskraft und nachhaltigen Verzicht
auf Lebensglück und berufliche Karriere abverlangt
hat. Spätfolgen nach Jahrzehnten sind heute für
diese Menschen abnorme Knochenbrüchigkeit vorzeitiger
schwerer Gelenkverschleiß, Wirbelsäulenschäden
durch Fehlbelastung, Folgeoperationen, Schmerzen und
Schwäche bis hin zum Rollstuhl. Fragen Sie diese
Leute mal, ob die sich nicht hätten lieber impfen
lassen! Der Gebrauch oder Nichtgebrauch eines fiebersenkenden
Mittels beeinflusst den Erkrankungsverlauf bei Polio
übrigens wissenschaftlich nachgewiesen nicht,
bei Nichtgebrauch muss der Patient nur noch mehr leiden.
Einzelne, abweichende persönliche Meinungen zum
Thema wie die eines russischen Professors vor 40 Jahren
sind dabei aus heutiger Sicht sehr zurückhaltend
zu sehen.
Dr. med. B. Buchholz, Fachärztin für Orthopädie,
Koblenz.
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S&K 4/2005 |
1/2005, Trennkost
Dr. Hay hat Recht!
Ich war schon über 30 Jahre Vegetarier, da
begann ich vor zehn Jahren nach dem Buch „Die
Hay’sche Trennkost“ von Dr. L. Walb mit
der Trennkost. Jetzt machte ich eine überzeugende
Entdeckung: die bisher erlebten Verdauungsturbulenzen
blieben aus. Eine nie gekannte Ruhe machte sich sehr
angenehm bemerkbar. Dr. Hay hat Recht! F. Becker,
Goslar
Zum selben Artikel:
Seit vielen Jahren ist bekannt, dass Eiweißmahlzeiten,
abends zu sich genommen, den Schlaf erheblich stören.
Auch Herr Dr. Pape müsste gerade als Arzt wissen,
dass Eiweiß schwer verdaulich ist. Seine Insulin-Trennkost
mit den für den Abend empfohlenen Eiweißmahlzeiten
mag bei jungen Leuten noch problemlos funktionieren.
Für Menschen ab 40 ist diese Form der Trennkost,
beziehungsweise die erwähnte Reihenfolge der
Mahlzeiten, alles andere als empfehlenswert. Eiweißhaltige
Lebensmittel – abends verzehrt – sind
für mich und viele andere Schlaf tötend.
Der Körper muss Höchstleistungen vollbringen,
diese zu verarbeiten. Von einem erholsamen Schlaf
kann keine Rede sein. Der Stoffwechsel arbeitet dermaßen,
dass man Schweiß gebadet und hellwach die halbe
Nacht verbringt. H. Forell, Freising
11/2004, Tierhaltung
Der Nutztier-Spezialist
Da der Großteil unserer Mitarbeiter im Naturkost-
oder Hofladen einkauft, gehört Schrot&Korn
zur selbstverständlichen Lektüre. So stießen
wir auf den Sonderteil über ökologische
Tierhaltung. Mit großem Interesse lasen wir
die verschiedenen Beiträge, in denen Sie kompetent,
wissenschaftlich fundiert und doch für den einfachen
Leser verständlich umfassend über ökologische
Tierhaltung berichten.Leider vermissten wir bei den
Angaben zu mehr Informationen unsere eigene Adresse.
PROVIEH – Verein gegen tierquälerische
Massentierhaltung e. V. kämpft seit den frühen
70er-Jahren für eine artgemäße Haltung
unserer Mitgeschöpfe. Der Verein hat viele tausend
Mitglieder, ist Deutschlands ältester und größter
Tierschutz-Fachverband, der sich ausschließlich
landwirtschaftlichen Nutztieren widmet. Über
Lobby- und Pressearbeit versuchen wir Verbraucherschutz
und Tierschutz optimal zu verbinden. M. Pfeuffer,
Heikendorf
Zum selben Artikel:
Vorab: Ich lese Ihre Zeitschrift gerne; sie ist
informativ und unterhaltsam. Dass den „armen
Schweinen“ oft die Schwänze abgeschnitten
werden, finde ich schlimm. Aber so harmlos ist der
Öko-Landbau auch nicht. Mit Entsetzen hatte ich
vor Jahren erfahren, dass Ferkeln im „konventionellen“
Landbau ohne Betäubung die Hoden herausgerissen
werden. Vor einigen Wochen erfuhr ich, dass Bio-Betriebe
dies genauso handhaben. E. Kapust, Norderstedt
Dazu der Schrot&Korn-Leserservice:
Männliche Ferkel werden kastriert, da das
Fleisch von Ebern wegen seines strengen Geschmacks
hierzulande nicht verkaufsfähig ist. Der Eingriff
wird in der Regel folgendermaßen durchgeführt
– egal ob in der konventionellen oder biologischen
Tierhaltung: Der Tierhalter reißt die Hoden
nicht heraus; vielmehr legt er sie durch einen kleinen
Schnitt frei und trenntsie ab. Für diesen Eingriff
werden die Tiere nicht betäubt. Veterinäre
argumentieren, es sei schwierig, Narkotika so zu dosieren,
dass bei den Ferkeln keine Probleme auftreten. Der
Eingriff ist für das Tier mit Schmerzen verbunden,
dauert aber in der Regel nur wenige Sekunden. Experten
arbeiten daran, das Prozedere zu verbessern.
Dorte Eisenbeiß, Diplom-Biologin
1/2005, Leserbrief Impfen
Infos über Impfen
Dieser Leserbrief spricht mir aus der Seele. Es
wird Zeit, dass sich mehr Eltern finden, die ihre
Verantwortung nicht an der Tür zum Arztzimmer
abgeben. Wir haben unseren Kindern gegenüber
eine Holpflicht, zum Beispiel sollten wir uns darüber
informieren, was Impfungen anrichten können.
Wer Joachim F. Grätz „Sind Impfungen sinnvoll?“
und Gerhard Buchwald „Impfen – das Geschäft
mit der Angst“ gelesen hat, dem offenbart sich,
dass es höchste Zeit ist, sich mit diesem Thema
auseinander zu setzen. U. Cegarra, Niederau
zum selben Artikel
Allianz gegen Polio
Ich erkrankte 1947. Da wir uns seinerzeit bei meinem
Großvater in Eschwege/Werra aufhielten und in
Worms/Rhein wohnten, mussten wir noch mit dem Zug
nach Hause reisen. In den drei Tagen, die wir unterwegs
waren, wurde ich immer kränker und mein Fieber
stieg in unermessliche Höhen. Ich war damals
gegen nichts geimpft, und meine Mutter dachte ständig
ich würde sterben. Dann lag ich von Mai bis Dezember
in Worms im Krankenhaus mit etwa 60 anderen Betroffenen,
wovon etliche starben. Nun, circa 50 Jahren nach meiner
Erkrankung, bin ich am Post-Polio-Syndrom erkrankt.
Die häufigsten Symptome sind: ungewöhnliche
Müdigkeit, Muskelschwäche, -krämpfe
und unbewusste –zuckungen; außerdem Schlaf-
und Atemprobleme, Schluck- und Sprechstörungen
et cetera. Im Übrigen bin ich ausgebildete Gesundheitsberaterin
und gewiss der Naturheilmedizin nicht abgeneigt. Ich
plädiere immer wieder – besonders bei uns
Polio-Betroffenen mit unserem schlechten Stoffwechsel
– in erster Linie für die Behandlung mit
homöopathischen Mitteln. Aber man muss doch wirklich
differenzieren, ich kann doch nicht alles in einen
Topf werfen und denken es wird schon passen. Dann
ist die alternative Szene nicht besser als die Schulmedizin.
Wenn die Natur und damit auch wir so einfach gestrickt
wären, dann würden wir austauschbar sein.
Zum Glück sind wir das nicht.
E. Hendrich, Gießen,
Präsidentin Polio Allianz e. V,
Verein zur Förderung der Selbsthilfe, Prävention,
Rehabilitation und Forschungsarbeiten bei Poliomyelitis
und dem Post-Polio-Syndrom
www.polio-allianz.de
11/04, „Herstellerportrait Komo“
Mehl besser selbst herstellen
Der Artikel hat mir besonders gut gefallen. In ihm
wird in Bezug auf frisch gemahlenes Vollkornmehl endlich
Klartext geschrieben: „Um es lagerfähig
zu machen, werden bei käuflichen Mehlen die Keime
und die Randschichten entfernt, die den größten
Teil der wertvollen Ballaststoffe enthalten. So entsteht
das Auszugsmehl.“ Dies ist eine wichtige Aussage!
Denn Fazit ist: Durch diese Maßnahmen wird das
Mehl minderwertig! Bei meinen Vorträgen und Kochkursen
über Vitalstoffreiche Vollwertkost erlebe ich
immer wieder ungläubiges Staunen über die
Denaturierung des Mehls. Leider muss auch gesagt werden,
dass das Wort „Bio“ das Auszugsmehl nicht
wertvoller macht! Den gesundheitlichen Nutzen von
kontrolliert biologischen Lebensmitteln zweifle ich
dabei nicht an. Leider kann ich Ihnen nicht zustimmen,
wenn Sie behaupten: Ihre Rezepte seien in der Regel
vollwertig. Sie beinhalten statt des sogenannten Weißzuckers
zum Beispiel Ahornsirup, Vollrohrzucker und so weiter.
Auch diese Süßungsmittel sind keine natürlichen
Produkte, weil sie in der Fabrik viele Verarbeitungsschritte
durchlaufen. Sie sind ein so genanntes Isolat und
gehören ebenso wenig wie der weiße Zucker
zur vollwertigen Ernährung, weil sie Mitverursacher
vieler ernährungsbedingter Krankheiten sind und
die Vollwerternährung empfindlich stören.
Nur kalt geschleuderter Imkerhonig ist ein natürliches
Lebensmittel. Aber auch er sollte nur in kleinen Mengen
verzehrt werden – um Karies zu vermeiden.
K. Wende, Gesundheitsberaterin, Soes
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S&K 3/2005 |
Was der Leser will
Nicht nur den Vollwertköstler bedienen
Ich bin davon überzeugt, dass es ein sehr verständiges
und wissendes Team und starken Charakter verlangt,
Ihre Zeitschrift nach den in Ihrem Editorial zum Ausdruck
gebrachten Grundsätzen inhaltlich zu gestalten.
Bisher fand ich das weitgehend durch den Inhalt von
Schrot und Korn bestätigt. Sie dürfen es
gerne als Kompliment auffassen, dass ich als ehemaliger
Chefredakteur der Zeitschrift „Naturarzt“
Ihre Zeitschrift schätze und gerne weiterempfehle,
denn für eine Kundenzeitschrift beweisen Sie
eine anerkennende redaktionelle Unabhängigkeit.
Verständlich, dass Sie nicht allein den gesundheitsbewussten
„Vollwertköstler“ bedienen können,
der den Grundsatz von Professor Werner Kollath „Lasst
unsere Nahrung so natürlich wie möglich“
in Ihrer Zeitschrift realisiert sehen möchte.
Sie müssen auch die Leser bedienen, die, als
ehemals konventionelle „Zivilisationsköstler“
auf „Bio“ umgestiegen, noch lernen müssen,
worauf es bei gesundheitsorientierter Vollwertkost
ankommt. Deshalb füttern diese Neueinsteiger
ihre Babys vorläufig weiterhin aus Gläschen,
nur dass jetzt „Bio“ draufsteht.
Wollen Sie Ihren Lesern dienen, dann kommen Sie
nicht daran vorbei, die Schritte von der Zivilisationskost
über die Vollwertkost zur Gesundkost/Heilkost
mit ihren Unterschieden aufzuzeigen.
Die Leser, die aus Ihrer Zeitschrift so viel lernen,
dass sie die Zutaten für ihre Mahlzeiten gesundheitsorientiert
auswählen, mit Genuss verzehren und dabei körperliche
Beschwerden verlieren, werden es Ihnen mit Treue danken.
Diese fortgeschrittene Lesergruppe sieht das Abgleiten
der „Naturkost“-Branche zu immer mehr
industriell „veredelten“ Fertigprodukten
sehr kritisch, denn diese Kunden wissen, „das
Gesundheitssortiment im Naturkostladen ist die Frischkost“.
Schließlich aber steuern die Verbraucher mit
ihren Käufen die Entwicklung der Sortimente.
Hierbei das Wissen für das Für und Wider
zu vermitteln, sehe ich als Teil des redaktionellen
Konzepts Ihrer Zeitschrift.
I.F. Rittmeyer,
ehemaliger Chefredakteur der Zeitschrift Naturarzt,
Rackwitz
8/2004, Naturmode
Keine Seide ohne Leiden
Organische Seide mag den Vorteil haben, keine chemischen
Rückstände aufzuweisen, doch wird sie auf
die gleiche qualvolle Weise gewonnen wie jede andere
Seide – nämlich durch Verbrühen von
Millionen Raupen. Nur so erhält man den Ausgangsstoff,
die Puppenkokons. Doch lässt sich das Produzieren
eines Luxusprodukts mit millionenfachem Töten
rechtfertigen – auchwenn es „nur“
Insekten sind? Meiner Meinung nach sollte auch die
Ethik bei der Produktion von Naturwaren eine Rolle
spielen und nicht nur der Verzicht auf chemische Dünger
und Spritzmittel.
M. Meyn, Hamburg
Lob in aller Kürze
Schrot&Korn spaßig
Es macht immer wieder Spaß, Ihre Zeitschrift
zu lesen und die Rätsel zu lösen.
C. Michaelsen, Coburg
12/04, Mobil sein
Korrigierter CO2-Ausstoß
Die CO2- Produktion des Familienflugs nach Gran
Canaria beträgt nicht sechs Tonnen, sondern etwa
2,6 Tonnen. Verkehrsflugzeuge verbrauchen laut Lufthansa
etwa vier Liter Treibstoff je verkauftem Sitz und
100 Kilometer. Diese Zahl kann man überschlägig
an den Triebwerks- und Flugzeugdaten nachrechnen.
Flugzeuge sind übrigens die einzigen Verkehrsmittel,
deren Verbrauch je Kilometer nicht von der Geschwindigkeit
abhängt, solange sie nicht schneller als 80 Prozent
der Schallgeschwindigkeit fliegen. Sie weichen in
die dünnere Luft der Höhe aus.
Dipl.-Ing. A. Quast, Bevenrode
12/04, Wolfgang Niedecken
Seelennahrung Sprache
Das hätte ich nicht gedacht, dass in Ihrem
Heft, das ich so gerne lese, Fäkalausdrücke
veröffentlicht werden. Dieser Herr Niedecken
sollte auch in sprachlicher Hinsicht seinem Kind ein
Vorbild sein und nicht diese Primitivsprache verwenden.
Sein Kind wird ihm bestimmt eines Tages dafür
dankbar sein, denn Sprache ist Nahrung für die
Seele.
E. Schmider, Offenburg
Schrot&Korn-Kritik von der Insel
Best Wishes
Nach wie vor freue ich mich jeden Monat, Schrot&Korn
zu lesen: Gute Arbeit und viel positive Leidenschaft
ist zu erkennen.
A.Will, Egham, Surrey/England
9/04, Babyalarm
Für eine menschenwürdige Welt!
Am besten hat mir in der September-Ausgabe der Artikel
„Babys aufgepasst!“ gefallen. Er rührt
nämlich an einem Grundübel unserer derzeitigen
Zivilisation: dem Umsatzdenken. Es zahlt sich eben
für bestimmte Leute sehr gut aus, Dinge zu produzieren,
die unserem Planeten schaden. Das bedeutet: Den Profit
machen Einzelne, die Folgen erleiden wir alle. Und
die Regierungen, deren Aufgabe es wäre, zu kontrollieren
und im Sinne der wirklichen Interessen der Menschen
(auch zukünftiger Generationen) steuernd einzugreifen,
tun dies nur in den seltensten Fällen wirklich
verantwortlich. Obwohl wir als Menschheit vor sehr
schwer wiegenden Entscheidungen stehen, leiten die
Verantwortlichen die notwendigen Veränderungen
nicht oder viel zu zaghaft ein. Es gibt eben starke
Lobby-Interessen. Lieber greift der Staat in die Taschen
der Ärmsten, die in diesem irren Theater keinen
Platz mehr finden – oder nicht mitspielen wollen.
Wie gesagt: ein kluger Artikel. Wer seine Kinder liebt,
sollte doch alles dafür tun, dass sie in einer
menschenwürdigen und angenehmen Welt leben können.
J. Fickel, Leipzig
10/04, Bio-Bauern
Bio-Bauern selbst Schuld
Bio-Bauern ginge es besser, wenn sie sich auf mehrere
Standbeine stellten:
- Ferienwohnungen oder Camping
- Hofverkauf (im Austausch aller nachbarlichen
Bio-Bauern)
- Pony-Hof statt Rinderhaltung
D. Hankel, Fürth
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S&K 2/2005 |
11/2004 Spezial „Tierhaltung“
Vergiftet durch Jod
Heute hielt ich zum ersten Mal Ihre interessante
und informative Zeitschrift „Schrot&Korn“
in Händen. Dazu folgende Ergänzung: Der
Nahrung von Nutztieren wird seit zehn Jahren teilweise
Jod zugesetzt, und zwar in Mengen, die das 100-fache
der von den Tieren benötigten Menge überschreiten.
Sie leiden unter Vergiftungserscheinungen –
genauso wie die Menschen, die ihr Fleisch essen.
Ich bin selbst betroffen und habe mir durch die
Vergiftung eine starke Jod-Überempfindlichkeit
zugezogen. Schon geringste Spuren davon führen
bei mir zu Herzrasen, hohem Blutdruck, stark juckenden
Hautausschlägen, entzündeten Augen und Schleimhäuten,
Gelenkschmerzen, Blähungen mit krampfartigen
Bauchschmerzen und blutigem Durchfall.
Natürliches Jod ist in fast allen Lebensmitteln
enthalten, sodass die Futter-Jodierung also völlig
unnötig ist. Jod ist außerdem ein Konservierungsmittel,
für das allerdings die Deklarierungspflicht vor
circa zehn Jahren aufgehoben wurde: schlechte Karten
für Jod-Allergiker und Schilddrüsen-Kranke.Darüber
hinaus haben seit der Einführung der Viehfutter-Jodierung
etliche Krankheiten um bis zu 100 Prozent zugenommen:
darunter Allergien, Lichtdermatosen und Neurodermitis.
Sicher haben diese Krankheiten nicht nur eine Ursache,
aber die Häufung in den letzten Jahren ist bemerkenswert.
S. Kehling, Dessau
zum selben Thema
Zurück zu gesunder Milch
Jede Milch – auch Bio-Milch – muss laut
Gesetz erhitzt werden. Meiner Meinung nach ist dies
wegen der heutigen Hygienevorschriften und -Kontrollen
nicht mehr nötig. Im Übrigen gehen beim
Pasteurisieren und Homogenisieren viele wertvolle
Vitalstoffe verloren. Es bleiben lediglich die Grundnährstoffe,
Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß übrig. Und
die essen wir täglich mehr, als für unsere
Gesundheit gut ist. Um zu einer gesunden Milch zurückkehren
zu können, müsste man das Reichsmilchgesetz
von 1930 ändern.
R. Baumgärtner, Mindelheim
10/2004Spezial „Bio-Bauern“
Unkraut gegen Ungeziefer
Liebe Schrot&Korn-Redaktion, ich schreibe aus
dem Urlaub. Da habe ich nämlich Zeit, Ihre immer
sehr interessanten Artikel zu lesen. Sie berichten
über Bio-Anbau von Möhren und schildern,
wie mühselig es ist, Unkraut zu jäten. Nun
erinnere ich mich an einen Besuch bei einer Bio-Bäuerin
in Altweiler. Sie erzählte, dass sie Unkraut
zwischen den Karotten bewusst wachsen lasse, weil
die Möhrenfliege dann nicht an die Möhren
herankomme. Ihre Karotten waren immer äußerst
wohlschmeckend.
I. Becker, Oberwesel
zum selben Thema
Hilfe für Bio-Bauern
Vor kurzem bin ich auf die „Effektiven Mikroorganismen“
(EM) gestoßen, habe sie ausprobiert und bin
ganz begeistert davon. Die EM werden bereits seit
20 Jahren weltweit eingesetzt. Ich bin der Meinung,
dass es sich für deutsche Bio-Bauern lohnen würde,
EM verstärkt einzusetzen.
D. Klaus, Soest
Hinweis der Redaktion:
Die EM-Methode basiert auf „Impfungen“
des Bodens mit Mikroorganismen, um die mikrobielle
Vielfalt von Böden und Pflanzen zu steigern.
Forschungen haben gezeigt, dass sich dadurch Bodenqualität
und -gesundheit verbessern sowie Wachstum, Ertrag
und Qualität der Feldfrüchte steigern lassen.
10/04 „Grünes Gold für
alle“
„Fair“ einkaufen lohnt!
Wenn viele für das besondere Wohl einiger schuften,
damit aber selbst kaum das Nötigste zum Leben
verdienen, dann nennt man dies wohl Ausbeutung. Wenn
man nur mal bedenkt, was Bananen kosten, dann fragt
man sich, was diejenigen verdienen, die dafür
Sorge tragen, dass wir diese billigen Bananen erhalten.
Wie können diese Menschen nur ein lebenswertes
Leben führen? Deshalb: Fairer Handel –
für ein lebenswertes Leben! Dafür lohnt
es sich wohl, als humane Hilfe, einige Cent mehr zu
bezahlen.
L. Schönmeyer, Dessau
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S&K 1/2005 |
10/04: Zur Lage der Bio-Bauern
Konventionelle Maschinerie läuft
Ich war erfreut über Ihren Schwerpunktartikel
„Bio-Bauern“. Insbesondere, dass Sie an
dem Anspruch festhalten, der Naturkostbereich müsse
noch etwas mehr bleiben (Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung,
Solidarität) als nur eine Branche für ein
Marktsegment und eine Konsumentenklientel. Sie warnen
vor dem Einzug konventioneller Produktions- und Marktmechanismen,
wenn der Druck auf die Erzeugerpreise anhält.
Sie bringen selbst die skandalöse Geschichte
mit der Bevorzugung südländischer Gemüseproduzenten
durch Bio-Kunden und Großhändler. Wir sind
doch also schon mittendrin in der konventionellen
Maschinerie!
M. Sprick, Tübingen
Deprimierende Fakten
Der Artikel über Bio-Bauern hat mich sehr erstaunt.
Denn 1. nahm ich an, dass nicht nur Landwirte in Entwicklungsländern
dank Bio, Transfair usw. einen fairen Lohn für
ihre Arbeit bekommen, sondern selbstverständlich
auch die deutschen Bauern.
2. war ich schockiert über Bio-Großhändler
und -Molkereien, die sich, wie man am Beispiel des
Lauchs und der Milch sehen kann, in sehr gefährliche
Nähe zu Aldi, Lidl und Co. begeben. Idealistisch,
wie ich in mancher Hinsicht bin, hatte ich angenommen,
in diesen Kreisen sei man resistent gegen solche Handelspraktiken.
Auch wenn die Wahrheit deprimierend ist, ist es doch
gut, dass Sie diese Fakten veröffentlichen.
Chr. Fischer, Nürnberg
Klasse
Das Spezial über die Lage der Bio-Bauern ist
klasse geworden. Dickes Lob!
A. Bauer und K. Besselmann, Winden
Richtig gut.
Übrigens finde ich Schrot&Korn richtig
gut. Ich freue mich schon auf die kommenden Hefte.
K. Kargus, Berlin
Wie viel Frischkost brauche ich?
Die Hände als Maß
Wenn der menschliche Körper die Säuglingsphase
hinter sich hat, braucht er vor allem Frischkost.
Medikamente, Nahrungsmittel-Ergänzungen und so
weiter sind zweitklassige Versuche, einen Ausgleich
zu den Wirkungen denaturierter Produkte zu schaffen.
Als einfache Regel setze ich auf folgende Erkenntnis:
Fünf Hand voll Frischkost pro Person über
den Tag individuell verteilt, versorgen uns optimal.
Da die Handgröße im Verhältnis zur
Körpergröße steht, kann die Regel
von jedermann angewendet werden.
R. M. Schwabe, Heusenstamm
8/04: Zum Leserbrief
„Heuschnupfen statt Polio“
Nie geimpft
Leser Dr. R. Binkele hat Recht, wenn er zugibt,
Impfungen begünstigten Allergien und dass es
heute Kindern nicht mehr erlaubt wird, Fieber zu bekommen,
weil man es mit Arzneien gleich „niederknüppelt“.
Dabei ist Fieber unser einziges Heilmittel bei akuten
Krankheiten – unterstützt durch Fasten!
Professor Dr. André M. Lwoff, Nobelpreisträger
Medizin 1965, sagte bereits 1963, dass man Fieber
niemals unterdrücken sollte, schon gar nicht
bei Polio, denn das Virus kann sich bei 39,5°C
nicht mehr vermehren und darüber geht es ohnehin
ein.
Was aber tun Kinderärzte als Erstes? Fieber
unterdrücken, Antibiotika geben und dergleichen:
die schlimmsten und folgenreichsten Kunstfehler überhaupt!
Wird Fieber unterdrückt, kann die Krankheit nicht
richtig ausheilen und wird chronisch.
Im Übrigen hatte ich vor 22 Jahren drei Kinder
(damals 6-jährig, 3-jährig und 11 Monate
alt) gleichzeitig mit Keuchhusten zu betreuen. Die
Waschmaschine war täglich im Einsatz. Ein paar
Monate später hatten alle drei dann Masern und
danach nie mehr irgendeine Krankheit, abgesehen von
leichtem Schnupfen alle paar Jahre mal. Keines meiner
Kinder, keiner meiner 16 Neffen und Nichten wurde
je geimpft.
C. Welter, per E-mail
9/04: Was trinken Babys?
Blei im Leitungswasser
Im Septemberheft 2004 empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin
Dr. Mathilde Kersting vom „Institut für
Kinderernährung“ in Dortmund, am besten
für Babys sei pures Wasser aus dem Wasserhahn
– und ich bin entsetzt.
Ich frage mich, ob diesen Herrschaften nicht bekannt
ist, wie problematisch Bleileitungen sind. Der lapidare
Hinweis darauf reicht mir da nicht: Die Stiftung Warentest
hat 23 700 Wasserproben auf Schwermetalle untersucht.
Und aus den Ergebnissen eine Umweltkarte zum Thema
Blei im Trinkwasser erstellt. Ergebnis: In vielen
Regionen Deutschlands ist das Problem noch nicht gelöst.
Das gilt besonders für Ballungsregionen Nord-
und Ostdeutschlands. Hier wiesen jeweils mehr als
fünf Prozent der eingesandten und analysierten
Wasserproben einen Bleianteil über dem aktuell
geltenden Grenzwert auf. „Stiftung Warentest
online“ bietet den kostenlosen Download dieser
Umweltkarte.
Brigitte Rondholz, stellvertretende Chefredakteurin
„Natürlich Leben“
Kupfer im Leitungswasser
Unser Trinkwasser ist heutzutage derart mit Medikamentenrückständen
und Pestiziden belastet, dass ich es einem Baby nicht
ungefiltert zu trinken geben kann.
Viele Bleileitungen sind mittlerweile durch Kupferleitungen
ersetzt worden – aber dadurch haben wir nur
ein neues Problem geschaffen: Durch den erhöhten
Kupfergehalt im Trinkwasser sind schon unzählige
Kinder und auch Erwachsene erkrankt. Auch das ist
nichts Neues und sollte daher Frau Dr. Kersting hinlänglich
bekannt sein.
R. Beermann, Schwarzenbek
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