Leserbriefe

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S&K 12/2005

9/2005: Essen ohne Angst
Genießen ist gesund

Lange Zeit wurden Genusserlebnis sowie positives Geschmacksempfinden als Zulieferer für eine bleibende Gesundheit verkannt. In der Geschichte menschlicher Esskultur hielt man es bis zum Zeitalter der Zivilisation für selbstverständlich, dass Genuss wichtig für die Gesundheit ist. Statt über Ernährung nachzudenken, vertraute man lieber. Warum sollte die Natur auch Lebensmittel bereithalten, die Leben und Gesundheit nicht erhalten? Es wäre einer Blasphemie gleichgekommen, hier das Gegenteil zu vermuten. Heute hingegen, da ein Großteil der Lebensmittel weiterverarbeitet wird, sollte der Konsument schon über Grundkenntnisse verfügen, um gezielt auswählen zu können. Dennoch: Essen ohne Genussempfinden ist nicht nur eine trostlose Angelegenheit, sondern auch die Unfähigkeit, liebevoll mit sich umzugehen. Essen bewusst genießen zu können ist eine Wonne. B. Thier, Münster

Berichtigung
In der Schrot&Korn-Ausgabe 10/2005

haben wir auf Seite 27 zur Produktnachricht „Im Regal “über das Arganöl von Bioplanète das falsche Foto gezeigt. Hier haben wirdas richtige abgebildet.

10/2005 Zum Leserbrief von K. Aggen
Falsch zitiert!

Mit Freude darf ich feststellen, dass mein Name genannt wird. Traurig bin darüber, dass das, was ich gern weitergeben will, leider immer wieder unrichtig zitiert wird. Isolieren macht keineswegs krank. Richtig ist, dass die Höhe der Energie-Einspar-Wirkung von „Isolierung“ (besser: Wärmedämmung) grob falsch verbreitet wird und in Wahrheit wesentlich geringer ist. Richtig ist auch, dass dichte Häuser, wenn unzureichend gelüftet wird, zu deutlich höheren Zahlen in der Raumluft führen, die dann unseren Organismus belasten. Die „neue deutsche Schimmelwelle“ nimmt in den Medien breiten Raum ein und die Wartezimmer der Ärzte sind gut gefüllt.

Prof. J.P. Fehrenberg, Hildesheim

zum gleichen Thema
Wärmedämmung macht Sinn

Dass gedämmte Häuser mehr Energie verbrauchen als ungedämmte, konnte man vielleicht vor 20 Jahren ohne Möglichkeit eines Gegenbeweises behaupten.Heute sollte dieses Thema keine Glaubenssache mehr sein, da die bauphysikalischen Zusammenhänge restlos aufgeklärt sind. Wie erklärt sich Herr Aggen denn die Existenz von mehreren Tausend wohngesunden Passivhäusern? Dass man in der Vergangenheit und leider auch noch heute hier viele Fehler macht/e, gerade bei Sanierungen, ist kein Argument, sein Haus nicht zu dämmen. Über die Wahl der Baustoffe könnte man sehr wohl diskutieren, alles andere führt nur zu einer erneuten Verwirrung bei unaufgeklärten Bauherren. Die Zeiten des billigen Öls sind vorbei und wie soll man denn bitte all die Häuser beheizen, bei einer heute dreimal so großen Wohnfläche pro Kopf wie vor 50 Jahren? Ich beheize mein Haus ausschließlich mit 20 Ster selbst gemachtem Stückholz und wünsche diese Plackerei niemandem mehr!

P. Herrmann, Mangelsdorf/Bayern

9/2005 Aktiv gegen Schmerz
Heileurythmie ist mehr

Wir freuen uns, dass Sie als Schmerz- und Wohlfühltherapie auch die Heileurythmie erwähnt haben. Allerdings ist Eurythmie nicht dasselbe wie Heileurythmie. Eurythmie wird künstlerisch, pädagogisch oder präventiv eingesetzt. Heileurythmie hingegen ist eine ärztlich verordnete Einzeltherapie. Ein Urteil des Bundessozialgerichts vom 22.3.05 erlaubt es den Kassen, die Kosten ganz oder teilweise zu tragen. Weitere Informationen zur Heileurythmie finden Sie unter www.berufsverband-heileurythmie.de H. Haberland,

Berufsverband Heileurythmie, Filderstadt

Die Leser-Anfrage

Warum kein Lab?

Viele Vegetarier lehnen Käse, der mit Lab hergestellt wurde, ab. Können Sie mich über die Gründe aufklären?

G.C., per E-Mail

Antwort des Leserservice

Kälberlab wird aus Mägen toter Kälber gewonnen. Es handelt sich um ein Enzym, das Kälber zur Verdauung brauchen und das bei der Käseherstellung Milch gerinnen lässt. Auch wenn kein Tier eigens für die Labgewinnung geschlachtet wird, lehnen Vegetarier solchen Käse ab. Es gibt heute aber auch „vegetarisches“ Lab, das mit Hilfe von Mikroorganismen hergestellt wird. Viele Naturkostläden deklarieren, mit welchem Lab der Käse hergestellt wurde. Wenn nicht, können Sie dies beim Ladenpersonal erfragen.

 

S&K 11/2005

Rezepte in Schrot&Korn
„Mann“ muss nicht meckern

Ich finde besonders schön, dass wir dank S&K einen festen fleischlosen Tag in der Woche eingeführt haben. So kann ich meinem Mann Stück für Stück die vegetarische Küche näher bringen. Dank der leckeren Rezepte aus dem Heft hatte er noch nie Grund zum Meckern. Ganz im Gegenteil! Er betont immer wieder, wie toll die Rezepte sind und dass er sich dadurch ein Stückchen wohler fühle. Ich hoffe sehr, ich kann schon bald auf zwei bis drei fleischlose Tage pro Woche erweitern. Mit den tollen Rezepten aus Ihrem Heft ist es sicher gar nicht so schwer. Vielen Dank für dieses tolle Heft, Gratulation zum 20. und machen Sie weiter so!

S. Hils, Seebach

8/2005: Spaß mit Tieren
Interesse an Heimtieren prüfen

Häufig liest man heute Berichte über Heimtiere. Auch Ihr Artikel ist nützlich und informativ. Doch grundsätzlich sollte darauf hingewiesen werden, dass die meisten Kinder in einem gewissen Alter das Interesse an Haustieren verlieren. Nicht selten werden die Tiere dann „entsorgt“.

B. Kabadakis, München

8/2005: Spaß mit Tieren
Goldfisch im Glas?

Sie haben einen Goldfisch in einem runden Glas abgebildet. Schon seit Jahren gilt das Halten von Fischen in runden Gefäßen als Tierquälerei, da sie darin keine Rückzugsmöglichkeiten haben und absolut orientierungslos sind. Außerdem erfolgt aufgrund der kleinen Wasseroberfläche im Vergleich zum Gesamtvolumen ein zu geringer Gasaustausch. Liebe Schrot&Kornler, ich mag euch zwar sehr und finde eure Zeitung (meistens) prima, aber diesmal kann ich nur sagen: Das war wohl nichts.

R. Walther, Bremen

8/2005: Agro-Gentechnik Dossier
Zustände schlimmer

Es erscheint gewagt zu schreiben, die dramatischen Katastrophen seien bisher ausgeblieben. Wer kann das beurteilen? Solange die Krankheitsbilder bei Menschen, die Genfood zu sich genommen haben, nicht von bekannten Krankheitsbildern abweichen – wie beispielsweise bei Contergan – sondern sich „nur“ äußern durch die Zunahme von Krebs, ist die Katastrophe doch gar nicht feststellbar. Das Ansteigen der Rate eines verbreiteten Krankheitsbildes wird als Katastrophe doch gar nicht wahrgenommen.

Unser Selbstbestimmungsrecht hinsichtlich der Wahl der Lebensmittel ist nicht allein verloren, sondern unsere Demokratie in Gefahr. Es fehlt in Ihren Artikeln jeder Hinweis auf die bisherige skandalöse Genehmigungspraxis in den USA. Es wird nicht einmal auf die finanziellen Verflechtungen der Genfood-Produzenten mit der Regierung hingewiesen.

U. Mahnke, Krefeld

zum selben Thema
Das Gen-Spiel ist verloren

Ich habe festgestellt, dass es bei mir in der Gegend auf dem gesamten Futtermittelmarkt kein Tierfutter mehr gibt, bei dem die Verwendung gentechnisch veränderten Sojas ausgeschlossen ist! Nur eine ganz kleine lokale Mühle hat sich komplett gegen Soja entschieden. Das heißt also, dass wir gentechnisch veränderte Bestandteile brav über Eier, Milch, Käse, Butter und Fleisch zu uns nehmen. Die USA haben den Gen-Soja-Siegeszug gewonnen. Es ist traurig geworden auf dieser Welt. Und jeder macht das Spiel mit.

H. Frey, Frankenhardt

8/2005 Nahrungsergänzung
Vitamine verflogen

Ich empfinde es als Hohn zu erklären, wer sich ausgewogen ernähre, etwa durch mindestens fünf Frischkostmahlzeiten am Tag, benötige keine Vitamin-Supplementierung.

Untersuchungen zum Gehalt an Mikronährstoffen in Obst und Gemüse belegen: Fast alle untersuchten Substanzen zeigen zum Teil dramatisch verringerte Werte. Zum Beispiel haben Äpfel etwa 80 Prozent ihres Vitamin-C-Gehalts zwischen 1985 und 1996 eingebüßt. Im gleichen Zeitraum senkte sich bei Bananen der Vitamin-B6-Gehalt um circa 92 Prozent. Kurzum:

Es wird zunehmend schwieriger – selbst bei optimaler Ernährung – die benötigten Mikronährstoffe ohne eine (sinnvolle!) Ergänzung zu bekommen.

N. Fanin per E-Mail

Die Leser-Anfrage

Babys ohne Windeln
Wie heißt das Buch zum Thema?

Vor über 10 Jahren wurde in Schrot&Korn ein Buch vorgestellt, in dem es darum ging, dass man bei Babys sehr früh auf Windeln verzichten kann. Da ich jetzt Zwillinge erwarte, ist mir dieses Buch wieder eingefallen. Ob Sie wohl den Titel dieses Buches ausfindig machen könnten? E. Prestel

Antwort des Leserservice

Der Klassiker zu diesem Thema ist: „Diaper Free!“ von Ingrid Bauer, auf Deutsch: „Es geht auch ohne Windeln! Der sanfte Weg zur natürlichen Baby-pflege.“ Das Buch ist im Kösel-Verlag erschienen. Ein weiteres Buch heißt: „TopfFit! Der natürliche Weg mit oder ohne Windeln.“ Es ist von Laurie Boucke / Anahita-Verlag.

 

S&K 10/2005

7/2005: Was sollen wir essen?
Schön, dass es so viele Ernährungsstile gibt

Sie zitieren zustimmend einen Hamburger Hochschullehrer, der die Pluralität von Ernährungsstilen und -empfehlungen für – wörtlich – „eine ziemliche Katastrophe“ hält.

Für mich ist es ganz im Gegenteil höchst erfreulich, heute unter vielen Vorschlägen wählen zu können! Und was dieser Herr für „unstrittig“ hält, nämlich „fünf Mal Obst und Gemüse am Tag“, widerspricht vielen Ernährungssystemen, die Herr Westenhofer entweder nicht kennt oder aber bewusst ignoriert. Ich halte es gerade aus der Sicht Ihres Mediums für sinnvoll, für die Pluralität der Lebens- und Ernährungsstile in einer modernen Gesellschaft einzutreten. „Prüfet alles, das Beste behaltet“, wie der olle Paulus schon sagte. Er ist ein besserer Gewährsmann als viele Schulwissenschaftler, meine ich.

Dr. Farkas Reinhard, Graz

6/2005: Definition von Dicksein
Übergewicht im Auge behalten

Ihr Spezial finde ich ausgezeichnet. Die Artikel habe ich mit großem Interesse gelesen. Es wird wieder einmal deutlich, wie die Industrie ihre Ziele durchsetzt – zum Leid der Verbraucher, die darüber größtenteils nichts erfahren.

Das Thema betrifft im Übrigen ja nicht nur Übergewichtige, sondern auch die laut BMI zu Untergewichtigen Deklarierten wie mich. Im gleichen Heft wird in einem Artikel berichtet, dass Menschen in Industrieländern (hier am Beispiel Amerika) in den letzten 40 Jahren schwerer geworden sind. Ob dies lediglich an der zunehmenden Körpergröße liegt, wurde im Artikel leider nicht erwähnt, das bezweifle ich aber. Das Thema „Übergewicht“ bleibt also nach wie vor kritisch zu beäugen.

V. Vögele, Karlsruhe

zum selben Thema
Pharmaindustrie verdient an Folgen von Adipositas

Wenn man Behauptungen aufstellt, so sollten diese nachvollziehbar sein. Nicht am Umsatz von Reductil oder Xenical verdient die Pharmaindustrie – der liegt nur im Promillebereich –, sondern an den leider jedem Arzt allzu vertrauten objektiven Folgekrankheiten der Adipositas. Unter anderem mit oralen Antidiabetika und Insulin, mit Cholesterinsenkern, mit Blutdruck-, und Schmerzmitteln verdient die Pharmaindustrie Milliarden. Folgt man der Argumentation der Autorin, nämlich dass die Pharmaindustrie die Menschen nur leimen will um Kasse zu machen, so müsste diese McDonald’s und Konsorten sponsern. Aus deren Kundenkreis speisen sich nämlich ihre Pfründe.

Nicht der Verbrauch an den von den Patienten selbst zu finanzierenden Abmagerungsmitteln bereitet den Gesundheitspolitikern der Industrienationen schlaflose Nächte, sondern die gigantischen und jedes Gesundheitssystem sprengenden Folgekosten der Adipositas. Altersdiabetes bei adipösen Kindern und Jugendlichen ist ein beängstigend zunehmendes Phänomen. Ist das auch eine bloße Folge des von der Pharmaindustrie gesponserten Body Mass Index?

Natürlich weiß ich nichts über den BMI der Autorin. Und sollte man Motivationsforschung betreiben, so könnte es plausibel sein, dass es im Interesse einer Zeitung der Nahrungsmittel-Industrie liegt, dass die Menschen möglichst viel essen – und auch kaufen.

Dr. med. I. Marschner, per E-Mail

zum selben Thema
Industrie profitiert auch von Diäten

Mir sind die 50 Prozent Übergewichtigen im Straßenbild noch gar nicht aufgefallen. Und ich habe mich schon in den letzten Jahren, in denen man von Medien und Instituten mit Propaganda zugeschüttet wurde, über diese unsägliche Pauschalisierung geärgert. Die versuchen, einem tatsächlich jegliche Freude am Essen zu vermiesen. Leider werden wohl auch die falschen Vorbilder von rappeldürren Pop-Sternchen, die schon Zehnjährige zum Hungern bringen, nicht verschwinden. Auch von den Diät-Mitteln profitiert ja eine ganze Industrie.

B. Offermann, Aachen

7/2005: zum Leserbrief eines Veganers
Töten ist unvermeidlich

Auch Veganer sind mitnichten nur „Pflanzen-Aasesser“. Getreidekörner, Kartoffeln, Nüsse, Obst: alles lebt! Auch wenn etwa die Getreide-Mutterpflanze vertrocknet ist, das Korn stellt den befruchteten Keim dar, das neue Leben. Das gilt in der Regel für alle Saaten, Samen, Früchte. Selbst Kartoffeln dienen als verdickte Rhizome der ungeschlechtlichen Vermehrung und tragen lebende Keime in sich, die im Keller bald zu treiben beginnen.

Man kommt damit also nicht um das Töten herum. Diesem Dilemma des „Tötens-um-zu-überleben“ kann sich kein Mensch entziehen. Wir können nicht außerhalb der von der Natur gewollten und erzwungenen Ordnung existieren. Aber vermeiden können und sollen wir jedes unnötige Leid, das hervorgebracht wird durch die Gier wie Profitgier, Fressgier, Geltungsgier et cetera.

G. Probst, Babenhausen

7/2005: Geniale Blitzmenüs
Schade um die Esskultur

Ich traute meinen Augen nicht, als ich den Artikel über „Geniale Blitzmenüs“ aufschlug: Fertigkartoffelbrei, Schokoladenpudding nur zum auf den Teller Stürzen, Tiefkühlpizza, Instant-Tomatensuppe. Als Familie mit zwei Kindern ernähren wir uns fast nur mit Bio-Lebensmitteln – vom eigenen Garten oder aus dem Naturkostfachgeschäft. Das geht aber nur, wenn man „selber“ kocht. Sonst kann man sich das nicht leisten. Bei uns gibt es weder Fertigprodukte noch Tütensuppen.

Mir macht das Kochen mit meinem Sohn Spaß. Was gibt es Schöneres als eine gemeinsam zubereitete Pizza? Schade, dass die Esskultur verloren geht.

Fam. Schindler, Achern

zum selben Thema
Plädoyer für Körnerfutter

Wenn man sich in Schrot&Korn bestimmte Rezepte anschaut, einen Beitrag wie „Essen ohne Angst“ liest und ähnliche Stimmen aus der momentanen Naturkostszene wahrnimmt, so kann man dabei den Eindruck gewinnen, gesund ist nur noch, „was hip ist“. Und wenn man dann irgendwann doch mal richtig krank wird, ist das dann auch irgendwie „hip“? Ich dagegen genieße ohne jede Angst Grünkern, Eintöpfe, Sprossen & Co.

L. Sohni, Aachen

Wärmeschutz/ Energiesparen
Isolieren von Gebäuden macht Menschen krank

Die von Greenpeace empfohlenen Dämmstoffapplikationen bei massiven Altbauten bringen – außer Kosten, Feuchte, möglichem Schimmel im Innern und ramponierten Fassaden außen – energetisch nichts. Allenfalls einen noch höheren Heizverbrauch und zwar bis zu 30 Prozent.

Die Fakten offerierte ich bereits 1981 bis 1985 in vielen Medien. 1999 bestätigte Prof. Fehrenberg den Sachverhalt von der Sinnlosigkeit bei Gebäudeaufrüstungen an Hand verbrauchter Heizölmengen im Laufe von 20 Jahren. Die gesamte Isolierbranche ist entweder gaga oder korrupt: Es gibt keine einzige Wandmessung über deren effektive Energiewirksamkeit. Massive Ziegelaltbauten zum Beispiel sind brave Energiesparer mit Niedrigenergiehaus-Standard.

Es ist nicht nötig, sie in petrochemischen Schaumplunder zu hüllen. Tatsache ist: Hochgedämmte Gebäude verbrauchen drei- bis fünfmal mehr Heizenergie, als sie nach den mathematischen Rechnereien benötigen sollten. Sie fördern überdies Algen- und Schimmelkulturen! Jede vierte Wohnung der so genannten Plattenbauten, die seit der DDR-Wende „saniert“ wurde, ist befallen.

K. Aggen, Freier Architekt, Marxzell-Burbach

Die Leser-Anfrage

Dinkel glutenfrei?

Ich möchte gerne wissen, ob Dinkel Gluten enthält.

M. Meijboom, Waalwijk (Niederlande)

Antwort des Leserservice:

Ja, Dinkel enthält Gluten. Auch Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern und Weizenverwandte wie Kamut, Einkorn und Emmer sind nicht glutenfrei. Frei von Gluten sind zum Beispiel Reis, Mais, Hirse, Buchweizen, Amaranth und Quinoa. Gluten ist ein Getreideeiweiß, das gute Backeigenschaften hat, teilweise aber nicht vertragen wird. Typische Anzeichen für eine Unver-träglichkeit sind Blähungen und Durchfall.

Noch Fragen? Wenden Sie sich an:

Schrot&Korn/aktiv
Postfach 10 06 50
63704 Aschaffenburg
Tel 0 60 21/ 44 89-136

Diskussion erwünscht

Uns erreichen viele Briefe, die wir leider nicht alle abdrucken können – oder nicht in ganzer Länge. Darunter sind Meinungen und Behauptungen, die wir nicht alle teilen oder überprüfen. Wenn Sie Anmerkungen haben, schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf spannende Diskussionen.

 

S&K 9/2005

6/2005: Bin ich dick?
S&K von Fastfood-Industrie gesponsert?

Angesichts Ihrer mir sonst sehr differenziert erscheinenden, sorgfältig recherchier-ten Artikel finde ich dieses Spezial erschreckend und geradezu gefährlich einseitig. Es mag ja zutreffen, dass es gewinnsüchtige Pharma-Unternehmen gibt, die auf den Zug der wie ich meine, nicht nur vermeintlich zunehmenden Adipositas aufspringen. Es mag ja sein, dass der BMI nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Sicherlich gibt es den Diäten- und Schlankheitswahn und zunehmende Ess-Störungen.

Aber: Auf der anderen Seite gibt es auch immer mehr Kinder, die aufgrund von Fehlernährung, Übergewicht und mangelnder Bewegung an Diabetes Typ II erkranken. Es gibt immer mehr dicke, motorisch ungeschickte Kinder. Nach Ihrem „Spezial“ aber kann sich nun jedermann und jede Frau und jedes Kind beruhigt mit der Tüte Kartoffelchips in den Fernsehsessel zurücklehnen.Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man annehmen, Sie wären von der Fastfood-Industrie gesponsert!

Dr. C. Warnhoff per Mail

zum selben Thema
Lieber das Leben leben

Glückwunsch zu diesem Artikel! Ich selbst habe immer auf meine eigene Leibes-Meinung gehört, um zu wissen, ob Gewicht und Gesundheit und Stimmung miteinander harmonieren. „Leibes-Meinung“ sage ich, weil unser Reden über den „Körper“ verrät, dass wir ihn als tote, physikalische Größe betrachten. „Leib“ hingegen – so verrät bereits das Wort – hat etwas mit Leben zu tun. Meine eigene Erfahrung: Ich brauche keinen BMI.

Als ich mit 25 Jahren 73 kg bei 187cm wog (BMI 20,875), kam ich mir klapperdürr vor und war es auch. Als ich mit 47 Jahren 113 kg wog (BMI größer 32), war offensichtlich, dass mir das nicht gut tat. Und wenn ich jetzt seit Jahren im Schnitt 91 kg wiege (BMI 26), passt dies zu meinem Wohlbefinden besser als jene 83 kg (BMI 22,46), die ich nach den 113 kg anstrebte und auch eine Weile lebte. Fazit: Lebe dein Leben und nicht deinen BMI! PS: Sie machen sehr gute redaktionelle Arbeit! Das beurteile ich als ganz normaler Leser, aber auch als selbst redaktionell Tätiger. Und mit Freude sehe ich daher, wie gut sich Ihre Zeitschrift entwickelt hat.

R. Reuschel, Isernhagen

6/2005: Leserreise Myanmar
Traveln im Tyrannenstaat?

Seit vielen Jahren lese ich Schrot&Korn. Euer Magazin ist die Pflichtlektüre für bewusste Einkäufer. Es wird in ganz Europa gelesen. Es soll sogar Abonnenten in Australien und Fernost geben.

Aber wie kommt ihr dazu, ausgerechnet Myanmar als Reiseland anzupreisen dieses Unterdrückerland par excellence?

Amnesty International anklicken und dann lesen, wäre viel gescheiter gewesen!

Ihr unterstützt damit ein Unrechtsregime, das seit Jahrzehnten im Drogenhandel weltweit führend ist! Auch im illegalen Export von Tropenhölzern ist Myanmar schon lange auf der „Watchlist“ von Greenpeace!

E. Cerf, Basel, Schweiz

Reaktion der Redaktion

In dem betreffenden Artikel haben wir durch einen Info-Kasten die Missstände angerissen. Es bleibt die Frage, wie man einem Unrechtsregime begegnet. Wir haben eine Diskussion angestoßen. Reisende nach Myanmar können diese fortsetzen.

5/2005: Fair verkaufte Milch
Mehr Fair-Milch-Molkereien

Ich würde gerne dazu beitragen, dass die heimischen Bio-Betriebe überleben können. Ein Aufpreis von fünf Cent für einen Liter Erzeuger-Fair-Milch erscheint mir leicht zu verkraften.

Auch an anderen fairen einheimischen Milchprodukten bin ich interessiert. Hoffentlich steigen bald weitere Molkereien in die Fußstapfen der beispielgebenden

Upländer Bauernmolkerei.
R. Bammes, München

Die Leser-Anfrage

Naturkostläden-Adressen

In Schrot&Korn April/05 haben Sie Naturkostläden aufgelistet, die bei der Leserwahl ausgezeichnet wurden. Ich fände eine Liste mit Adressen von Naturkostläden sehr hilfreich, damit man auf Reisen ohne langes Suchen weiß, wo ein Laden zu finden ist. Gibt es eine solche Liste?

W. Huppers

Antwort des Leserservice

Ja: Adressen von fast allen Naturkostläden finden Sie in unserem Internetangebot unter
www.naturkost.de/nkl/index.htm

 

S&K 8/2005

4/2005: Snacks im Büro
Empfohlene Bürokost

Obwohl ich arbeitsbedingt täglich fast zwölf Stunden außer Haus bin, ernähre ich mich tagsüber wie folgt: Früh morgens bereite ich mir zu Hause ein Frischkostgericht zu – mahle dafür abends Getreide, vermenge dies am Morgen mit frischem Obst der Saison, Nüssen und Sahne. Dies esse ich als Frühstück in der Firma. Mittags folgt dann eine Rohkost-Schüssel aus frischem Gemüse mit kaltgepresstem Öl. Ich erhalte von einem örtlichen Naturkost-Lieferservice jeden Montag frisches Gemüse der Saison – somit bin ich unabhängig von Kantinenkost und nehme reichlich lebendige Nahrung zu mir. Nachahmung empfohlen!

P. Ziegler, Wiesbaden

4/2005: Bein- und Fußpflege
Auf gute Idee gebracht

Ich freu’ mich immer wieder sehr, wenn es was Neues von euch zu lesen gibt. Ihr bringt mich auf viele gute Ideen, zum Beispiel die Autorin Astrid Wahrenberg, die daran appellierte, den eigenen Beinen liebevolle Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Danke für euer Engagement!

V. Dembek, München

Ethik im Naturkostbereich
Naturschutz im Bioladen?

Diese Frage stellt sich angesichts von naturschädlichem Werbe- und Verpackungsmaterial, Hochglanzheften, Thermopapier-Kassenbons, Luftballons, Plastikartikeln et cetera. Produkte und Verpackungsmittel zu verwenden, die der Natur schaden, trägt nicht zur Glaubwürdigkeit der Bio-laden-Konzepte bei. Die frei werdenden Schadstoffe landen schließlich auch in der Nahrung. A. Salomon per E-Mail

3/2005: Gift im Mund
Gesundheitssystem enttäuscht

Viele Jahre litt ich unter Schwindelanfällen und vielen weiteren Symptomen, die mir teilweise den Lebensmut geraubt hatten. Mehrere Fachärzte wussten keinen Rat. Ein starker Schwindelanfall beim Zahnarzt hat mich dann vor zwei Jahren auf die für mich damals zweifelhafte Idee gebracht, im Zahnmaterial Amalgam nach der Ursache zu suchen. Schon nach einem viertel Jahr Entgiftung, mit Hilfe eines erfahrenen Therapeuten, hat sich vieles wesentlich verbessert. Heute macht mir mein Leben wieder Spaß. Was bleibt, ist die große Enttäuschung über unser Gesundheitssystem. Die Krankenkassen weigern sich immer noch, in nicht nachvollziehbarer Art und Weise, die Kosten für eine Ausleitung zu übernehmen, obwohl mittlerweile sehr viele Studien beweisen, wie viel Unheil dieses Material anrichten kann und bereits angerichtet hat. Ich möchte Sie ermuntern, weiterhin über das Thema aufzuklären – im Interesse aller. Vielen Dank!

H. Raab, Ballrechten-Dottingen

03/2005: Gift im Mund
Krank nach Amalgam-Ausbohrung

Ich fand es ganz toll und mutig, dass ihr so einen Artikel über Zahnfüllstoffe veröffentlicht habt. Durch das Ausbohren von Amalgam-Füllungen war ich selbst wochenlang bettlägerig und bin bis heute arbeitsunfähig. Man darf der Gesellschaft die Wahrheit über Amalgam nicht vorenthalten. Ich danke euch, auch im Namen vieler Mitbetroffener. A.Veit, Reilingen

03/2005: Gift im Mund
Risiken bei Amalgam- Entfernung

Ich lese Ihre Zeitschrift sehr gerne und finde es beachtlich, wie Sie sich unabhängig von der Lebensmittelindustrie und deren Lobbys Ihre Meinung bilden. Kompliment dafür.

Ich bin kein dogmatischer Vertreter der "nur-Gesundes"-Fraktion. Für mich gehören Seele und Körper und damit Genuss und gesundes Essen zusammen – auch Süßes und Currywurst sind durchaus erlaubt und können neben Bio-Kost leben, schließlich will auch die Seele fröhlich bleiben und auch mal mit Fast-Food verwöhnt werden.

Weswegen ich Ihnen aber in erster Linie schreibe, ist Ihr Interview mit Christian Zehenter mit dem dazugehörigen Artikel "Gift im Mund". Leider wird nicht erwähnt, dass beim Entfernen von Amalgam durchaus gefährlich hohe Mengen dieses Giftstoffes freigesetzt, in den Mundraum fallen und verschluckt werden können. Manchmal kann dies sogar erst die Gesundheitsprobleme auslösen, die man doch eigentlich durch eine Entfernung von Amalgam vermeiden wollte.

Ich bin durchaus auch der Meinung, dass Amalgam nicht das "Gelbe vom Ei" für die Zahnbehandlung ist, jedoch freimütig zu raten – wie es Herr Zehenter tut –, "...man sollte Amalgam in jedem Fall entfernen", halte ich doch fast für grob fahrlässig. Leider sieht es doch so aus, dass die meisten Zahnärzte weder wirklich über die Erfahrung noch über das Wissen verfügen, wie man Amalgam sicher entfernt.

Die oben besagten Gründe lassen mich eher vor einer derartigen Behandlung zurückschrecken. Man sollte hier doch genauestens abwägen, wie viel Amalgam-Füllungen ein Mensch hat und ob dieser Mensch überhaupt unter den genannten Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche etc. leidet. Ist dem nicht so, muss ich doch fragen: Warum schlafende Hunde wecken? Da lebe ich lieber weiterhin mit dem Gift im Mund und behalte meine Gesundheit im Auge.

K. Marohn per e-Mail

zum selben Thema
Berufsunfähig wegen Amalgam

Es ist sehr wichtig, dass eine Zeitschrift wie Ihre dieses Thema immer wieder aufgreift. Bravo! Allerdings möchte ich zum zweiten Teil des Artikels eine sehr wichtige Anmerkung machen. Da ich selbst Betroffene bin, glaube ich mir dies erlauben zu dürfen.

Für absolut richtig halte ich die Empfehlung, Amalgam in jedem Fall zu entfernen. Nur birgt diese Empfehlung ein ganz gefährliches, unüberschaubares Risiko: Bei unsachgemäßer Entfernung potenziert sich die Giftaufnahme im Körper um ein Vielfaches dessen, was vorher bei unbeschädigten Plomben geschehen wäre.

Die wenigsten Zahnärzte wissen, wie die Plomben fachgerecht entfernt werden müssen. Es passiert immer und immer wieder, dass erst nach der Entfernung der richtig schlimme Leidensweg des Patienten beginnt.

Ich habe mir vor sieben Jahren die alten Plomben herausbohren lassen. Wenige Wochen später begann ein Weg, den ich mir niemals hätte träumen lassen: Seit fünf Jahren kämpfe ich nun um meine Berufsunfähigkeitsrente. Deshalb mein sehr wichtiger Rat: Wer sein Amalgam aus dem Mund entfernen lassen will, unbedingt vorher sehr genau im Internet beziehungsweise in der im Quellenverzeichnis von Schrot&Korn angegebenen Literatur informieren.

D. Dreise-Bothe, Sarstedt

03/2005: Gift im Mund
Unwissend krank

Es freut mich sehr, etwas über dieses Thema zu lesen, da ich eine schwere Quecksilbervergiftung habe und ich mich vom Gesundheitssystem und den Medien doch sehr allein gelassen fühle. Ich wünsche mir weiterhin eine rege Auseinandersetzung und vor allem Veröffentlichungen zu diesem Thema. Enorm viele Menschen sind betroffen, ohne es zu wissen, weil Ärzte es ignorieren, beziehungsweise nicht die Möglichkeiten haben, es festzustellen.

K. Küppers, Aachen

12/2004: zur Sprache W. Niedeckens („Mein Kind soll kein’ Scheiß essen.“)
Das zählt bei Jugendlichen

Es ist besser, eine Sprache zu finden, mit der man Jugendliche erreicht, als in einer abgehobenen Sprache zu kommunizieren, die den Jugendlichen nichts sagt. Bei meinen Schülern jedenfalls ist Wolfgang Niedecken mit seiner sehr direkten Sprache sehr gut angekommen. Und nur das zählt!

B. Doherty, Wermelskirchen

5/2005: „Bio“ ist bezahlbar
Von Schrot&Korn verhöhnt

Beim Lesen Ihres Artikels kam mir die kalte Wut: Ich habe eine Großfamilie mit bald fünf Kindern. Unser Gesamt-Monatseinkommen fließt zu fast 50 Prozent in unsere Sozialmiete für 98 Quadratmeter. Außerdem brauchen wir wegen mehrerer Allergien spezielle Kost.

Ja, Bio schmeckt 1000 Mal besser, aber wer auf Sozialhilfe-Niveau lebt, kommt sich bei Ihren Zeilen doppelt bestraft und verhöhnt vor! A.Fiedler, Berlin

Die Leser–Anfrage

Schrot&Korn im Abo?

Per Zufall erhielt ich die März-Ausgabe Ihres Magazins und habe sie regelrecht verschlungen. Ich gratuliere Ihnen zu Schrot&Korn und möchte keine Ausgabe mehr verpassen. Gibt es dieses Magazin auch im Abonnement? Ich fänd’s toll!
L. Brüsselbach, Hamburg

Antwort des Leserservice

Ja, ein Schrot&Korn-Abo ist zu bekommen. Preis: 20 Euro/Jahr (Inland), 26 Euro/Jahr (Ausland). Im Naturkostladen kostenlos. Interesse?

 

S&K 7/2005

12/2004, zu Wolfgang Niedecken: „Mein Kind soll kein’ Scheiß essen.“
Das zählt bei Jugendlichen

Es ist besser, eine Sprache zu finden, mit der man Jugendliche erreicht, als in einer abgehobenen Sprache zu kommunizieren, die ihnen nichts sagt. Bei meinen Schülern jedenfalls ist Niedecken mit seiner direkten Sprache sehr gut angekommen. Und nur das zählt!

B. Doherty, Wermelskirchen

4/2005: Bio-Milch
Beschwerdefrei Milch trinken

Ich trinke gerne Milch – seit sechs Jahren Bio-Milch. Nachdem die neue länger-frisch Bio-Milch (weil homogenisiert) auch im Supermarkt aufgetaucht war, nahm ich dieses günstigere Angebot sehr gerne an. Nun, seit längerer Zeit litt ich immer wieder unter Blähungen, teilweise Bauchkrämpfen. Nach langem Rätseln und schließlich dem Schrot&Korn-Artikel über „Allergie durch Homogenisieren“ habe ich nun die Lösung gefunden: Das Verfahren des Homogenisierens verändert die Milchbestandteile. Ich erprobte nur-pasteurisierte Milch und bin – beschwerdefrei!

Meiner Meinung nach darf man eine Milchunverträglichkeit nicht dem Milchzucker anlasten und daraufhin pasteurisierte, homogenisierte, laktosefreie Milch kaufen (nach Bruker eine „getötete Leiche“). Meine Meinung ist: Milch – wenn es ein Lebensmittel sein soll und gut tun soll – müssen wir so unbehandelt wie möglich trinken. Als unfreiwillige Testperson der Milchindustrie habe ich meine Lektion gelernt. Ich danke den Firmen denree und demeter, die pasteurisierte Milch anbieten.

A. Schafbauer, Regensburg

Werbung in Schrot&Korn
Beilage des Arun-Verlages

Mit großer Verwunderung musste ich feststellen, dass in Ihrer Zeitschrift eine Werbbeilage des Arun-Verlages zu finden war. Dieser Verlag wird von dem ehemaligen rechtsextremen Aktivist Stefan Björn Ulbrich geleitet und bedient teilweise Leser aus rechtsextremen Kreisen. Der Verleger selbst nennt seine rechte Vergangenheit „Jugendsünden“. Als jahrelange Leserin Ihrer Zeitschrift bitte ich Sie, in Zukunft auf solche Beilagen zu verzichten.

P. Groß per Internet

Anmerkung der Redaktion

Wir haben Verlagsprospekt, Internet-Seite und Bücher des Verlages geprüft und entschieden, dass wir Werbung des Arun-Verlages nicht mehr aufnehmen. Vielen Dank für den Hinweis!

12/2004: Mehr Toleranz und Respekt
Veganer sind Pflanzen-Aasesser

Zum artgerechten Leben gehört auch der Alterstod. Insofern ist es für mich nicht vertretbar, Fleisch zu essen – auch nicht Bio-Fleisch. Selbst wenn Pflanzen ein wie auch immer geartetes Bewusstsein entwickelten, für Veganer ist dies im Zusammenhang mit ihrer Ernährungsweise gar nicht so wesentlich, denn sie löschen nicht zwangsweise Pflanzenleben aus, wenn sie Pflanzen essen.

Viele Gewächse sind bereits gestorben, wenn sie das Reifestadium erreicht haben beziehungsweise bevor man sie erntet. Man denke an Getreide, das erst gemäht wird, wenn es völlig vertrocknet ist. Oder Kartoffeln, deren Grün bereits welk ist, bevor man die Knollen aus dem Boden holt. Veganer sind also „Pflanzen-Aasesser“ wenn man so will. Man muss auf sein Gewissen hören.

M. Lichte, Dipl.-Ing., Bad Pyrmont

 

S&K 6/2005

03/2005: Zu Leserbrief Wolfgang Niedecken
Mit Sprache sorgfältig umgehen

Vielen Dank für den Abdruck des Leserbriefes von E. Schmider, Offenburg, der die Sprache des Musikers kritisierte.

Sowohl in der Rudolf Steiner-Schule, die mein Sohn besucht, als auch bei uns zu Hause achten wir auf einen sorgfältigen sprachlichen Umgang. Umso mehr stößt die Sprache eines anscheinend noch pubertierenden Elternteils in Ihrer Zeitschrift unangenehm auf.

K. Brockstedt, Hamburg

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Freude über Ausdruck

Mir sprach das Zitat von Wolfgang Niedecken: „Ich will, dass mein Kind kein Scheiß isst“, aus der Seele. Ich habe diesen Artikel bewusst in meiner Kindergruppe für die Eltern ausgehängt, froh über diese mutige, treffende und unverblümte Bemerkung zum Essverhalten unserer Kinder.

Übrigens: Bereits Luther fragte nach dem Rülpsen und Furzen. Und Albert Camus schreibt in seinem Buch „Die Pest“ ausführlich über die Verdauung. Die Sprache, die verwendet wird, ist sicher auch Ausdruck der Seele. Interessant ist für mich der ganze Mensch und mit welcher Haltung er etwas sagt. P. Eyssel, Oberbergkirchen

03/2005: Zu Leserbrief „Bio-Bauern selbst schuld“
Zahlt uns unseren Preis!

Wie stellen Sie sich das vor, uns Bio-Bauern zu helfen? Sollen wir statt Lebensmittel zu erzeugen uns touristisch beschäftigen? Unsere Flächen, Äcker und Wiesen den konventionellen Kollegen überlassen, die mit problematischen Substanzen die Böden anreichern?

Wenigstens ich selbst möchte aber ökologisch erzeugte Lebensmittel essen. Soll ich mir hinterm Haus meine Tiere art- und tiergerecht halten und füttern, wie es tatsächlich konventionelle Kollegen machen, die um die Qualität dessen wissen?

Oder meinen Sie, dass wir Bauern noch multifunktionalere Wesen werden sollten? Ich muss mich sowieso schon für viele Themen interessieren. Man muss sich einfach Grenzen stecken, wenn man sich nicht zum Sklaven des eigenen Hofes machen möchte.

Generell ist zu bedenken: Kommt ein weiterer Betriebszweig zum eigentlichen Geschäft dazu, muss Zeit und Energie von anderen abgezogen werden, was zur Folge hat, dass die Qualität der erzeugten Lebensmittel zwangsweise sinkt. Das Weiterentwickeln zu mehr inneren Qualitäten, die das Leben an sich erst zum Leben machen, bleibt auf der Strecke.

Ich kann nur sagen: Zahlt uns unseren Preis, damit wir mit unseren Einkommen auch auskommen. Nur so können wir vom Nahrungsmittel (Magenfüller) zum Lebensmittel gelangen.

G. Hartinger, St. Wolfgang

03/2005: „Dicke Kinder“
Am Zielpublikum vorbei

Auf der einen Seite bringt Frau Künast ein 320-seitiges Schriftwerk über zu dicke Kinder auf den Büchermarkt – für satte 18 Euro. Andererseits werden in den Kommunen und Verwaltungen die Ernährungsberater aus Kostengründen eingespart. Sie müsste doch eigentlich wissen, dass das Zielpublikum von den Medien gratis informiert wird. W. Burger, Weißenhorn

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Eltern sind verantwortlich

Wir können nicht Gesellschaft und Politiker für das Übergewicht unserer Kinder verantwortlich machen. Verantwortlich sind wir Eltern. Damit sich unsere Kinder zu positiven Persönlichkeiten entwickeln können, haben Eltern und Personen, die mit Kindern arbeiten, die Aufgabe, ein gutes Vorbild zu sein.

Eltern sollten sich immer bewusst sein, dass ihre Lebensordnung ein Spiegel für ihre Kinder ist. So liegt der Schlüssel für gesunde, glückliche und friedliche Kinder im Reich der Ernährungs- und Verhaltensordnung.

Mit unseren Kindern legen wir die Saat für die Zukunft. Wenn wir sie als Eltern gut pflegen und fördern, werden wir reiche Früchte ernten.

G. Römer, Hamburg

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Fett macht nicht fett

Auf die Frage „Weniger Kalorien und mehr Bewegung, ist das alles?“ antwortete Frau Künast „Im Prinzip ja“. Hier irrt Frau Künast. Auf diesen Zug ist unsere Industrie mit ihren Light-Produkten doch schon längst aufgesprungen und bewirbt uns seit Jahren mit den „Weniger-Fett-Parolen“. Greifbare Ergebnisse gibt es allerdings nicht. Die Ursache für Fettleibigkeit liegt im übermäßigen Verzehr von isolierten beziehungsweise toten Kohlehydraten. Dazu gehören Fabrikzucker, Auszugsmehle und Margarine sowie raffinierte Öle. Diese Produkte können jedoch nur abgebaut werden, wenn wir unserem Körper entsprechende Mengen an Vitalstoffen zuführen. Diese sind vor allem in Getreide, Obst und Gemüse enthalten. Da diese Produkte aber nicht ausreichend gegessen werden, kann der Körper auch nicht alles so verarbeiten, wie es von der Natur vorgesehen ist. Ich empfehle das Buch von Dr. Bruker „Fett macht nicht fett“.

G. Stegemann, Neuss

03/2005: Warenkunde Eier
Mehr Ei-Infos

Ihren Bericht möchten wir noch ergänzen: Die ersten zwei Ziffern der siebenstelligen Erzeugernummer stehen für das Bundesland, in dem der Erzeugerbetrieb die Eier kennzeichnet. H. Frank, Boppard

Tierschutz
Gegen Hundeverzehr

Vor einiger Zeit brachten Sie einen Beitrag über die Arbeit von Gill Robinson, die es tatsächlich geschafft hat, als Frau(!) in China die Schließung der Bärenfarmen durchzusetzen. Nun hat sie sich zur Aufgabe gemacht, gegen die entsetzlichen Zustände auf den Tiermärkten und den Verzehr von Hunden und Katzen vorzugehen. Es ist eine schwierige Aufgabe und sie benötigt dazu jede erdenkliche Hilfe. Toll wäre, wenn eine wahre Flut von Protestbriefen an die chinesische Botschaft gelangte. Nur wenn viele Menschen aktiv werden, ist es möglich, etwas zu verändern, damit solche furchtbaren Bilder der Vergangenheit angehören. Mehr Infos unter:

www.animalsasia.org
H. Gruß, Berlin

03/2005: Basteln mit Tulpen
Blumen leben lassen!

Es enttäuscht mich, dass Sie vorschlagen, eine in voller Blüte und Pracht stehende Tulpe für die Zeit eines kurzen Osterfrühstücks zu benutzen. Ich denke, Blumen können und sollen uns erfreuen, auch zum Osterfrühstück. Aber doch bitte so, dass sie dabei weiterleben können!

A. Weidemann, Augsburg

03/2005: Gift im Mund
Amalgam reichert Gift an

Ich bin froh, wieder einmal einen Bericht gegen Amalgam gelesen zu haben. Schlimmer, als dass man es irgendwann einmal für den Menschen zugelassen hat, ist heute, es noch zu verwenden. Dessen Schädlichkeit sollte doch nun, nach jahrelangen Warnungen von Fachleuten und Kritikern, allen Zahnärzten und Medizinern klar sein.

Leider sind die daraus entstehenden vielfältigen Leiden der Patienten nicht für jeden Arzt einzuordnen. Ich bin deshalb sehr froh darüber, vor drei Jahren eine Heilpraktikerin gefunden zu haben, die sich damit auskennt. Durch eine Ausleitungstherapie haben sich viele Beschwerden gebessert oder sind beseitigt worden.

In dem Buch von Dr. Joachim Mutter ist sehr gut beschrieben, dass durch Amalgam im Mund vermehrt andere Umweltgifte aufgenommen werden. Somit können sich zum Beispiel Pestizide 30-100fach mehr im Körper anreichern. Meine Meinung ist: Beides, Amalgam und Pestizide, müssen weg. Damit die Menschheit in Zukunft wieder gesünder ist. K. Gewalt, Schweinfurt

02/2005: Franz Alt:
Ein Schlag ins Gesicht!

Wenn Franz Alt zu viel Geld hat, freut mich das für ihn. Trotzdem wäre es schön, wenn er die Lebenswirklichkeit in Deutschland zur Kenntnis nehmen würde:

Mehrere Millionen Menschen müssen mit wenigen Hundert Euro im Monat auskommen und versuchen trotzdem ein würdevolles Leben zu leben. Unter ihnen sind auch viele Bio-Kunden der ersten Stunde. Ihr Artikel, beziehungsweise die Überschrift, ist ein Schlag ins Gesicht all dieser Menschen. Wenn Herr Alt sich über einen „Öko-Terminator Arni Schwarzenegger“ in Kalifornien freut, der bis 2010 ganz Kalifornien mit Wasserstoff-Tankstellen ausstatten will, fängt es mich persönlich an zu gruseln. Nichts gegen diese Tankstellen, aber sie lösen kein einziges Problem unserer heutigen Mobilitätsgesellschaft, erhalten dafür aber die Illusion einer grenzenlosen und dabei umweltverträglichen Mobilität.

Wie wäre es, wenn Sie, sozusagen als Schmerzensgeld, in einer Ihrer nächsten Ausgaben eine(n) Niedrigverdiener(in) darüber interviewen, wie es ist, wenn man mit nur wenigen Hundert Euro im Monat ein nachhaltiges Leben zu führen versucht? Die geeigneten Ansprechpartner vermittle ich gerne. M. Matthias, Wolfhagen

 

S&K 5/2005

1/2005: Kohl, Kraut, köstlich!
„Ich kann selbst kochen.“

Auf jeden neuen Beitrag aus Ihrem Verlag bin ich gespannt. Was mir neulich nicht gefallen hat: Sie loben alle Formen von Kohl. Ihre Rezepte zerstören aber das meiste in ihm, wenn er beispielsweise zwei Mal erhitzt wird. So etwas vermeide ich konsequent. Auch benötige ich keines der angepriesenen Fertigprodukte, da ich in der Lage bin, selbst zu kochen und zu backen.

I. d. Neff, Tübingen

S&K-Aktion Gentechnik
Haben Sie sich nicht so!

Im letzten Jahr habe ich mich an Unterschriftenaktionen gegen die grüne Gentechnik beteiligt. Im Spätsommer erhielt ich ein Schreiben vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt. Über dieses Schreiben bin ich sehr empört. Vor allem durch die Passage, dass „Deutschland schon längst keine Gentechnik-freie Zone mehr sei“ und man sich deshalb doch nicht so haben soll, fühle ich mich verschaukelt. Wir sind ja schließlich auch keine Atomenergie-freie Zone mehr, und trotzdem handelt es sich hierbei um eine sehr gefährliche Technik.

F. Weihbrecht, Widdern

Anmerkung der Redaktion:
Den Brieftext des Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt

Sehr geehrte Frau Weihbrecht,

in den letzten Wochen und Monaten gab es eine Reihe von Schreiben an Herrn Ministerpräsidenten Prof. Böhmer, Herrn Minister Dr. Rehberger sowie an mich persönlich, in denen eine kritische Haltung, insbesondere gegenüber Freisetzungsversuchen bzw. dem Erprobungsanbau von gentechnisch verändertem Mais zum Ausdruck gebracht wird.

In diesen Schreiben werden Ängste und Sorgen aber auch Befürchtungen geäußert, dass mit der Einführung der grünen Gentechnik die menschliche Gesundheit sowie Natur und Umweit gefährdet sind und darüber hinaus die Koexistenz der verschiedenen Landbauformen in Frage gestellt ist.

Ich versichere Ihnen, dass ihre mit dem Einsatz der Gentechnik verbundenen Bedenken sehr ernst genommen werden und möchte deshalb dieses Schreiben zum Anlass nehmen, um Sie mit einigen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie wissenschaftlichen Erkenntnissen aus dem bisherigen Einsatz der Gentechnik vertraut zu machen.

Da alle mir übergebenen Schreiben im Wesentlichen die gleiche Problemstellung beinhalten, bitte ich um Verständnis, dass ich die Beantwortung der Schreiben auch im Interesse einer einheitlichen Interpretation der gegenwärtigen Rechtslage und der hiesigen Auffassung zur Unbedenklichkeit zum Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen hiermit gleichlautend vornehme.

Wie ich bereits mehrfach in der Öffentlichkeit informiert habe, hat das Land Sachsen-Anhalt 2002 eine Biotechnologie-Offensive mit dem Ziel gestartet, die Entwicklung dieser zukunftsweisenden, innovativen Technologie weiter zu befördern. Unser Bundesland besitzt hervorragende Potenziale in der Landwirtschaft und Züchtungsforschung, in der auch die grüne Gentechnik eine zunehmende Rolle spielt. Die Landesregierung ist an der Weiterentwicklung der Biotechnologiepotenziale in Sachsen-Anhalt und einer verantwortungsbewussten Nutzung auch im Bereich der Landwirtschaft interessiert.

Mit der angekündigten Anbauinitiative ist im gegenwärtig zulässigen rechtlichen Rahmen ein wissenschaftlich begleiteter Erprobungsanbau für gentechnisch veränderten Mais gestartet worden, um praktische Erfahrungen und damit verlässliche Ergebnisse zur Regelung der Koexistenz verschiedener landwirtschaftlicher Anbauformen zu sammeln. Diese können auch fachliche Grundlage für ausstehende gesetzliche Regeln sein.

So sind Haftungsfragen, Fragen der Akzeptanz oder die Garantie der Wahlfreiheit für Verbraucher wesentliche Aspekte des geplanten Anbauprogramms, das mit allen Akteuren erarbeitet wurde.

Angesichts des weltweit zunehmenden Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen müssen die Möglichkeiten für eine dauerhafte Koexistenz verschiedener Produktionssysteme erprobt werden. Hierfür sind in letzter Zeit gerade durch die Europäische Union mit den Leitlinien zur Koexistenz, der novellierten Freisetzungsrichtlinie und den Regelungen zur Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit entscheidende rechtliche Voraussetzungen geschaffen worden. Vom Bundessortenamt wurde für das Jahr 2004 der Anbau von gentechnisch verändertem Mais, der nach EU-Recht als für Mensch, Natur und Umwelt als unbedenklich bewertet wurde, für eine Fläche von rund 1 000 Hektar genehmigt.

Ich möchte auch darauf hinweisen, dass Deutschland schon längst keine Gentechnik freie Zone mehr ist, denn in der Tierhaltung werden eine Reihe von Futtermitteln, insbesondere mit Sojabestandteilen, aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt und eingesetzt.

Aus gentechnisch verändertem Soja werden zudem verschiedene Lebensmittel, Zutaten und Zusatzstoffe produziert. Zugleich werden auch viele Enzyme, die zum Beispiel in der Käseproduktion, im Backwarenbereich, bei der Herstellung von Fetten, Aromastoffen, Fruchtsäften und in der Fleischverarbeitung benötigt werden, auf gentechnischem Weg erzeugt.

Die grüne Gentechnik stellt also keinen unangemessenen oder ethisch illegitimen Eingriff dar, sondern ist eine verantwortbare Weiterentwicklung erfolgreicher Züchtung mit modernen Mitteln. Mit der geplanten Anbauinitiative will die Landesregierung sich dieser Verantwortung stellen.

Um den Erprobungsanbau so transparent wie möglich zu gestalten, beteiligt sich die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Bernburg an diesem Erprobungsanbau und wird die Öffentlichkeit regelmäßig informieren.

Ich würde mich freuen, wenn ich mit den vorgenannten Darlegungen dazu beitragen könnte, Ihnen insbesondere Ihre Ängste davor zu nehmen, dass die Grüne Gentechnik mit Risiken für die Gesundheit und Ökosysteme verbunden ist.

Mit freundlichen Grüßen

2/2005: Interview Franz Alt
Dummer Bewunderer Schwarzeneggers

Ihre Bemühungen, möglichst vielfältige Ansichten zu präsentieren, sind sicher nicht falsch. Das Interview mit dem selbst ernannten Querdenker der Nation ist allerdings ärgerlich bis unverschämt – trotz der leise durchdringenden Ironie des Interviewers. Schon die Überschrift – „Wir haben alle zu viel Geld“ – ist eine Frechheit und zeugt von wenig differenziertem Denkvermögen. Die Aussage mag auf Herrn Alt zutreffen, der seine vielfältige Beratertätigkeit sicher nicht umsonst ausübt, aber für die meisten von uns wohl kaum. Am schlimmsten aber finde ich Alts dumme Bewunderung für Arnold Schwarzenegger. Er lobt ihn für Visionen, die unserer rot-grünen Regierung fehlen würden. Der gleiche Schwarzenegger hat aber gerade frisch-fröhlich-fix ein Todesurteil unterschrieben, was natürlich ganz und gar kein Verstoß gegen die Prinzipien der Humanität ist.

B. Sessinghaus-Jordan, Bochum

zum selben Beitrag:
Alt zeigt die Realität auf

Ihre Zeitschrift ist immer eine Bereicherung! Das Interview mit Herrn Franz Alt hat mich aber besonders angesprochen. Endlich jemand, der die Realität aufzeigt und nicht in das gegenwärtige Gejammer einstimmt. „Wir haben alle zu viel Geld“ und „Lachen ist umweltfreundlich“. Das sollten sich viele vor die Nase hängen. Freue mich schon auf die nächste Ausgabe!

Ch. Pölleritzer, A-Krems

Lachen ist gesund

Das Interview mit Franz Alt möchte ich zum Anlass nehmen, auf die schier unerschöpflich positiven Wirkungen des Lachens hinzuweisen. Denn das Lachen ist nicht nur umweltfreundlich, wie Franz Alt postuliert, sondern vor allem gesund. Außerdem ist es eines der ersten und ältesten menschlichen Signale für Frieden und Verstehen. Lachinteressierte – und das sollten eigentlich alle sein – möchte ich auf folgende Bücher und Institutionen aufmerksam machen: Barbara Rütting: „Lachen wir uns gesund“; Dr. Madan Katari: Initiator der Bewegung „Lachen ohne Grund“; HumorCare Deutschland e. V. – Gesellschaft zur Förderung von Humor in Therapie, Pflege, Pädagogik und Beratung; Hans-Georg Laufer: „Da ist Humor im Spiel – Spiele von Querdenkern für Quertreiber“. Dipl. Ing. J. Wolf, Wolfsburg

S&K-Redakteur bald vollkommen?

Sehr geehrter Herr Fütterer, es kam mir in den Sinn, Ihnen in wenigen Worten mitzuteilen, dass Ihre Artikel mehr und mehr „Gesicht“ bekommen: Die Aussage ihrer Beiträge wird kerniger und treffsicherer. Als ich das Foto, das Sie zusammen mit Franz Alt zeigt, sah, fiel mir sofort ins Auge, welch großes Potential noch in Ihnen steckt: Wenn in der hohen Denkerstirn noch etwas vom Lebenspragmatismus eines Franz Alt dazukommt, dann wäre alles vollkommen.

H. Klein, Kall

Leserbrief zu Beitrag von C. Welter:
„Nie geimpft“ 01/05 Schrot& Korn

Sehr geehrte Damen und Herren,
Zu o.g Leserbrief möchte ich folgenden Kommentar geben:

„Zur Zuschrift von C. Welter muss ich kritisch anmerken, dass in früheren Jahrhunderten viele Kinder bei Infektionskrankheiten durch Fieber und Fasten gesund wurden, ebenso viele oder sogar mehr aber auch qualvoll gestorben sind. Welche Kinder zu den mehr oder weniger glücklichen gehörten, war dem genetischen Zufall (Vorhandensein oder nicht Vorhandensein natürlicher Widerstandskraft) vorbehalten. Impfungen wurden eingeführt, um das unendliche Leid der Familien, die oft mehrere geliebte Kinder gleichzeitig oder über die Jahre hinweg an fieberhafte Infekte verloren, zu beenden. Gleiches gilt für die Einführung von Antibiotika.

Ich selbst wäre vor zehn Jahren an einer schweren eitrigen Lungenentzündung verstorben, würde es heute keine Antibiotika geben - ich danke Gott dafür, ebenso wie für die fiebersenkenden Mittel, die mir die Qual der nächtlichen Schüttelfröste und der unendlichen Mattigkeit durch das hohe Fieber gelindert haben. Den Gebrauch dieser segensreichen Medikamente als „Kunstfehler" zu bezeichnen ist wahrlich kühn - und falsch. Sicher gibt es einzelne Impfungen, deren absolute Notwendigkeit man diskutieren kann. Gerade die Polioimpfung ist aber besonders wichtig, wenn man die Folgen und Spätfolgen der Erkrankung kennt.

Zwei Prozent dieser schweren, in Entwicklungsländern teils noch weit verbreiteten Erkrankung gehen mit Lähmungen bis hin zur tödlichen Kreislauf- und Atemlähmung einher. Muskellähmungen gehen nie vollständig zurück und machen den Patienten für den Rest des Lebens zum Krüppel. Als Orthopädin und medizinische Sachverständige kenne ich in Deutschland eine große Zahl von Betroffenen aus den großen Erkrankungswellen in den 40er und 50er Jahren. Sie haben einen jahrzehntelangen Leidensweg hinter sich, der ihnen täglich ungeheure Anstrengung und Willenskraft und nachhaltigen Verzicht auf Lebensglück und berufliche Karriere abverlangt hat. Spätfolgen nach Jahrzehnten sind heute für diese Menschen abnorme Knochenbrüchigkeit vorzeitiger schwerer Gelenkverschleiß, Wirbelsäulenschäden durch Fehlbelastung, Folgeoperationen, Schmerzen und Schwäche bis hin zum Rollstuhl. Fragen Sie diese Leute mal, ob die sich nicht hätten lieber impfen lassen! Der Gebrauch oder Nichtgebrauch eines fiebersenkenden Mittels beeinflusst den Erkrankungsverlauf bei Polio übrigens wissenschaftlich nachgewiesen nicht, bei Nichtgebrauch muss der Patient nur noch mehr leiden. Einzelne, abweichende persönliche Meinungen zum Thema wie die eines russischen Professors vor 40 Jahren sind dabei aus heutiger Sicht sehr zurückhaltend zu sehen.

Dr. med. B. Buchholz, Fachärztin für Orthopädie, Koblenz.

 

S&K 4/2005

1/2005, Trennkost
Dr. Hay hat Recht!

Ich war schon über 30 Jahre Vegetarier, da begann ich vor zehn Jahren nach dem Buch „Die Hay’sche Trennkost“ von Dr. L. Walb mit der Trennkost. Jetzt machte ich eine überzeugende Entdeckung: die bisher erlebten Verdauungsturbulenzen blieben aus. Eine nie gekannte Ruhe machte sich sehr angenehm bemerkbar. Dr. Hay hat Recht! F. Becker, Goslar

Zum selben Artikel:

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass Eiweißmahlzeiten, abends zu sich genommen, den Schlaf erheblich stören. Auch Herr Dr. Pape müsste gerade als Arzt wissen, dass Eiweiß schwer verdaulich ist. Seine Insulin-Trennkost mit den für den Abend empfohlenen Eiweißmahlzeiten mag bei jungen Leuten noch problemlos funktionieren. Für Menschen ab 40 ist diese Form der Trennkost, beziehungsweise die erwähnte Reihenfolge der Mahlzeiten, alles andere als empfehlenswert. Eiweißhaltige Lebensmittel – abends verzehrt – sind für mich und viele andere Schlaf tötend. Der Körper muss Höchstleistungen vollbringen, diese zu verarbeiten. Von einem erholsamen Schlaf kann keine Rede sein. Der Stoffwechsel arbeitet dermaßen, dass man Schweiß gebadet und hellwach die halbe Nacht verbringt. H. Forell, Freising

11/2004, Tierhaltung
Der Nutztier-Spezialist

Da der Großteil unserer Mitarbeiter im Naturkost- oder Hofladen einkauft, gehört Schrot&Korn zur selbstverständlichen Lektüre. So stießen wir auf den Sonderteil über ökologische Tierhaltung. Mit großem Interesse lasen wir die verschiedenen Beiträge, in denen Sie kompetent, wissenschaftlich fundiert und doch für den einfachen Leser verständlich umfassend über ökologische Tierhaltung berichten.Leider vermissten wir bei den Angaben zu mehr Informationen unsere eigene Adresse. PROVIEH – Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e. V. kämpft seit den frühen 70er-Jahren für eine artgemäße Haltung unserer Mitgeschöpfe. Der Verein hat viele tausend Mitglieder, ist Deutschlands ältester und größter Tierschutz-Fachverband, der sich ausschließlich landwirtschaftlichen Nutztieren widmet. Über Lobby- und Pressearbeit versuchen wir Verbraucherschutz und Tierschutz optimal zu verbinden. M. Pfeuffer, Heikendorf

Zum selben Artikel:

Vorab: Ich lese Ihre Zeitschrift gerne; sie ist informativ und unterhaltsam. Dass den „armen Schweinen“ oft die Schwänze abgeschnitten werden, finde ich schlimm. Aber so harmlos ist der Öko-Landbau auch nicht. Mit Entsetzen hatte ich vor Jahren erfahren, dass Ferkeln im „konventionellen“ Landbau ohne Betäubung die Hoden herausgerissen werden. Vor einigen Wochen erfuhr ich, dass Bio-Betriebe dies genauso handhaben. E. Kapust, Norderstedt 

Dazu der Schrot&Korn-Leserservice:

Männliche Ferkel werden kastriert, da das Fleisch von Ebern wegen seines strengen Geschmacks hierzulande nicht verkaufsfähig ist. Der Eingriff wird in der Regel folgendermaßen durchgeführt – egal ob in der konventionellen oder biologischen Tierhaltung: Der Tierhalter reißt die Hoden nicht heraus; vielmehr legt er sie durch einen kleinen Schnitt frei und trenntsie ab. Für diesen Eingriff werden die Tiere nicht betäubt. Veterinäre argumentieren, es sei schwierig, Narkotika so zu dosieren, dass bei den Ferkeln keine Probleme auftreten. Der Eingriff ist für das Tier mit Schmerzen verbunden, dauert aber in der Regel nur wenige Sekunden. Experten arbeiten daran, das Prozedere zu verbessern.
Dorte Eisenbeiß, Diplom-Biologin

1/2005, Leserbrief Impfen
Infos über Impfen

Dieser Leserbrief spricht mir aus der Seele. Es wird Zeit, dass sich mehr Eltern finden, die ihre Verantwortung nicht an der Tür zum Arztzimmer abgeben. Wir haben unseren Kindern gegenüber eine Holpflicht, zum Beispiel sollten wir uns darüber informieren, was Impfungen anrichten können. Wer Joachim F. Grätz „Sind Impfungen sinnvoll?“ und Gerhard Buchwald „Impfen – das Geschäft mit der Angst“ gelesen hat, dem offenbart sich, dass es höchste Zeit ist, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. U. Cegarra, Niederau

zum selben Artikel
Allianz gegen Polio

Ich erkrankte 1947. Da wir uns seinerzeit bei meinem Großvater in Eschwege/Werra aufhielten und in Worms/Rhein wohnten, mussten wir noch mit dem Zug nach Hause reisen. In den drei Tagen, die wir unterwegs waren, wurde ich immer kränker und mein Fieber stieg in unermessliche Höhen. Ich war damals gegen nichts geimpft, und meine Mutter dachte ständig ich würde sterben. Dann lag ich von Mai bis Dezember in Worms im Krankenhaus mit etwa 60 anderen Betroffenen, wovon etliche starben. Nun, circa 50 Jahren nach meiner Erkrankung, bin ich am Post-Polio-Syndrom erkrankt. Die häufigsten Symptome sind: ungewöhnliche Müdigkeit, Muskelschwäche, -krämpfe und unbewusste –zuckungen; außerdem Schlaf- und Atemprobleme, Schluck- und Sprechstörungen et cetera. Im Übrigen bin ich ausgebildete Gesundheitsberaterin und gewiss der Naturheilmedizin nicht abgeneigt. Ich plädiere immer wieder – besonders bei uns Polio-Betroffenen mit unserem schlechten Stoffwechsel – in erster Linie für die Behandlung mit homöopathischen Mitteln. Aber man muss doch wirklich differenzieren, ich kann doch nicht alles in einen Topf werfen und denken es wird schon passen. Dann ist die alternative Szene nicht besser als die Schulmedizin. Wenn die Natur und damit auch wir so einfach gestrickt wären, dann würden wir austauschbar sein. Zum Glück sind wir das nicht.
E. Hendrich, Gießen,
Präsidentin Polio Allianz e. V,
Verein zur Förderung der Selbsthilfe, Prävention, Rehabilitation und Forschungsarbeiten bei Poliomyelitis und dem Post-Polio-Syndrom
www.polio-allianz.de

11/04, „Herstellerportrait Komo“
Mehl besser selbst herstellen

Der Artikel hat mir besonders gut gefallen. In ihm wird in Bezug auf frisch gemahlenes Vollkornmehl endlich Klartext geschrieben: „Um es lagerfähig zu machen, werden bei käuflichen Mehlen die Keime und die Randschichten entfernt, die den größten Teil der wertvollen Ballaststoffe enthalten. So entsteht das Auszugsmehl.“ Dies ist eine wichtige Aussage! Denn Fazit ist: Durch diese Maßnahmen wird das Mehl minderwertig! Bei meinen Vorträgen und Kochkursen über Vitalstoffreiche Vollwertkost erlebe ich immer wieder ungläubiges Staunen über die Denaturierung des Mehls. Leider muss auch gesagt werden, dass das Wort „Bio“ das Auszugsmehl nicht wertvoller macht! Den gesundheitlichen Nutzen von kontrolliert biologischen Lebensmitteln zweifle ich dabei nicht an. Leider kann ich Ihnen nicht zustimmen, wenn Sie behaupten: Ihre Rezepte seien in der Regel vollwertig. Sie beinhalten statt des sogenannten Weißzuckers zum Beispiel Ahornsirup, Vollrohrzucker und so weiter. Auch diese Süßungsmittel sind keine natürlichen Produkte, weil sie in der Fabrik viele Verarbeitungsschritte durchlaufen. Sie sind ein so genanntes Isolat und gehören ebenso wenig wie der weiße Zucker zur vollwertigen Ernährung, weil sie Mitverursacher vieler ernährungsbedingter Krankheiten sind und die Vollwerternährung empfindlich stören. Nur kalt geschleuderter Imkerhonig ist ein natürliches Lebensmittel. Aber auch er sollte nur in kleinen Mengen verzehrt werden – um Karies zu vermeiden.
K. Wende, Gesundheitsberaterin, Soes

 

S&K 3/2005

Was der Leser will
Nicht nur den Vollwertköstler bedienen

Ich bin davon überzeugt, dass es ein sehr verständiges und wissendes Team und starken Charakter verlangt, Ihre Zeitschrift nach den in Ihrem Editorial zum Ausdruck gebrachten Grundsätzen inhaltlich zu gestalten. Bisher fand ich das weitgehend durch den Inhalt von Schrot und Korn bestätigt. Sie dürfen es gerne als Kompliment auffassen, dass ich als ehemaliger Chefredakteur der Zeitschrift „Naturarzt“ Ihre Zeitschrift schätze und gerne weiterempfehle, denn für eine Kundenzeitschrift beweisen Sie eine anerkennende redaktionelle Unabhängigkeit.

Verständlich, dass Sie nicht allein den gesundheitsbewussten „Vollwertköstler“ bedienen können, der den Grundsatz von Professor Werner Kollath „Lasst unsere Nahrung so natürlich wie möglich“ in Ihrer Zeitschrift realisiert sehen möchte. Sie müssen auch die Leser bedienen, die, als ehemals konventionelle „Zivilisationsköstler“ auf „Bio“ umgestiegen, noch lernen müssen, worauf es bei gesundheitsorientierter Vollwertkost ankommt. Deshalb füttern diese Neueinsteiger ihre Babys vorläufig weiterhin aus Gläschen, nur dass jetzt „Bio“ draufsteht.

Wollen Sie Ihren Lesern dienen, dann kommen Sie nicht daran vorbei, die Schritte von der Zivilisationskost über die Vollwertkost zur Gesundkost/Heilkost mit ihren Unterschieden aufzuzeigen.

Die Leser, die aus Ihrer Zeitschrift so viel lernen, dass sie die Zutaten für ihre Mahlzeiten gesundheitsorientiert auswählen, mit Genuss verzehren und dabei körperliche Beschwerden verlieren, werden es Ihnen mit Treue danken.

Diese fortgeschrittene Lesergruppe sieht das Abgleiten der „Naturkost“-Branche zu immer mehr industriell „veredelten“ Fertigprodukten sehr kritisch, denn diese Kunden wissen, „das Gesundheitssortiment im Naturkostladen ist die Frischkost“. Schließlich aber steuern die Verbraucher mit ihren Käufen die Entwicklung der Sortimente. Hierbei das Wissen für das Für und Wider zu vermitteln, sehe ich als Teil des redaktionellen Konzepts Ihrer Zeitschrift.

I.F. Rittmeyer,
ehemaliger Chefredakteur der Zeitschrift Naturarzt, Rackwitz

8/2004, Naturmode
Keine Seide ohne Leiden

Organische Seide mag den Vorteil haben, keine chemischen Rückstände aufzuweisen, doch wird sie auf die gleiche qualvolle Weise gewonnen wie jede andere Seide – nämlich durch Verbrühen von Millionen Raupen. Nur so erhält man den Ausgangsstoff, die Puppenkokons. Doch lässt sich das Produzieren eines Luxusprodukts mit millionenfachem Töten rechtfertigen – auchwenn es „nur“ Insekten sind? Meiner Meinung nach sollte auch die Ethik bei der Produktion von Naturwaren eine Rolle spielen und nicht nur der Verzicht auf chemische Dünger und Spritzmittel.

M. Meyn, Hamburg

Lob in aller Kürze
Schrot&Korn spaßig

Es macht immer wieder Spaß, Ihre Zeitschrift zu lesen und die Rätsel zu lösen.

C. Michaelsen, Coburg

12/04, Mobil sein
Korrigierter CO2-Ausstoß

Die CO2- Produktion des Familienflugs nach Gran Canaria beträgt nicht sechs Tonnen, sondern etwa 2,6 Tonnen. Verkehrsflugzeuge verbrauchen laut Lufthansa etwa vier Liter Treibstoff je verkauftem Sitz und 100 Kilometer. Diese Zahl kann man überschlägig an den Triebwerks- und Flugzeugdaten nachrechnen.

Flugzeuge sind übrigens die einzigen Verkehrsmittel, deren Verbrauch je Kilometer nicht von der Geschwindigkeit abhängt, solange sie nicht schneller als 80 Prozent der Schallgeschwindigkeit fliegen. Sie weichen in die dünnere Luft der Höhe aus.

Dipl.-Ing. A. Quast, Bevenrode

12/04, Wolfgang Niedecken
Seelennahrung Sprache

Das hätte ich nicht gedacht, dass in Ihrem Heft, das ich so gerne lese, Fäkalausdrücke veröffentlicht werden. Dieser Herr Niedecken sollte auch in sprachlicher Hinsicht seinem Kind ein Vorbild sein und nicht diese Primitivsprache verwenden. Sein Kind wird ihm bestimmt eines Tages dafür dankbar sein, denn Sprache ist Nahrung für die Seele.

E. Schmider, Offenburg

Schrot&Korn-Kritik von der Insel
Best Wishes

Nach wie vor freue ich mich jeden Monat, Schrot&Korn zu lesen: Gute Arbeit und viel positive Leidenschaft ist zu erkennen.

A.Will, Egham, Surrey/England

9/04, Babyalarm
Für eine menschenwürdige Welt!

Am besten hat mir in der September-Ausgabe der Artikel „Babys aufgepasst!“ gefallen. Er rührt nämlich an einem Grundübel unserer derzeitigen Zivilisation: dem Umsatzdenken. Es zahlt sich eben für bestimmte Leute sehr gut aus, Dinge zu produzieren, die unserem Planeten schaden. Das bedeutet: Den Profit machen Einzelne, die Folgen erleiden wir alle. Und die Regierungen, deren Aufgabe es wäre, zu kontrollieren und im Sinne der wirklichen Interessen der Menschen (auch zukünftiger Generationen) steuernd einzugreifen, tun dies nur in den seltensten Fällen wirklich verantwortlich. Obwohl wir als Menschheit vor sehr schwer wiegenden Entscheidungen stehen, leiten die Verantwortlichen die notwendigen Veränderungen nicht oder viel zu zaghaft ein. Es gibt eben starke Lobby-Interessen. Lieber greift der Staat in die Taschen der Ärmsten, die in diesem irren Theater keinen Platz mehr finden – oder nicht mitspielen wollen. Wie gesagt: ein kluger Artikel. Wer seine Kinder liebt, sollte doch alles dafür tun, dass sie in einer menschenwürdigen und angenehmen Welt leben können.

J. Fickel, Leipzig

10/04, Bio-Bauern
Bio-Bauern selbst Schuld

Bio-Bauern ginge es besser, wenn sie sich auf mehrere Standbeine stellten:

  • Ferienwohnungen oder Camping
  • Hofverkauf (im Austausch aller nachbarlichen Bio-Bauern)
  • Pony-Hof statt Rinderhaltung

D. Hankel, Fürth

 

S&K 2/2005

11/2004 Spezial „Tierhaltung“
Vergiftet durch Jod

Heute hielt ich zum ersten Mal Ihre interessante und informative Zeitschrift „Schrot&Korn“ in Händen. Dazu folgende Ergänzung: Der Nahrung von Nutztieren wird seit zehn Jahren teilweise Jod zugesetzt, und zwar in Mengen, die das 100-fache der von den Tieren benötigten Menge überschreiten. Sie leiden unter Vergiftungserscheinungen – genauso wie die Menschen, die ihr Fleisch essen.

Ich bin selbst betroffen und habe mir durch die Vergiftung eine starke Jod-Überempfindlichkeit zugezogen. Schon geringste Spuren davon führen bei mir zu Herzrasen, hohem Blutdruck, stark juckenden Hautausschlägen, entzündeten Augen und Schleimhäuten, Gelenkschmerzen, Blähungen mit krampfartigen Bauchschmerzen und blutigem Durchfall.

Natürliches Jod ist in fast allen Lebensmitteln enthalten, sodass die Futter-Jodierung also völlig unnötig ist. Jod ist außerdem ein Konservierungsmittel, für das allerdings die Deklarierungspflicht vor circa zehn Jahren aufgehoben wurde: schlechte Karten für Jod-Allergiker und Schilddrüsen-Kranke.Darüber hinaus haben seit der Einführung der Viehfutter-Jodierung etliche Krankheiten um bis zu 100 Prozent zugenommen: darunter Allergien, Lichtdermatosen und Neurodermitis. Sicher haben diese Krankheiten nicht nur eine Ursache, aber die Häufung in den letzten Jahren ist bemerkenswert.

S. Kehling, Dessau

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Zurück zu gesunder Milch

Jede Milch – auch Bio-Milch – muss laut Gesetz erhitzt werden. Meiner Meinung nach ist dies wegen der heutigen Hygienevorschriften und -Kontrollen nicht mehr nötig. Im Übrigen gehen beim Pasteurisieren und Homogenisieren viele wertvolle Vitalstoffe verloren. Es bleiben lediglich die Grundnährstoffe, Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß übrig. Und die essen wir täglich mehr, als für unsere Gesundheit gut ist. Um zu einer gesunden Milch zurückkehren zu können, müsste man das Reichsmilchgesetz von 1930 ändern.

R. Baumgärtner, Mindelheim

10/2004Spezial „Bio-Bauern“
Unkraut gegen Ungeziefer

Liebe Schrot&Korn-Redaktion, ich schreibe aus dem Urlaub. Da habe ich nämlich Zeit, Ihre immer sehr interessanten Artikel zu lesen. Sie berichten über Bio-Anbau von Möhren und schildern, wie mühselig es ist, Unkraut zu jäten. Nun erinnere ich mich an einen Besuch bei einer Bio-Bäuerin in Altweiler. Sie erzählte, dass sie Unkraut zwischen den Karotten bewusst wachsen lasse, weil die Möhrenfliege dann nicht an die Möhren herankomme. Ihre Karotten waren immer äußerst wohlschmeckend.

I. Becker, Oberwesel

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Hilfe für Bio-Bauern

Vor kurzem bin ich auf die „Effektiven Mikroorganismen“ (EM) gestoßen, habe sie ausprobiert und bin ganz begeistert davon. Die EM werden bereits seit 20 Jahren weltweit eingesetzt. Ich bin der Meinung, dass es sich für deutsche Bio-Bauern lohnen würde, EM verstärkt einzusetzen.

D. Klaus, Soest

Hinweis der Redaktion:

Die EM-Methode basiert auf „Impfungen“ des Bodens mit Mikroorganismen, um die mikrobielle Vielfalt von Böden und Pflanzen zu steigern. Forschungen haben gezeigt, dass sich dadurch Bodenqualität und -gesundheit verbessern sowie Wachstum, Ertrag und Qualität der Feldfrüchte steigern lassen.

10/04 „Grünes Gold für alle“
„Fair“ einkaufen lohnt!

Wenn viele für das besondere Wohl einiger schuften, damit aber selbst kaum das Nötigste zum Leben verdienen, dann nennt man dies wohl Ausbeutung. Wenn man nur mal bedenkt, was Bananen kosten, dann fragt man sich, was diejenigen verdienen, die dafür Sorge tragen, dass wir diese billigen Bananen erhalten. Wie können diese Menschen nur ein lebenswertes Leben führen? Deshalb: Fairer Handel – für ein lebenswertes Leben! Dafür lohnt es sich wohl, als humane Hilfe, einige Cent mehr zu bezahlen.

L. Schönmeyer, Dessau

 

S&K 1/2005

10/04: Zur Lage der Bio-Bauern
Konventionelle Maschinerie läuft

Ich war erfreut über Ihren Schwerpunktartikel „Bio-Bauern“. Insbesondere, dass Sie an dem Anspruch festhalten, der Naturkostbereich müsse noch etwas mehr bleiben (Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung, Solidarität) als nur eine Branche für ein Marktsegment und eine Konsumentenklientel. Sie warnen vor dem Einzug konventioneller Produktions- und Marktmechanismen, wenn der Druck auf die Erzeugerpreise anhält. Sie bringen selbst die skandalöse Geschichte mit der Bevorzugung südländischer Gemüseproduzenten durch Bio-Kunden und Großhändler. Wir sind doch also schon mittendrin in der konventionellen Maschinerie!

M. Sprick, Tübingen

Deprimierende Fakten

Der Artikel über Bio-Bauern hat mich sehr erstaunt. Denn 1. nahm ich an, dass nicht nur Landwirte in Entwicklungsländern dank Bio, Transfair usw. einen fairen Lohn für ihre Arbeit bekommen, sondern selbstverständlich auch die deutschen Bauern.

2. war ich schockiert über Bio-Großhändler und -Molkereien, die sich, wie man am Beispiel des Lauchs und der Milch sehen kann, in sehr gefährliche Nähe zu Aldi, Lidl und Co. begeben. Idealistisch, wie ich in mancher Hinsicht bin, hatte ich angenommen, in diesen Kreisen sei man resistent gegen solche Handelspraktiken. Auch wenn die Wahrheit deprimierend ist, ist es doch gut, dass Sie diese Fakten veröffentlichen.

Chr. Fischer, Nürnberg

Klasse

Das Spezial über die Lage der Bio-Bauern ist klasse geworden. Dickes Lob!

A. Bauer und K. Besselmann, Winden

Richtig gut.

Übrigens finde ich Schrot&Korn richtig gut. Ich freue mich schon auf die kommenden Hefte. K. Kargus, Berlin

Wie viel Frischkost brauche ich?

Die Hände als Maß

Wenn der menschliche Körper die Säuglingsphase hinter sich hat, braucht er vor allem Frischkost. Medikamente, Nahrungsmittel-Ergänzungen und so weiter sind zweitklassige Versuche, einen Ausgleich zu den Wirkungen denaturierter Produkte zu schaffen. Als einfache Regel setze ich auf folgende Erkenntnis: Fünf Hand voll Frischkost pro Person über den Tag individuell verteilt, versorgen uns optimal. Da die Handgröße im Verhältnis zur Körpergröße steht, kann die Regel von jedermann angewendet werden.

R. M. Schwabe, Heusenstamm

8/04: Zum Leserbrief
„Heuschnupfen statt Polio“

Nie geimpft

Leser Dr. R. Binkele hat Recht, wenn er zugibt, Impfungen begünstigten Allergien und dass es heute Kindern nicht mehr erlaubt wird, Fieber zu bekommen, weil man es mit Arzneien gleich „niederknüppelt“. Dabei ist Fieber unser einziges Heilmittel bei akuten Krankheiten – unterstützt durch Fasten!

Professor Dr. André M. Lwoff, Nobelpreisträger Medizin 1965, sagte bereits 1963, dass man Fieber niemals unterdrücken sollte, schon gar nicht bei Polio, denn das Virus kann sich bei 39,5°C nicht mehr vermehren und darüber geht es ohnehin ein.

Was aber tun Kinderärzte als Erstes? Fieber unterdrücken, Antibiotika geben und dergleichen: die schlimmsten und folgenreichsten Kunstfehler überhaupt! Wird Fieber unterdrückt, kann die Krankheit nicht richtig ausheilen und wird chronisch.

Im Übrigen hatte ich vor 22 Jahren drei Kinder (damals 6-jährig, 3-jährig und 11 Monate alt) gleichzeitig mit Keuchhusten zu betreuen. Die Waschmaschine war täglich im Einsatz. Ein paar Monate später hatten alle drei dann Masern und danach nie mehr irgendeine Krankheit, abgesehen von leichtem Schnupfen alle paar Jahre mal. Keines meiner Kinder, keiner meiner 16 Neffen und Nichten wurde je geimpft.

C. Welter, per E-mail

9/04: Was trinken Babys?
Blei im Leitungswasser

Im Septemberheft 2004 empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Mathilde Kersting vom „Institut für Kinderernährung“ in Dortmund, am besten für Babys sei pures Wasser aus dem Wasserhahn – und ich bin entsetzt.

Ich frage mich, ob diesen Herrschaften nicht bekannt ist, wie problematisch Bleileitungen sind. Der lapidare Hinweis darauf reicht mir da nicht: Die Stiftung Warentest hat 23 700 Wasserproben auf Schwermetalle untersucht. Und aus den Ergebnissen eine Umweltkarte zum Thema Blei im Trinkwasser erstellt. Ergebnis: In vielen Regionen Deutschlands ist das Problem noch nicht gelöst.

Das gilt besonders für Ballungsregionen Nord- und Ostdeutschlands. Hier wiesen jeweils mehr als fünf Prozent der eingesandten und analysierten Wasserproben einen Bleianteil über dem aktuell geltenden Grenzwert auf. „Stiftung Warentest online“ bietet den kostenlosen Download dieser Umweltkarte.

Brigitte Rondholz, stellvertretende Chefredakteurin „Natürlich Leben“

Kupfer im Leitungswasser

Unser Trinkwasser ist heutzutage derart mit Medikamentenrückständen und Pestiziden belastet, dass ich es einem Baby nicht ungefiltert zu trinken geben kann.

Viele Bleileitungen sind mittlerweile durch Kupferleitungen ersetzt worden – aber dadurch haben wir nur ein neues Problem geschaffen: Durch den erhöhten Kupfergehalt im Trinkwasser sind schon unzählige Kinder und auch Erwachsene erkrankt. Auch das ist nichts Neues und sollte daher Frau Dr. Kersting hinlänglich bekannt sein.

R. Beermann, Schwarzenbek

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