Leserbriefe Januar bis Juni 2006

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Leserbriefe

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S&K
6/2006

Neues Schrot&Korn
Offen und mutig! Weiter so!

Den festeren Umschlag und die bunten Rezepte finde ich gut. Die Aktuell-Seiten vorne – passt besser. Was mir als Erstes besonders auffiel waren eure Artikel über Chiquita und Landliebe. Das erschien mir neu, dass ihr so offen und mutig – große Firmen in ihren Praktiken beschreibend – nach außen geht. Aber angesichts der immer katastrophaleren Umwelt- und Wirtschaftslage finde ich es wichtig, konkrete Missstände aufzuzeigen und beim Namen zu nennen, damit der Verbraucher eine bewusste Entscheidung beim Einkauf treffen kann. Weiter so und viel Erfolg!

M. Hoffmann, Schmelz

zum selben Thema
Weniger ist mehr!

Zum neuen Layout – Ich liebe Schrot&Korn, jedoch sind mir 104 Seiten eindeutig zu viel. Man verliert die Übersicht.

S. Dennert-Steppe, Argenbühl

1/2006: Spezial „Diagnose ADHS“
„Schielen“ als Ursache

Mein Sohn (15) war seit seiner Kindergartenzeit regelrecht „therapieresistent“. Jahrelang bezahlte Nachhilfestunden brachten ebenfalls keinen Erfolg. Im Gegenteil: Der Frust und die Störattacken in der Schule wurden größer und das Selbstbewusstsein immer kleiner. Erst die Korrektion seiner Winkelfehlsichtigkeit brachte die Verbesserung auf ganzer Linie: er wurde ruhiger (auch ohne Ritalin), die Schule macht wieder Spaß und Tischtennis und Fußball sind auch wieder angesagt. Leider stellen die meisten Ärzte dieses „versteckte Schielen“ nicht fest und können daher auch nicht helfen. Betroffene Eltern finden unter www.winkelfehlsichtigkeit-koelnbonn.de weitere Infos, Rat und Hilfe.

B. Effner, Köln

zum selben Thema
Vollwert statt Industriekost

Es ist lobenswert, dass sich Schrot&Korn des Problems ADHS angenommen und dazu mehrere Beiträge veröffentlicht hat. Als Lehrer möchte ich noch ergänzend anmerken, dass sich die Situation in unseren Schulen angesichts der vielen verhaltensauffälligen Kinder viel dramatischer darstellt, als sich das Außenstehende überhaupt vorstellen können. Enttäuschend war die Behandlung des wichtigen Themas Ernährung. Erfahrungen und Studien belegen eindeutig, dass gerade die Umstellung von Industriekost auf eine vollwertige Kost ganz häufig zu einer dauerhaften, deutlichen Besserung des ADHS führt. Gesunde, verträgliche Nahrungsmittel sind geradezu die Voraussetzung dafür, dass pädagogische und psychologische Maßnahmen überhaupt anschlagen. Setzen Sie das Thema ADHS doch später noch einmal auf die Tagesordnung, wobei Sie die Ernährung als Ursache und Therapie einmal ganz in den Vordergrund stellen. Zu Ihrer Information habe ich eigene Beiträge dazu angefügt.

F.Klammrodt, Strackholth

Liebe Leserinnen und Leser,

die Beiträge von Herrn Klammrodt und weitere Leserbriefe zum Thema ADHS können Sie hier nachlesen.

Leserrezept
Knäckebrot mit Kernen

Gestern stand ich im Naturkostmarkt und erzählte von meinem Knäckebrot. Und da entstand die Idee, Ihnen das Rezept zukommen zu lassen.

210 g Mehl nach Wahl (ich nehme oft halb Schrot, halb Mehl), 210 g grobe Haferflocken, 3 TL Salz und 660 ml warmes Wasser verrühren und ca. 45 Minuten quellen lassen. Dann 210-250 g Ölsaaten (z. B. Kürbiskerne, Sesam, Leinsamen, Sonnenblumenkerne) dazugeben und unterrühren. Den Teig dünn auf mit Backpapier ausgelegte Bleche streichen (ca. 3 Bleche). Den Teig einritzen, damit man das fertige Knäcke besser brechen kann. Bei 160 °C ca. 90 Minuten backen. Viel Spaß!

T. Thomsin, Bollingstedt

4/2006: Im Regal
Kein Plastik für Bio!

Mit einigem Unbehagen beobachte ich die Entwicklung der Bio-Branche. Ich frage Sie allen Ernstes, was Plastikverpackungen, Schnellgerichte für die Mikrowelle und Einweg-PET-Flaschen mit Bio, Umweltbewusstsein und Verantwortung für unsere Umwelt zu tun haben.

Wie viel Müll wollen wir eigentlich noch herstellen und wo sollen wir denn noch hin damit? Ganz zu schweigen davon, dass mittlerweile hinlänglich bekannt ist, dass das Gros der Plastikverpackungen Stoffe an die Lebensmittel abgibt, die hormonähnliche Wirkungen haben und langfristig zu degenerativen Krankheiten führen. Gerade die Bio-Branche sollte sich doch nicht nachsagen lassen dürfen, dass auch sie mit dieser Entwicklung fleißig an dem Ast sägt, auf dem wir alle sitzen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie von Schrot&Korn als Forum, das viele erreicht, hier für mehr Bewusstsein sorgen.

J. Kraus, per E-Mail

2/2006: Spezial: Klartext Textilien
Wichtige Infos über Baumwolle

Euer Artikel über Baumwolle hat mir sehr gefallen und ich bin dankbar für die Informationen, die ich erhalten habe. Ich werde von jetzt an Baumwollprodukte und Kleider viel bewusster (und zum größten Teil) im Bioladen einkaufen.

K. Lading, Berlin

Die Leserfrage

Wo bekommen wir Hilfe bei der Umstellung unseres Schulessens auf „bio“?

Die Broschüren des Bundesprogramms ökologischer Landbau helfen hier weiter: „Mehr Bio in Schulen und Kindergärten“ und „Rahmenkriterien für das Verpflegungsangebot in Schulen“.

Bestellung unter:

Tel. 0 18 88 / 8 08 08 00 oder
publikationen@bundesregierung.de.

Die Informationskampagne „10 % Bio - Das kann jeder!“ vermittelt Hilfe für Schulen und Kitas, die ihre Küche umstellen wollen. Näheres dazu finden Sie unter www.oekolandbau.de.

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S&K
5/2006

Lebensstile
Wir haben alle zu viel Geld

Ich bekomme Harz IV. Ich lebe von 332 Euro, zahle davon mein Essen, Strom und Kleidung. Ich achte die Natur sehr. Andere, die mehr Geld haben, gehen achtlos damit um. Die Menschen haben alle zu viel Geld. Sie zerstören mehr damit, als es von Nutzen ist. Den Menschen geht es allen noch zu gut.

A. Milek, Tirschenreuth

S&K 2/06: Kinesiologie
Neurobiologie ist auch ein Aspekt

Ich vermisse den Hinweis auf das Institut für Neurobiologie nach Dr. Klinghardt – www.ink.ag. Die von dem deutschen Arzt in den USA entwickelten Methoden umfassen: die Psychokinesiologie, die autonome Regulationsdiagnostik und die Mentalfeld-Therapie.

Die Basis der neurobiologischen Arbeit ist die autonome Regulationsdiagnostik, bei der zu Beginn der Behandlung durch den Muskeltest festgestellt werden kann, ob das autonome Nervensystem regulationsfähig ist oder ob eine Blockade vorliegt.

G. Goldner, Heilpraktikerin und Dozentin für Angewandte Neurobiologie, Friedberg Stätzling

zum selben Artikel
Keine andere Heilmethode hat mir so geholfen

Mit sehr großer Freude und großem Interesse habe ich Ihren Artikel über Kinesiologie und Muskeltests gelesen. Ich bin begeistert, dass Sie diese Methode, die von der Schulmedizin (leider noch) nicht anerkannt wird, vorgestellt haben. Ich selbst habe durch die Kinesiologie erstaunliche Ergebnisse, positive Veränderungen bei mir und auch meinen Kindern erlebt und erlebe sie noch immer. Keine andere Heilmethode hat mich so weit nach vorn gebracht, unterstützt meine Heilung schneller oder meine Persönlichkeitsentwicklung, Konzentration und Leistungsfähigkeit, den Abbau von Stress und Ängsten besser, als die Kinesiologie. Ich hoffe, dass durch Ihren Artikel immer mehr Menschen Interesse an der Kinesiologie bekommen und es einfach ausprobieren. Das Kinesiologische Muskeltesten ist übrigens nicht erst vor 40 Jahren entwickelt worden: Das Muskeltesten wurde schon vor 2000 Jahren von Hippokrates genutzt. 

P. Hauser per E-Mail

S&K 1/06: Kinder mit ADHS
Vorsicht Ritalin!

Zwei meiner drei Kinder leiden unter ADHS beziehungsweise ADS, daher kenne ich die Probleme, die damit zusammenhängen sehr genau.

Um dieser Fehlsteuerung im Gehirn zu begegnen habe ich an meinen Kindern diverse Mittel ausprobiert – von Vollwertkost über Vermeidung von allergieauslösenden Nahrungsmitteln bis hin zu Algenpräparaten. Diese Maßnahmen brachten zum Teil kurzen Erfolg, halfen jedoch nicht auf Dauer. Ich war kurz davor das Medikament Ritalin zu versuchen, da bekam ich zwei Hinweise:

1. Methylphenidat – der Wirkstoff der Ritalin zugrunde liegt – wird nachgesagt, er verhindere, dass sich bestimmte Gehirnbereiche des Kindes weiterentwickeln. Das Gehirn/der Patient wird abhängig und benötigt immer größere Dosen.

2. Bei jedem Neugeborenen wird der sogenannte AGPA-Test durchgeführt, bei dem man bestimmte Reflexe testet. Ein Mensch behält diese Reflexe jedoch nicht sein Leben lang bei, sondern baut sie in willentliche Handlungen um. Bei manchen Menschen findet dieser Umbau jedoch nicht statt, was dann zu ADS, Legasthenie und ähnlichem führen kann.

Und man kann ADS/ADHS dennoch behandeln! Unter fachmännischer Anleitung lernen Kinder und ihre Eltern Übungen, die – gewissenhaft durchgeführt – Erfolg versprechen. Bei uns hat es geholfen und es hilft noch. Besonders die Lehrer meines Jüngsten (11) sind von seiner Entwicklung beeindruckt.

Folgendes Buch kann ich in diesem Zusammenhang empfehlen: „Flügel und Wurzeln“ von Dorothea Beigel. Außerdem möchte ich auf eine Liste von Krankengymnasten aufmerksam machen, die auf neurophysiologischer Grundlage behandeln. Sie ist zu finden unter

www.paepki.de und www.inpp.de.

K. Schwanitz, Steinbach

zu einem Leserbrief aus S&K 11/05:
Fleischlos seit 2000 Jahren

S. Hils schreibt, sie habe dank S&K einen fleischlosen Tag pro Woche eingeführt. Das finde ich super. Doch braucht man dazu ein Lebensmittelmagazin? Die katholische Kirche, die es seit 2000 Jahren gibt, sieht dies für jeden Freitag vor.

R. Schmalz, Dillingen

S&K 2/06: Kleider aus Furcht und Tränen
Nur die Spitze des Eisberges

Der Artikel ist wichtig und gut. Was mir fehlt, ist ein Hinweis auf Oxfam, die sich intensiv mit der Ausbeutung von Frauen in der Textilindustrie befassen und auf den Shop der deutschen Welthungerhilfe, die in eigenen Projekten fertigen lassen: www.oxfam.de und www.dw-shop.de.

Was auch nicht vergessen werden darf: Die Textilherstellung ist nur die Spitze des Eisbergs! Ob Spielzeug, Werkzeug, Batterien, eigentlich in jedem Bereich, werden Billigstprodukte von Kindern, Frauen und Männern in der Dritten Welt unter unerträglichen Arbeitsbedingungen gefertigt. In China gibt es zum Beispiel jeden Tag über 100 tödliche Arbeitsunfälle! Auch hier ist Tschibo/TCM mit all dem Klöterkram vom Haarfön für 3,95 Euro bis zum Tupper-Imitat für 90 Cent stark vertreten. Auch mit dem Kauf von Billigwerkzeugen bei Aldi/Lidl/Penny beteiligt man sich an der Ausbeutung der Menschen dort. T. Fried, Geschendorf

Dossier: Gentechnik 2
Argumente gegen Gentechnik

Bei Ihren „10 Gründen gegen Genfood“ fehlt mir ein weiterer sehr wichtiger: Sollte der Anbau von genmanipulierten Pflanzen weiter zunehmen, gerät letztendlich die gesamte Landwirtschaft weltweit in Abhängigkeit von wenigen Großkonzernen. Damit verbunden ist der Verlust des Wissens um das traditionelle Saatgut und dessen Vielfalt. Abhängigkeit ist das Gegenteil von Unabhängigkeit und Freiheit. Ich finde, Sie sollten diesen Aspekt wesentlich eindringlicher herausheben.

A. Nafziger, per E-Mail

Aktion „Gendreck weg!“
Gewalt ist keine Lösung

Die Zerstörung eines Maisfeldes ist erstens Sachbeschädigung und zweitens eine dumme, militante und intolerante Aktion. Leute, die sich wie diese Aktivisten verhalten tragen nicht dazu bei, ökologisches und tolerantes Gedankengut zu verbreiten. Im Gegenteil, sie erweisen der Öko-Szene einen Bärendienst. Diese Leute sollten es doch jedem Bürger selbst überlassen, ob er Gentechnik will oder nicht. Von einem „Durchdrücken gegen den Willen der Menschen“ durch die Politik kann keine Rede sein. Gewalt jedenfalls kann nie eine Lösung in einem Konflikt sein.

S. Kremer, Mainz

Leserfrage

„Was bedeutet eigentlich die Nummer auf den Mehlverpackungen?“

Die so genannte Mehltype kennzeichnet den Gehalt an Mineralstoffen in Milligramm pro 100 Gramm Mehltrockensubstanz. Je niedriger die Type, desto weniger mineralstoffhaltige Randschichten des Korns sind enthalten. 100 Gramm Weizenmehl der Type 1050 enthalten zum Beispiel 1050 Milligramm Mineralstoffe, während es bei Type 405 nur 405 Milligramm pro 100 Gramm sind. Für Vollkornmehl und -schrot gibt es keine Typenbezeichnung, da hierin das ganze Korn enthalten sein muss. Das heißt: Der Mineralstoffgehalt ist eben so hoch, wie er im ganzen Korn war.

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S&K
4/2006

S&K 12/05: Elektrosmog
Weitere Strahlenquelle

Eine weitere Strahlenquelle in der Wohnung kann der Kabelanschluss darstellen. Eine Belastung besteht dann, wenn an der Steckdose Anschlüsse nicht mit einem Gerät, Radio oder Fernseher, verbunden sind. Der mittlere Stift an den Anschlussbuchsen der Steckdosen kann bei Nichtanschluss erheblich in den Raum abstrahlen. Freie Anschlüsse sollten daher mit einem Widerstand abgeschlossen sein. Er verhindert, dass Energie abgestrahlt wird.

Als ich den einen freien Anschlussplatz bei mir mit einem Abschlusswiderstand versah, waren die vorher besonders in der Nacht aufgetretenen Symptome wie plötzlicher Blutdruckabfall mit Angstzuständen und Herzrasen schlagartig weg.

U. Neef, Plauen

Gründe gegen Gentechnik
Bedenken eines Arztes

Zunächst die Frage: Wem nützt die Agro-Gentechnik – wem nicht? Den Hunger aus der Welt schaffen wird sie nicht, den geplagten hiesigen Bauern einen Zauberweg der Existenz aufzeigen auch nicht. Hingegen wird sie die wenigen internationalen Agro-Konzerne noch reicher machen, die nicht nur das veränderte Saatgut, sondern auch die passenden „Mittelchen“ zur Schädlingsbekämpfung monopolistisch herstellen und verkaufen. Die fünf großen Saatguthersteller werden den Markt dominieren. Wahlfreiheit passé! Zweitens – Als Mediziner frage ich mit Blick zum Beispiel auf meine Allergiepatienten: Womit ist es begründbar, dass aus kommerziellen Gründen überstürzt mit Agro-Gentechnik gearbeitet werden soll und Bedenken lächerlich gemacht werden? Die genaue Wirkung der Mechanismen, mit denen bei Pflanzen und Tieren das Erbgut verändert wird, ist noch unklar. Und damit auch die Folgen.

Dr. med. B. Görgler, Stuttgart

S&K 12/05: Vollkorngebäck
Schmeckt voll und ganz

Zu Ihrer Notiz, Kuchen und Plätzchen seien besser nicht aus vollem Korn zu backen, kann ich nur sagen: Zum einen wurde es traditionell so nicht gehalten und es ist auch nicht so! Vollkorngebäck schmeckt voll und ganz.

G.M. Friedriszik, Dortmund

S&K 12/05: Anders Reisen
Anders reisen, anders verhalten

Sie suggerieren, der klimaneutrale Urlaubsflug sei möglich. Nach diversen ökologischen Mätzchen in der Vergangenheit, wie dem „Umweltgroschen“ und „Bäumchen pflanzen“, hilft offensichtlich nur noch das Anpreisen von Wundern, um einem sensibilisierten Publikum Fernreisen verkaufen zu können. Fakt bleibt: Eine Flugreise verschlingt eine Unmenge Energie. Und sie setzt viele Schadstoffe frei. Zudem frisst sie Landschaft und hat soziale Folgen. Anders reisen heißt für mich noch immer, sich anders zu verhalten, als es im Trend liegt. Wenn es ökologisch und sozial nicht anders machbar ist, muss, wer sein Gewissen auch in den schönsten Wochen des Jahres nicht unnötig mit Verdrängungsarbeit belasten will, ohne Flieger auskommen. Und da gibt es ja im Nahbereich, in fast ganz Europa, jede Menge attraktive Möglichkeiten. So mancher Anbieter des zitierten „Forum anders Reisen“ hat dafür viele schöne Beispiele, die ökologisch verträglich ohne Flugzeug auskommen.

M. Reuther, München

Warenangebot im Naturkostladen
Karotten nicht vorwaschen

Immer wieder bietet der Naturkosthandel Karotten gewaschen an. Angeblich wird das so verlangt. Fakt ist, Karotten sollte man unmittelbar nach dem Waschen verbrauchen. (Anmerk. d. Red.: Karotten sind ungewaschen länger haltbar. Die Qualitätsnorm für Möhren schreibt jedoch vor, dass sie frei von Erdklumpen sein müssen.) Hier ist das Personal im Naturkostladen gefragt. Denn das Ganze ist ein Aufklärungsproblem.

H. Zimmermann, Coburg

Missverständnis

S&K 03/06, Seite 50, Streuobstwiese

Wir schrieben, konventionell hergestellte Produkte von Streuobstwiesen dürfen als „Bio“ verkauft werden, weil die Wiesen wichtig für den Naturschutz sind. Fakt ist: BNN-kontrollierte Bioläden dürfen konventionell erzeugten Apfelwein, Saft und Cidre von Streuobstwiesen führen. Voraussetzung: 1. Kennzeichnung als konventionelles Produkt; 2. Angebot des entsprechenden Produkts in Bio-Qualität.

 


S&K
3/2006

9/2005: Saatgutpraxis im Irak 
Kolonialismus alten Stils

Den Beitrag von Leo Frühschütz über US-Hilfslieferungen mit patentiertem Saatgut finde ich äußerst wichtig. Wenn ich dann höre, dass amerikanische und britische Firmen Öllieferungsverträge mit dem Irak abgeschlossen haben, dann habe ich dafür nur eine Bezeichnung: Kolonialismus im alten Stil.

A. Schwarzenböck, Aschau a. Inn

12/2005: Spezial „Anders reisen“
Anders „Anders reisen“

Alternativer Urlaub heißt für mich und meine Familie zum Beispiel Urlaub auf dem Bio-Bauernhof in 400 Kilometer Entfernung. Dorthin können wir bequem mit der Bahn reisen und ersparen uns das Problem flugbedingter CO2-Emissionen. Auch in einer mitteleuropäischen Ferienregion kann ich vom Alltag abschalten und Neues entdecken.

Beim Urlaub auf dem Bauernhof in strukturschwachen Bergregionen leiste ich auch einen Beitrag zur Existenzsicherung der Landwirtschaft und damit zum Erhalt wertvoller Naturlandschaften. Schade, dass Sie in ihrem „Spezial“ anders reisen nur in Verbindung mit Übersee-Tourismus dargestellt haben. Es geht auch anders.

A. Quartier, Bad Krozingen

12/2005: Neuer Verbraucherschutzminister
Bock zum Gärtner gemacht

Im Hinblick auf den Verbraucherschutz wurde mit Seehofer der Bock zum Gärtner gemacht. Als Gesundheitsminister hat er verhindert, dass rechtzeitig Schutzmaßnahmen gegen BSE ergriffen wurden. So wurde Rinderhirn in der Schweiz bereits 1990 verboten, in Deutschland erst ab September 2000. Den beiden deutschen BSE-Sachverständigen (für die WHO), die in Brüssel eindringlich vor der Gefahr warnten, erteilte er in unverantwortlicher Weise Maulkörbe. Es muss erwartet werden, dass er ausschließlich als Lobbyist für den Handel auftreten wird; das überfällige Verbraucherinformationsgesetz rückt mit ihm in weite Ferne. Bürger, wehrt euch vernehmlich!

Dr. K. Köster-Lösche, Süderlügum

S&K 11/2005: zum „Spezial“ Nahrungsergänzungsmittel (NEM)
Die Ursachen von Mangelerscheinungen

Ich muss N. Fanin energisch widersprechen. Darin wird behauptet, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Mikronährstoffe etc. seien heute in der Nahrung generell vermindert, daher seien NEM ein absolutes Muss. Aus meiner langjährigen Erfahrung kenne ich andere Ursachen von Mangelerscheinungen, als da wären:

1. konventioneller Obst- und Gemüseanbau (starke Verminderung von Vitaminen, Mineralstoffen etc. durch ausgelaugte Böden im Gegensatz zu biologischem Anbau).

2. Mikrowellenherde („fressen“ bis zu 80 Prozent der Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, etc.).

3. Ein hoher Zucker- (Vitamin-B-Mangel), Kaffee- und Schwarztee-Konsum (Mineralstoffmangel, vor allem Kalzium und Magnesium), insgesamt eine falsche Ernährungsweise (Weißmehl, Weißzucker, leere Kohlenhydrate).

4. Ein schlecht funktionierender Darm, sodass Vitamine, Mineralstoffe, Mikronährstoffe etc. nicht richtig verwertet werden können. Und da die Ursachen selten erkannt noch behoben werden, wird das Märchen, jeder brauche einfach NEM, aufrecht erhalten. Den einzigen Nutzen daraus ziehen die Geldbeutel der Hersteller.

M. Scholz, Bad Bocklet

zum selben Thema
Bio-Obst Kontra Pillen

Was muss wohl passiert sein, dass von 1985 bis 1996 der Vitamingehalt von Obst so rapide abnahm. Das Aufkommen der Nahrungsergänzungsmittel in dieser Zeit steht also in reziprokem Verhältnis zum Abfallen des Vitamingehaltes im Obst! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wer einfache Lebensmittel aus biologisch-dynamischen Anbau verzehrt, braucht keine Pillen. Geschäfte mit der Unwissenheit der Bevölkerung sind unmoralisch.

D. Dahl, Bruchsal

11/2005: „Spezial“ Grüne Geldanlagen
Kein Wachstum, keine Anlagen

Sie spielen auf Lösungen für das Wachstumsproblem an. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Wachstum (und all den sich daraus ergebenden Nebenwirkungen, wenn es ausbleibt) und den Anlagen – egal ob diese ökologische oder konventionelle sind. Beide werden in Prozentzahlen angegeben und sollen möglichst hoch sein. Sie wachsen exponentiell, also in Richtung unendlich! Das kann nicht gutgehen, denn unendliches Wachstum ist in einer endlichen Welt schlicht und einfach unmöglich. Wachstum schafft eben nicht nur keine Arbeitsplätze wie im Interview zur GLS-Bank richtig festgestellt wird. Wachstum kann es darüber hinaus in einem gesättigten Markt wie unserem kaum noch geben, ganz abgesehen davon, dass es ökologisch so wie im Hinblick auf die Ressourcen unsinnig ist.

J. Hakenes, Leipzig

zum selben Thema
Nachhaltigkeit und Marktwirtschaft

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist seit Jahren zu einer werbewirksamen Worthülse erstarrt. Werbewirksam deshalb, da er sich mit beliebigen Bedeutungen ausfüllen lässt. Man sollte sich daher gut überlegen, ob man Konzerne wie Bayer, BP oder Pfizer, die „Nachhaltigkeit“ markttechnisch entsprechend der Angebot-und-Nachfrage-Strategien vermarkten, unterstützen möchte.

J. Lefarth, Essen

Die Leser-Anfrage

Drahtlos glücklich

In Schrot&Korn 12/2005 geben wir Tipps für weniger Strahlenbelastung im Haus. Wir nennen ein DECT-Telefon, das zumindest nicht strahlt, solange das Mobilteil in der Basisstation steckt. Zahlreiche Leser möchten wissen, wo dieses Telefon zu beziehen ist.

Hier die Adresse:

ES-Nord, Herwig Borr
Viereck 11, 22607 Hamburg
Tel 0 40 / 82 29 43 61
Fax 0 40 / 82 29 43 62
E-Mail: info@esnord.de
www.esnord.de

Eine Abbildung findet sich unter:

www.esnord.de/dect-telefon.htm

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S&K
2/2006

11/2005: Grünes Geld
Jeder kann die Wende fördern

Sieben auf einen Streich – im Märchen war es das tapfere Schneiderlein. Es hat durch seine Schlauheit die Riesen in die Flucht geschlagen! Heute kann jeder ein tapferes Schneiderlein sein. Und es ist so einfach.

Jeder kann frei entscheiden, wo er einkauft und somit auch, wohin er sein Geld trägt. Dies entscheidet, was das Geld dann weiter alles macht. Kaufe ich Naturwaren ein, bewege ich mich in einem Kreislauf, der allgemein gesundend wirkt: Zuallererst kommt dieses Prinzip der eigenen Gesundheit zugute – auch der seelisch-geistigen. Die Gesundheit der Umwelt wird so ebenfalls erhalten. Durch die Wahl des Stromanbieters kann ich bestimmen, wie Energie gewonnen wird. Die Ausrichtung auf ökologische Lebenshaltung schafft Arbeitsplätze. Die Geldwirtschaft wird vom ökologischen Bereich her ebenfalls gesundet. Kurzum: Wir entscheiden mit, wie es in unserer Gesellschaft weitergeht und was sich ausbreitet.

B. Wagner, Dortmund

11/2005: Schrot&Korn-Jubiläum
Pionierzeit noch zu spüren

20 Jahre ist eine lange Zeit, in der Ihr sehr fruchtbringende Arbeit geleistet habt. Schrot&Korn hat mich in all diesen Jahren in meiner Tätigkeit als Naturkostladnerin und auch privat begleitet. Dafür bin ich dankbar. Selbst wenn unsere Branche in den letzten Jahren starke Veränderungen erlebt und mitgestaltet, so habe ich in den Euch erbrachten Glückwünschen, doch auch noch den Geist und die Verbundenheit aus der Pionierzeit wahrgenommen.

M. Hoffmann, Schmelz

zum selben Artikel
Der Erfolg von S&K

Als Ihr Leser glaube ich zu wissen, was der Grund Ihres Erfolges ist: Sie haben der Versuchung widerstanden, aus Ihren Grundüberzeugungen eine Ideologie oder Ersatzreligion zu machen – meines Erachtens ein ebenso großes Hindernis zur Durchsetzung ökologischer Vernunft wie Tradition und Wirtschaftsinteressen.

H.-D. Zinnäcker, Tettnang

9/2005: „Schmerz lass nach!“
Hilft gegen Dauerschmerz

Bei Ihrer Vorstellung verschiedener Methoden, die gegen Schmerzen heilen, habe ich die Alexander-Technik vermisst. Seit rund 100 Jahren bewährt sie sich bei der Bewältigung von chronischen Schmerzen, die oft auf einem schlechten Gebrauch des ganzen Körpers beruhen. Das Erkennen der eigenen Bewegungsmuster und die bewusste Veränderung dieser Gewohnheiten mit der Unterstützung eines Lehrers führt zu einem nachhaltigen Abbau von Muskelspannungen. Daraus ergibt sich die Wiederherstellung der natürlichen Koordination. Dies führt dazu, dass Schmerzen deutlich nachlassen oder sogar völlig verschwinden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage der Gesellschaft der Lehrerinnen der Alexander-Technik (G.L.A.T.):
www.alexander-technik.info

T. Fay, Frankfurt

9/2005: Auf Glücksuche
Totentrompeten sind schmackhaft

Ich kenne mich mit Pilzen nicht sonderlich gut aus und würde es auch im Leben nicht wagen, mit einem Pilzbuch bewaffnet auf die Suche zu gehen. Einen Pilz allerdings – gesucht unter der Anleitung von Pilzkennern – könnte ich jederzeit wiedererkennen: die Totentrompete, ein äußerst schmackhafter Speisepilz. Er lässt sich frisch verwenden, aber auch gut trocknen und hält sich dann lange. Er macht mit etwas Knoblauch angebraten aus jedem einfachen Rührei eine Delikatesse. Vielleicht sollte die Autorin ihr Bestimmungsbuch doch wieder aus dem Müll holen? Ansonsten Dank für den lustigen Artikel!

K. Peskes-Wagner, per E-Mail

 

S&K 1/2006

Finanzierbarkeit von „Bio“
Bio bezahlen, kein Problem

Vor einigen Jahren habe ich einen interessanten Artikel gelesen. Darin wurde dargestellt, dass Leute, die sich biologisch ernähren, nicht unbedingt mehr für Lebenshaltung ausgeben als andere, weil sie ein anderes Konsumverhalten an den Tag legen, zum Beispiel weniger auswärts essen gehen und weniger für Genussmittel ausgeben. Ich kann dies nur bestätigen. Trotz eines sehr geringen Einkommens habe ich keine Probleme, mich „bio“ zu ernähren, bin mir aber auch bewusst, was und wen ich durch meinen Einkauf unterstütze. Dafür kaufe ich Kleidung auf dem Flohmarkt und brauche kein Auto. Für Familien mit Kindern ist dies sicher schwieriger, aber auch zum Teil machbar.

Ich habe sechs Jahre in Irland gelebt und bin mir bewusst, dass in Deutschland Lebensmittel im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern extrem billig sind. Trotzdem jammern die Leute immer noch über den Preis.

D. Zeyn, Geesthacht

11/2005: Editorial – Volle Kraft in die Zukunft
„Wachstum ist keine Lösung“

Endlich mal ein Text, der tief in mir klingt. Entsprechendes vermisse ich oft in Gesprächen mit Herstellern, Großhändlern und anderen Bioläden.

A. Richelshagen, Köln

8/2005: Haustierhaltung
Auch Hundekot ist ein Thema

Ich habe noch nie bei derartigen Artikeln einen Hinweis auf die erforderliche Beseitigung der Hinterlassenschaften der Hunde gelesen. Da sich die Mehrheit der Hundehalter nicht dafür zuständig fühlt, finde ich es toll, dass mal jemand auf diese Problematik hinweist. Füttern, Streicheln, Gassi gehen – dazu sind Hundehalter noch bereit, aber dann ist für viele Schluss. Zum Leidwesen der Allgemeinheit!

M. Erber, Hohenschäftlarn

9/2005: Das Wichtige und das Schreckliche
Was im Leben zählt

Das war eines der besten Editorials, die ich seit Jahren gelesen habe. Terror, der sich in den Vordergrund drängt, lenkt unsere Aufmerksamkeit vom Wichtigen ab. Das gilt sicher auch für den Meinungsterror vor und zwischen Wahlen, für das mediale Aufblasen von Nebensächlichkeiten. Als gemeinsamer Nenner für alle, die noch gerne leben, bleibt die Hinwendung zum Wichtigen: gesunde Ernährung, sauberes Wasser, eine giftfreie und nicht verstrahlte Umwelt, Mitgefühl und eine durchdringende Einsicht, die jede/r selbst entwickeln muss, weil sie nicht zu den Bildungsprogrammen gehört.

R. M. Schwabe, Heusenstamm

zum selben Thema
Zweifel an EU-Verfassung

Ich stimme zu: es gibt wichtige und weniger wichtige Nachrichten und die weniger sensationellen aber wichtigen Informationen kommen in den Medien häufig zu kurz. Die EU-Verfassung gehört zweifellos zu den wichtigen Themen. Ich war jedoch entsetzt, dass sich Herr Fütterer für die EU-Verfassung ausspricht. Obwohl ich mich intensiv mit der Verfassung auseinander gesetzt habe, vermag ich nicht wirklich zu sagen, welche Folgen sie hätte. Die Experten von Attac jedoch sind der Meinung, dass sie Europa nicht sozialer macht. Im Gegenteil: Die Verfassung räumt überall der Wirtschaft die Vorfahrt ein, wobei soziale Rechte und die Umwelt in der Regel auf der Strecke bleiben.

Natürlich kann man es glauben, wenn Herr Schröder sagt, die Verfassung mache Europa sozialer. Aber ein bisschen mehr Information gehört zu einer wirksamen demokratischen Kontrolle unserer Politiker schon dazu.

Wichtig ist es eben auch, Nachrichten (gerade die wichtigen) kritisch zu hinterfragen und sich abseits der Mainstream-Medien zu informieren, zum Beispiel auf www.attac.de.

J. Klaubert, Bonn

Die Leserfrage

Was bedeutet „rechtsdrehend“ und „linksdrehend“ bei Joghurt?

S. Bröcker, Bremen

Antwort des Leserservice

Mit „links-“ beziehungsweise „rechtsdrehend“ wird die räumliche Struktur der Milchsäure-Moleküle beschrieben. Man kann den Unterschied nicht sehen oder schmecken, aber physikalisch ermitteln. Schickt man zum Beispiel polarisiertes Licht durch rechtsdrehende Milchsäure, wird es im Uhrzeigersinn abgelenkt. Übrigens gilt rechtsdrehende Milchsäure als leichter verdaulich.

Diskussion erwünscht

Uns erreichen viele Briefe, die wir leider nicht alle abdrucken können – oder nicht in ganzer Länge. Darunter sind Meinungen und Behauptungen, die wir nicht alle teilen oder überprüfen. Wenn Sie Anmerkungen haben, schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf spannende Diskussionen.

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