Tieren eine Stimme geben (Tierschutzjugend)

200901Dez

tierschutz1Hühner, Hunde, Katzen, Vögel, Pferde … Die Tierschutzjugend setzt sich für alle Tiere ein. Und das ist auch notwendig, solange es Massentierhaltung, Tierversuche und Pelze gibt. Macht mit! Wir freuen uns über Unterstützung.

Wer wir sind

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Wir, die Tierschutzjugend des Deutschen Tierschutzbundes, setzen uns aktiv für Tiere ein – für Tiere zu Hause und in der Landwirtschaft ebenso wie für Tiere in der freien Natur, im Zoo und Zirkus. Unser Motto: Tierschutz geht uns alle an – jeder kann etwas tun!

Wir demonstrieren für eine bessere Haltung von Legehennen oder gegen Pelzmode und qualvolle Tierversuche. Wir organisieren Unterschriftenaktionen und Wettbewerbe, beispielsweise zur richtigen Haltung von Tieren zu Hause.

Jugendgruppen gibt es in vielen der über 700 Tierschutzvereine, die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen sind. Adressen und Aktionstipps stehen unter www.jugendtierschutz.de. Dort könnt ihr übrigens auch eigene Tierfilm-Beiträge veröffentlichen. Klickt einfach mal rein.

Kein Ei aus Quälerei

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„Die Bärenbande“ aus Dortmund demonstriert gegen Pelztierhandel.

In Deutschland werden knapp 32 Millionen Legehennen gehalten, davon fristen 62 Prozent ihr Leben in Käfigen. Seit 2009 müssen die Käfige zwar etwas größer als zuvor sein. Doch auch 890 cm² Platz pro Tier – das entspricht der Fläche eines Aktendeckels – reichen nicht aus. In drangvoller Enge können sich die Hennen kaum bewegen und entwickeln Verhaltensstörungen.

Ihr kauft nur Bio-Eier? Das ist ein wichtiger Schritt. Doch wie sieht es bei Nudeln, Keksen oder Süßigkeiten aus? Die meisten Käfig-Eier werden für Fertigprodukte verwendet. Sind diese nicht mit einem Bio-Siegel gekennzeichnet, stammen die Eier darin sehr wahrscheinlich aus der Käfighaltung.

Wir protestieren gegen die Käfighaltung und haben mittlerweile erreicht, dass einige Firmen für Fertigprodukte zumindest Eier aus Bodenhaltung verwenden und dies auch kennzeichnen. Mehr Infos zu diesem Thema gibt es auf unserer Homepage.

Ausgezeichnet

Glückwunsch Sarah Selmair (20) und Maximilian Simon (19). Ihr habt dieses Jahr den Jugendtierschutzpreis* gewonnen. Warum engagiert ihr euch?

Sarah: Ich hatte das Gefühl, einfach was tun zu wollen und helfen zu müssen.

Max: Ich bin mit Tierschutz aufgewachsen. Irgendwann habe ich selbst Jugendgruppen geleitet und gemerkt, wie viel Spaß mir das macht.

Ist Tierschutz im Freundeskreis oder in der Schule ein Thema?

Max: Wenn ich eine Freistellung der Schule benötige, ist der Direktor immer hilfsbereit. Auch meine Freunde finden es toll. Dies ist mir wichtig, da ich viel Zeit investiere.

Sarah: Man diskutiert auch im Freundeskreis über Themen wie Tiertransporte. Ich werde oft um Rat gebeten und merke, dass ich mittlerweile viele Hintergrundinformationen habe.

Ist es auch eine berufliche Perspektive?

Max: Nach dem Abitur möchte ich gern in den Zolldienst. Da spielt Artenschutz eine wichtige Rolle, sodass ein Teil meines Hobbys auch in den Beruf einfließt. *www.jugendtierschutz.de/2031.html

Nein zu Pelzen

Mit dem Winter kehrt regelmäßig ein großes Tierschutzproblem in unsere Kaufhäuser zurück: Nicht wenige Modehersteller verwenden echte Pelze in ihren Kollektionen, zum Beispiel als unauffällige Aufnäher. Viele Käufer ahnen nicht, dass diese „trendigen“ Waren von Tieren stammen, die dafür wegen ihres schönen Felles leiden mussten. Auch in Deutschland fristen Nerze ihr Leben in winzigen Drahtkäfigen auf Pelztierfarmen. Das ist Tierquälerei. Jeder kann dazu beitragen, die Situation der Tiere zu verbessern. Wir, die Käufer, haben die Macht. Deshalb: Genau hinschauen und Pelze sowie Kleidung mit Pelzen liegen lassen. Eine Liste mit Modehäusern, die ohne Pelze auskommen, findet ihr unter www.jugendtierschutz.de. Boykotte und Proteste helfen auch. Vielerorts in Europa haben sie bereits zum Rückgang der Pelztierzucht oder sogar zu deren Verbot geführt.


Manfred Loosen

1 Kommentar zu „Tieren eine Stimme geben (Tierschutzjugend)“

  1. jona sagt:

    Liebe Teenature

    ich finde es sehr gut, dass Ihr Euch für den Tierschutz stark macht.

    Doch meint Ihr wirklich, dass die Eier mit dem Bio-Siegel der EG besser sind, da hier Tiere artgerecht gehalten werden?

    Vielleicht solltet Ihr hier noch einmal nachhaken, schaut Euch die Kriterien für die Tierhaltung gemäß dem Bio-Siegel an oder googelt doch mal unter Bio-Siegel artgerecht.

    Es ist gut, dass wir einen Schritt in Richtung mehr Tierschutz machen, doch das Bio-Siegel stellt nur ein Mindeststandard für artgerechte Haltung dar.

    Besser Ihr setzt Euch für Bio- Verbände, die schärfere Bio-Auflagen haben.

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