Pflanzenschutzmittel erneut zugelassen

201204Apr

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat auch 2012 das Pflanzenschutzmittel Santana in sechs Bundesländern (Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein) befristet zugelassen.

Das auf dem Wirkstoff Clothianidin basierende Insektizid wird eingesetzt, um den Drahtwurm (Maisschädling) zu bekämpfen. Das BLV stützt sich in seiner “Zulassung für Notfallsituationen“ auf eine EU-Verordnung (Artikel 53 der (EG) Nr. 1107/2009). Danach kann das BVL „wenn eine Gefahr anders nicht abzuwehren ist (…) kurzfristig das Inverkehrbringen eines Pflanzenschutzmittels für eine begrenzte und kontrollierte Verwendung und für maximal 120 Tage zulassen“. Da das BVL den Wirkstoff Clothianidin als „sehr giftig für Bienen“ einschätzt, hat es die Genehmigung mit Auflagen verbunden.

Danach ist „die Anwendung ist auf Flächen beschränkt, die von Starkbefall bedroht sind. Betriebsleiter müssen sich dies bei ihrem zuständigen Pflanzenschutzamt bestätigen lassen und erhalten dann einen Berechtigungsschein zum Kauf des Mittels. (…) Wenn sich im Umkreis von 60 Metern um die vorgesehene Behandlungsfläche Bienenstände befinden, sind die Imker vorab zu informieren.“ Vielen Imkern genügt das nicht. Das Branchenmagazin BioHandel hat eine Stellungnahme von Margret Irmer von der Qualitätssicherung Honig bei der Allos GmbH online gestellt.


Manfred Loosen

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2 Kommentare zu „Pflanzenschutzmittel erneut zugelassen“

  1. Margit Steidl sagt:

    Da denken wohl die Beamten, die Bienen richten sich nach amtlichen Anweisungen so nach dem Motto: “Die Pflanzen dieses Feldes bitte nicht anfliegen!”
    Oder sollen die Imker ihre Bienen dann für ein Jahr lang einsperren?
    Zahlen die Maisbauern und die Kartoffelbauern dann den Imkern ihren Verdienstausfall?
    Außerdem: Auf vergiftete Kartoffeln lege ich nicht den geringsten Wert!
    Ich ziehe ungiftige Biokartoffeln vor!
    Und was den Mais betrifft: Arme Rindviecher und arme Schweine!
    Denn wenn die dann vergifteten Mais gefressen haben,
    sind die auch nicht mehr die gesündesten!

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Frage: Kann das Präparat “Santana” auch beim Kartoffelanbau zur
    Bekämpfung der Drahtwürmer eingesetzt worden sein. Angeblich sind auch
    die Kartoffelerträge gefährdet, wenn sie auf (vorheriges) Grünland gepflanzt
    worden sind? Kartoffelpflanzen werden von den Bienen normalerweise nicht
    beflogen, weil sie keinen Nektar sondern evtl. lediglich “Tauwasser oder
    anhaftendes Regenwasser” für Bienen anbieten!

    Mit freundlichen Grüßen! Erwin Lücking

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