Weltweit ist seit einigen Jahren ein dramatisches Bienensterben zu beobachten. Pestizide, Monokulturen und die Varoamilbe sind wohl einige der Hauptgründe dafür.
In Deutschland sind im vergangenen Winter schätzungsweise 300.000 Bienenvölker gestorben. Was fatale Folgen hat, denn Bienen sind zu 80 Prozent an der Bestäubungsleistung durch Insekten beteiligt.
Uns Menschen erscheinen Städte oft als grau und lebensfeindlich. Doch Bienen sehen das offenbar ganz anders. Sie fühlen sich in der Stadt rundum wohl. Parkanlagen, Hausgärten, Alleen, verwilderte Grundstücke, ja selbst Verkehrsinseln und Balkonpflanzen bieten den Bienen vom Krokus im Frühjahr bis zur Goldrute im November einen reich gedeckten Tisch. In der Stadt werden weder Pflanzenschutzmittel gegen Insekten versprüht noch besteht die Gefahr, dass genveränderte Pflanzen angebaut werden. Bienen können weit fliegen, deshalb müssen die Anforderungen, die an einen Standort wegen der Bienen zu stellen sind, nicht in unmittelbarer Nähe des Bienenstandes erfüllt sein. Bienen haben einen Sammelradius von über drei Kilometern, dabei dient der Umkreis von 500 Metern zur Grundversorgung.
Die Voraussetzungen waren bei uns im bio verlag gegeben, warum also nicht einem Bienenvolk ein neues Zuhause geben? Zumal unser Grafiker Klaus bereits Erfahrungen als Imker gesammelt hat.
Vor einem Monat war es dann soweit, die Bienen, ein Ableger ohne Königin, sind bei uns eingezogen. Inzwischen haben sie sich eine neue Königin herangezogen, die nach einigen Wochen mit dem Eierlegen begonnen hat.
In diesem Blog wollen wir alle Interessierten auf dem Laufenden halten, wie es unseren Bienen so ergeht, wie sie sich entwickeln und welche neuen Erfahrungen wir mit ihnen sammeln.
Natascha & Klaus



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