Auf unserer Facebook-Seite hat uns eine Leserin eine Frage gestellt, die wir auch unserem Blog nicht vorenthalten möchten:
Was würde passieren, wenn man den Honig, den die Bienen sammeln, nicht rausnehmen würde? Was würden die denn mit soviel Honig machen? Suchen sich die Bienen dann ne neue Bude?
Das fragt sich bestimmt nicht nur die Facebook-Userin. Also: Ein Bienenvolk braucht etwa 20 Kilo Honig zum Überwintern. Nimmt der Imker Honig raus, der als Futter benötigt würde, ersetzt er ihn durch Futter (z.B. Zuckerlösung). Würde niemals Honig entnommen, würde sich das Bienenvolk irgendwann teilen, das heißt es wird eine neue Königin herangezogen, die sich mit einem Teil des Volkes ein neues Zuhause sucht. Da wir hier aber nicht sehr viele geeignete Plätze haben (wie etwa hohle Bäume), ist das sehr schwierig – und wenn es nicht klappt, geht dieses “neue” Bienenvolk bald ein.
Unsere beiden Bienenvölker sind noch sehr jung. Damit sie sich gut auf den Winter vorbereiten können, entnehmen wir in diesem Jahr noch keinen Honig. So haben sie genug Vorräte – und der eigene Honig ist nun mal das beste Futter für eine Biene.
Trotzdem müssen wir hier im bio verlag nicht auf leckeren Honig verzichten. Denn unser Grafiker und Imker Klaus hat zuhause zwei richtig fleißige Völker, die ihm in diesem Jahr schon (mehr oder weniger freiwillig) über 40 Liter Honig überlassen haben. Den hat Klaus zum Teil mit Chili, Ingwer beziehungsweise Espressopulver gemischt. Das entspricht zwar nicht der reinen Lehre, ist aber superlecker! Und so können wir hier in Ruhe abwarten, bis unsere Bienen genug Honig produzieren. Im nächsten Jahr ist es sicher soweit! Übrigens: Die Bienen freuen sich total, dass der Sommer sich endlich blicken lässt – vor den Stöcken herrscht seit gestern Hochbetrieb!
Natascha & Klaus



Egozentrisch ist ja wohl, wer sich nicht darum kümmert, was mit seiner Umwelt passiert, wer es mit einem Lächeln in Kauf nimmt, dass Arbeiter in Entwicklungsländern für ihn sterben, nur damit er ein paar Cent weniger für seinen Brotaufstrich bezahlt und wer sich denkt, dass eine Kuh besser kein Tageslicht zu sehen bekommt und mit Antibiotika versorgt wird, sodass es in ein paar Jahren zu einer Resistenz kommen wird und Antibiotika wirkungslos werden – beim Menschen.
Es hat nichts mit Selbstverherrlichung zu tun an andere zu denken.
Wollt ihr eigentlich mit diesem Artikel suggerieren, dass Imker den Honig stehlen, weil sonst Vienenvölker eingehen? Das kann doch nicht euer Ernst sein?
Aber es ist ja auch wirklich eine tolle Sache, den Völkern ihr Essen zu steheln, und ihnen statt dessen Zuckerlösung zu geben, bei Insekten geht das ja, aber für Menschen? Fast so, als würde man “Schwellenländer” zum Export zwingen und ihnen dann unsere Hühner-Reste/-Abfälle schicken… Oh, moment, das tun “wir” Menschen ja…
Aber ihr “Bios” redet euch ja alles schön, “glückliche Milchkühe”, “glückliches Kalbsfleisch”, “fröhliche Biohühner”, “verträgliches Biopalmöl”… Es reicht nicht, sich besser als der “konventionelle Mitmensch” zu finden, man muss auch mal über den eigenen, egozentrischen Selbstverherrlichungshorizont hinaus blicken.